Nimmt ein Mann eine Frau mit KIND?

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29 Antworten

Für mich war das nie ein Problem. Im Gegenteil, da ich mich gut mit Kindern verstehe und gerne mit Kindern zusammenlebe, war es eher ein Pluspunkt, wenn sie Kinder hatte. Ich hatte mehrere Beziehungen zu Frauen mit Kindern und mein Sohn hat auch noch drei ältere Halbgeschwister.

Wenn ich alleinerziehende Mutter wäre, würde ich auch einem sonst tollen Mann den Laufpass geben, wenn er das Kind nicht annimmt. Man(n) kann nicht  einen Keil zwischen Mutter und Kind treiben, weil man nur die Mutter will, aber nicht das Kind.

Wieviele Männer keine Frau mit Kind nehmen würden, ist egal. Es gibt genug Männer, für die das kein Hindernis ist. Jemand, der ihre Kinder nicht will, ist einfach nicht der Richtige.

Dein Freund ist nicht der leibliche Vater des Kindes?

Was bitte stellt der sich denn vor? Sollst du mal eben die Zeit zurückdrehen bzw. das Kind wegschaffen ... und dann tut ihr so als wäre nie was gewesen? Sorry aber in meinen Augen ist das ein Hornochse.

Ich kenne so einige in meinem Bekanntenkreis (und in der Familie) die eine Beziehung eingingen "trotz vorhandenem Kind".

Ein Geschwister von mir hatte bereits ein Kind, war geschieden, bekam nen neuen Partner, heiratete diesen und gemeinsam bekamen sie noch 3 weitere Kinder.

Kumpel von mir hat eine tolle Frau gefunden und geheiratet. Sie brachte 2 fast erwachsene Kinder mit in die Ehe. Die vier sind glücklich miteinander.

Anderer Kumpel von mir geht in seiner Vaterrolle als Stiefvater voll auf. Er zeigt seinen zwei Stiefsöhnen allerlei. Vom Bogenschießen über den Umgang mit Lagerfeuer, fischen, Outdoorzeugs eben..... etc.

Bekannte von mir hatte eine heftige Beziehung hinter sich. Gemeinsames Kind... Und lernte eines Tages einen netten Typen kennen. Die beiden verstanden sich prima, er verstand sich prima mit ihrem Kind... und nun sind die beiden verheiratet und das Kind nennt ihn Papa.

Du siehst, es funktioniert. Vorrausgesetzt man hat nen Partner der das Kind auch akzeptiert. Bei deinem scheint es eher so zu sein das er dein Kind nicht akzeptiert, dich aber aus Bequemlichkeit als Notnagel behält (warum sonst sollte er sagen "dich will doch keiner".

Bin zwar eine Frau, aber du solltest deinerseits vielleicht diesem Mann den Laufpass geben!

Egal wie lieb und unkompliziert oder auch wie schwierig und rebellisch deine Tochter ist - sie gehört zu dir und das ist eine unabänderliche Tatsache. Und wenn dein Freund schon so an die Sache ran geht, wird er immer zwischen dir und deiner Tochter stehen und niemals ein gutes Verhältnis zu ihr haben können. Und sicher hat er das ja auch von Anfang an gewusst, dass du schon Nachwuchs hast.

Und glaub mir, es gibt genügend Männer, die überhaupt kein Problem mit den Kindern ihrer Frauen/Freundinnen haben. Einige Kumpels meines Mannes haben Frauen mit Kindern geheiratet bzw. eine Beziehung mit diesen und da gibt es so weit ich das beurteilen kann überhaupt keine Probleme. Manchen dieser Kinder steht der "neue Papa" sogar näher als der biologische Papa, sie hängen sehr daran und das beruht auf Gegenseitigkeit.

Mein Freund findet es nicht gut das ich ein Kind habe und lässt mich das auch öfters spüren

Er ist der Meinung das viele Männer sich keine Frau mit Kind nehmen würden

Nebenbei bemerkt, gleichzeitig scheint er dir vermitteln zu wollen, dass du sehr dankbar sein müsstest, ob seines Großmutes, dich dennoch genommen zu haben...

Was hat er für Qualitäten, dass du nach solchen Aussagen und Schlußfolgerungen bei ihm bleiben magst... Ist er reich oder schnakselt er so gut...?

