Plötzliches losrennen unterm Sattel - mögliche Ursachen?

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4 Antworten

es hängt damit zusammen, dass er vier jahre lang für rennen trainiert wurde.

traber gehen schritt nur, wenn sie geführt werden. 

statt schritt würde ich es zum lockern mit dem sogenannten jog probieren. das kennt er.

du solltest vielleicht mal ein ungebrochenes kutschgebiss oder eine enfache knebeltrense benutzen. eher dünn als dick. probier mal, nicht einzusitzen, sondern mach die bügel etwas kürzer und stell dich hin. im schritt, im trab, im galopp. kein leichter sitz - kein entlastungssitz, kein leichttraben.

diese unkonventionellen vorschläge haben etwas damit zu tun, wie traber für die rennen trainiert werden. ihr müsst erst mal lernen, euch zu verständigen.

und - rechte hand geht einfacher, weil es mehr rechts- als linkskurse auf der rennbahn gibt.

im allgemeinen laufen traber aber geradeaus. sie werden möglichst geradegerichtet. das stellen heisst auf "traber" übersetzt: ich soll jetzt schneller werden und den vordermann überholen. vor allem, wenn du wie beim jungen pferd gewohnt, die hand mit dem arm "ausstellst", also eine breite zügelführung zur verdeutlichung der hilfe verwendest.

du solltest einen pullriemen verwenden, damit der kopf nicht zu hoch geht.

versuche die signale des pferdes wahrzunehmen. schreibe dir nach jedem reiten sofort auf, auf welchen impuls von dir dein pferd wie reagiert.

und ich nehme mal an, so schreckhaft wird dein hotti nicht sein. allerdings wird es gründe zum "erschrecken" suchen. ein traber ist zwar fachlich gesehen kein "blüter", aber er ist ein rennpferd, auf bestimmte charakter- und bewegungskriterien gezüchtet.

ein traber will leistung bringen - hauptsächlich in richtung laufen, laufen, laufen. überfordere dein pferd nicht mit übermässiger arbeit in der reitbahn. seine beine und sein rücken werden es dir danken.

viele traber haben einen sehr langen und weichen rücken und eine recht schwache nierenpartie. ist bei deinem pferd übermässig viel amerikanischer oder französischer traber drin, dürfte es da probleme geben, wenn du nicht mit besonderer vorsicht vorgehst.

am besten die übung zur stellung weglassen und gleich mit dem biegen beginnen. gewicht verlagern kannst du dadurch, dass du den bügel auf der gewünschten seite etwas stärker durchtrittst. das ersetzt dann vorübergehend die kreuzhilfe. und viel mit deinem bein arbeiten - und zunächst das pferd im gelände geraderichten.

ps - je mehr paraden du gibst, umso mehr wird das pferd pullen.

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Ich würde versuchen, ihn erstmal an der Hand, also vom Boden aus, in die sogenannte Dehnungshaltung zu bringen. Beschäftige ihn mit Seitengängen. Wenn er dies vom Boden beherrscht, frag es vom Sattel aus ab. Streiche den Galopp, solange diese Dinge im Trab nicht klappen. Trabe erst an, wenn du ihn im Schritt bei dir hast. Fängt er im Schritt an zu zackeln, beschäftige ihn mit Seitengängen. So würde ich mit blutgeprägten Pferden immer wieder arbeiten. Das ist nun kein Rezept für jedes Pferd, muss man immer individuell sehen. Wünsche dir aber viel Erfolg, und gib nicht auf!!!

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trabifan28 04.04.2016, 14:11

Wir galoppieren eigentlich noch gar nicht bzw. wir lassen ihn bewusst weg bis eben alles im Schritt und Trab klappt.
Er rennt mir einfach unkontrolliert los und springt dann eben in den Galopp. Aber nur auf der linken Hand, auf der rechten Hand kommt das eher selten vor.

Auch wenn ich ihn solange Schritt reite bis er ruhiger wird und einigermaßen vernünftig läuft, rennt er im Trab sofort los. Da kann ich oben drauf tun und machen was ich will.

Da es eben nur auf einer Seite extrem schlimm ist, habe ich die Vermutung, dass ihm da etwas weh tut und er evtl. Verspannungen o.Ä. hat. deswegen kommt auch Sattler, Zahnarzt, Ostheo usw. zum kontrollieren.

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Ich habe meiner Traberstute seit 3 Monaten und mir liegt ziemlich genau das selbe Problem vor. Ich würde dir empfehlen, dass du sehr viel Bodenarbeit mit ihm machst und ihn beschäftigt hältst. Das ist wichtig, da  das ja Leistungstiere sind, die täglich eine Beschäftigung hatten und auch oft ans Limit gepuscht wurden. So habe ich meine zumindest jetzt etwas unter Kontrolle gebracht. Also einfach auch bei Ausritten einen Beschäftigung suchen! :)

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trabifan28 05.04.2016, 15:21

Ich bin jeden Tag im Stall und somit wird er auch fast 7x die Woche bewegt und beschäftigt. Viel bzw. hauptsächlich vom Boden aus, zumindest momentan. Solange nicht geklärt ist ob er gesund ist etc.

Ja die lieben Ausritte... das ist auch so eine Sache bei ihm. Hat sich aber schon gebessert. 

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Traber sind nun mal sehr nervöse und temperamentvolle Pferde. Vielleicht hat er auch zu wenig Bewegung, er ist es ja von der Rennbahn gewohnt schnell und viel zu laufen. Eventuell hilft es, vor dem Reiten ausgiebig zu longieren ansonsten vielleicht mal einen Trainer fragen, der Erfahrung mit (ehemaligen) Rennpferden hat.

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trabifan28 03.04.2016, 20:18

Ablongieren bringt nichts, alles schon probiert. leider.

Mit tempramentvollen Pferden habe ich kein Problem, sonst hätte ich mir ja auch keinen Traber angeschafft.

Bewegung hat er wohl genug. Steht den ganzen Tag auf der Koppel und wird von mir 6-7mal die Woche gut gearbeitet.

In der Umgebung gibt es leider keinen Trainer der sich mit ehemaligen Trabrennpferden bzw. Rennpferden auskennt...

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