Ja

Absolut!

Wobei "unintelligent" hier keine Bedeutung hat und Zufall zwar eine Rolle spielt, aber bei weitem nicht die alleinige . Ansonsten sind die prinzipiellen Mechanismen und die dahinterliegenden Naturgesetze relativ gut bekannt und passen in das naturwissenschaftliche Welterklärunsgmodell (belegbar, falsifizierbar...).

Evolution ist eine Tatsache und beweisbar. Götter sind weder zur Erklärung noch zum Funktionieren des Universums nötig.

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... dass es überhaupt keine Götter gibt.

Vom Ursprung des Universums bis zur Gegenwart bedarf es keiner Götter. Das Universum, die Naturwissenschaft funktioniert völlig ohne sie und es gibt auch keine Grund sie zu postulieren.

Was die Entstehung des Universums ausgelöst hat geht dann Richtung Glaubenssache, aber nach den neueren physikalischen/kosmologischen Hypothese ist es gut möglich, dass Kausalität hier keine Rolle mehr spielt und deswegen auch kein "Erster Beweger" postuliert werden muss.

Deshalb, klar Glaubenssache, aber aufgrund meines naturwissenschaftlichen Weltbildes nach dem derzeitigen Stand eben eher unwahrscheinlich.

Aber selbst wenn es Schöpfergötter gegeben hat, hätten sie trotzdem keinen Bezug zu unserer Existenz, bzw. wären so abstrakt, dass wir überhaupt keinen begrifflichen Zugang zu ihnen finden könnten. Und wie gesagt, für das Funktionieren des Universums werden Götter nicht benötigt.

In Summe, halte ich Götter für unwahrscheinlich aber auf jeden Fall für uns irrelevant. Religionen sind natürlich eindeutig menschliche Mythen und irrational bis lächerlich (welcher Schöpfer sollte denn bitte ernsthaft Wert darauf legen wer mit wem schläft oder ob ein Penis richtig koupiert wird).

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Du lebst anscheinend in einer ganz spezifischen Blase ohne großen Kontakt zur weiteren Welt. Wenn Du wissen willst wie Reichtum und Einkommen und Bildungsabschlüssen verteilt sind kannst Du das jederzeit ergoogeln. Wenn dann Deine spezifische Umgebung völlig andere Werte ergibt musst Du das hinterfragen oder Deine Informationsbasis/Kontakte erweitern.

Je nach Blase/Umfeld kann es ja auch ganz normal zu Verschiebungen vom Mittelwert und Häufungen von bestimmten Werten kommen.

Z.B. als ich ein kleiner Junge war gab es genau 3 Akademiker (1 Pfarrer, 2 Dorfschullehrer) im Dorf. Jetzt dürften es so um die 75 sein. In meiner erweiterten Kern-Familie gab es einen Onkel Dr. Ing; jetzt, 2 Generationen später, sind die Nicht-Akademiker die Ausnahme.

Andererseits sind die meisten Menschen mit denen ich spreche relativ stolz auf ihr Erreichtes oder zumindest zufrieden und selbstbewusst genug um nicht von akademischen Ehren oder Unternehmertum zu faseln wenn's nicht passt.

Ich würde Dir empfehlen Deine Kontakte etwas genauer abzuchecken, denn wenn soviele wegen Kleinkram lügen, lügen sie auch bei wichtigeren Sachen und man sollte sich dann zu einem anderen/besseren Umfeld hin orientieren.

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Geldbörse (mit Kreditkarten); Handy; Rechner

Geld, Gold, Waffen & Munition, wichtige Papiere sind eh im feuersicheren Safe

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Naturwissenschaft und Religion haben keine Berührungsflächen was den Sinngehalt oder den Wahrheitswert von Religionen angeht.

Allerdings kann man sehr wohl feststellen, dass Religionen immer falsch liegen, wenn sie die Naturwissenschaft zur Begründung ihrer Glaubensaussagen als fehlerhaft darstellen (Schöpfungsgeschichten, mythische Wesenheiten, merkwürdige Essens-, Kleider-, Hygieneregeln....).

