Mein Hund knurrt mich an und schnappt nach mir. Was kann ich tun?

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16 Antworten

Ich habe schon versucht sie auf den Rücken zu drehen und das alles, aber es wird einfach nicht besser.

Wie auch? Der sogenannte "Alpha-Wurf" ist ziemlich kritisch. Wenn du ihn falsch machst - und die Chance, ihn falsch zu machen, liegt bei mehr als 99% -, wird deine Hündin ihn als Bedrohung auffassen und sich schon im Vorfeld noch vehementer gegen dich wehren. Du erzeugst damit also keine "Aufgabe", sondern vielmehr "Frust & Abneigung gegen deine Terror-Herrschaft".

Dringender Rat: Lass die Finger davon! Du wirst es nur noch schlimmer machen.

Sonst hört sie sehr gut auf mich. 

Das ist der zentrale Irrglaube, von dem du schleunigst Abstand nehmen solltest. Abgesehen davon, dass ich dir nicht glaube, weil es GARANTIERT einen ganzen Haufen Störungen gibt ("Schnappen" geht schon in den roten Bereich und ist alles andere als unbedenklich), sobald du gründlicher darüber nachdenkst: Wenn du nicht einmal imstande bist, einen einfachen Sitzplatz zu beanspruchen, dann hört deine Hündin nicht einmal im Ansatz auf dich. Was sie stattdessen macht, ist "Rudel-Fügsamkeit" zeigen. Sie akzeptiert bei - aus ihrer Sicht! - Nebensächlichkeiten, dass auch mal ein anderer eine dicke Lippe riskieren will. Und um den lieben Frieden zu wahren, lässt sie es noch zu, dass auch du ein bisschen kommandieren darfst...

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ich habe vor zwei Wochen eine 15 Monate alte Husky Hündin adoptiert.

Fassen wir mal zusammen: Gut 1 Jahr alt; seit 2 Wochen bei dir ... und in dieser kurzen Zeit ist es IHR gelungen, die Hausregeln zu ihren Gunsten auszulegen und erbittert darum zu streiten? 

Bist du sehr böse, wenn ich dir direkt ins Gesicht sage, dass du komplett - und wirklich auf der gesamten Linie - versagt hast? 

Das ist nicht böse gemeint, sondern soll dir helfen, dir über die Situation klar zu werden und Lösungen zu entwickeln. Denn du brauchst einen ganzen Sack voll neuer Lösungen; nicht nur diese eine zur Lösung deines "Couch-Problems"...

Und die Problem-Beschreibung lautet nun einmal: Du hast die Chance des "ersten Eindrucks" gründlich verkackt. Und obendrein sieht sie in dir sicherlich vieles, aber keinen souveränen, geeigneten und verlässlichen Rudelführer. 

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Lösungsansatz

1- Lege zuerst einmal konkrete Hausregeln fest, die OHNE AUSNAHMEN gelten. Wenn sie auf die Couch darf, ist das okay. Wenn nicht, ist es auch okay. Aber nicht "heute ja - morgen nein". Oder noch schlimmer: "nachher ja - jetzt nicht". Mache dir einen Plan, der ALLE Punkte umfasst, die dir in der Wohnung wichtig sind: Wo wird gespielt? Womit wird gespielt? Wo darf gelegen werden? Wo keinesfalls? Wo wird gefressen? Wo wird geschlafen? etc.

2- Setze diese Hausregeln konsequent (und ruhig) durch. Immer. Ohne Ausnahme. Veranstalte keinen Stress, sondern mache es einfach, als wäre es die selbstverständlichste Sache der Welt. Und dann vergiss mögliche Übertretungen sofort wieder, als wären sie nie geschehen. Kein "Nach-Klagen", kein "hinterher Schimpfen" oder sonstwas. Es wird bereinigt. Danach ist es nie geschehen.

3- Übe Grundgehorsam mit deinem Hund. 

Teste es immer wieder, indem du sie von der Stelle, an der sie sich gerade befindet, zu verdrängen versuchst. Nicht schubsen, sondern einfach dort entlang gehen, wo sie gerade herumsteht oder herumsitzt. Wenn sie sich unterordnet, wird sie idealerweise beiseite gehen, ohne dass du sie berühren musst. Eine leichte Berührung ist aber im grünen Bereich. Nur wegschieben solltest du sie nicht müssen. Funktioniert das nicht, übe es mit ihr. 20, 30 Mal am Tag. So viele Tage bis es klappt. 

Und sanft! Nicht anschauen, nicht ansprechen. Einfach gehen, als sei der Hund nicht da. Weicht er nicht, schiebe sie sanft aber nachdrücklich beiseite. Bleibe dann ein paar Sekunden an der Stelle stehen und gehe anschließend weiter, als sei nichts passiert. Dabei nicht anschauen und nicht ansprechen. Einfach machen, als sei der Hund gar nicht da.

Außerdem machst du ein Intensiv-Trainingsprogramm an der frischen Luft: Sitz, Platz, Bleib, Abruf, Fuß-Laufen und Leinen-Laufen. 

Futter gibt's - mindestens in der nächsten Zeit - nach einem neuen Plan: Morgens ein Ohnmachts-Häppchen (etwa 1/3 bis 1/2 der Tagesration). Den Rest des Futters gibt es erst, wenn es verdient ist. (Wasser hingegen immer und reichlich, wann immer sie will.) Statt der "normalen Napf-Fütterung" gibst du es ihr für die kleinsten Dinge, die sie richtig macht. Aus deiner eigenen Hand. Nicht werfen. Nicht weglegen, sondern direkt aus deiner Hand geben. Kommt sie, wenn du sie rufst? Fein, dann gibt's einen leckeren Happen. Macht sie fein Sitz? Happen verdient! Bleibt sie mal freiwillig 30 Sekunden oder länger vor dir sitzen und schaut dich erwartungsvoll an? Klar, das Häppchen ist verdient! ... und so weiter ... 

Arbeite mit ihr mindestens so lange, bis sie ihre Futterration für den Tag verdient hat. Sei nicht zu großzügig mit den Happen; sie soll schon die Gewissheit bekommen, dass sie bei dir für ihr Futter arbeiten muss. 

Das Programm ziehst du mindestens 2 Wochen stramm durch. Und jeder Ausflug an die frische Luft dauert MINDESTENS 1 Stunde. Besser 2 oder 3. Und MINDESTENS täglich. Besser 2 oder 3 Mal am Tag.