Überdenke mal einiges und geh mal innerlich ab, ob er deinem Kind auch öfter das Gefühl gibt, ein Balast zu sein....

Was Du hier von Deinem "Freund?" schilderst, entspricht für mich eher einem absoluten Ego-Typen, statt einem Menschen der Dich aufrichtig liebt!

Du hast bereits ein Kind, Du hast aber ganz sicher auch noch andere Familie - nun stell Dir mal vor, er würde sich nicht nur an Deinem Kind, sondern auch noch am Rest Deiner Familie stören. Würdest Du dann wegen ihm auf Deine Familie verzichten wollen?

Es gibt auch noch andere "Probleme?", die einem im Leben so begegnen können - was würde er denn machen, wenn Du krank werden würdest?

Mit solch einer Einstellung, wie sie Dein Freund jetzt bereits an den Tag legt, würde ich mir eine weitere Beziehung extrem gründlich überlegen und lieber auf den "Freund?" verzichten aber nicht auf die Menschen, die zu meinem Leben gehören!

Dieser Mensch ist meiner Meinung und Erfahrung nach "nicht lebenstauglich" und für keine echte Partnerschaft zu gebrauchen!

Alles Gute wünsche ich Dir und selbst wenn Deine Tochter nicht so pflegeleicht wäre - sie hat ein Recht darauf geachtet und respektiert zu werden - so wie Du und Deine weitere Familie auch!

Ich bin kein Mann, aber ich würde dir als toller Frau den Tipp geben, diesem Mann den Laufpass zu geben, denn auch wenn er stillschweigend akzeptiert, dass du ein Kind hast, wirst du immer zwischen den beiden stehen und er wird deinem Kind garantiert nicht die Liebe zugestehen, die er als "Ersatzpapa" geben könnte. Außerdem wird er immer eifersüchtig auf deine Tochter sein und sie das sicher auch spüren lassen.

Klar gibt es immer wieder Männer, die eine Frau ohne Kind (das sie dann netterweise "Altlast" nennen) wollen. Aber ein Mann weiß das vorher und wenn ihn das stört, dann lässt er die Finger von der Frau und fängt gar nicht erst eine Beziehung mit ihr an. Schließlich lässt sich das Kind nicht einfach wegdenken! Im Sinne deiner Tochter solltest du dir gut überlegen, ob ER es wirklich wert ist und was du deiner Tochter damit antust, ihr einen Kerl vor die Nase zu setzen, der die Kleine nicht will!!!!

Nein, würde ich nicht. Die Entscheidung trifft man vor der Beziehung. Entweder man nimmt die Frau mit dem Kind, oder man lässt es komplett. Die Bedingungen stehen von Anfang an fest.

Ich sehe auch nicht, was daran ein Hinderungsgrund sein soll. Aber das ist eine individuelle Entscheidung.

Allein erziehend und einen Freund haben passt für mich absolut nicht zusammen.

Ich finde die Bezeichnung eher ein Schlag ins Gesicht all der Mütter, die gar keinen Partner haben.

Ansonsten mag ich auch keine wertenden Bezeichnungen. Sei es, ob sich Menschen als gut, schlecht, toll oder sonst wie hinstellen.
Gleiches gilt auch in Bezug auf Wertungen anderer.

Machtnix53 01.05.2016, 17:41

Allein erziehend und einen Freund haben passt für mich absolut nicht zusammen.

Wie meinst du das?  Darf sich eine alleinstehende Mutter erst dann wieder nach einem Mann umsehen, wenn die Kinder aus dem Haus sind? Oder stimmt dann das "Allein erziehend" nicht mehr, weil sich der Freund  auch um das Kind kümmern sollte? Wobei das "erziehend"  noch mal ein Kapitel für sich ist, denn wir sind uns ja einig, dass man auch ohne Erziehung mit Kindern zusammenleben kann.

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kiniro 01.05.2016, 22:00
@Machtnix53

Das nicht - nur ist sie dann (in meinen Augen) nicht mehr allein erziehend.

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kiniro 01.05.2016, 22:06
@kiniro

Ergänzung:

Die betreffende Mutter ist dann auch nicht mehr allein stehend, sobald sie einen Freund hat.

