Mit 23 noch schüchtern sein?

10 Antworten

Schüchternheit ist keine Frage des Alters, sondern der psychologischen Verfassung, der eigenen Lebenserfahrung, der Erziehung und zahlreicher anderer Faktoren.

Zumindest kennst du die Ursache deiner Schüchternheit. Du hast also die Möglichkeit (aber eben nicht die Pflicht!), dir zum Beispiel therapeutische Hilfe zu suchen, um dein Erlebnis, dass dich offensichtlich sehr getroffen hat, zu überwinden. Ob du das tun willst, liegt dabei völlig in deinen Händen. Das kann niemand für dich entscheiden. Es birgt auch gewisse Risiken, der Schritt sollte also gut überlegt sein, falls du vllt. schonmal mit solchen Gedanken gespielt hast.

Du kannst natürlich auch lernen, dich so zu akzeptieren, wie du aktuell bist. Schüchtern zu sein ist keine Schande, und ich habe im Leben die Erfahrung gemacht, dass ich selbst mit schüchternen oder introvertierten Menschen in der Regel besser auskomme als mit sehr lebhaften und lauten.

Du solltest keine zu hohen Ansprüche an dich selbst haben.

Hallo KitanaMK,

warum sollte es Dir nicht gelingen, Dein früheres Selbstbewusstsein wiederzuerlangen? Wichtig ist, dass Du Dich mit Deiner momentanen Situation nicht einfach abfindest! Was also könntest Du tun?

Ein guter Tipp wäre z.B., wenn Du Dir eine Liste mit positiven Eigenschaften und Verhaltensweisen von Dir anfertigst. Vielleicht musst Du ja eine Zeit lang überlegen, da Du es ja eher gewohnt bist, Kritikpunkte an Dir zu finden. Doch je mehr Du an Pluspunkten bei Dir ausfindig machst, desto leichter fällt es Dir, Dich in einem positiveren Licht zu sehen.

Was die Selbstachtung auch sehr stärkt ist, wenn Du Dir jeden Abend vor Augen führst, was Du an dem vergangenen Tag gut gemacht hast. Konzentriere Dich nicht auf das, was evtl. schief gelaufen ist - schließlich macht ja jeder Fehler. Richte Deinen Fokus hingegen auf das, was Dir gut gelungen ist, selbst wenn Du meinst, es sei doch eigentlich unbedeutend.

Bei dieser Übung geht es also darum, von dem selbstkritischen und selbst verurteilenden Denken weg zu kommen. Oder mit anderen Worten: Ersetze negatives Denken durch positive Gedanken! Das geht nicht in einem Schritt, sondern muss immer und immer wieder eingeübt werden.

Ganz wichtig ist es, nachsichtig mit sich und seinen Fehlern umzugehen. Vielleicht ist Dir im Laufe des Tages etwas schief gegangen oder Du hast nicht annähernd das erreicht, was Du Dir vorgenommen hast. Bringt es Dich wirklich weiter, wenn Du jetzt zornig auf Dich bist? Das wäre so, als ob Du Salz in Deine Wunden streust.

Sei doch vielmehr wohlwollend und verständnisvoll zu Dir! Behandle Dich so, wie Du einen guten Freund behandeln würdest. Alles andere zieht Dich nur wieder nach unten! Lerne Dich so anzunehmen, wie Du bist, mit Deinen Fehlern und Schwächen (was natürlich nicht heißen soll, dass Du aufhörst, an Dir zu arbeiten).

Wenn Du das Gefühl hast, in Deinem Leben nicht erfolgreich zu sein, dann mache Dir klar, dass man nur dann wirklich weiterkommt, wenn man sich in Aktion setzt. Niemandem fällt so einfach etwas in den Schoß. Auch die Erfolgreichen müssen sich bewusst anstrengen und setzten Zeit und Kraft ein, um ihre Ziele zu erreichen, womit wir beim nächsten Punkt wären.

Es ist wichtig, sich nicht nur dahintreiben zu lassen, sondern sich erreichbare Ziele zu setzen! Tust Du das nicht, dann werden das andere für Dich tun. Wenn Du die Erfahrung machst, von Dir selbst gewählte Ziele zu verfolgen, gibt Dir das einfach ein gutes Gefühl und stärkt Dein Selbstvertrauen.

Solltest Du ein Ziel auch nicht erreichen, ist das kein Grund, sich als Versager zu sehen. Jeder scheitert irgendwann in seinem Leben. Dann heißt es, wieder aufzustehen und ein anderes Ziel zu wählen und daran zu arbeiten, es zu erreichen.

Jemand, der mit Gefühlen der Wertlosigkeit zu kämpfen hat, schreckt leicht davor zurück, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Ein Grund mag darin liegen, Angst zu haben, in einer neuen Aufgabe zu versagen.

Auch wenn die Möglichkeit des Scheiterns besteht, kann es doch durchaus sein, dass Du die Aufgabe erfolgreich meisterst. Je mehr Erfolgserlebnisse Du in Deinem Leben sammelst, desto größer wird Dein Selbstvertrauen werden! Nimm Dir also nicht selbst von vornherein die Chance, positive Erfahrungen zu machen!

Zum Schluss noch ein Gedanke, der Dich ermuntern kann, falls Du an Gott glaubst. Was meinst Du: Liebt Gott mehr diejenigen, die vor Selbstbewusstsein strotzen oder eher die Bescheidenen und Zurückhaltenden?

Die Antwort der Bibel: " Der Herr ist groß, und doch sorgt er für die Demütigen, von den Stolzen aber hält er sich fern " (Psalm 138:6, Neues Leben.Die Bibel). Will man Gott näher kommen, dann ist also eher Bescheidenheit gefragt. Es sollte daher nicht unbedingt Dein Ziel sein, übermäßig selbstbewusst zu sein, sondern ein gesundes Mittelmaß anzustreben.

Wie Du siehst, gibt es viel, was Du in Deiner Einstellung zu Dir selbst tun kannst. Bedenke, dass sich Änderungen in der Persönlichkeit nur langsam vollziehen. Daher ist Ausdauer gefragt!

Selbstwertgefühl zu entwickeln gleicht einem ausdauernden Training. Wenn Du also nicht schnell aufgibst und täglich an Dir arbeitest, wirst Du allmählich positive Änderungen feststellen. Dabei wünsche ich Dir viel Erfolg und gutes Gelingen!

LG Philipp

Ich bin 24 und mir geht es zum Teil genauso. Ich muss mich vor allem im Job oft überwinden.

Ich denke, du musst Geduld haben und dich so akzeptieren wie du bist. Erzwingen kannst du nichts. Arbeite dich Stück für Stück mit kleinen Übungen voran.

Und denk daran: Nicht alle Menschen sind gleich. Es gibt eben welche die generell schüchterner sind als andere. Das ist auch einfach der Charakter.

Hey,

ich meine dazu:

Mach was was dein Selbstbewusstsein stärkt, wie Sport.
Sport wirkt sich auch sehr positiv auf den Geist aus.

Ansonsten wirst du nicht viel machen können.

Mfg

Ich bin 26 und finde es auch schwierig von mir aus auf Leute zuzugehen. Aber ich finde es okay so. Hab einen Freundeskreis der mich so akzeptiert wie ich bin und unter ihnen kann ich durchaus aus mir rauskommen. Ich muss mich jetzt nicht krampfhaft zwingen extrovertiert zu sein.

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