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In der Wohnung darf sie (vorübergehend) nicht mehr in das Zimmer mit der Couch. Komplettes Tabu! Ohne Ausnahmen. Auch keine "ganz-kurz-mal-eben"-Ausnahmen. Das kannst du nach 1, 2 Tagen aufweichen; aber NUR unter permanenter Beobachtung. Gehst du raus; geht sie mit. Ausnahmslos. Bewegt sie sich auch nur ansatzweise auf die Couch oder den Stammplatz auf der Couch zu, zischst du sie KURZ an. Ein kurzes, zackiges "Nein!" im militärischen Tonfall reicht. Und zwar BEVOR sie oben auf der Couch ist. 

Dann gehst du zügig auf 3, 4 Schritte Abstand zu ihr (etwa zur Zimmertür) und rufst sie zu dir. Kommt sie, hat sie sich ein Leckerchen verdient. Dann setzt du sie ab. Sitzt sie, hat sie sich noch eins verdient. Dann gehst du ein paar Schritte weg (auf den Flur, in ein anderes Zimmer oder quer durch das Zimmer) und wiederholst das Spiel. Wiederhole es so oft, bis sie ohne das geringste Zögern zu dir kommt, sobald du sie rufst. 

Lässt sie dann von der Couch ab, ist es nie geschehen. (Sie wird anfangs häufiger testen; später wird sie schneller aufgeben und seltener versuchen, auf die Couch zu gelangen.) Versucht sie es jedoch erneut, gehst du in die Rekursion.

Lasse dich NICHT auf eine Diskussion mit ihr ein, wenn sie schon oben auf der Couch ist; es sei denn, du bist absolut(!) sicher(!), dass du sie wirklich von der Couch expedieren kannst und sie danach nicht sofort zurück hüpft. Denn anderenfalls verstärkst du nur ihre Ansicht, den Platz immer vehementer verteidigen zu müssen. 

Die einzige vernünftige Alternative wäre, sie von dem Platz zu verdrängen. Doch das braucht starke Nerven und ein schnelles Reaktionsvermögen, wenn sie wirklich schnappt; auch, wenn es anfangs wohl nur ein Droh-Schnappen ist, also eigentlich nicht wirklich weh tun soll.

Wenn sie es auch nur ein einziges Mal schafft, wirft dich das um einige Tage zurück; aber bleibe beharrlich. Du wirst es irgendwann schaffen, sie dauerhaft davon abzuhalten. (In diesem Fall locke sie aus dem Zimmer. Klappern mit Futterschüsseln oder Rascheln mit dem Futtersack hilft bei den meisten Hunden. Danach ist das Zimmer wieder tabu. Tür schließen! Logischerweise wirst auch du dann zeitweilig das Zimmer meiden müssen; denn allein-sein ist keine Option für sie. Viel Zeit für laaaaange Spaziergänge, Küchenarbeit und Hausputz. ;))

Außerdem verschaffst du ihr einen Liegeplatz in der Nähe. Dort, wo sie idealerweise den ganzen Raum überblicken kann, aber nicht im Weg herumliegt. Das ist fortan ihr Platz in diesem Zimmer. Der gehört nur ihr. Und dort - und bis auf Weiteres NUR DORT - gibt's Streicheleinheiten. (Einer meiner Rabauken liebt beispielsweise den Platz unter dem Couchtisch. Alles im Blick und schön dicht am Mann. Der andere liegt lieber schräg hinter dem Sofa an der Heizung. Da sieht er zwar weniger, aber er ist auch deutlich entspannter.)

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Schon nach relativ kurzer Zeit (ich schätze, schon nach 3, 4 Tagen gibt's die ersten wirklich deutlich positiven Zeichen) wirst du feststellen, dass sie sehr viel ruhiger und gehorsamer wird. Doch du hast dir einen Husky eingetreten. Das heißt für dich: Du darfst nie nachlassen. Selbst kleine Abweichungen von den Regeln können Huskys motivieren, die Grenzen auszutesten.

Werde ein wirklich guter Rudelführer! Sei konsequent, verlange Disziplin, aber bleibe immer freundlich, ruhig und gelassen. Und wenn du mit ihr etwas klären musst, denke daran: Hunde sind wie Männer. Die hauen sich notfalls gegenseitig in die Fresse, aber direkt danach gehen sie gemeinsam ein Bier trinken. Also trage ihr NIEMALS etwas nach. Auch keinen Biss, oder so.

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Und lasse dich NIEMALS auf einen Streit mit ihr ein, wenn sie derart aggressiv ist und du dir nicht zutraust, diesen Streit wirklich absolut ultimativ 100%ig sicher(!) gewinnen zu können. Jede Auseinandersetzung, die du verlierst, weil du dich zurückziehst, gibt ihr mehr Selbstvertrauen. Nutze stattdessen deinen Kopf, um sie auszutricksen. Schiebe oder zerre sie also nicht von der Couch, sondern gewöhne ihr den Gedanken an die Couch ab, indem du ihr Alternativen bietest. 

xttenere 25.11.2016, 07:06


sehr gut geschrieben...aber das mit de Konsequenz wird nicht hinhauen....da der FS hat Angst, dass die Hündin beisst, wenn er durchgreift....und die Hündin spürt diese Unsicherheit.

Denke, es gibt nur eine einzige Möglichkeit: nämlich sich einen guten Trainer ins Haus zu holen...alleine wird das der FS mit seiner Unerfahrenheit nicht hinkriegen.

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Isique 25.11.2016, 08:29

Lieben Dank für die sehr ausführliche Antwort! 

Eins schon mal vorweg, ich habe davor keine Angst o.ä.. Ihr plötzliches Verhalten hat mich nur sehr verunsichert. 

Wir haben Malia wie gesagt jetzt seit knapp zwei Wochen. In der alten Familie war sie den ganzen Tag eingesperrt in einer Hundebox und war zwei mal am Tag 30-60min draußen. Auf die Couch durfte sie übrigens auch nicht. 

Seitdem sie hier ist gehen wir morgens, mittags, abends mit ihr 1,5h spazieren. Und mittags mit der Schleppleine. Da sie ein Siberian/Malamute mix ist, ist sie nicht ganz von der aufgedrehten Sorte und legt sich nach 20min radfahren freuwilllig hin um zu schlafen. 

Gleich nach ihrem Einzug haben sie ihr gezeigt, wo sie nicht hin darf: Küche, Couch, Bett! Hat alles super geklappt. 

An der frischen Luft hat sie komplett verrückt gespielt. Man muss dazu sagen, dass sie sich in der Zeit gerade in der Hitze befand. Das war sehr anstrengend. Aber wir haben es durchgezogen: sie zieht, wir bleiben stehen Idee wechseln die Richtung. An jeder Straße anhalten und sitz machen. Vor dem Spaziergang Sitz machen und wir gehen als erstes aus dem Haus... All das hat ohne Probleme geklappt. Nur Rückruf klappt noch nicht so ganz, was meiner Meinung Damit zu tun hat, dass sie uns noch nicht "genug" als rudelführer anerkennt. Aber es wird von Tag zu Tag besser. 