Mir stößt es schon seit langem sauer auf, dass auf der einen Seite Mütter von ihrem neuen Freund erzählen und sich gleichzeitig als "allein erziehend" bzw. "alleine mit Kind" darstellen.

Da bin ich sehr pingelig.

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Er ist der Meinung das viele Männer sich keine Frau mit Kind nehmen würden. 

Sich eine Frau nehmen.... Gefällt mir nicht das so auszudrücken... Der Typ scheint mir eine Pfeife zu sein und als Mutter wäre es für mich ein absolutes no go dass mein Partner solche Sprüche macht, bzw dich spüren lässt, dass dein KIND unerwünscht ist...

Ich würde den Kerl abschießen. Der Richtige nimmt dich auch im Doppelpack mit Kind ;)

Mein Freund findet es nicht gut das ich ein Kind habe und lässt mich das auch öfters spüren. -  Dann solltes du dir einen anderen Freund suchen. Der nicht so egoistisch ist. Der dich mit deiner Tochter liebt und gut behandelt. Schließlich gehört deine Tochter zu dir. Mehr wie dein dummer Freund. Irgendwo/irgendwann gibt es auch für dich den richtigen Freund der deine Tochter mindestens akzeptiert/toleriert und gut behandelt. Kein böser Stiefvater ist.

Ich bin kein Mann, würde aber niemals einen Partner nehmen der mit jemand anderem schon ein Kind hat, egal ob Mann oder Frau.

Deinen Freund im Beispiel oben verstehe ich allerdings nicht. Wenn er das so ablehnt hätte er sich gar nicht erst darauf einlassen sollen. So verhält er sich extrem unfair dir gegenüber, wenn du von Anfang an mit offenen Karten gespielt hast.

Weißt Du was? Dein Freund ist kein Freund.

Er wußte doch, dass Du nur mit Anhang zu haben bist. Du solltest ihn entsorgen.

Mein Freund findet es nicht gut das ich ein Kind habe und lässt mich das auch öfters spüren

Was bildet er sich ein, wer er ist?

Mein Mann hat mich genommen, obwohl ich 3 (jetzt erwachsene) Kinder habe. Er wußte auch, worauf er sich einlässt. Mittlerweile sind wir schon 26 Jahre zusammen.

Dein Freund ist für seine Einstellung zwar nicht zu verurteilen. Er ist eben so, und das wirst du nie ändern!

Aber sobald dein Kind unter seiner Ablehnung zu leiden hat, solltest du diese Beziehung beenden. Ich weiß, dass dies leichter gesagt als getan ist. Aber glaube mir: dein Kind spürt die Ablehung durch deinen Partner, auch wenn es dir scheinbar nicht auffällt.

Wenn er dir signalisiert, dass er dich ohne KInd lieber hätte, dann sag ihm eindeutig und ohne Umschweife, dass du dein Kind liebst und ohne ihn  leben kannst. Kannst du?
Mach dich nicht abhängig und vermeide den Zustand, ständig zwischen deinem KInd und ihm hin- und herpendeln zu müssen.

Ich weiß, dass es eine allein erziehende Mutter nicht leicht hat und gerne einen Partner und Unterstützer an ihrer Seite hätte, auch einen Mann, den man liebt und von dem man geliebt wird.
Dein Freund erfüllt keine Voraussetzungen für eine Partnerschaft mit einem Kind, das nicht seines ist.

Ich wünsche dir, dass du einen Mann für dich und einen Vater für dein Kind findest, der euch beide liebt. Es gibt sie...

aurata 01.05.2016, 15:55

"Aber sobald dein Kind unter seiner Ablehnung zu leiden hat, solltest du diese Beziehung beenden."

Das würde ich schon viel früher tun... Ein Kind braucht ein Nest und Menschen um sich, die es mögen, respektieren, Wärme geben und unterstützen. Ein neuer Partner muss ja nicht die Vaterrolle übernehmen, aber ein guter, väterlicher Freund muss mindestens drin sein. 
Mir persönlich hätte allein das Wissen gereicht, dass mein Partner mein Kind emotional ablehnt, um die Beziehung zu beenden. Kinder haben feine Antennen und spüren so was sehr gut. 

