Mein Sohn will sein Studium abbrechen- was soll ich ihm raten?

14 Antworten

Hey :),

erstmal: Fühle dich von mir mal in den Arm genommen. Ich glaube sein Verhalten ist für dich deutlich schwieriger als für ihn...

Den ersten Ansatz hast du schon selber geliefert: Beratungsstellen aufsuchen. So wie sich der Charakter deines Sohnes liest, denke ich nur, dass er diese nicht alleine aufsuchen wird... Aber das wirst du sicherlich besser wissen als ich.

Aus meiner Sicht geht Studium abbrechen- ohne einen Plan B gar nicht. Das würde ich deinem Sohn auch ganz klar so sagen.

Prinzipiell ist ein Studiumsabbruch/- Wechsel noch nichts Schlimmes, es gibt eine Menge Leute, die danach sehr erfolgreich geworden sind.

Die Frage ist nur, wie er zu diesem Plan B kommt:

Ich mache im nächsten Jahr mein Abi und besuche gerade sämtliche Vorlesungen, die für mich auch nur ansatzweise in Betracht kommen. Dein Sohn ist an der Uni eingeschrieben, kann sich also in nahezu jede Vorlesung setzten und ggf. auch fachfremde Klausuren mitschreiben. Ich würde also an dieser Stelle empfehlen, dass dein Sohn die Vorlesungen seines Studienganges erstmal auf Eis legt (weniger bis gar nicht besucht) und dafür welche aus anderen Studiengängen. Glaube mir, man merkt ganz schnell, ob man sich für den Vorlesungsstoff interessiert oder nicht. So würde er immerhin nicht zu Hause rumgammeln und könnte sich einen Überblick über seine Interessen verschaffen.

Wenn er dann in einigen Wochen/ Monaten einen Studiengang gefunden hat, der ihm Spaß macht, sollte er mit Hilfe von Praktika gucken, ob das spätere Arbeitsleben zu ihm passt.

Ein anderer Aspekt ist, dass du schreibst, dass er Menschenscheu und wortkarg sowie einen hohen Computerkonsum aufweist...

Es muss jetzt nicht jeder auf der Welt der Entertainer schlecht hin sein, es ist auch okay, wenn man lieber für sich alleine ist als mit 20 Leuten abzuhängen oder, wenn man mal ein paar Stunden vor dem PC verbringt, aber irgendwo ist da eine Grenze und ich glaube dein Sohn hat die überschritten.

Ich bin wirklich sehr introvertiert, unternehme auch nicht viel mit Freunden- ich kann das also wirklich sehr gut nachvollziehen- aber ich denke, dass man wenigsten ein Grundkonsens an sozialer Interaktion haben sollte. Zumal das zum einen zu einem halbwegs erfolgreichen Berufsweg (es fängt ja schon beim Bewerbungsgespräch an...) und einem glücklichen Leben dazu gehört (Freunde sind dafür nun mal essentiell).

Ein kleiner Mini- Job oder irgendein Gemeinschaftssport könnten in diese Richtung Wunder wirken. Gerade Letzteres lässt sich sehr gut über die Uni machen. Meine örtliche Uni hat dort wirklich eine beeindruckende Auswahl, sodass wirklich für jeden etwas dabei sein sollte... Außerdem würde er dort auch unweigerlich Kontakte zu anderen Studis bekommen, die vielleicht ein bisschen Orientierung bieten können.

Zu dir: Ich finde es wirklich toll, dass du dir um deinen Sohn solche Gedanken machst und ihn versuchst zu unterstützen. Du bist wirklich toll- aber ich denke, dass du dir gerade mehr Gedanken um die Situation machst als er und das sollte so nicht sein. Es ist schließlich sein Leben.  Zum einen ist das nicht gesund für dich und zum anderen sollte dein Sohn mittlerweile erwachsen genug sein, um sein Handeln eigenständig zu hinterfragen. Du bist seine Mutter und solltest immer mit Rat und Tat zur Seite stehen, ihn unterstützen, wo du nur kannst und ihm möglichst viel Liebe schenken. Du bist nicht dafür verantwortlich, wenn er falsche Entscheidungen trifft oder mal auf die Fresse fällt. Das gehört zum Erwachsenwerden leider dazu...