Ein Hundebett hat sie und sowas wie eine große Schlafbox. Diese ignoriert sie leider komplett. Am liebsten liegt sie unter meinem Bett, vor meinem Bett, im Flur oder vor der Couch. Wir haben anfangs auch versucht sie immer auf ihr Bett zu schicken, es dann aber gelassen, weil uns die anderen Orte auch gar nicht stören.

Ich weiß, dass wir viel Vertrauen aufbauen müssen und sehr konsequent sein müssen bei ihr! Das war mir klar. Wir hatten schon immer Huskys.

Damit, dass ich komplett versagt habe kann ich mich zwar nicht ganz anfreunden. Diese Meinung teile ich leider nicht ganz, aber ich verstehe, dass du das so siehst. Vielleicht ist es auch so! 

Das mit der teilweisen Fütterung habe ich auch schon gehört. Leider frisst sie Trockenfutter nicht gerne. Wir haben das Futter von den Vorbesitzern übernommen. Morgens frisst sie so gut wie gar nicht und abends dann ein wenig nach dem Spaziergang. Tagsüber stellen wir das Futter weg. Nun haben wir angefangen ihr morgens Nassfutter zu füttern und abends Trockenfutter. Das klappt hervorragend! Sollte ich es trotzdem mal, mit der "Etappenfütterung" probieren? 

Heute war sie zwei mal auf dem Sofa. Ich habe laut nein und ab gesagt und habe mich dann neben sie gesetzt, da sie mich nur doof angeschaut hatte. Aber mit dem Blick, dass sie genau wusste, was sie falsch macht. Dann habe ich sie Stück für Stück "verdrängt" und sie ist mir nur minimalsten widerstand und einem kleinen Knurren von der Couch runter(gerannt). Danach wollte sie Unters Bett flüchten, aber als ich sie gelobt und gekrault habe, hat sie sich wieder beruhigt.

Ich hoffe sehr, dass wir die Probleme aus der Welt schaffen können. Mit deinen Ratschlägen werde ich auf jeden Fall an mir arbeiten und zur Not natürlich auch einen Trainer hinzuziehen. 

Ganz großes Dankeschön und liebe Grüße!

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Unsinkable2 25.11.2016, 18:32
@Isique

Ich versuche es erneut mit Ehrlichkeit, Isique:

... zur Not natürlich auch einen Trainer hinzuziehen. 

Ich schätze deinen Willen zur Besserung sehr. Und ich erkenne ihn auch an vielen Stellen völlig unzweifelhaft. 

Aaaaaaber: Anscheinend fehlt dir selbst fundamentalstes Grundlagen-Wissen. Ich bin normalerweise kein Freund davon, gleich zu sagen "Bring ihn in die Werkstatt! Lass ihn reparieren!" Aber im Angesicht deiner näheren Beschreibungen hier, ist das vielleicht die beste Idee, die du haben kannst.

Etwa hier:

... sie ist mir nur minimalsten widerstand und einem kleinen Knurren von der Couch runter(gerannt).

Hunde kommunizieren Eskalationen ähnlich wie Menschen: Erst reden sie vernünftig miteinander, dann schreien sie sich an, dann wird Prügel angedroht und zum Schluss springen sie sich gegenseitig an die Gurgel.

Nur machen Hunde das mit anderen Mitteln: Knurren ist dabei die Stufe der "Prügel-Androhung". Ein "kleines Knurren" ist also die Androhung von "kleiner Prügel". Es ist ein Angebot, es hier und jetzt auszutragen. Und es wird eingesetzt, wenn alle anderen Mittel der Kommunikation - insbesondere der Körpersprache, denn das ist die "Muttersprache" der Hunde - ungehört verhallt sind. Einfacher gesagt: Du warst vorher die ganze Zeit blind und taub für das, was sie dir mitzuteilen versuchte. Also versucht sie nun, sich mit immer drastischeren Mitteln mitzuteilen.

Und die "Flucht unters Bett" ist ein Zeichen dafür, dass sie von deinem Verhalten völlig verunsichert wird, weil du offensichtlich völlig widersprüchliche Signale an sie sendest.

Wenn du dann noch das Folgende machst, dann machst du es im Laufe der Zeit immer schlimmer und nicht besser:

... als ich sie gelobt und gekrault habe, hat sie sich wieder beruhigt.

Das war das ABSOLUT FALSCHESTE, was du in dieser Situation hättest tun können. Aus allen möglichen Mitteln hast du das allerschlechteste ausgewählt.

Richtig wäre hier gewesen, sie erst mal unbeachtet ziehen zu lassen und dich später um sie zu kümmern. Ja, es ist nicht schön, wenn sie unters Bett kriecht; gerade weil sie damit ja auf schmerzliche Weise zeigt, wie sehr du sie verunsicherst, anstatt ihr Sicherheit zu geben. Aber du solltest daran arbeiten, dass du ihr gar nicht erst einen Grund gibst, verunsichert unters Bett zu kriechen.

Stattdessen lobst du sie für ihren Widerstand und das Knurren; zeigst ihr, dass sie richtig und du falsch gehandelt hast; erklärst ihr, dass sie nicht verunsichert sein soll, weil DU derjenige von euch beiden warst, der einen Fehler gemacht hat...  entschuldigst dich bei ihr?!

Warum, Isique? Darf sie nun auf die Couch oder nicht? Wenn nicht, dann hat SIE einen Fehler gemacht und DU warst im Recht. Also hätte sie sich bei dir entschuldigen müssen. Und wenn sie doch auf die Couch darf, warum vertreibst du sie erst davon, um dich dann umgehend dafür zu entschuldigen?

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Mit anderen Worten: Ich respektiere, achte und freue mich über deinen Willen, es besser zu machen. Und ich wünsche mir wirklich, dass es mehr von deiner Sorte geben möge; vor allem also Leute, die eigene Fehler einsehen und korrigieren wollen.

Also tue ihr und dir den Gefallen, und sehe deine Fehler ein: Wille allein reicht nicht. Du beherrschst offensichtlich nicht einmal absolute Grundlagen in der normalen Kommunikation mit deinem Hund. Kaufe dir ein paar fundamentale Grundlagenbücher. Lies sie gründlich durch! Beherzige sie! Und hole dir JETZT einen Trainer ins Haus, der die Zwischenzeit überbrücken hilft und sich den bereits auftretenden Störungen widmet, solange sie noch ohne Weiteres zu beheben sind.

