Mauerwerk-Außenwand im Winter so kalt! Neue Wärmedämmung?

10 Antworten

Wenn ich die Beiträge hier so lese, frage ich mich, ob auch mal jemand auch die Idee kommt, richtig zu heizen?!? Selbst der bestgedämmte Raum bleibt ohne Beheizung kalt!

Der Dämmwert (nicht zwangsläufig die Dämmung!!!) einer Wand bestimmt den Wärmestrom und damit die Heizkosten. Wie ich die Wärme in den Raum bringe und dort verteile, bestimmt über die Behaglichkeit und über warme innere Wandoberflächen.

Der Heizungsbauer erklärt Dir, dass man es schnell warm haben will in der Bude und baut Dir deshalb einen Heizkörper ein, der viel Warmluft erzeugt. Das dumme ist - und daran denkt der Heizungsbauer nicht - die Warmluft steigt zuerst zur Dimmerdecke. Dort bleibt sie so lange kleben, bis sie sich abkühlt und langsam zu Boden sinkt. So funktioniert es auch im Heißluftballon. Abkühlen tut sich die Warmluft natürlich nur an der Aussenwand. Dort sinkt sie nach unten und je weiter sie nach unten sinkt um so mehr kühlt sie unter Wärmeübertragung auf die Aussenwand ab. So weit ganz gut. Dumm ist nur, dass kühler werdene Luft eine gerintere Wasserdampfaufnahmefähigkeit bekommt. Die rel. Luftfeuchte steigt. Dieser Feuchtewert direkt vor der Wandoberfläche wird von der Wand aufgenommen. Die Wand feuchtet damit auf und verliert an Dämmwert. So muss man mehr heizen und weil dem Bewohner dadurch zu hohe Heizkosten entstehen, folgt der Wunsch nach Regelbarkeit der Heizung, um nur dann heizen zu müssen, wenn man zu Hause ist. Dem kommt der Heizungsbauer gerne kostenpflichtig nach und baut die neuste und teuerste Regeltechnik ein. Nun gibt es Nachtabsenkung, Tagabsenkung und alles, was das Herz begehrt. Dumm ist, dass die Wände sehr träge auf Temperaturänderungen reagieren. Während am Morgen die Raumluft schnell warm ist und damit vom Kaffee kochen und vom Duschen viel Feuchtigkeit aufnehmen kann, ist die Wandoberfläche noch sehr kalt und es lagert sich Kondensat ab, um den Dämmwert der Wand noch weiter zu verschlechtern, unter Umständen bis zur Schimmelbildung.

Da die Warmluft der Heizung nun fleißig die Wärme an die Aussenwand abgegeben hat und nun kalt über den Fußboden wabert (kalte, schwerere Luft steigt leider nicht freiwillig auf) und nun die Montagehöhe der Unterkante des Heizkörpers bestimmt, ob nur die Füße kalt sind oder die ganzen Unterschenkel bis zum Knie, kam irgendwer mal auf die Idee - ich vermute mal es war eine Frau, denn die haben immer kalte Füße - das Warmwasser der Heizung durch den Fußboden laufen zu lassen, um warme Füße zu bekommen. Die Fußbodenheizung war erfunden! Damit änderte sich das Raumklima grundlegend, leider erkannten viele Heizungsfachleute nicht, warum. Die Fußbodenheizung gehört zu den Flächenheizungen. Flächenheizungen geben ihre Wärme zu einem großen Teil als Wärmestrahlung in den Raum ab und Wärmestrahlung erwärmt den Raum sehr gleichmäßig. Durch Wärmestrahlung und den dadurch bedingten Strahlungsaustausch werden alle Oberflächen nahezu auf ein Temperaturniveau erwärmt. Die Luft erwärmt sich an der wärmeren Oberfläche, wobei die Luft nun ein größeres Wasserdampfaufnahmevermögen bekommt. Die rel. Luftfeuchte sinkt. Die Oberflächen werden getrocknet. Trockene Oberflächen sorgen für ein Austrocknen der tiefer gelegenen Wandschichten. Die gesamte Wand trocknet aus. Der Dämmwert erhöht sich massiv, weil wieder Luft in die Baustoffporen gelangt, wo vorher Wasser war. Die Heizkosten sinken. Das schafft die Wärmestrahlung!