Es ist nicht leicht jemanden zu finden, den man vorbehaltlos liebt und der einen vorbehaltlos zurück liebt. Vorbehaltlos heißt: Ob mit, oder ohne Kinder. Aber es ist auch nicht unmöglich. 

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Der Volksmund sagt schon mal ganz richtig:

"Vater werden ist nicht schwer - Vater sein dagegen sehr ! "

Dieser banal klingende Spruch gilt sicherlich heute mehr denn ja. Lange nicht jeder Mann kann sich damit abfinden ein "fremdes Kind" großzuziehen - irgendwie schon verständlich, wenn sein Selbstverständnis mit betrachtet wird.

Ein Partner der den "Vater"-Part wie selbstverständlich übernimmt, muß sich seiner Sache sehr sicher sein, und hat unterm Strich sicherlich mehr Charakter wie jemand der es nicht kann. 

Sind auch nur die geringsten Zweifel - BASTA ! Das Kind wäre immer nur irgendwie im Weg - schuld an... - geht ja nicht weil...

Dies ist jedoch auch vielleicht mal eine gute Denksportaufgabe für all die Mütter, die glauben, die heutige Rechtsprechung und Gesetzeslage gegen ebenso VÄTER auszunutzen.

So muß man sich nicht wundern, das viele - zuviele gerade davor scheuen, und dann schon mal im Vorfeld NEIN sagen.

Zum JA sagen gehört verdammt viel - von ALLEM ! - und dann passt es auch. 

Also der feine Herr scheint nicht so der richtige für euch beiden zu sein.
Als Gegenbeispiel, ich habe meine Frau kennengelernt Sa hatte sie vier Kinder.... Allerdings war ich da selbst mit zwei alleinerziehend. :)

Trenn dich von ihm.

Es ist OK, wenn jemand keine Kinder will, dann soll er ohne Kinder leben. Dann wird er auch keinen Partner mit Kindern wollen.

Aber es ist überhaupt nicht OK, sich erst mit einer Frau einzulassen und dann zu meckern, das Kind störe ihn. Das wusste er ja vorher, du hast ja vermutlich die Kleine nicht bei den ersten Treffen betäubt und unterm Bett versteckt.

Du kannst ja das Kind nicht seinetwegen weggeben, oder? Du bist nun mal Mutter und wirst es dein Leben lang bleiben. Also such dir einen Partner, der das akzeptieren kann.

ich bin zwar kein mann, aber ich würde mir niemals ein Stiefkind mit is Haus holen. Wenn ich mich für einen Partner entscheide und mit diesem leben möchte, hätte ich keine Lust dazu, im Alltag, bei der Urlaubsplanung oder am Ende bei der Planung meiner Finanzen noch Rücksicht aufs Stiefkind zu nehmen (das kannst du ja schlecht am vollen Tisch hungern lassen, wenn der Vater keinen Unterhalt zahlt). Wemnn ich das wollte, würde ich ein eigenes bekommen.

Schieße ihn in den Wind!!!!

Entweder ich will den Menschen so wie er ist oder lass es bleiben. Solche Rumzockereien / Machtkämpfe haben nur schwache Menschen nötig die ihre Mängel nicht abarbeiten wollen oder können.

Wenn er nicht damit klarkommt, dass du ein Kind hast, dann wird das Verhältnis zum Kind auch nicht besonders gut sein. Das spürt das Kind natürlich und das ist nicht gut.

Ich bin selbst Mutter und meine Kinder sind und waren immer an erster Stelle. Hätte mein Lebensgefährte ein Problem mit meinen Kindern gehabt, dann wäre auf der Stelle Schluß gewesen.

Hoegaard 29.04.2016, 10:59

Mit anderen Worten: die Beziehung ist stets von der Gnade der Kinder abhängig. Da kommt man schon ins Überlegen

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EdnaImmers 29.04.2016, 11:01
@Hoegaard

ja, bis zu einem gewissen Alter der Kinder. - wann das Alter erricht ist= ? 

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Kandahar 29.04.2016, 11:02
@Hoegaard

Nicht alle Mütter empfinden so, leider! Wie oft habe ich schon erlebt, dass Kinder unter der Beziehung der Mutter leiden mussten.

Ich sehe das anders. Ich bin für das Wohl meiner Kinder verantwortlich und ich möchte ein harmonisches Leben führen. Geht das nicht, weil die Chemie zwischen dem Partner und den Kindern nicht stimmt, dann muss ich eine Entscheidung treffen und meine Kinder vor Schaden bewaren.