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Also, als erstes empfehle ich Dir, Dir einen erfahrenen, gewaltfrei arbeitenden Hundetrainer zu suchen, der Dir die wichtigsten Dinge im Umgang mit Deinem Neuankömmling beibringt. Für mich stellt es sich so dar, als müßtest Du noch sehr viel lernen, denn sonst würdest Du den Hund nicht mit derartigen sinnlosen "Auseinandersetzungen" drangsalieren.

Ist nicht böse gemeint, aber so wie Du es beschreibst, setzt Du die Maus massiv unter Druck.

Natürlich ist es nicht erstrebenswert, daß sie dich anknurrt und nicht auf das Sofa läßt. Aber wenn Du so reagierst, wie Du es gerade machst, lernt der Hund aus seiner Sicht, daß er nicht knurren darf. Die Folge davon ist, daß er über kurz oder lang zwar das Knurren sein läßt, jedoch dann sofort ohne Vorwarnung zuschnappt (Knurren ist eine Warnung). Dann hast Du ein ganz großes Problem.

Bis der Trainer zu Euch ins Haus kommt, empfehle ich Dir, Deinem Hund ein Geschirr und eine Leine anzulegen und sie, wenn sie doch mal aufs Sofa hochgestiegen ist, kommentarlos "runterzubefördern". Versuche aber, diese Situationen gar nicht erst aufkommen zu lassen. Stell irgendwelches Zeug (Kartons, Wäschekörbe) aufs Sofa, daß sie gar nicht erst hoch geht.

Und such Dir bitte, bitte professionelle Hilfe!

In erster Linie solltest Du Dir klarmachen, was für einen Hund Du Dir ausgesucht hast. 

Huskys sind Arbeitshunde, absolute Spezialisten und im Gegensatz zu Gesellschaftshunden nicht dazu geboren, dem Menschen zu gefallen und mit ihm auf (oder vor) dem Sofa rumzuliegen. Der eigene Kopf und die Hartnäckigkeit, mit denen Du gerade konfrontiert wirst, sind erwünscht. Du hast Dir einen Hund ausgesucht, der nicht begeistert auf das hört, was Du ihm vorschlägst, sondern der einen eigenen Kopf hat und ihn durchsetzen will. Mit diesem Problem wirst Du immer und immer wieder konfrontiert werden. Mach Dir das bitte klar und überleg Dir, ob Du das willst, wenn der Hund Dich jetzt schon an Deine Grenzen bringt. 

Mit Härte erreichst Du absolut nichts und Du solltest bedenken, dass der Hund deutlich stärker ist, wenn Du Die Konflikte mit ihm auf körperlicher Ebene austragen willst. Abgesehen davon zerstörst Du mit "Alphawurf" & Co massiv das Vertrauen Deines Hundes in Dich und torpedierst die Bindung, die absolut unerlässlich ist, damit der Hund Dir zuverlässig folgt und sich von Dir führen lässt. 

Dass der Hund viel mit Dir kuschelt kann schlicht und ergreifend daran liegen, dass er Angst hat, Dich als unkalkulierbar empfindet und versucht, Dich zu besänftigen. Wenn Du Hunde untereinander beobachtest, suchen gerade diejenigen starken Körperkontakt, die sich nicht verstehen. Was im ersten Moment paradox klingt, ist der Versuch, eine Situation ohne Ausweichmöglichkeit nicht eskalieren zu lassen. Schlimmstenfalls ist es ein "Bitte, bitte tu mir nichts, ich bin auch ganz lieb zu Dir.", mit dem der Hund sich vor weiteren Angriffen retten will. 

Dass der Hund in die Wohnung gepinkelt hat zeigt, dass er Stress und Angst vor Dir empfindet und das ist riesiger Mist. Ein Hund, der Angst und Stress hat, lernt nichts, weil das Gehirn auf Flucht oder Verteidigung eingestellt ist. Außerdem zeigst Du ihm keine Alternative zu seinem Verhalten und der Hund hat keine Möglichkeit, es besser zu machen. 

Mein Eindruck ist, dass die Probleme in erster Linie daraus resultieren, dass Du die Rasse unterschätzt hast und dass es an Grundlagen mangelt. Über ein Forum wirst Du diese Probleme nicht lösen können. Such Dir bitte über die Seiten "Trainieren statt dominieren", "Easy Dogs" oder Cumcane einen Trainer in Deiner Nähe (oder ruf an und lass Dir jemanden empfehlen). Wenn Du jetzt an jemanden gerätst, der mit Alphawurf und Dominanztheorie arbeitet, vergurkst Du den Hund richtig und schaffst Dir noch mehr Probleme. Hunde brauchen Regeln und Grenzen, aber sie lernen deutlich schneller, besser und zuverlässiger, wenn man beides gewaltfrei auftrainiert und festigt. Alphawurf & Co sind aus Sicht des Hundes nämlich nichts anderes als Gewalt mit der erklärten Absicht, massiv zu verletzen oder sogar zu töten. 

Parallel zum Training empfehle ich Dir, Dir ein paar Bücher über die Rasse und zu den Grundlagen zu besorgen. "Das Kleingedruckte in der Körpersprache des Hundes" (DVD), "Das andere Ende der Leine" (Buch), "Was fühlt mein Hund, was denkt mein Hund" (Buch), "Wölfisch für Hundehalter" (Buch), "Hoffnung auf Freundschaft" (Buch) sind einige gute Titel, die Du auch gebraucht finden kannst. 

Warum hast du einen Husky?

1. Wirst du dir in naher Zukunft einen zweiten zulegen müssen (und dann wird die Hölle ausbrechen, du bist schon mit einem überfordert). Man hält Huskys mindestens zu zweit.

2. Wirst du zugtraining beginnen müssen aufzubauen.

Du hast da einen Arbeitshund der pro Tag 20-30km am Stück rennen und ziehen will sonst macht er dir dein Leben zur Hölle. 

3.

Hör mit dem ganzen Dominanz Gerede auf und ignorier sich die Leute die davon reden.

Pack einen Hund NIE im Nacken. Damit kannst du ihn ernsthaft verletzten.

Auch eine Hündin packt die Welpen nicht im Nacken um sie zu tragen. Das ist Irrglaube.

Wenn Welpen im Nacken geleckt werden geraten diese in Panik weil im Nacken packen bedeutet da hat wer die Absicht sie zu töten.

Geb den Hund bitte im erfahrne Hände. 

Isique 25.11.2016, 08:33

Woher weißt du wie erfahren oder nicht erfahren ich bin? Woher kennst du den Charakter meines Hundes? Was du sagst, trifft bestimmt auf den einen oder anderen Hund zu. Malia ist nach 10min Fahrrad fahren ausgepowert und schläft drei Stunden. Wir gehen täglich mit ihr 3,5h raus, mit oder ohne Schleppleine, und dazu noch Rad fahren. Ich habe die Frage nicht gestellt weil ich Unfähig bin und beleidigt werden möchte, sondern, weil ich mir Ratschläge von euch holen wollte. 