Viel Kraft und alles Gute :)!

Vielen Dank für die Antwort. Du hast sicher recht und ich habe ihm auch geraten, sich heute in der neuen FH über die Möglichkeiten als Gasthörer zu informieren und diese dann auch zu nutzen. An seiner jetzigen Hochschule in andere Bereiche reinzuschnuppern, halte ich auch für eine gute Idee.

Überhaupt möchte ich mal mein Erstaunen darüber zum Ausdruck bringen, wieviel Zeit und Mühe ihr investiert, um mir bei meinem Problem weiterzuhelfen. Das ist wirklich sehr hilfreich und man fühlt sich gleich nicht mehr so allein gelassen. Vielen lieben Dank dafür.

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Versuch ein Gespräch mit ihm zu führen. Zeig Verständnis für sein Situation, aber mach ihm auch klar, dass du nicht bereit bist, ihn jetzt wieder Zuhause untätig rumsitzen zu lassen. Er hatte ja schon einmal ein dreiviertel Jahr Zeit zur Ruhe zu kommen und sich zu überlegen, was er machen möchte, Nochmal würde ich ihn das nicht machen lassen.

Zeig ihm Alternativen auf. Praktika in verschiedenen Berufsfeldern (also nicht nur im kaufmännischen Bereich, sondern auch ruhig im handwerklichen und sozialen) sollten ihm dabei helfen können raus zu finden, was er machen möchte. 

Ein FSJ wäre auch ein Alternative, aber dafür ist es dieses Jahr wahrscheinlich schon zu spät.

Zur Not soll er sich einen Minijob suchen. Hauptsache er kommt raus.

Das Schlimmste wäre wirklich, wenn er jetzt ein Jahr wieder nur rumgammeln würde. Das sieht auf dem Lebenslauf später bei Bewerbungen nämlich mehr als beschissen aus.

Und er soll darüber nachdenken, ob ein Studium wirklich das beste für ihn ist oder ob nicht auch eine Ausbildung in Frage kommen würde. Ich habe einen Freund, der auch etwas menschenscheu ist. Er hat sich jetzt für eine Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationstechnik beworben. Seiner Aussage nach sind das die Leute, die in Archiven und im Hintergrund in Bibliotheken arbeiten und somit relativ wenig Kontakt mit Fremden haben.

https://www.ausbildung.de/berufe/fachangestellte-medien-und-informationsdienste/

Danke. Ja, so sehe ich das auch.

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Normalerweise macht man für das Studium des Bauingenieurwesens sofort nach dem Abitur ein Praktikum. Wird das an seiner Uni nicht verlangt?

Da hätte er schon bemerkt, wie die Berufswelt am Bau aussieht.

Mein nächster Vorwurf: Nach dem Abitur eineinhalb Jahre zu Hause rumsitzen: das geht gar nicht. Da verlernt man zügiges Arbeiten vollkommen. Da hättest du ihn sofort in den Allerwertesten treten müssen.

Wieso sind seine Mitstudenten älter, wenn er schon eineinhalb Jahre verbummelt hat. Das ist nicht glaubhaft.

So, wie du deinen Sohn beschreibst, ist Bauingenieur nicht das ideale Fach für ihn. Wortkarg, kontaktscheu etc: Das sind alles keine Voraussetzungen für einen Bauingenieur.

Was hält er von Informatik? Da kann er introvertiert und kontaktscheu sein. Und es gibt sehr vielseitige Berufsmöglichkeiten für Informatiker.


Vielen Dank für die Antwort.

Ein Praktikum wurde nicht verlangt.

  Die Mitstudenten haben wohl zum Großteil schon eine Ausbildung oder ein abgebrochenes Studium hinter sich. Das liegt vielleicht daran, dass er im April und nicht im Herbst angefangen hat.

Informatik möchte er nicht studieren.

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