Muss der vater bei der Geburt mit bei sein?

12 Antworten

Er muss auf keinen Fall.

Ob er es sollte... ist auch abhängig von der werdenden Mutter und vom werdenden Vater würde ich sagen. Es gibt Frauen, die wollen ihren Partner nicht dabei haben und stattdessen lieber ihre beste Freundin oder die Mutter oder Schwester. Es gibt auch Männer, die wollen per se nicht dabei sein und sollten dann keinesfalls zu so etwas gedrängt werden, wenn sie es nicht wollen, sich dazu nicht im Stande sehen etc.

Eine Geburt ist eine sehr heftige Erfahrung... Blut und andere Körperflüssigkeiten überall, die Frau leidet unglaublich und man kann nichts tun, allgemein steht man teilweise sehr nutzlos in der Gegend herum und hat keine Kontrolle über die Situation. Das ist nicht für jeden Mann etwas.

Gerade, wenn man merkt, dass der Mann wirklich übermäßig nervös ist und einen diese Nervosität oder dieses Unwohlsein ansteckt sollte man wirklich auch die Notbremse ziehen und den Mann bitten zu gehen. Es gibt unzählige Geburten, die schleppend vorangingen und kaum dass der werdende Vater kurz draußen war, um einen Kaffee zu holen entwickelte sich alles wunderbar

In diesem Sinne: Das sollte jedes Pärchen selbst entscheiden. Die Geburt eines Kindes ist eine sehr intime und individuelle Sache und Erfahrung und gerade DA sollte man auf sich hören und nicht darauf, was die Medien oder irgendwelche Verwandten und Freunde oder die gesamte Gesellschaft versucht einem einzureden.
Wenn man sich bei sowas nicht wohlfühlt und nicht dabei sein will, dann fühlt man sich nicht wohl. Und dann sollte auch niemand in eine derart traumatische Erfahrung hineingezwungen werden.

Er "muss" gar nichts... Letztendlich sollte er das für sich entscheiden und die Frau sollte ihn nicht drängen, nur weil sie das so toll findet.

Bei mir war meine Mutter dabei. Der Kindsvater nur kurz und wäre bald umgekippt ;-). Ich hätte aber nie erwartet, dass er dabei ist. Für uns Frauen ist es zwar super schön (meistens), aber für einen Mann muss es das nicht deswegen auch sein.

Hallo!

Also ich wollte das mein Mann dabei ist, hab ihm aber immer wieder gesagt das eh noch viel Zeit ist und er noch nicht ins Spital kommen muss (Wehen wurden eingeleitet).

Als dann aber auf einmal alles schief ging und ich einen Notkaiserschnitt brauchte war ich so unglaublich froh, dankbar und beruhigt, als er plötzlich bei der Türe rein kam. Das gab mir so viel Kraft!!!! Es hat mich unglaublich beruhigt nur einmal seine Hand halten zu können und in dem Moment wusste ich, dass ich ihn die ganze Zeit gerne bei mir gehabt hätte. Bin ja ein paar Stunden mit den Wehen auf und ab gegangen. Natürlich war er völlig überfordert als plötzlich ihm die Kleine in die Hände gelegt wurde. Aber genau das sind die so wichtigen Momente die uns wachsen lassen.

Ich glaube letztendlich musst du das entscheiden. Ja du bist die Mama, du bekommst das Kind. Aber wenn dein Partner unbedingt dabei sein will, würde ich ihm das nicht verwehren. Auch ein Papa fühlt da wahnsinnig viel mit. Auch für ihn ist es sehr Emotional.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Also als ich geboren wurde, war es noch sehr unüblich, dass Männer bei der Geburt dabei waren. (Bin 2001 geboren) Männer, die mit in den Kreißsaal sind, galten eher als "Alternativ".

Also ich habe für mich entschieden, wenn ich jemals eine Frau heiraten werde und wir Kinder bekommen, möchte ich nicht dabei sein.

Echt? Als unser Großer 2002 geboren wurde, da war es bei uns völlig normal, das die Väter anwesend waren.

Wenn Du das später mal nicht möchtest, dann ist das völlig ok, aber im laufe seines Lebens ändert man schon mal seine Ansicht. ;o)

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Er muss nicht, wär aber schön, wenn er das miterlebt, wie sein Kind zur Welt kommt. Ist ein wirklich einmaliges, nie wiederkehrendes Ereignis (auch wenn er mehrere Kinder bekommt: Jede Geburt ist andes und einmalig). Ist ja auch eine Unterstützung für die Mutter. Aber wenn er nicht will, sollte er auch nicht dazu gezwungen werden. Manche Männer verkraften eine Geburt auch einfach nicht.

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