Trotzdem lieben Dank für deine Tips! 

Liebe Grüße 

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Berni74 25.11.2016, 09:45
@Isique

Woher weißt du wie erfahren oder nicht erfahren ich bin?

Zugegeben, ohne Deine Kommentare unter anderen Antworten dachte ich es auch erst. ;-) Das resultiert aus der Sache mit dem sinnlosen "Alpha-Wurf" - eine heutzutage längst überholte "Erziehungsmethode".

Aber trotz Deiner Husky-Erfahrung scheint Deine Maus eine völlig neue Herausforderung für Dich zu werden, und ich finde es gut, daß Du Dich dieser stellst.

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ich sie runterschicke, knurrt und bellt sie und schnappt nach mir.

ein Fall für einen Hundetrainer der vor Ort mit dem Hund und Dir arbeitet.

könnte eine Verhaltensstörung auf Grund falscher Haltung und Unterforderung sein! 

Huskys sind Arbeitshunde/Extremsportler und keine Wohnungshunde! 

Außerdem sind sie nur zu zweit zu halten. 

man muss unbedingt berücksichtigen, dass ein Husky in der Regel nicht alleine, und schon gar nicht in einer Stadtwohnung gehalten werden sollte. Ein Husky, der alleine gehalten wird, muss im Grunde genommen, seinem “Rudelführer”, also dem Menschen, den ganzen Tag über nahe sein, ansonsten kann es vorkommen, dass die gesamte Wohnungseinrichtung zerlegt wird. 

Eigentlich sollte man einen Husky aber gar nicht alleine halten. 

Die Tatsache, dass man also gleich zwei oder mehrere Huskies zusammen halten sollte und dass der Husky immens viel Bewegung braucht, können schnell mit dem Lebenswandel eines Hundehalters kollidieren und zu einer traurigen Trennung führen!

http://www.hunde-fan.de/hunderassen/sibirian-husky/

Also, so wie das klingt, scheint der Hund gerade nicht zu wissen, was Sache ist. Wer das Sagen hat. Hunde brauchen einen Führer und fühlen sich ansonsten genötigt, selbst die Führung zu übernehmen. Wer sich vom Versuch des Hundes, die Führung zu übernehmen, oder vom in die Wohnung pinkeln aus der Ruhe bringen lässt, hat erstmal verloren.
Das ist aber nicht endgültig.
Den Hund auf den Rücken drehen bringt übrigens nix. Ein Hund, der sich unterwirft, dreht sich schon mal auf den Rücken, aber den Hund unterwerfen, indem man ihn auf den Rücken dreht, funktioniert nicht.

Über mehrere Wochen hinweg klar und eindeutig bleiben, das hilft. Der Hund versteht kein Blabla, der versteht mit der Zeit, dass Aktion A IMMER Reaktion B zur Folge hat. Und freut sich dann, dass sein Mensch berechenbar ist und kein Weichei. So einen Menschen kann der Hund ganz gemütlich als Rudelführer und Beschützer erkennen.

Als Tip für den Anfang: wenn der Hund knurrt, knurrst du lauter zurück.
Bellt er, bellst du lauter zurück.
Will er auf die Couch, wehrst du ihn ab. Zieht er beim Gassigehen an der Leine, bleibst du stehen, bis die Leine wieder locker ist.
Beim Wegwischen von Pfützen in der Wohnung kannst du laut rummotzen, aber nicht den Hund bestrafen.
Du bist der Boss. Dir kann keiner was. Du verlierst die Selbstkontrolle nicht.
Wenn du das deinem Hund klargemacht hast, hast du sein Vertrauen und ihr könnt glückliche Jahre miteinander verbringen.

Ich wünsche euch alles Gute!

Isique 25.11.2016, 00:18

Danke für die wirklich wirklich hilfreiche Antwort! Die Tips werde ich auf jeden Fall anwenden! 

Ganz liebe Grüße!

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Ohne dich und den Umgang mit dem Hund zu kennen, ohne euch in Aktion zu erleben, ist es schwer, zielgerichtete Hilfestellung zu geben.

Fakt ist, der Hund verteidigt das, was seiner Meinung nach seins ist, das Sofa. Du hast darüber eine völlig andere Meinung und mußt dem Hund auf freundliche, aber bestimmte Art beibringen, daß deine Meinung zählt.

Ich halte mich jetzt ganz bewußt sehr allgemein, weil jeglicher, konkreter Rat böse ins Auge gehen könnte, wenn er falsch ist.

Der Hund ist erst zwei kurze Wochen bei dir, er muß sich auch erst mal eingewöhnen. Weiterhin kommt hinzu, daß in diesem Alter quasi die Pubertät abläuft, was das bedeutet, solltest du wissen. Was da passiert, ist von der Betrachtung Mensch-Tier absolut übertragbar.

Wie sicher bist du im Umgang mit Hunden? Hast du Erfahrung, oder ist es dein erster Hund?

Isique 24.11.2016, 23:14

Ich bin mit Huskys aufgewachsen in meiner Familie. Jedoch ist das jetzt mein erster eigener Hund. Und solch eine Situation kenne ich halt überhaupt nicht. Ich zeige ihr was sie darf und was sie nicht darf. Aber dieses Knurren und schnappen verunsichert mich nur so stark 

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marit123456 24.11.2016, 23:26
@Isique

O.K., kann ich verstehen.

Ich rate dringend davon ab, Gewalt anzuwenden. Also bitte keine groben Handlungen, wie auf den Rücken werfen, etc.

Setz dich durch und schick sie auf ihren Platz, den du für sie vorgesehen hast.

Wie ist ihre Leinenführigkeit? Wenn das gut klappt, kannst du die Leine auch in der Wohnung nutzen und sie damit zu ihrem Platz führen und sie dort ablegen.

Sie wird es wieder und wieder probieren, aber wenn du nicht locker läßt, hast du den wichtigsten Kampf gewonnen. Diese Phase ist anstrengend, geht aber Gott sei Dank vorbei.

Lass dich nicht von diesen Drohgebärden beeindrucken, bleib souverän und selbstsicher, übrigens auch in deiner Körperhaltung. So wie du die Körpersprache deines Hundes lesen kannst, so kann er auch die menschliche lesen.

Durchhalten, sicher auftreten, konsequent und liebevoll agieren, dann ergibt sich alles weitere.

Hunde sind resourcenorientiert, auch das kann man für ein Training bestens nutzen.

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Für deinen Hund bist nicht du das Familienoberhaupt, sondern er. 

