Hallo du,

nun, die Bildungsministerin könnte so einiges ändern. Vor allem wird nach der nächsten Wahlperiode wieder einiges geändert.
Auf die politische Obrigkeit kannst du nicht bauen, denn sie sind es höchstselbst, die den Schülern und den Lehrern mit schöner Regelmäßigkeit alles verbauen.
Du musst bedenken: Bildungspolitiker sitzen sicher und gemütlich in ihren bequemen Sesseln und denken sich Dinge aus, die rein theoretisch sind, berufen sich auf namhafte Bildungswissenschaftler etc., haben aber seit Jahren, wenn nicht seit Jahrzehnten selbst keinen Fuß mehr in die Schule gesetzt. Zumindest nicht innerhalb der Perspektive des Lehrers, der tagein- tagaus an der Bildungsfront kämpft.

Insofern musst du - wenn du dir Veränderungen in deinem Schulumfeld wünschst - selbst aktiv werden! Es gibt in jeder Schulform Schülergremien, die ein aktives Mitspracherecht an der Gestaltung des Schulalltags haben.
Setze dich in Verbindung mit dem Schülerrat, werde dort - wenn möglich - sogar Mitglied!

Überlegt gemeinsam, woran es an eurer Schule hapert und wie dies möglicherweise zu ändern ist.
Dass Schule oftmals langweilig erscheint, liegt an den Lehrplänen, welche für die Lehrer verbindlich sind. Jedoch kann jeder Inhalt des Lehrplans auch interessant gestaltet werden, sodass die Schüler gefesselt und begeistert sind! Dies hängt natürlich von der einzelnen Lehrperson ab, denn jeder Lehrer gestaltet seinen Unterricht individuell (gemäß seines Rechtes auf pädagogische Freiheit).

Hier könnt ihr ansetzen: Besprecht im Rahmen des Schülerrates, was euch nicht gefällt, und tretet mit euren Ergebnisses heran an den Vertrauenslehrer / an die Vertrauenslehrerin.

Diese(r) kann im Rahmen seiner (ihrer) Möglichkeiten für euch einstehen und seine Möglichkeiten ausschöpfen, indem er eure Beschwerden diplomatisch vor den betreffenden Lehrern vorbringt.

Ob es glückt, ist niemals garantiert. Aber es ist eine Chance. Eine Chance, die ihr als Schüler wahrnehmen solltet.

Letztendlich gibt es den Grundsatz der sogenannten pädagogischen Freiheit, welche alle Lehrer für dich in Anspruch nehmen, und welcher der Grund dafür ist, dass sämtliche Lehrer so unterschiedlich unterrichten und agieren.

Ich wünsche dir alles erdenklich Gute und gebe dir noch einen kleinen Tipp mit auf den Weg:
Lerne zu unterscheiden, wo du aktiv eingreifen kannst,
und wo du gewisse Dinge als gegeben akzeptieren musst.

LG von Miroir

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Hallo Kati,

deine Frage ist sehr berechtigt.

Lösen kannst du sie nur, indem du nachforschst. Im Grunde sollte jede Schule ein einheitliches Leistungskonzept haben: Sprich, eine Richtlinie, an die sich alle Lehrer zu halten haben, was die Leistungsbewertung betrifft.

Dazu solltest du dir einen Termin bei der Schulleitung machen (oder beim Abteilungsleiter deiner Stufe, je nachdem...). Trage dein Anliegen ganz sachlich und freundlich vor, jedoch auch bestimmt, sodass du ernst genommen wirst.
Du hast das Recht, zu erfahren, wie deine Note(n) zustande kommen!
Wenn du noch nicht volljährig bist, dann nimm dir ein Elternteil mit. Denn die Eltern haben ein ebensolches Recht, zu erfahren, wie die Noten ihrer Kinder zustandekommen!

Alles Gute wünscht dir
Miroir

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Hallo kuxhausen,

nein, das Abitur ist selbstverständlich keine Pflicht zum Erfolgreichwerden. Es ist eine gute Voraussetzung, ja, aber dennoch keine Pflicht!

Es gibt so viele Wege zum beruflichen Erfolg...
Aber: Grundvoraussetzung ist trotzdem ein gutes Abschlusszeugnis!

Lass dich nicht verrückt machen! Es stimmt, dass heutzutage wesentlich mehr Abiturienten "produziert" werden... aber das ist politisch gewollt!

