Mann gibt mir freiwillig Geld, und will mich dann wegen Betrug anzeigen, was tun?
Hallo, ich fasse es so schnell wie möglich zusammen. Ich hatte online aus Spaß auf facebook einen 2. Account wo ich nur mein Alter und Wohnort geändert habe, um zu sehen was für Leute mir schreiben
Nach einiger Zeit schreibte mir ein 30 Jähriger der dachte ich sei 17. Er wollte mich immer zu einem Treffen drängen was ich aber abgelehnt habe. Die Sache ist die, ich hatte in einer Zeit kein Geld und er hat mich gedrängt mir Geld zu geben, ich habe mehrmals nein gesagt aber irgendwann dachte ich, na gut wenn er unbedingt will. Wir hatten nie geklärt wie zurückzahlen funktionieren wird, nur dass ich es irgendwann mal tue. Es waren insgesamt 270€ und er hat mir dies über paypal geschickt.
Ich hab eigentlich geplant mit ihm bald auszumachen wie ich es zurückzahle, aber dann wollte er sich immer wieder mit mir treffen und ich hatte eine Ausrede um meinen Account zu löschen.
Das mit dem Geld ist 2 Monate oder länger her und meinen Account hab ich auch 2 Monate gelöscht.
Heute bekam ich eine E-Mail und er droht zur Polizei zu gehen weil ich Betrug begangen habe, obwohl ich nie nach Geld gefragt habe und sogar mehrmals abgelehnt habe. Er will bei der Polizei meine Addresse durch meine E-Mail finden und halt Anzeige erstatten.
Was ist das beste was ich jetzt tun könnte? Ich habe wirklich kein Geld momentan was ich zurückzahlen könnte und wir hatten das auch nie konkret abgemacht und vor Gericht oder eine Anzeige kann ich echt nicht gebrauchen
12 Antworten
Der Mann kann bei PayPal die Zahlung reklamieren, weil die Ware nicht geliefert worden ist. In diesem Fall wird dich PayPal auffordern, den Betrag auf sein Konto zu transferieren = auf seine email-Adresse.
Wenn du den Betrag nicht zurückzahlst, wird PayPal dein Konto sperren und weitere Schritte wegen Betrug einleiten.
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Vergleich - OT: Ich hatte so einen Fall, indem ich einer Chinesischen Firma etwa 100 Euro Vorauszahlung überweisen sollte. Ich sollte die Transaktion an die email-Adresse dieser Firma überweisen. Beim Öffnen der Seite wurde mir eine andere email-Adresse aus Deutschland untergeschoben (Mafia). Ich habe den Betrag gutgläubig gezahlt, jedoch ist das Geld bei den Chinesen nicht angekommen. Daraufhin habe ich die email-Adresse kontaktiert - keine Reaktion. Erst auf Reklamation bei PayPal habe ich das Geld wieder bekommen.
Das geht aber nur, wenn damit auch eine Ware bezahlt wurde. Bei einer Zahlung über die "Geld an Freunde und Familie senden" Funktion gibt es diese Möglichkeit nicht.
Zwar kann er dich bei der Polizei anzeigen, allerdings ist es nur Betrug, wenn du auch die Absicht hattest dir durch Täuschung bzw. durch Unterdrückung wahrer Tatsachen einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen bzw. ihn einen Vermögensschaden zuzufügen.
Zwar hast du durch ihn durch den Fake-Account getäuscht und das auch vorsätzlich (du wolltest ja, dass andere denken der Fake-Account sei echt), aber so wie du es beschrieben hast hattest du das ja nicht zu dem Zweck gemacht jemandem Geld abzunehmen. Anscheinend hast du ja auch noch Charverläufe die bestätigen, dass du kein Geld wolltest. Wie ein Strafrichter weitere Aussagen oder Beweise bewerten würde kann ich natürlich nicht wissen.
In jedem Fall habt ihr beide aber einen Darlehensvertrag geschlossen. Er hat dir Geld angeboten und du hast es angenommen. Eine Rückzahlung wurde zu einem unbestimmtem späteren Zeitpunkt vereinbart und Zinsen wurden offenbar keine vereinbart. Es handelt sich also um ein zinsloses Darlehen mit unbestimmter Laufzeit. Dieses Darlehen wurde nun von ihm aufgekündigt und somit ist die Summe sofort fällig. Dass du minderjährig bist schützt dich bei so was nur insofern, als dass deine Eltern dem Darlehensvertrag nicht zustimmen könnten. In dem Fall wären lediglich alle bereits erhaltenen Leistungen zurückzugewähren, also der Darlehensbetrag ohne Zinsen. Da aber keine Zinsen vereinbart waren, macht das keinen Unterschied.
Ich empfehle daher, den Betrag einfach zurückzuzahlen. Das könnte auch den Vorwurf des Betruges zusätzlich entkräften.
Die ganze Story spielt hier keine Rolle: Du HAST das Geld genommen - und dass du es irgendwann zurück zahlen würdest, das hast du auch gesagt. Wie und wann spielt vorab mal keine Rolle.
Du hättest aus der Situation raus gekonnt, indem du einfach nicht mehr auf sein Schreiben reagiert hättest. Hast du aber nicht.
Ob du bei Facebook falsche Angaben gemach thast, spielt ebenfalls keine Rolle, das Ganze lief ja über Paypal und das ist durchaus auch später nachvollziebar.
Hier jetzt zu sagen, du hättest nie Geld gewollt, ist eine fadenschenige Ausrede. Wäre dem so, hättest du es nicht angenommen.
Schau, dass du es zurückbezahlen kannst.
Genau, Situation glasklar erkannt, wegen der Anzeige muss sie sich warm anziehen, gefühlte fünf Daumen dafür
Mach dir keine Gedanken. Sofern du nicht um das Geld gebeten hast oder einen bestimmten Zweck vorgespielt hast sieht die Rechtslage einfach nur so aus, dass du ihm irgendwann das Geld zurück geben musst. Dafür kann er dir meines Wissens nach zwar eine Frist setzten, ein Betrug liegt hier aber meiner Meinung nach nicht vor. Sofern nicht konkret ausgemacht war, dass du es zurück zahlst wird er hier wohl ein kleines Problem haben, denn dann bist du Theoretisch gesehen nicht mal dazu verpflichtet.
Also erstmal kann er so ja nichts machen. Hast du denn noch teilweise iwelche chats aus der Zeit? Sicher Anzeige kann er erstatten, aber dann äußerst du deine Sicht und das wars dann. Ihr habt ja werder irgend was schriftlich abgemacht oder sonst wie.
Denke sowieso er will nur druck machen.
Ich habe nur einige Chats wo er immer erwähnte, dass er mich treffen will aber mehr nicht. Und naja ich hatte gemeint wir klären irgendwann wie das mit dem rückzahlen ist aber mehr war da nie die rede von