Er respektiert dich nicht und das kann viele Ursachen haben. Huskys sind dafür bekannt die Führung zu übernehmen, wenn es der Mensch nicht tut. Du musst die Entscheidungen treffen und diese konsequent durchsetzen (aber nicht mit Gewalt). Außerdem ist es wichtig, dem Hund Grenzen zu setzen. 

Das ist alles leichter gesagt, als getan. Euer ganzes Zusammenleben und der Umgang miteinander muss sich ändern. Das kann man nicht hier besprechen oder lösen. Also solltest du dir professionelle Hilfe suchen und auch mal ein paar gute Bücher über Hundeerziehung kaufen bzw. lesen. 

Alles Gute

skjonii 25.11.2016, 08:24

ich wollte das gute Bücher nur noch mal kurz betonen. Man sollte den Fokus immer auf die Belohnung des Richtigen legen und nicht die Bestrafung des Falschen.  

In den Köpfen der Menschen steckt immer noch viel zu viel Unsinn zum Thema Hund, macht mich jedes Mal wieder sprachlos.

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Berni74 25.11.2016, 09:43

So, wie es sich mir darstellt, ist der Hund sehr unsicher. Für mich sieht das nicht nach "Führung übernehmen" aus. Er hat noch kein Vertrauen, da er ja erst seit kurzem bei der Fragestellerin ist.

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skjonii 25.11.2016, 10:07
@Berni74

Genau das ist ja auch der Grund weswegen man unter gar keinen Umständen jetzt noch mit Druck oder Einschüchterung und selbsterklärtem "Dominanzgehabe" vorgehen sollte! 

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derHundefreund 25.11.2016, 11:03
@skjonii

So, wie es sich mir darstellt, ist der Hund sehr unsicher.

Da Sie den Hund noch nicht lange beherbergt, wäre das durchaus denkbar. Auch das Pinkeln auf den Boden spricht dafür.

Wenn jemand aber davon redet, dass sein Hund ihn anknurrt und nach ihm schnappt, weil er von der Couch gehen soll, klingt das für mich erst einmal nach "ich setz' meinen Willen durch".

Da müsste man mal die genaue Körpersprache des Hundes beobachten. Genaue Diagnosen sind hier wirklich sehr schwierig.

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Berni74 25.11.2016, 12:52
@derHundefreund

Da müsste man mal die genaue Körpersprache des Hundes beobachten. Genaue Diagnosen sind hier wirklich sehr schwierig.

Genau so sehe ich das auch. Da muß ein Trainer vor Ort die Situation anschauen.

Es kann ja auch sein, daß der Hund auf der Couch nicht knurrt, weil er runter soll, sondern weil sie ihm irgendwie bedrohlich nahe kommt. Zumindest da Verhalten, daß er nach Maßregelung an den Tag legt (unters Sofa flüchten, pinkeln) spricht nicht dafür, daß es Dominanzgehabe ist.

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Ein Husky ist kein einfacher Hund und ich glaube, dass Du grundsätzlich dieser Rasse nicht gewachsen bist. Die Anschaffungsbeweggründe eines solchen Hundes kann ich auch in vielen anderen Fällen nicht gut heißen. Sehr selten können diese Hunde wirklich artgerecht oder bemüht alternativ gehalten werden. Dadurch entwickelt sich häufig zwangsläufig eine Diskrepanz mit Folge von vielen Mißverständnissen von Tier zu Mensch und umgedreht.

Im günstigten Fall kannst Du Deiner Hündinn ein erforderlich hohes Laufpensum bieten um sie körperlich einwenig zu befriedigen.

Von annehmbaren Haltungsbedingungen ausgehend, ist es ein großer, selbstbewußter und sehr menschenbezogener Hund. Erfordert klare Regeln. Diese solltes Du wissen und Dir auch ggf. Hilfe holen. Punkt.

Um es Dir und dem Hund leichter zu machen, ist Belohnungssystem genial. Statt an ihm herum zuziehen, schimpfen oder sonst., locke ihn auf seinen hundegerechten Platz. Allerdings enspricht ein aus Menschensicht hundegerechter Platz nicht immer den Vorstellungen des Tieres. Hunde mögen gern hoch, zentral, gern auch höhlenartig und doch ruhig liegen, wegen der Übersicht und im Kontakt zum Rudel. Wen wunderts, wenn Familie/ Besitzer es sich gern auf dem Sofa gemütlich machen, als Feierabendstelle ritual nutzen und der Hund dabei sein möchte. Wer sich für einen Hund einschieden hat, sollte wissen, dass er immer dabei sein will, so eng es geht.

Wer seine Polstermöbel schonen und mit diesem natürlichen Nähebedürfnis nicht klarkommt, sollte sich Gedanken über optimalen Hundeplatz machen. Einmal Sofa und Co. erlaubt, bleibt erlaubt. Du willst das nicht, dann musst Du ganz stark bleiben und es gilt ein Niewieder.

Ich z.B. lasse Sofa zu, zu bestimmten Bedingungen. Es Bedarf der Genehmigung. Liegt der Hund trotzdem wie in Beton gegossen drauf, schicke ich ihn auf seinen Platz. Er weiß, dass es sich für ihn lohnt (Belohnung). Er steht gut in der Unterordnung (nächstes Thema) und trotzdem verstehe ich , wie viel ihm das Refugium bedeutet. Kanns mit hart klarer Ansage umlenken, Befehl, wird ausgeführt. Das Weichei bin ich und mache Aufstehen lukrativ und "bedanke" mich für meinen Platz. Wir sind halt Lebenspartner im bestimmten Rahmen. Es gilt stets, bis hierher und nicht weiter, mit aller Konsequenz.

Hallo Isique,

Wenn es sich bei deinem Hund um einen relativ dominanten Hund handelt, ist das von dir beschriebene Verhalten gerade in dem jungen Alter deines Hundes vollkommen normal.

Wichtig für dich ist natürlich, dass du dich nicht von dem Verhalten deines Hundes beeindrucken lässt, da dieser dann bei der "Auseinandersetzung" gewonnen hätte und dies natürlich auch merken würde, sprich dein Hund würde so weiter machen.

Sollte dein Hund wieder auf die Couch gehen, schicke diesen wieder runter! Das machst du dann solange bis deine Hündin das verstanden hat. Besuche ggf. Auch eine Hundeschule und frage dort um Rat!

Wichtig ist also, nicht aufgeben und auf keinen Fall Gewalt anwenden!

Viele Grüße

MrDog 

Isique 24.11.2016, 23:11

Vielen Dank für die gute Antwort! 

