Muss ich heutzutage ein Fachidiot sein, um etwas zu erreichen?

21 Antworten

Hi, Generalist oder Fachidiot. Die Wahl ist oft nicht Deine. Ich war/bin eher als Fachidiot (Beruf als Hobby) einzuordnen. Jedoch infolge meiner anderen Hobbies, Ausbildung, durch Allgemeinwissen, übergreifendes Fachwissen doch deutlich etwas gemildert. Gutes Ingenieurwissen befähigt zuerstmal, Probleme strukturell anzugehen und zu lösen. Dazu braucht es auch ein Mindestmaß an Fachwissen. Ideal: Job Rotation. Letztendlich (Generalist) sind Verwaltung von Arbeit, Problem, Problemlösung, Qualitätsbeurteilung oft einander ähnlich, egal, welche Branche. Gruß Osmond

Man kann heute gar kein Universalgelehrter mehr sein, weil es viel zu viel Wissen gibt, als dass ein einziger Mensch in seiner kurzen Lebenszeit auf vielen Gebieten zu einem wirklichen Experten werden könnte. Dennoch kann es aber gut und sinnvoll sein, sich nicht nur auf ein Fach zu spezialisieren, sondern auch etwas über den Tellerrand zu blicken. Sonst sitzt man unweigerlich den blinden Flecken der eigenen fachlichen Perspektive auf.

Du kannst kein Universalgelehrter sein, sondern musst Dich auf irgendetwas spezialisieren, willst Du wirklich etwas erreichen. Einstein war für mich ein wirklicher Universalgelehrter, wenn ich sein Leben studiere, aber er spezialisierte sich auf die Physik, sonst hätten wir nichts von ihm gehört. Leonardo da Vinci war vergessen, hätte man nicht dieses hässliche Bild entdeckt und das ausgezeichnete Werbeschreiben eines tüchtigesn Kaufmanns dazu. Wäre er hauptsächlich Maler geblieben, hätte er Berühmtheit erlangen können. Von Casanova kennen wir lediglich seine Qualitäten als Liebhaber. Dabei war er ein ausgezeichneter Erfinder, Entdecker und Konzeptionist, der aber dies nicht vermarkten konnte und deshalb in Einsamkeit starb.

Ich besitze sehr viel Wissen und Können und habe dieses Problem so gelöst, dass ich mich für einige Jahre nur auf eine Facette meines Könnens spezialisiere und den Rest einfach immer ein wenig trainiere, damit es nicht kaputt geht. Aber z.B. als Pianist würde ich heute höchstens noch als Unterhaltungskünstler auftreten. Internationaler Fitnesschampion würde ich wohl auch nicht mehr werden. Aber ich nehme es auch einfach als Hobby immer wieder etwas anderes zu studieren.

Lediglich in einer Führungsposition kann man es zu etwas bringen, wenn man von allem genügend weiß um es beurteilen zu können, aber die einzige Spezialisierung besitz zu wissen, wo man das Spezialwissen herbekommt und Mitarbeiterbegabungen zu entdecken und zu fördern.

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