Kurzum: Es gibt zwar mehr Gymnasiasten als früher, jedoch auf einem deutlich schwächeren Niveau!
Das bedeutet für dich, dass du in vielen Ausbildungsberufen auch mit einem Realschulabschluss ganz sicher vor so manchem "Abiturient" punkten kannst! Denn "immerhin" ist die Ausbildung auf der Realschule oftmals immer noch sehr viel handlungsorientierter, als auf so manchem Gym!

Mein Rat an dich:
Lass dich nicht verunsichern! Gib dein Bestes - bei deiner Abschlussprüfung und in deinem Bemühen um deine Bewerbungen, in deinen Bewerbungsgesprächen!

Denn deine Qualifikationen, die innerhalb eines Praktikums oder einer Probephase getestet werden, werden in vielen beruflichen Bereichen sicher besser abschneiden, als jene des "mittelklassigen" Gymnasiasten!

Bleibe zuversichtlich - es wird alles gut werden!

LG von Miroir

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Hallo PaulStanley,

was dein Lehrer im Grunde damit meint, ist dir schon klar: Ihr quasselt zuviel!

Dies ist eine Tatsache, welche den Unterricht stört - und damit alle Beteiligten: Den Lehrer und sämtliche Mitschüler!

Nun hängt es von der Persönlichkeit des Lehrers ab, wie er damit umgeht - welche Wortwahl er trifft...

So, wie du es schilderst, habt ihr es offensichtlich mit einem sehr humorvollen Exemplar von Lehrer getroffen:
Er benutzt das "Bild" des "füßelns"... Selbstverständlich meint er nicht, dass ihr miteinander "anbandelt"...

Euer Lehrer versucht schlicht und ergreifend "witzig" zu sein - und euch auf diese Weise mitzuteilen, dass ihr doch besser still wärt...!

Ihr solltet ihr dies mit Humor nehmen... denn als nichts anderes ist es gemeint!

Wenn euch dieser Begriff ("füßeln") völlig unbekannt ist, dann habt ihr erst recht einen Grund, euren Lehrer mal darauf anzusprechen:

"Hallo Herr X, wir sind uns schon im Klaren darüber, dass wir zuviel quatschen, aber wir wissen nicht, was "füßeln" bedeutet. Wenn Sie uns diese Bedeutung erklären, erklären wir uns im Gegenzug dazu bereit, das Quatschen sein zu lassen..."

Damit wärt ihr auf einen Schlag all eure Sorgen los... ; )

Dafür alles Gute,
liebe Grüße von Miroir

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Macht sich meine Lehrerin Sorgen um mich?

Ich habe letztens meine Lehrerin gefragt, wie ich eine Person auf eine bestimmte Situation ansprechen kann. Sie hat mich gefragt: "Auf was für eine Situation denn genau?" Daraufhin habe ich ihr meine "Ritzwunde" (nur eine ganz kleine. Das kann man auch nichtmal ritzen nennen!) gezeigt und gesagt, dass ich mich im Moment selbst unter Druck setze (genau weiß ich alles auch nicht mehr; ist schließlich auch schon zehn Tage her). Daraufhin hat sie gesagt, dass sie mich zu einer Beratungsstelle begleiten würde und ich mich immer bei ihr melden könnte. Sie hat mir auch noch ihre Handynummmer gegeben. Als dann die nächste Stunde anfing, kam sie in meine Klasse und bat mich, noch einmal mitzukommen, um zur Sozialpädagogin zu gehen. Sie hat mich dort hingebracht und dann ist sie gegangen, weil sie in einer anderen Klasse eine Arbeit schreiben musste. Als ich dann bei der Sozialpädagogin saß, hat sie mir gesagt, dass sie sich Sorgen um mich macht (Sie meinte glaub ich auch, dass meine Lehrerin sich auch Sorgen um mich macht) und dass es doch schlimmer ist, wie ich es zwei Tage zuvor erzählt habe (da habe ich der Sozialpädagogin nicht gesagt, dass ich Selbstmordgedanken hatte/ habe). Jetzt habe ich also ein bisschen mit meiner Lehrerin geschrieben und sie wollte Montag nochmal mit mir sprechen.

Macht sie sich Sorgen um mich?