Wie soll ich denn reagieren, wenn sie mich beim runterschicken anknurrt? Sie geht ja nicht sofort runter. Sie versucht mit allen Mitteln oben zu bleiben. Oder soll ich das einfach ignorieren und sie ohne Kommentar weiter versuchen runterzuschicken? 

Liebe Grüße :)

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MrDog 24.11.2016, 23:15
@Isique

Du kannst deiner Hündin in den Nackenbereich greifen und sie dann von der Couch ziehen, das natürlich nur leicht und keine Sorge das hört sich vielleicht hart an, tut deiner Hündin aber aufgrund des Fetts im Nackenbereich garnicht weh und kommt ebenfalls in der Natur vor. Ebenfalls kannst du sie natürlich auch anleinen und wenn Sie dann auf die Couch geht, ziehst du sie mit Hilfe der Leine wieder runter und sagst ihr dann durch ein lautes "Nein", dass sie das Verhalten zu unterlassen hat.

Viele Grüße 

MrDog 

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Asperergia 24.11.2016, 23:38
@Isique

Sie knurrt und das ist Warnung!!! Du hast keine chance alleine! Sie hat schon dein angst gesport und lass nicht loker.....und wen du nicht aufpass dann wird sie zubeißen..!!!!! Und vergesst nicht= das ist ein fremder hund und du bist nicht ihr Chef- sie akzeptiert dich nicht als chef!!!  Tut mir leid...

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derHundefreund 24.11.2016, 23:47
@Asperergia

Vergiss den Quatsch mit ''am Nacken packen'' oder ähnliches. Das tut dem Hund sehr wohl weh und man sollte immer gewaltfrei Erziehen. Das können natürlich nur diejenigen, die Ahnung davon haben. 

Das nächste Mal, wenn dein Hund auf die Couch will, stellst du dich einfach vor ihn und lässt ihn nicht drauf, bis er begreift, dass er ohne deine Einwilligung dort nichts zu suchen hat und abzieht.

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MrDog 24.11.2016, 23:53
@derHundefreund

Hallo, ich bin ebenfalls für eine gewaltfreie Hundeerziehung und wenn man dem Hund in das Nackenfett greift tut es diesem nicht weh, vorausgesetzt man macht es richtig. Dieses Phänomen sieht man wie auch bereits erwähnt ebenfalls in der Natur (Wölfe bzw. Hunde greifen ihre Welpen indem sie diese am Nacken packen). Optimaler finde ich natürlich ebenfalls die Methode mit der Leine, da dies auch für Hundeanfänger fehlerfrei durchführbar ist.

Viele Grüße

MrDog 

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Azrael13 25.11.2016, 00:11
@MrDog

Dazu muss ich sagen:

Das in den Nacken packen ist für viele Tiere weit weniger Schmerzhaft, da der Druck gezielter und gleichmäßiger ausgeübt werden kann.

Beim ziehen mit der Leine, stemmt der Hund sich höchstwahrscheinlich dagegen (es gibt auch Hunde an der Leine auf einmal super hören ohne Kraftanstrengung) und es muss druck auf die Halswirbel ausgeübt werden. Das tut den Hunden dann in den Meisten fällen weh.

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skjonii 25.11.2016, 04:36
@MrDog

"das sieht man auch in der Natur" 

Ein Hund ist kein Wolf. Und deswegen sollte man ihn auch nicht so behandeln wollen. Für wie blöd hältst du den Hund denn? Meinst du er weiß nicht, dass der Mensch nicht seine Mutter ist und versuchst dich deswegen so zu verhalten?? Ein Hund versteht menschliche Körpersprache. Hast du dich mal vor ihn gesetzt und gebellt oder am Hinterteil geschnüffelt? Natürlich hat der Hund dann keinen blassen Schimmer was du von ihm willst. Weil das kein menschliches Verhalten ist. Mit deinen Erziehungsmethoden verhält es sich genau so. Wenn der Hund "das versteht" heißt das lediglich, dass du ihm die Situation möglichst unangenehm gemacht hast. 

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Berni74 25.11.2016, 09:46
@Isique

Mach ihr eine Leine ran, dann kannst Du sie kommentarlos mitnehmen, wenn sie auf der Couch liegt, und mußt Dich auf keine Diskussionen einlassen.

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Berni74 25.11.2016, 09:48
@MrDog

Du kannst deiner Hündin in den Nackenbereich greifen und sie dann von der Couch ziehen,

Das würde ich auf gar keinen Fall machen, wenn die Hündin wirklich schnappt, dann ist man viel zu nah dran und wird im Affekt die Hand wegziehen. Was der Hund dann lernt ist, daß er sich durch knurren und schnappen durchsetzen kann.

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Berni74 25.11.2016, 09:49
@Asperergia

Sie knurrt und das ist Warnung!!!

Und genau diese Fähigkeit zu warnen sollte man ihr auch nicht abtrainieren. Denn irgendwann warnt sie dann nicht mehr, sondern schnappt gleich zu.

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Hallo- husky sind sehr dominant und wollen immer Chefs sein !!!!! Die rase braucht einem erfahrenen hunden Halter!!!! Wie du weis können die hunde bis zum 200 km am tag laufen !! Also sorge dafür das sie jeden tag sich auspauert ......wir mussten unsere husky dame mit 2 jahre abgehben...weil sie ist aggressiv geworden und wolte immer raus ins freie leben und sich selbst chef sein! Unsere hund hatten wir in spanien von Tierheim geholt, sie war wegen ihre agressive art schon 3 mal zurück abgegeben worden ! Damals haben wir das nicht gewust und später war sie an einen grossen firmen gelende als Wachhund...... Bis sie wieder weg gerannt war und gefunden wurde an zug Gleise= tod.....Schade und traurig, aber sie haben so ihneren  trieb und in wohnung kannst du sie nicht ansperren.....sonst wird sie unglücklich ...und kann auch sich ihre Charakter verendern.....Das sind so schöne hunde ..und die Augen......, aber nicht für jeder mann oder frau!!! Pass gut auf dich Bitte!! 🐺grussi🐩🐶🐱🐈🐦🐠🌍

Berni74 25.11.2016, 09:54

Hallo- husky sind sehr dominant und wollen immer Chefs sein !!!!!

Das ist ja nun wirklich Quatsch. Weißt Du, wie viele Huskies ich kenne, die dankbar sind, kein Chef sein zu müssen?

Nur, weil Ihr einmal schlechte Erfahrungen gemacht habt - die wahrscheinlich nichtmal am Hund lagen - heißt es nicht, daß alle Huskies so sind.