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Hoegaard 29.04.2016, 11:11
@Kandahar

...ich möchte ein harmonisches Leben führen. Geht das nicht, weil die Chemie zwischen dem Partner und den Kindern nicht stimmt, dann muss ich eine Entscheidung treffen ...

Aus dem Blumigen den Kern herausgeschält: Damit reicht es aus, dass die Kinder den Neuen rausekeln wollen.

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EdnaImmers 29.04.2016, 11:14
@Kandahar

@ Kandaha. ->. Sehe ich genauso/  nur, und nur dann wenn die Kinder erwachsen sind und ihr eigenes Leben führen, dann sollte es keine so wichtige mehr Rolle spielen.


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Kandahar 29.04.2016, 11:15
@EdnaImmers

Richtig, wenn sie erwachsen und selbstständig sind, sieht die Sache anders aus.

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MissMarplesGown 29.04.2016, 16:42
@Hoegaard

Es geht hier nicht um "Gnade".

Insbesondere "Trennungskinder", die aufgrund ihrer Trennungserfahrungen immense psychische Hürden zu nehmen haben, können es sich psychisch nicht leisten, von späteren Partnern der Mutter abgelehnt bzw. lediglich als "vorhandenes Übel" empfunden zu werden - dies geht sehr tief und bleibend ins Selbstwertgefühl der Kinder und prägt ihre persönliche Entwicklung, ihr Selbstbild, den Verlauf der Pubertät und ihre spätere Beziehungsfähigkeit, das allgemeine Selbstvertrauen, das Frauen- und Männerbild. Dies sind Fakten, die nicht vom Tisch zu wischen sind. Mitgebrachte Kinder BRAUCHEN für eine gesunde und stabile Entwicklung ein klares und aufrichtiges Beziehungsangebot vom Stiefvater / der Stiefmutter.

Dies MUSS eine Mutter bei der Partnerwahl beachten und bedenken (und auch Väter sollten dies selbstverständlich tun!), wenn sie ihre Verantwortung gegenüber ihrem Kind und dessen positiver Entwcklung ernst nimmt. Und auch ein Mann, der sich entschließt, Teil einer Patchowrkfamilie zu werden, muss sich über die Wichtigkeit  und den prägenden Einfluss seiner Person und Haltung bezüglich vorhandener Kinder klar sein. Wiederholte Traumata bezüglich Ablehnung der eigenen Person, Trennung von geliebten oder zumindest vertrauten Personen, Ignoranz oder Schuldzuweisung (auch unbewusste Ablehnung spüren Kinder, sie muss nicht ausgesprochen werden) prägen unmittelbar die psychische und soziale Entwicklung von Kindern.

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MissMarplesGown 29.04.2016, 17:19
@Hoegaard

Informiere Dich bitte besser über die psychischen Bedürfnisse von (Trennngs)kindern und über ihre Beziehungs-Erfahrungen und möglichen Verlustängste. Dann erschließt sich Dir vielleicht, warum manches Kind die Mutter zunächst für sich allein beansprucht, sie nicht gern teilen möchte.

Der Mann ist der Erwachsene in diesem Spiel, er sollte die Mutter darin unterstützen, hier auch dem Kind zu neuem Vertrauen zu verhelfen und sich als neuer Partner der Mutter ausreichend auch auf das Kind beziehen, damit diesem der Übergang in neue Beziehungsverhältnisse über Einfühlungsvermögen, sensibles Vorgehen und Geduld erleichtert wird.

Das Kind ist der schwächste Part in dieser Konstellation, es ist seinen Ängsten ausgeliefert und kann diese in seiner Unreife nicht reflektieren (dies betrifft nicht nur kleine Kinder, sondern auch ältere und Teenager, die über Jahre mit der Mutter allein gelebt haben) - das Kind ist daher auf die Sensibilität und Hilfestellung der Erwachsenen angewiesen. Eifersucht und Ablehnungsverhalten, die sich hartnäckig halten, sind ein deutliches Anzeichen dafür, dass hier das Kind von seiner Umgebung und den Bezugspersonen nicht die Hilfe erhält, die es braucht und daher mit der Situation überfordert ist. Solches Verhalten ist weder kindliche Eigensucht noch etwas, was "wegerzogen" oder ignoriert gehört.

