Lehramtsstudium als introvertierter Mensch 2.0?

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3 Antworten

ich bin auch eher introvertiert. Ich bin zwar nicht Lehrerin sondern Sozialpädagogin, aber von den Anforderungen der Arbeit mit Menschen würde ich dies doch ähnlich beurteilen. Gerade weil ich nicht immer auf jeden Zug aufspringe und auch mal ruhig bleiben kann bin ich sehr erfolgreich in meinem Job. Ich glaube wichtiger ist, ob man Spaß an der Arbeit mit Menschen hat. Ob man Lust hat sich sein Leben lang mit den Sorgen und Nöten von Teenies zu beschäftigen, die ja aus erwachsener Sicht doch oft recht albern sind. Für die Teenies bedeuten sie aber die Welt. Kannst du es aushalten immer der doofe Lehrer zu sein. Vielleicht musst du auch immer mal wieder mit Unverschämtheiten und Störern umgehen. Als Lehrer ist der eine Teil die Vermittlung von Stoff. Aber der andere Teil ist das pädagogische Geschick auch die schwierigen Schüler mitzunehmen. Die Schüler zu faszinieren und den Spaß an den Inhalten zu vermitteln. Mit Eltern konfrontiert zu sein, die oft fordern auf eine Art die unverschämt ist und die Dinge wollen die du einfach nicht erreichen kannst. Oder Eltern die die Not ihrer eigenen Kinder nicht sehen. Das sind die Belastungsfaktoren des Lehrerberufes. Wie gesagt, introvertierte Menschen können dem absolut genau so gerecht werden wie extrovertierte, nur schüchtern solltest du nicht sein.

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Die Frage wird dir letztlich keiner beantworten können, ohne dich persönlich zu kennen. Von deiner Beschreibung könnte es passen, jedenfalls spricht nichts direkt dagegen. Allerdings ist der Job als Lehrer etwas anderes als die Tätigkeit als Nachhilfelehrer und daneben gibt es noch andere Herausforderungen, die man bedenken sollte, die du aber nicht in die Überlegung einbezogen hast. Lass dich doch von der Studienberatung beraten, führe ein längeres Gespräch mit einem Lehrer und/oder mache ein Kurzzeitpraktikum... So kannst du entscheiden, ob der Job etwas für dich ist oder ob du falsche Vorstellungen hast.

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Ob du ein guter Lehrer wärst oder nicht, kannst nur du selbst am Besten wissen. Ich persönlich glaube einfach, dass man als Lehrer Begeisterung mitbringen muss - also, wenn du weißt, was ich meine. Eine gewisse Euphorie für das Unterrichten. Leider fehlt es da bei ganz vielen Lehramtsstudenten. Die meisten studieren Lehramt, weil sie glauben, dass es ein sicherer Job ist, oder weil ihre Eltern auch Lehrer sind...

Ich glaube nicht, dass man mit einer introvertierten Persönlichkeit automatisch ein schlechter Lehrer ist. Ich habe in meiner Schulzeit kompetente Lehrer geschätzt, die mit einer gewissen Distanz unterrichtet haben, ohne dabei meine besten Freunde werden zu wollen. Vor diesen Persönlichkeiten habe ich immer Respekt gehabt. Allerdings gehört eine gewisse Durchsetzungsfähigkeit und rhetorisches Repertoire dazu. 

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