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Asperergia 25.11.2016, 14:16
@Berni74

Das stimmt- nicht alle huskies so sind, aber die hunde haben starken Charakter und sind keine ,,schos hundchen oder bring mir dem stock hundchen,, Und sie wellen dem ,, Härchen,, und akzeptieren ihm oder auch nicht.......wenn die Chemie zwischen beiden nicht stimmt= da kan man niks machen......! Ist so wie bei Menschen.... Und das ist nicht nur meine Erfahrung! Ich weis viel von gesprechen mit tierarzten ( internationalen ) und Tierschutzorganisationen und Mitarbeiter von verschidenen tierheimen und....... Hunden Züchter ...und erfahrenen hunden besitzer! Punkt! Ich liebe alle tiere...und mehr wie die menschen!!! Danke für dein Kommentar.....🐺 

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Bin leider kein Experte, würde jedoch meinen Ihr Hund testet seine Grenzen aus. Eine Entschiedene und klare Reaktion ist wichtig.

Darf der Hund immer mal wieder kurz auf die Coach probiert er es eben weiter. Akzeptiert er Sie als Rudelführer so auch Ihre Entscheidungen.

Hundeschule

Mein Platz ! Protestpinkeln. Mit viel gedult kannst du das Problemchen beseitigen. Sorge einfach dafür das die Couch immer " besetzt " ist, dicke Kissen, Wäschekorb etc. Gibt sich mit der Zeit !

Blitz68 25.11.2016, 09:10

oder auch nicht  -

wenn es nicht die Couch ist, dann verlagert sich das Problem , wer den Sitzplatz bestimmem darf - und wer sonst noch Dinge bestimmt, auf andere Bereiche.

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Berni74 25.11.2016, 09:55

Aus welchem Grund die Hündin gepinkelt hat, geht aus der Beschreibung der Fragestellering überhaupt nicht hervor.

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Sie testet eindeutig ihre Grenzen aus.

Pack sie im Nacken (so dass sie dich nicht beißen kann) und "wirf" sie vom Sofa (also nicht wirklich werfen, sie dort runter zwingen eben.)

Wenn sie wieder hoch will, werde laut und gib ihre kurze aber klare Befehle die sie vllt. auch vom Alltag her kennt. "Aus!" oder "Nein" oder "Pfui" sind immer ganz gut.

Du bist ihre Ruderchefin, deshalb wird sie dich niemals schwer verletzen. Dennoch solltest du schnell sein, falls sie wieder Aggressiv wird. Wenn sie dir gehorcht, belohne sie. Viele Hunde brauchen klare Regeln, aber auch jede Menge Liebe

Isique 24.11.2016, 23:13

Ich habe ein bisschen Angst, dass Sie mir das dann übel nimmt? Wobei Hunde ja nicht in der Vergangenheit leben.. 

sie flüchtet danach immer unter mein Bett. Ist das okay? Soll ich sie dann einfach darunter lassen ?

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MrDog 24.11.2016, 23:23
@Isique

Lass sie dann einfach in Ruhe und mache dir keine Sorgen, denn dein Hund wird dir das sicherlich nicht lange übel nehmen, wenn er es dir überhaupt übel nehmen sollte. 

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Azrael13 24.11.2016, 23:26
@Isique

Kleiner Vorschlag:

Schaffe ihr doch einen gemütlichen Ort, nur für sie, aber in deiner Nähe (ein Hundekörbchen oder so etwas in der Art).

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Berni74 25.11.2016, 10:35
@Isique

sie flüchtet danach immer unter mein Bett. Ist das okay? Soll ich sie dann einfach darunter lassen ?

Und genau diese Aussage zeigt mir, daß Deine Maus nicht der dominante Hund ist, den hier viele in ihr zu sehen meinen. Such Dir einen guten, gewaltfrei arbeitenden Trainer. Aus der Ferne kann man das Verhalten Deiner Hündin schlecht bis gar nicht abschätzen.

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derHundefreund 25.11.2016, 14:47
@Berni74

Das hatte ich gar nicht gelesen. Das spricht wirklich nicht dafür, dass der Hund die Führung übernommen hat. Es scheint so, als hätte Berni mal wieder genau den richtigen Riecher gehabt ;-)

Aber umso schlimmer, wenn man dann mit solchen Methoden arbeiten will bzw. damit versucht, die Situation in den Griff zu bekommen.

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Berni74 25.11.2016, 10:33

Es ist völlig sinnlos und kontraproduktiv, den Hund am Nacken zu packen und vom Sofa zu "werfen" und ihn womöglich auch noch anzubrüllen. Der Hund ist nicht taub.

Du bist ihre Ruderchefin, deshalb wird sie dich niemals schwer verletzen.

Diese Aussage ist nicht nur törricht, sondern obendrein sehr gefährlich. 1. ist die Fragestellerin (noch) nicht die Chefin, denn dazu hat sie den Hund noch gar nicht lange genug, und 2. wird der Hund sehr wohl schwer verletzten, wenn er sich in die Enge getrieben fühlt.

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Deamonia 25.11.2016, 10:54

"Du bist ihre Ruderchefin, deshalb wird sie dich niemals schwer verletzen. "

Also ich bin zwar kein Hundeexperte, aber manche Aussagen schockieren selbst mich aufgrund ihrer Unwissenheit o.O 

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bist du in einer Hundeschule ?

kennst du die Vorgeschichte des Hundes ?

sprich mal mit dem Trainer darüber .

Isique 24.11.2016, 23:08

Dem Hund ging es super! War eine echt tolle Familie. 

Und nein, sind wir noch nicht. Sie machte ja einen sehr erzogenen Eindruck 

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Blitz68 25.11.2016, 08:50
@Isique

wenn der führer des Rudels wechselt , gibt es immer Kmpfe um die Rangordnung -

warum wurde sie abgegeben ?

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skjonii 25.11.2016, 09:26
@Isique

Das mit der Hundeschule darf man nicht falsch verstehen, das ist kein Nachsitzen für schlechte Schüler, sondern eher ein gemeinsames Lernen. 

Man sagt nicht ohne Grund "Erziehung geht nur über Beziehung". Die Hundeschule schweißt euch einfach als Team sehr zusammen, weil ihr zusammen lernen und zusammen Aufgaben bewältigen müsst. Du lernst, wie du mit ihr umgehen musst um ihr richtiges Verhalten beizubringen und sie lernt was du von ihr erwartest. 

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skjonii 25.11.2016, 09:27
@Blitz68

von welchem Rudel redest du? Der Hund lebt in einer Familie, da herrschen familiäre Strukturen und keine Hackordnung. 

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Berni74 25.11.2016, 09:52
@Isique

Dem Hund ging es super! War eine echt tolle Familie.

Wie jetzt? In einem anderen Kommentar hast Du geschrieben, er war die meiste Zeit in einer Box eingesperrt und durfte nur einmal am Tag für 60 Minuten raus.

Was stimmt jetzt???

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