Für Bestandsbauten/Altbauten kann man hydraulische Heizleisten erwerben (Internet) und verbauen. Diese schaffen ebenfalls warme Wandoberflächen und ein Klima mit viel Wärmestrahlung, sie sind jedoch relativ unproblematisch zu installieren, wenn man schon eine wassergeführte Heizkörperheizung im Haus hat. Die Heizkörper unter dem Fenster werden durch die hydraulischen Heizleiste ersetzt, die unten entlang vor allen (!) Aussenwänden installiert wird und für warme Wandoberflächen sorgt. So erfolgt eine sehr kostengünstige energetische Sanierung ohne Dämmstoffe und mit einem hervorragendem Wohlfühlklima.

Ich bin jetzt in eine Wohnung gezogen, was ich innerhalb von 30 Jahren noch nie erlebt habe. EGAL wie hoch ich heize, es wird niemals über 19 Grad. Dazu zugige Luft, gefühlte Eiseskälte. Die Heizung ist Knallheiß, sie funktioniert. Aber: hält man direkt eine Hand davor, gibt/ strahlt sie keine Wärme in den Raum ab. Man heizt für nichts. Plattenbau. Sehr dünne Wände. Plaste-Fliesen, Wände wo man sieht, das sie viele Lücken haben. Eiseskälte kommt von allen Seiten. Man kommt sich vor wie ein Obdachloser auf einer Parkbank in den eigenen 4 Wänden. Ich kriege vor Kälte, die in die Knochen kriecht, kein Auge zu und quäle mich erbärmlich durch die Nacht. Selbst nah an der Heizung fröstelt es einen. Eben weil sie keine Wärme abgibt. Es zieht kalte Luft durch die Decke. War die ersten Tage krank, dicke Nase. Traue mich kaum aufzustehen, so eisig. Niemals ist das Thermometer über 20 Grad gekommen. Meist 19 Grad. Aber das ist nicht die gefühlte Temperatur. Durch den Durchzug (trotz Türstopper etc) ist es gefühlt viel kälter. Sowas habe ich noch NIEMALS in meinem Leben erlebt. Es ist eindeutig ein Dämmfehler, Durchzug durch sämtliche Rillen, Wände, Fenster. Rundumkatastrophe. In anderen Wohnungen war es gefühlt angenehm warm, auch wenn nur 19, 20 Grad. Weil die Wärme drin bleibt. Selbst in einem Wohncontainer mit Zentralheizung an der Wand wurde es sofort gleich mollig warm, angenehm. Aber die Heizung in der aktuellen Wohnung ist zu KLEIN. Sie ist Knallheiß, aber wärmt nichts. Direkt unterm Fenster. Vermute alles geht nach außen. Ich heize Geld für nichts und quäle mich. Und ICH bin nicht schuld. Ich habe alles ausprobiert. Und nein, es liegt nicht daran, das ich eine Frau bin. Schließlich habe ich schon einige Wohnungen und verschiedene Städte durch. Aber sowas habe ich noch nie erlebt. Selbst ein Lagerfeuer draußen wärmt mehr, als eine heiße Heizung die keine Wärme abgibt. Lächerlich einfach. Kann ich ja gleich draußen schlafen. Dadurch das sie kaum Wärme abgibt, hat es nicht mal Sinn, in der Nähe der Heizung zu schlafen. Man müsste die förmlich umarmen, um die Wärme zu fühlen. In anderen Wohnungen war es so, wie es sich gehört. Heizung an= warm. Und dafür reichte 3,5-4 . Aber das selbst eine powernde 5 nichts bringt. Sorry das ist NICHT mein Fehler. Normalerweise muss ich morgens immer Lüften, damit es nicht ``stinkt``. Also frische Luft. In der neuen Wohnung bräuchte ich das nicht mal. Die Luft ist durchgängig eisig frisch im Durchzug. Wahnsinn. Morgens frisch wie Abends. Für mich erheblicher Baumangel. Absolut. Angeblich soll Plattenbau WBS 70 gut gedämmt sein. Oder ich wohne einfach nur beschissen. Auf jeden Fall bin ich da gar nicht erst richtig eingezogen, werde ich wieder kündigen.

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@Kanb23

Klingt nach abgesoffener Mineralwolledämmung hinter der Wetterschutzplatte. Da hilft nur umziehen.

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wenn es sich bei den außenwänden um mauerwerk mit den nötigen wärmewerten handelt, würde ich von irgentwelchen verpackungsvorschlägen abraten, da gab es in der vergangenheit in der baubranche einige totsünden!wichtig ist ein gut zirkulierendes innenraumklima und möglichst freibleibende außenwände und die vorfreude auf den nahenden frühling.

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