Muss man gut in Mathe sein, um programmieren zu beherrschen?

14 Antworten

Hast ja schon einiges an Antworten bekommen - und man ließt immer etwas von - jain. So ein bisschen. Und ist nicht schlecht. Ist ja alles auch nicht falsch. Aber um da mal ein bisschen Struktur hineinzubekommen und konkret zu werden:


Zunächst gibt es einen Unterschied zwischen "Mathe" und "Rechnen".

"Rechnen" bedeutet Zahlen hin und herzuschieben. Sachen auszurechnen.

"Mathe" bedeutet zu verstehen, was dahinter ist. Logische Schlussfolgerungen zu treffen. Sachen zu beweisen. So etwas eben.

In der Schule machst du ausschließlich "Rechnen".

Jedenfalls kannst du lustigerweise super in Mathe sein - aber trotzdem nicht rechnen können. Ganz beliebtes Phänomen :). Du kannst auch super Rechnen - aber kein bisschen Mathe verstehen.

Jedoch musst du sagen, dass "Mathe" einfach die theoretische Grundlage hinter "Rechnen" ist. Wer nur "Rechnen" kann, ist auf Erkenntnisse der "Mathematik" angewiesen und kann diese nur anwenden.



Nun zu der Informatik.

Hier sieht es ziemlich ähnlich aus.

In der Informatik gibt es noch mehr Bereiche, hier wichtig ist aber das "Programmieren" und die "theoretische Informatik".

Die "theoretische Informatik" ist vergleichbar mit Mathe. Hier werden die Konzepte entwickelt. Algorithmen ausgedacht. Sachen bewiesen. Sachen analysiert. Und so weiter.

Und hier muss man sagen: theoretische Informatik ist ohne Mathe nicht denkbar.

"Programmieren" ist das, was du kennst. Nämlich sich hinsetzen, einen konkrete Sprache wie C++ nehmen und Programme tippen.

Und auch hier haben wir die gleichen lustigen Phänomene. Du kannst ein super theoretischer Informatiker sein. Und trotzdem ist es möglich, dass alle die Augen verdrehen, wenn du auch nur simplen C++-Code hinschreibst.

Ja - und auch umgekehrt kannst du guten C++-Code programmieren OHNE gut in theoretischer Informatik zu sein. Und somit ohne Mathe.

Jedoch ist auch hier anzumerken, dass die gleichen Limitationen gelten. Das heißt, als reiner Programmierer ist man auch komplett auf Resultate der Informatik angewiesen.

Wenn du nur Rechnen kannst, kannst du nur etwas ausrechnen, was dir vorher jemand beigebracht hat und erklärt hat, wie es geht. Kannst du Mathe, kannst du dir herleiten, wie du alles machen kannst.

Ähnlich Informatik: Kannst du nur Programmieren, kannst du auch nur die Algorithmen oder Arten tippen, die du gelernt hast. Wie z.B. dass man auf eine gewisse Art eine GUI aufbaut. Oder dass du diese Sachen musst, um z.B. Sachen effektiv zu sortieren. Und so weiter.

Kennst du theoretische Informatik, kannst du damit deinen Horizont extrem erweitern und einfach mehr machen.

In Realität kann man sich aber auch eben einen Job suchen, der so etwas nicht verlangt.



Ja - und bleibt noch Programmieren und Rechnen zu vergleichen. Das baut nicht so stark aufeinander auf wie theoretische Informatik auf Mathe.

Programmieren und Rechnen (also das, was du als Mathe kennst) sind aber trotzdem erstaunlich ähnliche Tätigkeiten.

Wobei man z.B. sagen muss, dass Kopfrechnen keine Sache ist, die ein Programmierer braucht. Also eher Rechnen mit Taschenrechner.

Ich würde schon sagen, dass wenn man gut im einen ist, man auch häufig gut im anderen ist. Aber es ist auf keinen Fall so, dass man das eine für das andere braucht.

Und aus diesem Grund kann es auch sein, dass man in einem gut ist und im anderen schlecht. Oder in einem super und im anderen so mittelmäßig.

Gruß

Tuxgamer2

nicht unbedingt, aber du solltest das logische denken beherschen. hier hilft mahtmatik ungemein.

es
gibt da die berühmte storry, der mutter, die ihren programmierer-sohn
in den supermarkt geschickt hat, mit verherenden folgen... erst mal war
er 3½ Stunden unterwegs. dann hat er statt einem halben duzend frischer
eier und einem Liter milch 6 Tüten Milch mitgebracht...

vielleicht lag es daran dass mutter sich etwas verkehrt ausgedrückt hat....

geh in den Supermarkt, bring eine tüte milch mit, wenn sie da frische eier haben, bring sechs mit.

das fängt schon mal mit gehen an, nicht fahren... und dann die verfängliche aussage darüber was er mitbringen soll.....

die richtige anweisung wäre gewesen:

bring
mir bitte aus dem supermarkt eine tüte milch mit. wenn sie dort frische
eier haben, dann bring bitte auch 6 frische eier mit...

wichtig ist das wörtchen auch, weil ohne das auch ggf. stattdessen gemeint sein könnte...

geht
es bei der programmierung natürlich um mathematische probleme z.b.
einen vorwiderstandsrechner oder einen Bodymaßindexkalkulator etc.
kommen wir um mehr oder weniger komplexe mathamtische berechnungen nicht
herum.

lg, Anna

Nein, für die Programmiersprache brauchst du das nicht, aber Programmieren ist ja viel mehr, als nur die Syntax einer Programmiersprache zu beherrschen.

Denn das, was du programmierst, muss ja ein bestimmtes Problem lösen und du als Programmierer musst dafür einen Algorithmus entwickeln. Der aber kann je nach Aufgabenstellung durchaus einiges an Mathematik enthalten. Wenn du ein Tool für eine statistische Analyse schreiben sollst, dann brauchst du eben Wissen über Statistik, für eine 3D Engine Wissen über Körper und Trigonometrie, für eine Benutzerschnittstelle vielleicht gar nichts.

Nicht umbedingt. Aber Mathematisches Denken ist von dem Denken was du bei der Programmierung brauchst nicht so verschieden, also hilft es schon sehr wenn du ein gutes mathematisches Verständnis hast. Du brauchst nicht das Einmal Eins auswendig zu kennen aber du solltest in der Lage sein, komplexe Probleme zu analysieren und in weniger komplexe Teile zu zerlegen.

Ich programmiere selber auch. Ich habe nicht die besten Noten in Mathe (da ist auch mal ne 4 dabei) ;-)

Wichtig ist eigentlich nur das du mathematische Grundkenntnisse hast, dich ein bisschen mit Computern auskennst und komplexe Abläufe verstehen kannst. Man muss dafür kein Mathegenie sein.

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