Würde sich einer von euch, wenn ihr Lehrer/in wärt, Sorgen um mich machen und wie findet ihr das und was sagt ihr dazu, dass sie mir ihre Handynummer gegeben hat?

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Liebe LittleMistery,

selbstverständlich macht sich deine Lehrerin um dich Sorgen!
Du bist ihre Schülerin und sie ist ein großes Stück weit für dich verantwortlich:
Deine Eltern geben dich in die Schule und geben damit einen Teil der Fürsorge um dich an die Schule ab. Die Schule hat einen konkreten Erziehungsauftrag; Lehrer fühlen sich mit einzelnen Schülern verbunden und sorgen sich selbstverständlich um sie.

Es ist sogar die Pflicht deiner Lehrerin, sich um deine Sorgen zu kümmern! Dass sie einen Teil ihrer Verantwortung an die Sozialpädagogin abgegeben hat, spricht dafür, dass sie dich und deinen Kummer wirklich ernst nimmt. Denn die Sozialpädagogin ist entsprechend ausgebildet, um dir adäquate Hilfe zukommen zu lassen - viel mehr, als dies deine Lehrerin vermag. Aber gemeinsam - mit deiner Unterstützung, wenn du dich ihnen öffnest - werdet ihr sicher zu einer Lösung gelangen.
Hab Vertrauen!

Alles erdenklich Gute wünscht dir
Miroir

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Hallo,

nun, im Grunde ist es so, wie es der Name schon sagt:

Wenn dir ein Schulausschluss angedroht wird, dann bist du "stolzer Besitzer" der gelben Karte. Wenn du nun auf "rot" wechselst, dann wird der Schulausschluss vollzogen.

Hier hängt es nun davon ab, was du "verbrochen" hast:
Meist bedeutet der Begriff Schulausschluss "nur" eine vorübergehende Suspendierung vom Unterricht (was bedeutet, dass du für einen gewissen Zeitraum nicht in die Schule gehen darfst und du dir darüber hinaus selbst das Unterrichtsmaterial besorgen musst, sodass du nichts versäumst).

Wenn du dir aber einen sogenannten "Schulverweis" eingehandelt hast, dann kann es - je nach Schwere deiner Tat - auch sein, dass dir droht, von der Schule zu fliegen.

Ich hoffe nicht, dass es soweit kommt und wünsche dir alles Gute,

Miroir

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Hallo PickUpArtist91,

du nennst den Knackpunkt eigentlich schon selbst:
"Wie kann ich mir einreden, dass Lernen Spaß macht?"

Nun, Lernen wird dir niemals Spaß machen, indem du es dir einredest!
"Spaß" macht Lernen nur, wenn du es wirklich interessant findest, wenn du einen Sinn siehst, in dem, was du da tust!

Das ist eine ganz einfache Rechnung, welche sich über alle Ebenen unserer Evolution zieht:
Das, was dich begeistert, wird sich langfristig in deinem Langzeitgedächtnis einnisten!

Das, was du nur aus "reiner Not" in deinen Kopf trimmst, wird sich dort nur so lange halten, bis die Arbeit, Klausur etc. vorbei ist... Anschließend wirst du das Gelernte sehr schnell wieder vergessen.

Aber: Du hast des Pudels Kern ja schon entdeckt:
Du weißt (wenn auch bislang erst unbewusst), dass du dich für die Dinge, die du lernen musst, begeistern musst! Nur so hast du eine Chance, dass du die Dinge auch behältst!

Dafür ein Tipp von mir:

Natürlich wirst du an vielen Dingen keinen Spaß haben... es sind elende Dinge, die da in deinen Kopf hinein sollen....

ABER - und das ist ganz wichtig: Du weißt schließlich, wofür das Ganze gut ist:
Für deinen Schulabschluss - für deine Zukunft!

Und DAS ist das Wesentliche: Du bist motiviert, alles zu tun, was dich deiner Zukunft näher bringt... Auch, wenn es teilweise unliebsame Lerninhalte sind: Du lernst sie, um eine gute Note zu bekommen. Und jede gute Note bringt dich deinem Ziel (Schulabschluss) näher!

Motiviere dich also auf diese Art - denn auch das funktioniert!
Du hast ein Ziel - und das Lernen bringt dich diesem Ziel näher!

Dafür alles Gute wünscht dir
Miroir

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