Nasse Fenster, sobald es draußen kalt wird!

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9 Antworten

... was die Leute alles so schreiben....

Entweder hast du uralte Fenster mit zu hohem U-Wert, dann sind die Fenster die kälteste Oberfläche des Raumes. Die Luftfeuchtigkeit schlägt sich an der kältesten Stelle nieder, es ist also die Luftfeuchtigkeit, die austritt. Da hilft nur: Neue Fenster oder die alten Fenster durch Vorsatzflügel (oder durch zusätzlich aufgeklebte Fensterfolie, ist aber ein Provisorium) dämmen oder fleißig lüften und heizen (teuer!).

Oder du hast ein 500l-Aquarium im Raum stehen, dazu viele Pflanzen und trocknest deine Wäsche in dem Raum, die du anschließend auch noch bügelst, mit viel Dampf natürlich. Dann hilft nur lüften, lüften, lüften.

Oder du hast supergute nagelneue Fenster mit einem hohen U-Wert, während deine Außenwand aus den 50er Jahren stammt und eine 24 cm-Ziegelfassade ist, mit Putz, aber ohne Dämmung. Dann sind deine Fenster so gut wie dampfdicht, deine Außenwand ist es nicht. Selbe Wirkung wie im Fall 1, aber andere "Vorzeichen". Dann schlägt sich eindringende Feuchtigkeit an den Fenstern nieder. Das können im Laufe eines Tages je nach Witterung und Fenstergröße schon ein halber bis ein Liter Kondenswasser sein!

Weil du davon schreibst, dass die Dämmwirkung durch das Herunterlassen der Rollläden verbessert wird, denke ich, es wird Fall 1 sein. Lüften, rechtzeitig die Rollläden herunter lassen. Fenster nachträglich abdichten oder eine Fensterfolie mit doppelseitigem Klebeband auf den Rahmen aufbringen kann helfen, aber das Fenster arbeitet und verzieht sich und die Fensterfolie schließt auch nicht hundertprozentig luftdicht ab. Fensterfolie gibt es in Baumärkten oder in Öko-Bauläden.

Ein Baumängel ist das nur, wenn die Fenster deutlich jünger sind als dreißig Jahre. Wenn die Wohnung im ausgebauten Dachgeschoss liegt , hast du eine Innendämmung mit Dampfbremse innen, die führt dazu, dass das Wasser vermehrt an der Wandinnenseite oder an den Scheiben kondensiert.

Du scheinst dich ja super auszukennen. Ich hab auch so ein Problem zu Hause und meiner Meinung nach einen "Spezialfall", weswegen ich hier jetzt noch mal schreibe:

Ich wohne in einem 2-Personen-Haushalt mit 3 Zimmern. Wir haben morgens im Winter fast immer nasse Fenster, und interessanterweise wird es WENIGER, wenn ich die Jalousien WEG mache. Das ist so im Schlafzimmer, im Wohnzimmer oder Computerzimmer: wenn wir in dem Raum sind zu Zweit, schlägt sich das Wasser hinter dem Vorhang/Jalousien nieder. Hab das getestet mit Vorhang hoch/halb hoch/ganz runter. Idee, wie das sein kann?

Ich gebe zu, dass ich die Wäsche im Wohnzimmer trockne, und mir ist klar, dass ein Großteil daher kommt. ABER: das hab ich in 3 früheren Wohnungen auch gemacht und da war das KEIN Problem bei ungefähr gleicher Raumgröße! DAS ist das Problem, was ich daran hab, das zu verstehen.

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wenn das alu-fenster sind, dann ist der rahmen die schwachstelle (kältebrücke).
wir haben auch noch alu... leider...
wir drehen die heizung niemals ganz runter. am besten dafür sorgen, dass immer ausreichend geheizt und auch in intervallen gelüftet wird.
ebenso spielt die luftfeuchtigkeit ne große rolle. wäsche trocknen zum beispiel unterstützt die tröpfchenbildung...

Kondenswasser an den Innenseiten der Fenster liegt ausschließlich an der Raumfeuchte.Diese entsteht durch bewohnen.Leere unbewohnte Räume haben keine Kondensierung an den Scheiben. Natürlich könnte man mit Spezialscheiben (dreifachglas etc.) die Kondensierung verhindern Aber!!!!! das Ergebnis wäre starke Schimmelbildung an den nächstkälteren Bauteilen.Früher, als es noch Einfachglas gab, war die Scheibe die Sollkondensfläche.Unter der Scheibe war eine Wasserablaufrinne mit Abfluß ins Freie.Dies war technisch perfekt.Zu große Raumfeuchtigkeit wurde so automatisch reduziert.Mit Schimmel hatte man wenig zu tun.

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