Pferd tritt, sobald ich die Gerte benutze

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Also, ich widerspreche mal den Aussagen, die ich bis jetzt gelesen habe.

Ich reite seit über 40 Jahren und reiter IMMER mit Gerte. Sie ist für mich sowohl Zeigestock, als auch "Druckmittel". Ein Gertenklapps zur rechten Zeit hilft, das Pferd aktiver werden zu lassen - egal, ob im Seitengang oder im Vorwärts. Anders kann ich das Pferd ja kaum dazu erziehen, meinen Schenkel SOFORT zu akzeptieren.

Wenn dein Pferd tritt: Kann es sein, dass du es zu sanft berührst und es eine Abwehrreaktion wie bei Fliegen zeigst?

Ich würde die Gerte ZUSAMMEN mit dem Schenke einsetzen, wenn du musst und nicht aufhören. Ich weiß nicht, ob ich ein zweites Mal anticken würde, wenn es tritt. Ich glaube, ich würde das ignorieren.

Sollte es aber mal passieren, dass du antickst und das Pferd tritt NICHT, dann sofort über alle Maßen loben. Sofort anhalten und stehen bleiben und loben!

Vielleicht kannst du dein Pferd so erziehen?

Was passiert, wenn du die Gerte am Boden einsetzt? Kannst du das Pferd damit abstreichen, überall? Übe das Schulterherein am Boden mit Anlegen der Gerte und bei Bedarf etwas anticken. Mache das so lange, bis das Pferd damit aufhört...

Viel Erfolg!

Sehr schöne Antwort!

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@Selfmadequeen

Tolle Antowrt! Hm, das mit den Fliegen glaube ich eher weniger, ich setze sie nicht grob aber schon beherzt, also kurz und pregnant ein. Vom Bodenaus kann ich ihn überall berühren, aber einen Tritt bei einem Klaps gibts schon!

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@Chickenburger97

Dann übe am Boden so lange, bis du die richtige Stärke des Klapses heraus hast und dein Pferd sich das gefallen lässt. Wie gesagt: LOBEN, wenn er (versehentlich) mal gar nicht tritt. Mache das jedes Mal, bevor du aufsteigst auf beiden Händen - mehrere Minuten lang. Dann gibt sich das.

Und: Danke für das Sternchen!

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na auf die FN würd ich mal nix geben. >>Gerte is genau so ein Hilfsmittel wie die Stimme<< . Barren beim Springen is ja auch nicht erlaubt, aber mit einem dünnen festen Stock am Sprung die Beine zu "berühren" schon...

Ich denke eine Gerte sollte max ein "optisches" Druckmittel sein. Lass dich mal spaßeshalber von einer Freuding mit der Gertenspitze am Oberschenken treffen - zwiebelt ganz schön... Wenn du dich aber besser fühlst, sie in der Hand zu halten beim Reiten, dann hau sie beim nächsten mal ordentlich gegen deinen Stiefel. Das klatscht prächtig, meist reicht das schon.

Und bedenke... in den Moment in dem du die Gerte einsetzt, verursachst du immer ein komisches Zupfen am Zügel/ Gebiss/ Maul... Und wechselst du die Gerte auch immer brav auf die innere Hand?

Ich nehm zBsp. eine Gert nur ins Geläne mit, aber eher um Fliegen zu verscheuchn oder Hunde zu verhaun, die uns angreifen ;-)

Also ich denke, ein bisschen Korrektur, würde dem Pferd sicher guttun, denn durch Gertengebrauch (regelmäßig) stumpfen sie nach und nach ab, und dann hast du ein Pferd was gar nicht mehr läuf es sei den du haust so doll zu, dass sich Striemen bilden... Prima :-l

Viel Erfolg

Hm, naja, das Pferd sagt nur ca. einmal während der Stunde die ich Reite "Nein" indem es nicht mehr auf Schenkelhilfen hört, und ich denke es ist verwerflich, dann einmal die Gerte zeitgleich mit dem Schenken kurz dahinter einzusetzen :) Sonst läuft er ja ganz gut

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Hi, wnen es dein eigenes Pferd ist, dann musst du ihm die gerte als Freund zeigen. Wahrscheinlich hat es shclechte erfahrungen gemacht.

Geh einfach mal ohne Sattel nur mit erte und dienem Pferd in den Auslauf, lass es dran schnuppern und streichle es est mit der hand am hals, dann mit der gerte, so dass es lernt dass es keine angst zu haben braucht. Es muss einafch vertrauen gewinnen. Wenn es im Reitstall ist, solltest du deinen Reitlehrer darauf ansprechen, damit er dagegen etwas unternehmen kann.