Andersrum, die Naturwissenschaft kann keine Aussage zum Wahrheitswert des Glaubens an irgendwelche Götter treffen, aber wenn Religion und Wissenschaft sich im faktischen widersprechen, hat in der Regel die Religion Unrecht.

Letztlich ist es auch so, dass die Denkart von religiösen Menschen (höhere Autorität, nicht änderbare Dogmen, Widerspruch zu grundlegenden naturwissenschaftlichen Theorien, Nichtinfragestellen religiöser Regeln & Riten usw.) nicht wirklich zur Denkart von Naturwissenschaftlern passt. Es gibt natürlich religiöse Naturwissenschaftler, aber tendenziell sehr viel weniger als in vergleichbaren Gruppen ohne naturwissenschaftliche Ausbildung.

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Ja

Ein sehr gutes fundiert belegtes Buch, speziell gegen den Kreationismus und ähnliche Idiotien. Andere Bücher wie "Die Schöpfungslüge" und "Der blinde Uhrmacher" fand ich auch hervorragend.

Dawkins neigt halt etwas zum Polemisieren und er hat sehr wenig Geduld mit wissenschaftsferner Dummheit, aber seine Thesen sind gut belegt und passen vollumfänglich in das naturwissenschaftliche Modell.

Andere Bücher zum allgemeinen Thema aus letztere Zeit waren für mich:

  • „Das Tagebuch der Menschheit: Was die Bibel über unsere Evolution verrät“ von Carel van Schaik & Kai Michel  
  • „Die Wahrheit über Eva: Die Erfindung der Ungleichheit von Frauen und Männern“
  • „Ein Universum aus Nichts: ... und warum da trotzdem etwas ist“ von Lawrence M. Krauss
  • „Genesis“ von Guido Tonelli 

Die ersten beiden behandeln Religion und sozi-kulturelle Evolution aus anthropologischer Sicht. Bei den anderen geht es eher um die kosmologischen Modelle und Erklärungen, die das Mitwirken von Göttern an unserer Realität als unnötig darlegen.

Die Bücher haben super Quellenangaben an denen man sich weiter zu allen möglichen Themen und Erkenntnissen entlanghangeln kann.

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Der "neue Atheismus" basiert auf den Prinzipien des naturalistischen Humanismus. D.h. Religion wird generell als irrational und wissenschaftsfeindlich abgelehnt, eben mit dem Konzept des individuellen Selbstbestimmungsrechts auf humanistischer Ebene und einer Welterklärung auf naturwissenschaftlicher Basis nicht vereinbar.

Dir Grundthese ist, dass Religion als blinder Glaube an höhere Autorität und willkürliche Dogmen dem rationale aufgeklärten Denken im Weg steht und damit eine Weiterentwicklung zu einer rationalen und aufgeklärten Gesellschaft verhindern.

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Zum einen haben sie genug davon (1500 Seen, 420 Flüsse...) und zum anderen brauchen sie sehr viel Wasser für bestimmte Industrien (Ölschiefer).

Je nach Rechnung ist der Verbrauch nicht problematischer als in Deutschland. Z.B.. Deutschland entnimmt etwa 22% des Wassers aus vorhandenen (sich erneuernden( Ressourcen, während Estland nur 13% entnimmt.

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Das hat nichts mit Verschwendung zu tun, sondern mit der Tatsache, dass es dort kaum etwas gibt außer Dreck, Sand und fossilen Energieträgern.

Der Erdüberlastungstag berechnet eine Art ökologischen Fußabdrucks bei dem primär die CO2 Emissionen von Bedeutung sind (auch im Vergleich mit den angebotenen CO2 Senken). Katar muss praktisch alles importieren oder zu hohen (Energie-)Kosten lokal produzieren. Gas ist nunmal die bei weitem billigste Energieversorgung mit dem auch die gigantische Meerwasseraufbereitungsanlagen betrieben werden. Ökostrom ist hier keine Option (außer man möchte zurück zu einem dünn besiedelten Land mit wenigen Nomadenstämmen).

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Ich denke, dass dies mehr vom Wunsch zur EU-Aufnahme oder zumindest der demonstrierten Nähe zum Westen geschuldet ist als tatsächlichem Wohlwollen gegenüber der LGTB....-Community. Speziell weil die Russen so extrem homophob sind.

