Pony beißen abgewöhnen

4 Antworten

Wasser in einen zerstäuber und das Pferd ansprühen wenn es etwas falsch macht, wirkt bei hunden wunder.

Bei sensiblen Hunden und Katzen vielleicht, aber nicht bei einem Stallttier wie einem Pferd!

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@Animalpeace68

Es geht nicht darum dem Pferd schmerzen zuzufügen, sondern ihm zu zeigen das er etwas falsch gemacht hat.

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Niemals am Halfter spazieren gehen! Schon allein aus Versicherung gründen

wie dann? An der Trense? Mit Gebiss? Was spricht denn gegen ein Halfter, wenn entsprechend damit umgegangen wird?

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Und was schlägst du vor? Mit Trense und normalen Zügeln, und dann auf 30cm bei Fuß, damit das Pferd bei jedem schnelleren Schritt oder bei jeden kleinen Schreckhüpfer so ordentlich eins ins Maul bekommt?!

Mit einem Kappzaum verhält es sich im Gelände übrigens ähnlich. wenn sich dass Pferd da erschreckt, kommt durch das Naseneisen oder den dünnen Nasenriemen ordentlich Druck auf den Kopf und das kann ganz schön gefährlich werden.

Wenn man einen sachgemäßen Umgang mit dem Halfter oder auch gut sitzendem Knotenhalfter am lockeren Strick (wobei ein Knotenhalfter auch brenzlig werden kann) nachweisen kann, geht das für die meisten vernünftigen Versicherungen völlig in Ordnung. Einige Versicherungen versichern sogar das gebisslose Reiten, Fahren und das Reiten ohne Sattel mit.

Mit einem gut erzogenen Pferd, welches zuhause gelernt hat, wie es sich mit dem Menschen verhalten soll, ist ein gut sitzendes Halfter die beste Variante zum Sparzieren gehen. Wenn das Pferd im Gelände drängelt, sich ziehen lässt, losstürmt oder ein aggresives Verhalten zeigt, wurde zuhause noch nicht die Basis geschaffen um spazieren zu gehen und man sollte daran arbeiten als einfach etwas schärferes an den Pferdekopf zu schnallen!

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man hat einfach mehr Kontrolle und Einwirkung auf das Pferd. ich würde sagen, wenn das Pferd auf die Straße rennen will, ist es relativ egal, ob es mal einen hefttigeren Zug auf der Nase bekommt, solange es dann nicht überfahren wird. da muss man abwägen was einem wichtiger ist. das kommt natürlich aud die Versicherung an. alle Versicherungen versuchen jedoch eine Möglichkeit zu finden, nicht zahlen zu müssen, und das ist eine gute ausrede

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Huhu,

eine Respekt- und Vertrauensbasis ist definitiv noch nicht so weit, dass ihr ins Gelände gehen solltet. Aber das ist kein Weltuntergang, denn mit viel Geduld und einfühlen kann man das Problem gut in den Griff bekommen, wenn man sich die Zeit nimmt auf das Pferd zuzugehen. So ein Prozess kann gut und gerne vier Monate dauern, wenn man das Pflegepferd nicht jeden Tag sieht.

Um das Problem anzugehen musst du wahrscheinlich deinen ganzen Alltag im Stall und mit dem Pony ändern. Du musst für es berechenbar und konsequent sein, so dass es weiß, was du von ihm erwartest und wie du reagierst, wenn es eine bestimmte Aktion zeigt. Wenn du zum Beispiel lobst, wenn dass Pferd langsam hinter dir her schluft und zehn Minuten später energisch treibst und ziehst, kann ein Pferd so etwas nicht verstehen und es weiß nicht wie es reagieren soll und was du überhaupt von ihm erwartest. Damit das Pferd dir vertraut und sich von dir führen lässt muss das Pferd dich verstehen. Es muss wissen, was du von ihm verlangst und welche Konsequenzen gezogen werden, wenn es ein falsches Verhalten gibt.

Hier mal ein Beispiel dazu, wie meine Kleine das immer gemacht hat, als sie zu und kam und mit mir vom Hof laufen sollte. Zehn bis zwanzig Meter lieb mitgekommen, dann stehen geblieben und soweit rückwärts gegangen oder sich umgedreht wie der Strick das zuließ. Ich bin stehen geblieben bis sie stehen blieb, zu ihr zurück auf meine Führposition und dass, bis sie ganz stehen blieb, meist wieder am Hof. Das ganze von vorne, Position auf Schulterhöhe, leicht von hinten mit der Gerte treiben und wieder los gehen. Wenn sie weiter mitkam als vorher, loben und zurück zum Hof. Wir haben auch lange gebraucht, aber irgendwann hatte sie verstanden, was ich von ihr wollte, dass ich mir in meiner Sache sicher war und dass ich sie immer wieder zurück bringe, wenn sie mitkommt. Wir haben dafür ungefähr 8 Wochen gebraucht in denen ich täglich da war, bis sie komplett eine kleine Runde durch den Wald mitkam. Ich glaube so verstehst du besser, wie das gemeint ist mit konsequentem, berechenbarem Verhalten.