Liebe Grüße

Es ist zwar nicht mein eigenes Pferd aber er hat absolut keine Angst vor der Gerte, ich habe das Gefühl das das mehr so eine trotzreaktion ist, und er seinen Willen durchsetzen will

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Schon mal mit Sporen statt Gerte versucht?

Es gibt ja durchaus mehr Pferde, die auf eine Gerte nicht wunschgemäß reagieren.

An einer Trotzreaktion zweifle ich - dabei unterstellt du deinem Pferd mehr intellegenz als es besitzt. Es kann - denke ich- die Bedeutung der Gerte nicht einschätzen und ist dadurch irritiert und wehrt sich. Das Signal: "Du sollst die aktiver werden" kommt wohl falsch an.

Ich würd die Gerte versuchen wegzulassen oder durch Sporen zu ersetzen.

Wird schwer sein, ihm verständlich zu machen, welche Bedeutung die Gerte eigentlich haben sollte - wenn er nun nicht reagiert kannst du ja auch nicht loben - er soll ja reagieren nur anders....

Hmm, ich bin leider noch nicht mit Sporen geritten, weil es bis jetzt nicht notwenidig war, aber dann werd ich mal meine Reitlehrerin fragen, danke ;) Ich denke einen Versuch ist es wert :D

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Du brauchst dich nicht wundern ,dass das Treten nich nachlässt ,wenn du immer noch erst recht draufklatschst.

Du machst die Gerte zum Feind! Sie wird automatisch mit dem Schlechten verbunden. Das Pferd tritt ,weil die Berührung mit der Gerte in jedem Falle stört - es zeigt diese Abwehrreaktion um sie loszuwerden - dann nochmal einen Klaps zu geben ,regt das Pferd umso auf und so wird die Gerte dann immer "böser" - sie ist das strafende Ding. Du strafst ,anstatt für gutes Verhalten zu loben - nix mit Erfolgserlebnis.

Am Besten wäre es wohl ,wenn du die Gerte ganz weglassen könntest - die Hinterhand auch so gut aktivieren könntest.( Wenn die Fn die Gerte mit der Stimme gleichsetzt - dann versuch doch darauf umzusteigen ;) ) Ist das auch durch gezielts Training in jedem Falle nicht möglich muss daran gearbeitet werden ,dass das Pferd die Gerte nicht so stark abwehrt.

Ein Tick wird das mit der Gerte aber wohl nicht mehr sein, wenn du genervt versuchst das Pferd zu "erziehen".

Die Gerte ist nicht zum Treiben gedacht, sondern als verlängerte Arm zu sehen.

Zunächst solltest du dich deshalb beim Reiten kontrollieren. Wie setzt du die Gerte ein? Wann genau? Wirklich nur dann ,wenn sie nötig ist? MIt wieviel "Kraft"? Ziehst du den Zügel mit? Hätte ein leichterer Tick gereicht?

Wenn man die Gerte erstmal in der Hand hat , benutzt man sie manchmal auch öfter als nötig - oder zu falschen Situationen. (bspw. ,wenn das Pferd scheut - dann ist die Gerte irgendwann der Grund für das Scheuen)

Gerade in Reitschulen sieht man das oft. Kriegt ein junger Reiter da die Gerte in die Hand ,wird sie auch schwups mal zum Antraben genutzt.

Achja ein Leittier ist in der Herde solches ,weil es sich dazu bewährt hat - du hast das nicht. Aus diesem Grunde kann das Leittier es sich leisten auch mal aggressiv zu werden , aber du bist kein Pferd und somit physisch immer unterlegen = keine Kraftkämpfe ,du verlierst. Dennoch solltest du nicht warten, bis das Pferd beim ersten Gertentick gegen die Wand läuft - das Treten wird durch deine jetzige Methode nur verstärkt.

Versuche es erstmal vom Boden ,streichel das Pferd mit der Gerte - macht es nichts,loben. Gehe ein paar Schritte und lege die Gerte kurz an die Hinterhand (eventuell auch dabei ein wenig schneller werden) , loben und aufhören. Das könnte man auch steigern ,geht einfach darum dem Pferd zu erklären ,dass man die Gerte nicht abwehren muss.

Beim Reiten solltest du dich ,wie schon gesagt ,kontrollieren. Auch schauen ,welcher "Tick" zum Treten führt und welcher einigermaßen in Ordnung ist. Tritt ds Pferd mal nicht - unbedingt loben! Vielleicht hilft es auch da ,die Gerte einfach mal nur an den Hintern zu halten, je nachdem wie er reagiert - loben. Damit das Pferd eben nicht immer sofort tritt.

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