An und für sich haben die Ukrainer zur Zeit andere Probleme und ganz ehrlich gesagt interessiert das Thema auch im Westen eigentlich nur eine Minderheit.

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Nein, es gibt keinen systematischen Rassismus

... und auch keinen strukturellen. Speziell der Begriff des strukturellen/systemischen/institutionellen Rassismus stammt aus der Trickkiste der Critical Race Theory wonach jeder ein Rassist ist, der zu einer Gruppe/Gesellschaftsschicht gehört, die oberhalb des sozio-ökonomischen Mittels einer nicht-weißen oder zugewanderten Bevölkerungsgruppe lebt.

Natürlich gibt es Rassismus aufgrund bewußter oder unbewußter Vorurteile und Ablehnungen, aber insgesamt hat er in der bundesdeutschen Gesellschaft eher abgenommen -lediglich die Definition von Gewalt und Rassismus wurden erweitert und die zunehmende Sensibilisierung täuscht eine Zunahme vor. (MAl abgesehen davon, dass sich woke Gruppen, die überall Rassismen wittern, auch gerne mit ihrer überlegenen Moral und Erkenntnis schmücken).

Ganz interessant finde ich die Tests auf unbewußte Vorurteile auch bei Menschen, die sich eigentlich für völlig unbelastet halten- wobei ich auch unbewußte Vorurteile nicht als Problem ansehe solange sie nicht zu bewußten Konsequenzen führen. Das nennt sich implicit association test: https://implicit.harvard.edu/implicit/germany/takeatest.html

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Nein

Ich arbeite seit nicht ganz 25 Jahren aus dem Home Office. Win-win für mich und die Firma- bei mir die höhere Lebensqualität für die Firma einen gesparten Büroarbeitsplatz . Warum sollte ich dann auf Einkommen verzichten?

Allerdings würde ich eher kündigen als das Home Office aufzugeben...

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Ja, richtig.

Wenn wir nur mit menschenrechtskonformen Demokratien Handel treiben sollen, können wir den Laden auch gleich ganz zumachen....

Ein wenig Pragmatismus und eine gute Portion Realpolitik ist schon nötig um uns im Geschäft zu halten (und unseren Wohlstand zu erhalten).

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Ja, würde ich

Wir gehören zu der Minderheit an Gesellschaften, die auf Grundlage von Humanismus und Menschenrechten agieren, eine freiheitlich demokratische Grundordnung hochhalten, erhebliche Sozialtransferleistungen zur Verfügung stellen, freie Bildung anbieten, einigermaßen rational agieren und uns generell einen hohen Lebensstandard erarbeitet haben.

Natürlich wäre ich bereit das zu verteidigen. Abgesehen davon würde ich sowieso für meine Familie und Freunde kämpfen, wenn sie bedroht würden.

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Ich habe in den USA studiert und auch gearbeitet und war beinahe 40 Jahre beruflich in Europa, Afrika und dem Nahen Osten unterwegs. Als Nazi wurde ich nie bezeichnet und generell war ich als Deutscher recht gut gelitten und wurde eher respektvoll behandelt.

Der Hitlerwein ist einfach nur ein geschmackloser Geck (angeboten werden auch Mussolini, Stalin, Lenin, Che Guevara und anscheinend auch Ben Gurion).

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Hier meine Antwort zur selben Frage: Precht ist unterhaltend und kann philosophische Konzepte gut darstellen. Einige seiner Positionen zur Wirtschaft, Marktentwicklung, BGE, KI, Tierethik etc. sind ganz interessant aber nicht wirklich neu und lange nicht so tiefgehend wie die andere Autoren, die sich sehr viel detaillierter mit der Materie beschäftigen.

Zwei Punkte, die ich als sehr negativ empfinde: Prechts Anspruch auf naturwissenschaftliches Grundverständnis als Voraussetzung für moderne Fragen & Antworten der Philosophie wird von ihm selbst nicht erfüllt und gerade in jüngerer Zeit gleitet er etwas in den postmodern Konstruktivistendreck ab.

