Hole ich mir den Taupunkt von außen nach innen?

5 Antworten

Die Frage kann man nicht abschließend beantwoten, weil die (sonnen-)strahlungsbeaufschlagte Aussenwand eines Hauses thermodynamischen Prozessen im 24-Studen-Rhythmus unterliegt, die fälschlicherweise oft nur stationär betrachtet werden.

Wenn sich mal die Ergebnisse der Buchsaler Messung von 1982 (mal mit der Bildersuche googeln) an einer Aussenwand anschaut, dann wird einem schnell bewußt, dass die Temperaturen innerhalb des Mauerwerks im Verlaufe eines Tages stark schwanken.

Da der Taupunkt immer feuchte- und temperaturabhängig ist, ist das möglichwerweise im Mauerwerk entstehende Kondensat von der Temperatur des Mauewerks und dem praktischen Feuchtegehalt abhängig.

Der Feuchtegehalt im Mauerwerk ist maßgeblich von der Art der Beheizung des Hauses abhängig. Die Heizkörperheizung sorgt mit ihren hohen Warmluftanteil für relativ feuchte Wände mit schlechten Dämmwerten.

Je weniger Warmluft die Heizanlage produziert und je mehr Wärmestrahlung in den Raum eingebracht wird, um so trockener sind die Wände und um so dämmfähiger sind sie auch (geringerer Wasseranteil, höherer Luftanteil in den Poren und Kapillaren des Mauerwerks).

Am Besten ist es, wenn die kapillare Leitfähigkeit im gesamten Mauerwerksquerschitt gewährleistet ist. Das sorgt für einen guten Feuchtetransport zu eine der beide Oberflächen (innen oder aussen), wo die Feuchte abdampfen kann.

Wärmedämmschichten wirken oftmals kapillarbrechend und behindern dadurch den Feuchtetansport. Beim WDVS aus Stypopor, bzw. Mineralwolle sorgt die aussen aufgebrachte Dämmung, das die von innen nach aussen wanderne Feuchte im Mauerwerk mit Beginn der Schichten des WDVS gestoppt wird. Hier wird die Wand feuchter, das WDVS übernimmt diese feuchtet im Laufe der Jahre und verliert auch langsam den Dämmwert.

Die nicht mehr wärmespeicherfähige Fassade sinkt nachts regelmässig unter den Taupunkt und wird dadurch regelmässig befeuchtet,was Algen- und Schwarzschimmelwuchs zur Folge hat. Dahinter liegende Schichten des WDVS werden dadurch auch feuchter.

Eine Kerndämmung ist da schon etwas günstiger, allerdings sollte die Dämmsicht an der inneren Schale anliegen, da an der äusseren Schale immer noch Kondensat entstehn kann.

Die innere Wandschale wid jedoch trotzdem etwas feuchter, da sie ihre Feuchte nun nicht mehr nach aussen leiten kann.

Optimal ist also ein Mauerwerk, was die kapillare Leitung zur Trockenhaltung nicht behiтdert. Dahersollten dämmende Schichte kapillar leitend mit dem Bestandsmauerwerk angebacht werden. Das bedeutet dass innen mineralische Platten (Ytong, Multipor oder andere Mineraldämmplatten, bzw. ungefüllte Ziegelprodukte) zur Vebesserung der Dämmsituation genutzt werden sollten.

Mein Haus bekam von innen 10cm Ytong als "Wärmedämmung" und davor zur Verhiderung hoher wandoberflächennaher Luftfeuchten die Heizleiste. Das sorgt für trockene Wände in welchen sich mangels Feuchtigkeit kein Taupunkt bilden kann.

Die Beheizung eines Hauses spielt bei der Taupunktproblematik eine entscheidende Rolle. Viel Wärmestrahlung ist hier ein muss. Wenn die Beheizung unzueichend und ungleichmässig ist, dann kann der Taupunkt sogar auf der Wandinnenseite liegen und zu Schimmel fühen.

kann man so machen - ABER: 1 werden die Räume dadurch kleiner 2. wenn dort Styropor oder ähnliches unterm Estrich liegt, muss das ebenfalls in dem Bereich raus. Es darf keine Verbingung zum Fussboden geben. 

besser ist Außen

Billiger ist aussen, besser ist innen.

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@Onki73

ne anständige WDF von aussen ist billiger und ne ganze Ecke schneller

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@peterobm

Es gibt leider keine anständige Wärmedämmfassade, weil die Dinger alle eine Sache gemeinsam haben: mangelhafte Wärmespeicherfähigkeit.

Dadurch fallen die so gedämmten Fassadenoberflächen nachts regelmässig mit der Oberflächentemperatur unter die Lufttemperatur und ziehen dadurch Kondensat.

Wenn die Biozide der Beschichtung ausgewaschen sind, dann kommt es zur Schwarzschimmel- und Algenbildung. Das ist überall im Lande zu beobachten.

Die Schädigung der Putzoberfläche durch die ständige Betauung tritt jedoch gleich nach Fertigstellung der Fassade ein und führt zum vorzeitigen Sanierungsfall.

Während massive Fassaden 40-80Jahre ohne Sanierungen auskommen, haben Wärmedämmfassaden meist schon nch 10-15 Jahren mindestens einen Neuanstrich nötig.

Das ist also wirtschaftliches Bauen???

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@peterobm

https://docs.google.com/viewer?url=patentimages.storage.googleapis.com/pdfs/57018f0af6f5bdd0f55b/EP2295658A2.pdf

Fa. Dörken hat ein Patent angemeldet, auf eine Fassadenheizung, die eben genau dieses Poblem der Betauung verhindert. In der Beschreibung dazu steht:


"...Die Absenkung der Oberflächentemperatur an der Außenseite der außenseitigen Gebäudeschicht führt dazu, dass insbesondere in den Nachtstunden der Taupunkt regelmäßig unterschritten wird und erhebliche Mengen Kondensat auf der außenseitigen Oberfläche der äußeren Gebäudeschicht anfallen..."

Diese Betauung ist also kein einzelnes Problem von schlecht gemachten Wärmedämmfassaden, diese Betauung ist ein grundsätzliches Problem ALLER Fassadendämmungen!

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Wenn die Außenwände weiterhin atmen können, sollte das kein Problem sein.

Wände atmen nicht!

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