Nennt man die auch "Geliebte"?

4 Antworten

Die Bezeichnung "Geliebte" wurde und wird unterschiedlich genutzt.

Auch eine Ehefrau kann eine Geliebte sein. Damit meint man, dass man ein spezielles Verhältnis zu seiner Frau hat. Sie also "mehr" als "nur" eine Ehefrau ist. Kannst es auch vom Wort "geliebt" ableiten.

Auch ein lediger Mann kann eine Geliebte im üblichen Sinn haben.

Das Wort "Flittchen" ist eine Beleidigung.

Eine Geliebte ist auch für mich eine Frau, die ich liebe. Meine Partnerin ist also auf jeden Fall keine Geliebte. Eine weitere Frau nicht unbedingt.

Meine Frage umgehst Du aber. Würde ich die Frau auf dem letzten Absatz als meine "Geliebte" bezeichnen, würden mich die meisten ja Falsch verstehen.

Und wegen der Beleidigung schrieb ich ja "Aber ich doch nicht!".

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@brettspielfan

Ich glaube, dass du die Bedeutung(en) des Wortes sehr eng fasst. Viele Schriftsteller haben ihre Ehefrauen mit "Meine Geliebte" betitelt. Dies war keine Reduzierung. Aber gut, heute ist das Deutsch derart eingeschränkt, dass viele die Vielseitigkeit der dt. Sprache und somit Wörter nicht mehr erfassen können.

Ein Mann kann sowohl eine ledige Frau, als auch eine verheiratete Frau zur Geliebten haben. Eine Frau kann ebenfalls eine andere Frau, mit der sie nicht fest leiert ist, als Geliebte haben. Geht natürlich auch andersherum. Also ein Mann kann ein Geliebter sein.

In Deinem Sprachgebrauch ist der Begriff Geliebte nur die Klarstellung der gegenseitigen Stellung. Man zieht klare Grenzen und hat u. U. Absprachen. Früher sagte man, man besitzt keine Rechte an der anderen Person. Quasi Spaß ohne Pflichten.

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@schorle22

Bist Du sicher, daß Du gelesen hast, was ich schrieb?

Wo fasse ich die Wortbedeutung eng?

Und um Dein Thema geht es mir doch gar nicht.

Ich war vor einiger Zeit umgangssprachlich Geliebter einer verheirateten Frau. Ich war solo. Aber jeder würde es doch falsch verstehen, hätte ich diese Frau als meine Geliebte bezeichnet. Welcher Begriff wäre passender gewesen?

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Jene Frau, mit der ein Mann ein außereheliches "Verhältnis" hatte, was jetzt "eine Beziehung haben" genannt wird, war seine Geliebte, ob diese Frau nun ledig oder mit jemandem verheiratet war oder nicht.

Absurd ist jedoch, dass in einer Zeit, in der alle möglichen früheren "schmutzigen" Tabu-Wörter aus dem Fäkal- und Sexualbereich in die öffentliche Sprache gelangt sind und schambefreit auch durch die Medien rasseln, ausgerechnet von der und dem "Geliebten" supermegahypereuphemistisch verharmlost "seine Freundin" und "ihr Freund" geworden sind.

Ich glaube, das war nur suboptimal formuliert.

Gemäß dem ersten Satz, wäre meine feste Partnerin, wenn wir nicht verheiratet sind, "Verhältnis" genannt. Aber nicht, wenn die Frau mit einem anderen verheiratet ist. Dann ich die Frau ja "mit jemandem verheiratet". ;)

Ich glaube aber, ich weiß auch, was Du wirklich meinst.

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@brettspielfan

Du übersiehst, dass ich "hatte" und "war" geschrieben hab und das einstige "Verhältnis" mit "jetzt 'eine Beziehung haben' " erkläre.

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@Koschutnig

Meine "Affäre" liegt doch auch schon zurück. Von daher sehe ich keinen Widerspruch.

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Im heutigen Sprachgebrauch wird "Geliebte" übwerwiegend verwendet, wenn es um eine Affäre geht und keine feste Partnerschaft beteiligt ist.

Dann ist es eine Affäre, ein Verhältnis.

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