Fest am Zügel ziehen?

13 Antworten

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dieses verhalten des pferdes nennt man "pullen".

überleg mal, was du im reitunterricht gelernt hast, wie man das pferd langsamer macht und wie man es durchpariert.

du wirst kaum gelernt haben, dass man dazu am zügel zieht.

mach dich also "schwer" im sattel, nimm die beine zurück, lege sie fest eine handbreit hinter dem gurt an. du kannst notfalls die hilfe an der hinterhand leicht mit der gerte unterstützen. die hände nicht zu tief führen, sondern korrekt eine handbreit über dem rist. in der hand leicht nachgeben, damit der kopf des pferdes beim herantreten der hinterhand in die bewegung hineinkann.

unter umständen fängt die stute nun an zu trippeln, aber du kannst sie jetzt über den schenkel regulieren. lass sie notfalls mit dem kopf zum anderen pferd gerichtet seitwärts gehen. da kann sie sich abreagieren und behält trotzdem das gewünschte tempo bei. der zügel kann zeitweise sogar leicht durchhängen. wichtig ist, dass du das pferd allein über gewicht und schenkel regulierst.

wenn pferde es noch nicht kennen, im gelände so reguliert zu werden, kann es passieren, dass sie zunächst zu schwitzen beginnen, die ohren unruhig werden und dass sie sich sehr verspannen. da ist es besonders wichtig, lieber über den seitengang zu reiten und mit der zügelhand "luft nach vorn" zu lassen. das vermindert für das pferd das gefühl, eingeengt zu sein und es wird sich schnell beruhigen.

ganz wichtig: um wirklich einwirkung auf das pferd zu haben, solle die fussspitze beim reiten IMMER nach VORN zeigen. nur so kannst du deine muskulatur einsetzen.

reite zunächst im gelände mit einer steigbügellänge, als wenn du dressur reitest.

und ich würde so ein Pferd nur im reellen leichten Sitz reiten!! Also kurze Bügel und korrekter leichter Sitz. Gut, das würde ICH so machen.

Leider wird der korrekte leichte Sitz fast nicht mehr gelehrt, da die RL den Unterschied zum Entlastungssitz selbst nicht mehr zu kennen scheinen.

Lange Dressurbügel bei einem pullenden, unrittigen Pferd im Gelände sind zudem gefährlich. Ich war einmal Zeugin eines Beckenbruchs bei einer Reiterin, die vom Pferd geflogen ist.
Die langen Dressurbügel sind wirklich nur für die Reitbahn geeignet, wo normalerweise nicht viel passieren kann.

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@Dahika

man kann auch übergangsweise ganz ohne steigbügel reiten.

es war von "zunächst" die rede. es soll kein dauerzustand sein. korrekten leichten sitz sieht man dort (bitte nicht auf die ausrüstung achten. oder spiel "finde den fehler")

http://www.ponyschule.info/Bilder/Lerninhalte/Liska-reiten.jpg

den kann man aber besser erst mal in der reitbahn üben. 98% aller reiter drücken im leichten sitz den absatz durch und verklemmen sich damit im fussgelenk, verlieren damit den korrekten kniewinkel und "klemmen". damit verlieren sie die einwirkung.

also aufsitzen, bügel überschlagen und mit dem maria hilf riemen sichern.

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Ich würde nicht am Zügel ziehen, weil das natürlich schmerzhaft für das Pferd ist. Versuch mal auch beim ausreiten, einfach mal ein paar Schlangenlinien zu reiten oder mal kleine Kreise oder pariere dein Pferd einfach mal zum stehen durch, damit es dir besser zuhört. Und auch wenn ihr trabt, Schlangenlinien und villt zwischendurch auch mal zum schritt durchparieren dann ein paar schritte schritt und wieder los. Das führt dann dazu, dass dein Pferd aufmerksamer wird. Ich habe bei meinem das gleiche Problem früher war das sehr schlimm mittlerweile geht es aber besser :) Aber am Zügel bringt eigentlich nichts 1. tut es dem Pferd weh 2. wird das Pferd dadurch noch stumpfer im Maul sodass es auch nicht mehr auf leichte Hilfen reagiert und 3. macht das ausreiten allen beteiligten auch keinen spaß mehr ;) und wenn sie im Galopp zu schnell wird reite einfach in eine Volte dann muss sie langsamer werden

Erstens ist sehr unangenehm für das Pferd (tierquälerisch)   und zweitens ist es schlechteste Reiterei. Die Zügel sind nicht zum Ziehen da, (sondern um die Schulter zu kontrollieren).
Wenn es die Besitzerin deines Pferdes ist, so lässt das sehr schlechte Schlüsse auf die Rittigkeit des Pferdes zu.

Ehrlich gesagt, sieht es so aus, als sei das Pferd gründlich verritten. Es rennt vermutlich seiner Balance hinterher und befindet sich zu 100% auf der Vorhand. Und wenn man das Pferd nicht halten kann, und zwar korrekt, nämlich zu 95% nit dem korrekten Sitz ! , dann kann man nicht galoppieren im Gelände, und in deinem Fall, vermutlich nicht mal traben.
Reitunterricht, gymnastizieren und erziehen in der Bahn.

ansonsten solltest du dir vielleicht eine andere RB suchen, denn auf dem Pferd kommst du nicht weiter, sondern ruinierst dir deine Reitfähigkeit.

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