Nickel löst sich nicht in Schwefelsäure auf!?

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6 Antworten

Das liegt daran, dass Nickel auch in oxidierenden Säuren passiviert wird. Es entsteht also eine schützende Oxidschicht, welche das Metall vor der Säure schützen.

Ich würde dir jedoch ans Herz legen, mit wenig Laborerfahrung bzw. im Heimlabor auf die Arbeit mit Nickelsalzen zu verzichten. Nickel ist nicht wirklich akut toxisch, es ist jedoch erwiesener Maßen karzinogen, mutagen und teratogen. Heißt: Es macht Krebs, das Erbgut kaputt und unfruchtbar. Und dies gilt auch für deine Oxalatverbindung.

Gerade bei einem Farbstoff würde mir dies zu denken geben. Es gibt auch ungefährliche grüne Farbstoffe.

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Kommentar von FreakySmiley
25.04.2016, 23:06

Hi, danke für die Antwort. :) 

Ich weiß das die Stoffe karzinogen sind etc. Trotzdem wundert es mich das ich das Metall nicht auflösen kann obwohl alle anderen Leute die ich über Google gefunden habe damit scheinbar kein Problem haben... 

Was wäre denn ein guter Ersatzfarbstoff den ich selbst herstellen kann? Chrom? (Wasserlöslichkeit ist nicht notwendig) 

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Die Münze ist mit einer passivierenden Schicht aus Nickel(II)-oxid bedeckt und das bekommt man auch mit konz. Säuren nur schlecht aufgeschlossen. Die Wikipedia schlägt heiße Salpetersäure als Lösungsmittel vor, wovon ich bei wenig Laborerfahrung und fehlenden Chemiekenntnissen aber vielleicht eher Abstand nehmen würde. Am ehesten würde sich vielleicht noch eine Oxidationsschmelze eignen.  

 

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Kommentar von FreakySmiley
25.04.2016, 22:50

Hi, danke für die Antwort. 

Ich habe die Münze mit einer Säge zerkleinert und auch die Späne hineingegeben...

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Hi,

Grundsätzlich ist gegen die Herstellung von Nickelsulfatpulver zu Anschauungszwecken nichts einzuwenden. Die übliche Laborpraxis natürlich vorausgesetzt. Sogar beim unsachgemäßen Herumpanschen wäre eine akute Vergiftungsgefahr relativ gering, aber man kann sich sehr wohl den Grundstein für eine Nickelallergie legen.

Das Problem könnte sein, daß die Münze nicht nur aus Nickel besteht und die Kontaktoberfläche zu klein ist, um in einer vernünftigen Zeit etwas zu erreichen.

Münzen bestehen nur selten aus reinem Nickel, sondern oft "Kupfernickel" mit nur 5-25% Nickel. Andere haben zwar einen Nickelkern, um in Automaten mit Magnetkontrolle zu funktionieren, aber der ist gut mit Kupfernickel ummantelt. (aus o.g. Allergiegründen)

In beiden Fällen wäre die Kontaktoberfläche zur Säure auch nach dem Zersägen zu klein. Galvanisch oder mechanisch (z.B. Ultraschallbad) könnte etwas helfen, aber wahrscheinlich wird es Wochen oder Monate dauern. Im Zweifelsfalle also einfach mal stehenlassen und ab und an mechanisch bewegen.

Ganz allgemein solltest du nur in Ausnahmefällen mit Schwefelsäure über 50% hantieren und diese auch nur gut warm (bis ca. 50°C) machen. Höhere Konzentrationen sind oftmals sogar kontraproduktiv, denn (reines) Nickel(-pulver) löst sich am besten in verdünnter Säure. Bei deiner Beschreibung der 96%igen Schwefelsäure und Kochen sträuben sich mir etwas die Nackenhaare.  

m.f.G.

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Kommentar von FreakySmiley
26.04.2016, 13:03

Hehe. Ja, ich war frustriert. Gut zu wissen das 50 "ausreichend" ist. (Dann muss ich auch nie wieder 37% Salzsäure kochen und alles Metall in der Umgebung korrodieren...) 

Aber es ist tatsächlich 99% Nickel. Es gibt zwar wenige Münzen aus purem Nickel, aber es gibt sie. Um diese Fragen zu verhindern habe ich eigentlich extra die genaue Münze dazu geschrieben, aber wer googlet sowas schon... DU NICHT! XD

Kontaktoberfläche... Es sollten wenigstens Bläschen oder Schwaden aufsteigen. Aber nö. Anfangs mach etwa einer Stunde tut sich nichts mehr. :( Davor auch nur ganz leichte Blasenbildung. Vielleicht ist erst das Oxid angegriffen worden und Nickel selbst reagiert fast nicht. 

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Entweder viel Geduld und Hitze. Oder nimm' verdünnte Salpetersäure statt der Schwefelsäure.

Ist Nickeloxalat weniger gefährlich? In Wasser ist es zu wenig löslich, um als Farbstoff zu taugen.

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Kommentar von FreakySmiley
25.04.2016, 22:39

Hey, danke für die Antwort. :) 

Wie oben in den Kommentaren schon geschrieben bringt es aus irgendwelchen Gründen nichts die Schwefelsäure zu erhitzen... 

Ich habe keine Salpetersäure. Müsste ich mir erst kaufen. Habe auch nicht viel Verwendung dafür. Geht das damit DEFINITIV besser? 

Nickeloxalat ist weniger Carcinogen. ;) 

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Versuch die Reaktion doch einfach galvanisch zu unterstützen- das Ni käme  an den Pluspol einer Batterie und für den Minuspol nimm eine Kohleelektrode - lass die Elektroden dann in die verdünnte Schwefelsäure (<25%) hängen.

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Kommentar von FreakySmiley
25.04.2016, 23:23

Hi danke. 

Ja wäre eine Möglichkeit gewesen. Habe ich auch schon mit Kupfer gemacht. Aber ich habe die Münze leider schon zerkleinert in der Hoffnung es würde etwas ändern... 

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Erhitzen und rühren. Oder du nimmst stattdessen Salpetersäure, um dein Nickelsalz herzustellen.

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Kommentar von FreakySmiley
25.04.2016, 21:55

Danke für die Antwort. Funktioniert nicht wirklich. Geht das nicht auch irgendwie ohne erhitzen?

Ich habe das mal versucht und dabei die Schwefelsäure fast zum Kochen gebracht, mein ~120° Thermometer zerstört und das Glas war so heiß das es Papiertücher verkohlte. *Da hat sich nichts aufgelöst!!* Nur die wenigen, zu erwartenden Blasen am Metall die durch die Temperatur vom Metall entstehen. 

Nebenbei versuche ich Eisen in Schwefelsäure aufzulösen und das geht genauso bescheiden... 

Was den los hier?! O_o

(Die Schwefelsäure ist völlig in Ordnung.) 

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Kommentar von FreakySmiley
26.04.2016, 22:34

Achso. Ich weiß leider nicht wie viel Schwefelsäure ich brauche um 8g Nickel in Lösung zu bringen.

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