Das geht Hand in Hand mit einer zunehmenden Verflachung seiner Beiträge, vermutlich auch weil er einfach auf zu vielen Hochzeiten tanzt und keine Thema mehr in der Tiefe durchdringt (vielleicht ist er aber auch ein Opfer seines Erfolges und glaubt, weil er ständig medial gepriesen wird, dass er jetzt von Allem Alles weiß).

Völlig inakzeptabel finde seine Position zum russischen Angriff auf die Ukraine...

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Bei Moral und Miteinander sehe ich nicht wirklich einen Unterschied; allenfalls dass die Individualisierung (die Ansprüche des Einzelne an die Gesellschaft, die Erwartungshaltung und auch eine Überbewertung der eigenen Leistungen und Fähigkeiten) etwas zugenommen hat, wobei die tatsächliche Leistungsbereitschaft eher gesunken ist.

Ansonsten finde ich die Menschen eigentlich sogar eher bereit sich zu engagieren und ihren altruistischen Trieben freien Lauf zu lassen - nur die Art & Weise hat sich etwas geändert; d.h. das Engagement ist wesentlich weniger formalisiert (Vereinsarbeit, öffentliche Arbeit, Unterstützung wohltätiger Orgas) vermutlich auch weil wesentlich mehr Menschen sehr viel flexiblerer Arbeitsbedingungen haben und weil sich die Zahl der möglichen Einsatztätigkeiten & Themen stark vermehrt hat.

Die größeren Unterschiede sehe ich tatsächlich in den grundsätzlichen Einstellungen: Es gibt eine wesentlich stärkere Grundströmung zum irrationalen, esoterischen und teilweise auch religiösen Argument. Die generelle gesellschaftliche Basis ist nach wie vor das humanistische, rationale und von der Naturwissenschaft getragene Weltbild, aber die Irrationalität (Glauben, FakeNews, alternative Wahrheiten) hat zugenommen.

Dazu kommt, dass im Zuge des Aussterbens meiner Großeltern- und Elterngeneration auch eine gewisse (positive) Härte und ein pragmatischer Realitätsbezug verloren ging. Z.B. das Wissen, dass wir immer nur ein paar Mahlzeiten von Gewalt und Barbarei entfernt sind oder dass zum Erreichen bestimmter Ziele & Wünsche auch harte Arbeit, Verzicht und Leistungsbereitschaft gehört.

Das Gejammere bestimmter Berufsgruppen über ihre harte Arbeit, die geringe Bezahlung und das allgemeine Elend gab es schon immer (heute sind es eben Pflegekräfte) und es ist heuet genauso viel oder wenig gerechtfertigt wie damals.

Ich sehe auch beim besten Willen keine geteilte Gesellschaft oder zumindest keine die mehr geteilt ist als vor 25 oder 50 Jahren. Die einzig deutlich sichtbare Lücke klafft zwischen denen, die sich in einem freien Bildungssystem mit mehr Möglichkeiten als jemals zuvor eine gewissen Erfolg erarbeiten und dem sehr viel kleineren Teil, der über sein Elend jammert und zu dumm oder zu unfähig ist seine Chancen zu nutzen (das die dann von einem aufgeblähten Apparat an Sozialtransfervereinen, die gut davon leben das System schlecht zu reden, und den ganzen Internet(social media Blasen noch darin bestärkt werden hilft auch nicht)

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Niemals, wir müssen uns abkapseln von Russengas für die Ukraine

Absolut unerträgliche Vorstellung.

Zudem, Gas ist letztlich auch ein Auslaufmodell und je eher wir uns davon unabhängiger machen desto besser für unser Überleben im Klimawandel.

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Ganz klar: Nein

Ich halte das für esoterischen Bullshit. Es gibt einfach kein naturwissenschaftliches Erklärungsmodell, dass auch nur eine Hypothese für solche Vorgänge liefern könnte.

Aber noch viel wesentlicher wäre der Einwand, dass das Universum eben nicht determiniert ist, sondern, besonders auf individueller/kleinteiliger Eben also Teilebenen der Realität, in hohem Maße durch Zufälle bestimmt wird. Dieser Esokram könnte ja nur funktionieren, wenn wir in einem determinierten Universum leben würden.

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