Wenn einem Kind eine wirklich positive und bereichernde Beziehung angeboten wird und es hier nicht befürchten muss, in der neuen Beziehung der Mutter zu ihrem Partner "vergessen" oder "wegorganisiert" zu werden, braucht es lediglich Zeit (wie lange, das ist indisviduell und hängt von prägenden Vorerfahrungen und dem Kind selbst ab), sich mit der neuen Situation zu arrangieren.

Entscheidend für das Gelingen ist hier, wie sich Mutter und neuer Partner verhalten - und dass sie eventuelle Schwierigkeiten, die das Kind hier "macht", als Ausdruck von Verlustangst und Vertrauensmangel erkennen. Damit muss sensibel umgegangen werden, das ist Arbeit. Dessen solle man(n) sich bewusst sein. Kinder machen nur Probleme, wenn sie Probleme HABEN. Hier brauchen Sie Hilfe, denn zumeist haben hier negative Vorerfahrungen geprägt. Verlustängste bezüglich der Mutter sind ernst zu nehmen und behutsam zu händeln.

Damit reicht es aus, dass die Kinder den Neuen rausekeln wollen.

Solange der "Neue" ein Neuer ist, kann es durchaus vorkommen, dass Kinder sich abweisend und kompliziert verhalten. Wenn er nicht mehr "neu" ist, wird er ein "Vertauter" - WENN er bewusst und konkret auch dem Kind (nicht nur der Mutter) ein überzeugendes menschliches Erziehungsangebot macht.

Trennungskinder erleben zumeist einen MANGEL an Aufmerksamkeit (auch getrennte / alleinerziehende Mütter müssen sich zwischen sämtlichen Bedürfnissen und Fronten zerreissen und stehen unter besonderem Streß - was die Kinder täglich emotional managen müssen), auch leiden Trennungskinder oft an ihren Erfahrungen mit wenig zuverlässigen und konstanten Beziehungen.

Wenn Du ein Kind nicht übezeugen kannst, dass es sich lohnt, Dich persönlich in den Kreis der Beziehungen aufzunehmen, hast Du (und auch die Mutter) bereits viel falsch gemacht. Kein Kind, erst Recht kein emotional bedürftiges, verzichtet freiwillig auf positiven "Zuwachs" an Liebe, Sicherheit und verlässlicher Zugehörigkeit. Neue Partner sollten sich ernsthaft prüfen, ob sie dies tatsächlich überzeugend, geduldig und konstant genug anbieten, bevor sie Erwartungen an die Aufgeschlossenheit von Kindern stellen. Es ist Überlebensinstinkt von Kindern, zunächst enger an die Mutter zu rücken, wenn ernsthafte "Konkurrenz" ihren persönlichen Radius betritt.

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MissMarplesGown 29.04.2016, 17:23
@MissMarplesGown

Sorry, edit hakte:

"Solange der "Neue" ein Neuer ist, kann es durchaus vorkommen, dass Kinder sich abweisend und kompliziert verhalten. Wenn er nicht mehr "neu" ist, wird er ein "VertRauter" - WENN er bewusst und konkret auch dem Kind (nicht nur der Mutter) ein überzeugendes menschliches BEziehungsangebot macht.

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Huckebein 30.04.2016, 11:22
@Hoegaard

@Hoegaard,

ein Kind hat erst einmal nichts als Bedürfnisse: Das sind Liebe, Zuwendung, Aufmerksamkeit, Vertrautheit und SICHERHEIT in seinen Gefühlen.
"Gnade" kann nur jemand walten lassen, der in seiner Persönlichkeit schon so gefestigt ist, dass er Kompromisse eingehen kann, auch wenn er selbst dabei zurückstecken muss. Deshalb kannst du "Gnade"  von einem Kind nicht erwarten oder verlangen.

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Deinen Freund solltest du schleunigst in die Wüste schicken! Was ein Bubi!
Wenn dich ein Mann liebt, spielt es keine Rolle ob mit oder ohne Kind.
Sicher hat Man(n) dann mehr Verantwortung aber das weiß man vorher. Den den du jetzt hast... Den braucht keine Frau!

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