Da dein Fall aber deutlich schwieriger ist, rate ich dir einen guten Trainer hinzuzunehmen und auf keinen Fall mit viel Druck zu arbeiten! Das füttern aus der Hand erstmal lassen und nur noch mit Stimme und evtl. Streicheln loben. Ein schönes Lob ist auch eine Pause zu machen, wenn das Pferd etwas gut gemacht hat.

Ihr fangt an, auf einem umzäunten Platz oder einer Halle ohne Gras zu üben. Dort führst du ihn neben dir und hältst immer mal wieder an. Dazu deinen Körper etwas zum Pferd drehen und ihm so mit deiner Körperausrichtung sozusagen den Weg abzuschneiden, leicht am Strick zupfen, Stimmkommando, das eigene Tempo zurück nehmen und stehen bleiben. Wenn das die ersten Male noch nicht gut klappt und ihr einen langen Bremsweg habt, ist das nicht schlimm, aber sobald das Pferd auf dein Kommando hin steht loben und erst wieder weitergehen, wenn du dich wieder in Laufrichtung drehst, den Weg frei machst, den Oberkörper vorbeugst und das Pferd so aufforderst, sich zu bewegen, evtl. auch mit einer langen Gerte an der Hinterhand kitzeln. Läuft er schon vorher wieder los, hältst du ihn erneut an und lobst, wenn er steht. Diese Übung wiederholst du dann einige Male, bis es einigermaßen läuft und hörst dann auf. Das wiederholst du so lange jedes Mal wenn du da bist, bis das gut läuft und er lernt auf dich zu achten. Erst wenn er auf dem Platz oder in der Halle zuverlässig anhält und antritt übst du das auf dem Hof und auch in der Nähe von Gras. Achte darauf, dass die Aufmerksamkeit bei dir bleibt und du interessant bleibst. Wenn er nicht danach schnappt ist dann auch oft der Zeitpunkt ein Futterlob einzusetzen, wenn er sich nicht vom Gras ablenken lässt oder das Training dann schon zu beenden und das Pony damit zu loben. Zieht er zum Gras, leicht am Strick zupften und in Richtung wenden oder halten. So lange wiederholen, bis er nicht mehr zieht, dann sofort loben. Wenn er am Hof brav an Gras vorbei geht und langsam auf dich achtet, weil du im gesamten Umgang sicher, selbstbewusster und berechenbar geworden bist, kannst du kurze Stücke ins Gelände gehen, wenn du dich bereit fühlst. Dabei ist wichtig, dass die Aufmerksamkeit des Ponys bei dir bleibt in dem du oft anhältst, Schlangenlinien oder Volten führst und ihm viel positives Feedback gibst, wenn er etwas richtig macht.

Ich kann dir zum Ende nur nochmal empfehlen, dir von jemanden helfen zu lassen. Dass heißt nicht, dass dir jemand teures die Arbeit ganz abnehmen soll, sondern nur, dass dir jemand auf eurem Weg hilft, sich das anschaut und dir Tipps gibt. Dass kann ein anderer Reiter von deinem Reitstall, deine Reitlehrerin oder die Besitzerin sein, solange derjenige mit der Situation umzugehen weiß. Außerdem solltest du bis ihr sicher unterwegs seit immer einen Reithelm und Handschuhe tragen, allein schon, weil er bereits aggressives Verhalten wie Steigen gezeigt hat.

Liebe Grüße

Gehe nicht mehr spazieren, bevor euer Respekts - / Vertrauens Probelm nicht gelöst ist!!

Mach viel Bodenarbeit (mit langem Seil + Knotenhalfter!) und Führübungen! Kauf dir dazu vielleicht noch ein Buch bzw. mach dich im Internet schlau!

Wenn er dich beißen will, kannst du ihm ruhig mal eine über die Nase hauen! Das darf er nicht und soll er sich auch gar nicht erst angewöhnen!

Außerdem: Kein Futter mehr aus der Hand, weder Karotten noch Leckerchen!!

Wenn es besser klappt, dann geh erstmal nur noch mit Führkette oder mit Trense spazieren! Sei streng und konsequent, lass dir nicht auf der Nase rumtanzen! Wenn er einmal ein Erfolgserlebnis hatte, dann wird er es immer wieder probieren...

Wenn gar nichts mehr hilft, dann zieh einen Trainer hinzu!

super Antwort!

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