Märchen: Alter und Kriterien?

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8 Antworten

Es kommt nicht auf das Alter des Kindes, sondern den Entwicklungsstand an! Das kann mit 3 aber auch mit 5 Jahren sein. Es gibt auch Kinder, welche Märchen gar nicht interessieren.

Kinder verstehen sehr schnell, das es nicht ,,wahr" ist was da passiert. Aber sie finden es toll sich ein wenig zu grußeln und doch dabei schon vorher zu wissen, dass das Gute immer gewinnt. Solche Geschichten mögen wir Erwachsenen doch auch, oder? Entweder als Actionfilm, wo einer gegen alle Bösen gewinnt oder den Liebesfilm, wo am Ende die unscheinbare graue Maus den Held bekommt.

Übrigens, wichtig ist es, dass es ein Märchenbuch mit vielen Bildern ist und ab und zu solte man dem Kind auch etwas zum Märchen erklären. ------------In unsere moderenen Backöfen würde schließlich keine Hexe passen und welches Kind weiß heute noch was Rapünzchen sind?

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Kinder durchlaufen quasi die soziale Entwicklung der Menschheit - und Steinzeitmenschen haben animistische Vorstellungen, glauben an Geister in jedem Baum und Strauch. Daraus entstand der Wunderglaube der Schamanen, der bis in die heutige Zeit hineinwirkt - die großen Religionen sind nur eine kultiviertere Form davon.

Tatsächlich gibt es unsichtbare Verbindungen zwischen den Lebewesen, die für die Wissenschaft noch weitgehend unerforschtes Gebiet sind. Nur funktionieren die selten so, wie in den Märchen dargestellt. Die Zauberkraft von Feen und Dämonen ist an der Realität gemessen arg übertrieben.

Je kleiner und unerfahrener ein Kind ist, umso empfänglicher ist es für Phantastereien. Deshalb glauben die lieben Kleinen ja auch an Nikolaus und Osterhase...

Du fragst nach Bewertungskriterien - wofür? Wenn Du die erzieherische Qualität von Märchen bestimmen willlst, dann frage Dich, welche Moral da vermittelt wird und ab welchem Alter die Geschichte verständlich ist. Aber das solltest Du Dich auch bei allem fragen, was Du selbst an Medien konsumierst...

In den meisten Märchen werden die wichtigsten Stationen im Leben einer Figur geschildert und aufgezeigt, welche Folgen ihr Handeln hat. Der "deos ex machina", also die Glücksgöttin mit dem Füllhorn, kommt da eher selten vor. Insofern sind Märchen meist realistischer, als die Versprechungen der Priester...

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ich hab meine tochter mit 3 jahren angefangen märchen zu erzählen. da sind sie dann aufnahmefähig. erzähl halt schöne märchen und erschreck dein kind nicht mit hexen oder gruselzeug. musst immer alles schön verpacken. meiner tochter gefällts, die ist jetzt 7 jahre alt. wenn wir spazieren waren und sie wollte nicht laufen (mit 3 jahren), da haben wir an jedem baum geklopft und ich habe ihr erzählt das da drin kleine wichtel wohnen und jetzt schlafen. der weg zurück zum auto lief sie dann ganz alleine, denn sie musste an jedem baum klopfen und horchen. solche geschichten funktionieren heute noch. die kommen von ganz alleine drauf, das es keinen weihnachtsmann gibt :)

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Märchen sind so ab 4-5 jährige Kinder geeignet... das kommt einfach auf das einzelne Kind an... Auch auf die psychische Verfassung ist bei der Auswahl zu achten! Ich würde z.B. einen sehr ängstlichen und über-sensiblen Kind auf keinen Fall Rotkäppchen oder gar Hänsel und Gretel vorlesen, dagegen kann Sterntaler usw. sehr gut eingesetzt werden ... Wichtig ist vor allem, dass man die Märchen selbst sehr gut kennt!!

Hier hab ich was Tolles in der ARD Mediathek gefunden:

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=722662

Das Schönste für Kinder ist ja an den Märchen, dass IMMER das Gute gewinnt und das Schlechte verliert!! So sollte es im Leben immer sein, oder? Und daran glauben Kinder ja auch und deswegen lieben sie normalerweise auch die "grausamen" Märchen!!

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Märchen sind in jedem Alter gut.

Allerdings sollte man kleinen Kindern nicht unbedingt Grimms Märchen erzählen. Da diese oft mit Mord und Todschlag zu tun haben. Da gibt es andere - optimistischere.

Ich kann mich gut erinnern, dass ich den Söhnen meiner Cousine Märchen vorlas. Meine Cousine ging anfangs nur vorbei. Aber es dauerte nicht lange und sie setze sich dazu und lauschte andächtig.

Ich hatte das Glück, sehr schöne bulgarische Märchenbücher zu bekommen, als meine Kinder klein waren. Sie hatten zwar düstere Bilder (überwiegen schwarz und dunkelblau). Aber die Märchen selbst waren sehr schön. Meine Kinder haben sie geliebt.

Und aus meiner Kindheit kannte ich ein Märchenbuch, das sich mir stark eingeprägt hatte und das auch meinen Kindern sehr gefiel: "Der große Kamillenstreit".

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Bis zum Alter vob 4 Jahren habe ich meinen 3 Kindern immer aus dem Buch :365 Gute Nachtgeschichten vorgelesen (gibt es heute noch)Danach ganz normale Märchen,die sie alle "Verkraftet"haben,weil ich Ihnen erklärt habe,das es keine wahren Begebenheiten sind.Was den Kindern heute im Kinderkanal geboten wird ist x Mal schlimmer!

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Märchen wurden nicht für Kinder geschrieben, und ganz ehrlich, ich kann nicht so ganz verstehen, warum man diese kleinen Horrorgeschichten Kindern erzählt. Dann doch lieber "Der gekaterte Stiefel" von Janosch - defintiv kindergartentauglich.

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Kommentar von lila85
07.10.2011, 21:18

Märchen gefallen Kindern besonders deswegen, weil immer die Guten gewinnen... das entspricht ihrer kindlichen Vorstellung... über den tieferen Hintergrund machen sie sich keine Gedanken... für sie steht einfach die Handlung im Mittelpunkt... und wie schon gesagt, dass für die Guten und Braven immer alles gut ausgeht!!

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1) Im Kindergartenalter, wenn sie schon viel verstehen, aber noch voll in ihrer eigenen Welt leben. (Keine Schulsorgen und so.)

2) Für welchen Zweck denn? Ich glaube nicht, dass das nötig ist. Ich fand "Hänsel und Gretel" als Kind jedenfalls nicht so grausig wie jetzt. Da war das einfach nur eine Geschichte.

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Kommentar von melone33
07.10.2011, 21:11

gibt es den nicht irgendwelche Kriterien beachten sollte bei der Märchen Auswahl?

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