kostest mich oder mir?

11 Antworten

  1. kosten mit doppeltem Akkusativ: Der doppelte Akkusativ steht, wenn kosten im Sinne von »etwas verlangt von jmdm. einen bestimmten Preis« gebraucht wird: ... das würde mich einen schönen Batzen Geld kosten (A. Zweig). Das kostet mich nichts, viel, mindestens 100 Euro. Auch im Sinne von »etwas verlangt von jmdm. etwas [als Preis]« steht der doppelte Akkusativ: Das kostet mich nur ein Lächeln, keine fünf Minuten, nur einen Anruf. Es kostete ihn große körperliche Mühe (Apitz). Es kostete sie schon fast Überwindung.

  2. kosten mit dem doppelten Akkusativ oder mit dem Dativ der Person und dem Akkusativ der Sache: Wenn kosten im Sinne von »etwas bringt jmdn. um etwas« verwendet wird, dann sind heute beide Konstruktionen möglich:

a) Mit doppeltem Akkusativ: Das kostete die Mannschaft den Sieg. Wissen Sie, was Sie das kostet? ... denn mehr als den Kopf kosten konnte es ihn nicht (Thieß). ... es kostete ihn wohl den Hals (Langgässer).

b) Mit Dativ der Person (Lebewesen) u. Akkusativ der Sache: Wissen Sie, was Ihnen das kostet? Aber dem Zilpzalp kostet es das Leben (Hausmann). Jährlich kosten diese Rennen in E. fast 200 Pferden das Leben (Quick). Und dieses Zögern kostet seinem Sohn das Kaiserreich und ihm selbst die Freiheit (St. Zweig). In der Fügung sich eine Sache etwas kosten lassen kommen der Akkusativ und der Dativ des Reflexivpronomens vor: Ich lasse mich / mir das Geschenk etwas kosten.

© Duden - Richtiges und gutes Deutsch, 7. Aufl. Mannheim 2011 [CD-ROM]

mich oder mir ist hier völlig Wurst - bei dem Verb 'kosten' geht beides :)

Geht beides. Hat aber leicht unterschiedliche Bedeutung

Das kostet mir zu viel Geld. Das kannst du nutzen, wenn du deine Meinung sagen sagen willst über einen Preis. Also eher generelle Aussage bzw. Kritiken der Höhe des Preises. Wird meist in der Verhandlungsphase genutzt.

Das kostet mich zu viel Geld. Diese Variante würde ich wählen, wenn du sagen willst dass dir die Kosten zu hoch sind. Hier wird im Gegensatz zum oberen über Geld gesprochen, dass von dir tatsächlich bezahlt werden muss oder schon wird.

Anders:

Mir = Geld das du nicht hättest = Möglichkeit = Preis

Mich = Geld das du nicht hast! = Fakt = Kosten

In der Umgangssprache wird dieser Unterschied aber oft nicht mehr gemacht. Daher kann man beides sagen.

Hoffe ich hab jetzt nicht für mehr Verwirrung gesorgt.

Zu mir) + Meinung

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Die Schwankungen zw. Akkusativ und Dativ der Person gibt es schon seit dem Mittelhochdeutschen, als das Wort "kosten" aus altem Französisch übernommen wurde.
Im 18. Jh. überwog der Dativ der Person, aber Sprachpfleger forderten den doppelten Akkusativ, der nun wieder die Oberhand gewonnen hat.

In der Literatur sind beide Konstruktionen nebeneinander zu finden ("...mehr als den Kopf kosten konnte es ihn nicht" - UND "...was ihm nur darum nicht den Kopf gekostet hat" findet sich zum Beispiel im selben Roman "Das Reich der Dämonen" von Frank Thieß, 1941)

Der Gebrauch des Dativs kann also nicht als falsch bezeichnet werden, jedoch wird der doppelte Akkusativ vielfach als die eigentlich korrekte Konstruktion angesehen. Auch mich schmerzt der Dativ jedes Mal, wenn er mir unterkommt.

Bei Zahlen- und Preisangaben sowie bei Pronomen "steht der Akkusativ der Person ausschließlich, steht im Band 9 des "Großen Duden":

  • Die Reparatur hat mich 2000 Euro gekostet
  • Es kostet dich nichts / etwas / viel / wenig

Bei dem Verb kosten geht beides, weil hier Akkusativ und Dativ passt, bei anderen Verben nicht:

Du bist mir ein tollter Freund.

Du fragst mich...

Du kostest mich / mir den letzten Nerv / zu viel Geld....

Es geht hier um Akkusativ oder Dativ. Fragst du nach "WEM" kostest du zu viel, also "MIR" hast du Dativ, fragst du nach "WER" kostet dich zu viel, hast du Akkusativ. Beide Fälle sind richtiges Deutsch, betrachten die FRage aber aus verschiedenen Blickwinkeln.

Alles klar jetzt? :)

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