Patientenverfügung durch Depression Erkrankungen unwirksam?

4 Antworten

Die Pateintenverfügung soll Richtlinie für die Behandler sein, wenn sie dich nicht mehr selber fragen können und so niedergeschriebene Aussagen über deinen "natürlichen Willen" benötigen. Ob man einen Vormund hatte, ist an sich egal. Ob die Verfügung gilt, hängt davon ab, ob man zur Zeit der Ausstellung seinen Willen zum Ausdruck bringen konnte. Wenn jemand nachgewiesenermaßen so krank war, dass die Verfügung nicht als dessen echter Wille gewertet werden kann, wäre sie gegenstandslos. Diese Beurteilung im Nachhinein zu machen (also rückwirkend die Urteilsfähigkeit abzusprechen) braucht wirklich harte Kriterien, wie nachgewiesene schwere Demenz oder Verwirrtheit, sicher keine "leichte Depression". Wer sicher gehen will, kann die Verfügung mit dem Hausarzt besprechen und von diesem gegenzeichnen lassen oder einem Notar.

Dennoch ist es für einen Arzt sehr schwer, wenn die Verwandten eines Pateinten, der sich nicht äußern kann, verlangen, der Arzt soll keine "passive Sterbehilfe" leisten indem er lebenserhaltende Maßnahmen abschaltet. Dies ist ein extrem heikles Thema, und der Arzt muss dann abwägen, wie er sich verhält, letztendlich ist er an seinen Eid zum Erhalt des Lebens auch gebunden. Um den Behandlern diese Situation zu ersparen und eben auch sicher zu sein, dass die Verwandten deine Entscheidung respektieren und unterstützen solltest du dich mit ihnen austauschen und ihr euch einig sein. Mein Vater hat zum Beispiel in die Verfügung aufgenommen, er will alle Maßnahmen zur Therapie und erst nach 3 Monaten, wenn keine wesentliche Besserung mehr zu erwarten ist, sollen alle lebensverlängernden Bemühungen unterlassen werden. Das wiessen alle aus der Familie und unterstützen diese Einstellung. 

Nein, das ist Blödsinn! Du bist ja nicht 'geistesgestört'! Dann müsste ein Gutacher (Psychiater) beweisen, dass du zum Zeitpunkt der Erstellung nicht zurechnungsfähig warst! Da das aber niemand zu dem Zeitpunkt bei dir attestiert hatte, ist deine Patetientenverfügung auch noch wirksam! :-))

Sie wäre nur Ungültig, wenn Du zum Zeitpunkt wo Du sie verfasst hast, einen gesetzlichen Vormund hattest.

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Bei einem Bluttest am 15.06 waren meine Leberwerte sehr hoch, Eisen sehr niedrig (mögliche Blutung im Körper) (ggt normal). Trotz der sehr schlechten Werten hat der Arzt bei mir nicht gemeldet. Ich habe am 22.06 angerufen um einen Termin zu vereinbaren, waren leider nicht erreichbar. Danach war ich sehr mit meinen Prüfungen beschäftigt und konnte telefonisch nach 9 Anrufe einen Termin in 5 Tage vereinbaren. Das Problem könnte Leberschaden (Entzündung, Hepatitis), oder auch andere Ursachen haben, was das bedeutet Gefahr nicht für mich sondern auch für andere Menschen, Freunde und … Meine Frage ist, ob der Arzt rechtlich in diesem Fall verpflichtet ist, mich anzurufen und warnen. Ich habe erst nach 6 Wochen erfahren. Was soll diese S***, Ich finde, der Arzt total verantwortungslos ist.

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Unverständnis - Was kann ich tun?

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Ich würde ja, wenn ich alleine wäre, einfach wieder eine neue Therapie anfangen ABER, weder meine Familie, noch mein Partner weiß, dass ich nach dem Klinik-Ding nicht auf magische Weise geheilt wurde und es mir zunehmend schlechter geht. Beide Parteien zeigen nur unverständnis, vor allem wenn das Thema Depression aufkommt und ich versuche anzudeuten, dass es mir schlecht geht. Kinder in Afrika hungern, du hast doch alles was du dir wünschen könntest, heul nicht so rum... und ist nur ein Bruchteil.

Ich verletze mich nicht mehr aktiv selbst, nur noch manchmal (wie heute) aber dann an Stellen, die niemand sieht, weil ich echt ratlos bin...

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Wo sollte man seine Patientenverfügung hinterlegen? Hausarzt Rechtsanwalt. Partner/in

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Hallo, vielleicht nerve ich schon mit meinen Fragen , tut mir sehr leid aber neuerdings bin ich einfach zu unsicher geworden. Habe schon zwei Fragen wegen meinem Freund gestellt, habe leider heute wieder eine. Puuhhh wo fange ich an? Gestern war ein riesen Streit zwischen mir und meinem Freund. Ich glaube ich war das allererste wirklich schwer enttäuscht und die Idee mit der Paartherapie aus meine vorigen Frage , habe ich erstmal auf Eis gelegt da ich mir die Zeit jetzt mal nehmen möchte um in Ruhe nachzudenken. Also 2011 sind meine Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Es war nicht Ihre Schuld und der Unfall war so sinnlos. Weiter möchte ich nicht drauf eingehen. Ich habe lange , lange gebraucht um damit fertig zu werden. War neben meiner Tumorerkrankung auch in Psychologischer Behandlung. Mit niemandem habe je über meine Eltern gesprochen, denn Sie bedeuteten mir die Welt. Eines Tages fasste ich mich an ein Herz und vertraute mich meinem Freund an, weil ich ihm vertraue und hielt es für selbstverständlich dass das unter uns bleibt. Gestern waren wir mit seiner Besten Freundin, die er schon über 10 Jahre kennt, und seinem besten Freund, den er seit der Grundschule kennt, einen Ausflug ins Grüne gemacht und da kam heraus das seine beiden Freunde alles darüber bescheid wussten. Ich selber kenne seine Freunde nicht so gut. Das war erst das dritte mal das ich sie gesehen habe. Alle paar Monate kommen die Freunde zusammen und machen was zusammen. Für mich sind die beiden also zwei völlig fremde Personen und ich bin einfach der Meinung das der Tod meiner Eltern (noch) nichts angeht. Wenn dann würde ich das vielleicht irgendwann mal selbst erzählen wollen. Tja, mein Schatz nahm sich aber die Freiheit ihnen ausführlich darüber zu Informieren. Und nicht nur das, auch über meine Erkrankungen, wie viel Geld ich momentan verdiene und aus welchen Körperteilen mir Tumore entfernt wurden, darüber wissen die auch bescheid. Bitte versteht mich nicht falsch. Jahrelange Freundschaften des Partners in allen Ehren und nie würde ich mich dazwischen stellen aber ich bin einfach der Meinung , das es Sachen gibt , die nur für mich und meinen Partner bestimmt ist. ich war gestern so wütend , das ich am liebsten zu seinen Freunden gesagt hätte, ob sie wissen, das mein Schatz Errektionstörungen hat wenn wir schon über meine Krankheit quatschen müssen aber er kann echt froh sein das meine Eltern mich nicht zu sowas nieveaulosem erzogen haben. Er meinte , ich solle mich nicht so haben, er vertraue seinen Freunden blind und ist sich sicher , sie würden meine Probleme vertraulich behandeln aber darum geht es gar nicht. Deswegen bin ich jetzt so unsicher weil er meint ich übertreibe. Aber das mit meinen Eltern finde ich einfach eine Sauerei und deswegen frage ich euch was Ihr dazu meint. Danke schonmal

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