Muss ich als Grundschullehrer auch Mathe unterrichten, selbst wenn ich es nicht studiert habe?

7 Antworten

Hallo.

Ja, das muss du auch beherrschen. Außer Religion oder Sport muss nicht, aber alles andere in etwa schon. Meine Schwester war Grundschullehrerin, die hat fast alle Fächer durch Unterricht gegeben. Damals gab das noch beine Besoldungsstufe mehr. Das Rechnen muss du auch können bis zur 3 oder 4 Klasse. Das ist aber Ländersache.

Mit Gruß

Bley 1914

Natürlich musst du als Grundschullehrer auch "Mathe" unterrichten -- aber diese "Mathe" ist nicht mehr als Rechnen  (mit wirklicher Mathematik hat das rein gar nichts zu tun -- und ist deswegen auch gar nicht schwierig). Davor zu fürchten brauchst du dich auf keinen Fall.

Ich war 40 Jahre gerne Grundschullehrer, die dankbarste Lehrertätigkeit, wie ich meine,hatte kein Mathe an der Uni, habe aber an einer kleinen Grundschule immer Mathe fachfremd unterrichtet. Natürlich wird Englisch auch an einer GS gelehrt.

Ich wüßte nicht, das man an einer Grundschule schon Englisch lernt, ich würde mich mal an der Uni erkundigen. Und Mathe in der Grundschule ist doch nun wirklich kein Problem.

mathe an der uni aber schon. da wird nämlich beim BA noch nicht differenziert und alle machen das Gleiche. da fallen die meisten durch.

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Ja, du kannst diese Fachkombination für Grundschule unterrichten. Geh allerdings davon aus, dass du als Lehrkraft für jeden Fachunterricht herangezogen werden kannst. Mittlerweile müssen einge Lehrkräft auch Religion unterrichten, obwohl sie die Befähigung der Kirche nicht haben. In der Theorie soll das natürlich verhindert werden, die Realität an der Schule ist aber eine andere. Wass will man als Rektor/in auch machen, wenn keine ausgebildeten Religionslehrer im Kollegium sind, aber eine Unterrichtspflicht besteht.

Ähnlich verhält es sich mit Mathe. Ich kann dir ein Studium in Sachsen empfehlen, weil dort Grundschulstudierende in der Grundschuldidaktik für Mathe/Deutsch/Sachkunde unterrichtet werden. So bekommst du schon während des Studiums in alle Fächer Einblick und hast im Referendariat nicht den absoluten Praxisschock.

Im Referendariat wird man in den studierten Fächern ausgebildet. Der wirkliche Praxisschock kommt nach der Einstellung in den öffentlichen Schuldienst (soweit man Glück hat und eine solche bekommt; oft knappst man sich jahrelang von Vertretungsvertrag zu Vertretungsvertrag - und auch diese sind rar...).

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