Kopftuch Pflicht Im Islam

26 Antworten

Ja es ist Pflicht wenn niemand mit dir redet oder dich auslachen wegen dein Kopftuch dann fühlst du dich irgendwie so schlecht weil du denkst du wärst jetzt eine Außenseiterin aber nein das ist der Teufel er spielt mit deinen Gedanken er flüstert dir ein, dass du dich besser fühlen wirst und das es lächerlich sei Kopftücher zu tragen aber eins kann ich dir sagen desto so mehr Schwierigkeiten du hast dein Kopftuch zu tragen desto mehr gute Taten (Hassanat) bekommst du

Meine Schwester hat auch vor ein Jahr Kopftuch zu tragen sie fühle sich richtig schlecht aber dann später hat sie sich dran gewöhnt und sie ist jetzt dadurch auch selbstbewusster geworden glaub hör nicht auf den Kommentaren nimm den richtigen Weg bevor es zu spät ist !

Nein, im Koran gibt es kein Kopftuchgebot.
Und den Teufel laß bitte ruhen: Wir befinden uns im 21. Jahrhundert.

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@earnest

Ja wir sind im 21. Jahrhundert, heißt nicht, dass wir es den Christen gleichtun und unsere Religion verleugnen, nur weil sie (scheinbar) nicht mehr in unseren Lebensstil passt. Du kannst uns alles vorwerfen was du willst.

Aber es gibt einige unter uns, die die Religion noch ernstnehmen. Respektiere das.

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@Wastuich

Ich respektiere in keiner Weise, wenn hier in Deutschland im 21. Jahrhundert jemandem mit dem Teufel gedroht wird.

Respektiere das.

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Diese Frage ist zwar schon älter .... wird aber bis heute immer und immer und immer wieder gestellt.

Punkt 1: Kopftuch ist keine Pflicht (dazu gleich mehr)

Punkt 2: entweder dein Freund akzeptiert deine Lebensweise ... oder er ist der falsche für dich

Punkt 3: hier kommen die ziemlich ausführlichen Belege:

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Nein, es ist keine Pflicht, das Kopftuch zu tragen!

Zur Zeit des Propheten gab es bei der Gebetswaschung keine Geschlechtertrennung, Frauen und Männer haben gemeinsam die rituelle Waschung vollzogen. Da die Haare bei der Gebetswaschung befeuchtet werden ist es selbstverständlich, dass die Frauen sie in diesem Moment nicht bedeckt hatten (klar, sonst hätten sie diese ja nicht anfeuchten können).

Sowohl Koran als auch Sunna besagen, daß alle Körperteile, die der rituellen Waschung zu unterziehen sind, nicht unter das Verhüllungsgebot fallen. Tja, also müssen Haare ebenfalls NICHT verhüllt werden.

Wenn es also eine religiöse Pflicht gewesen wäre, dass Frauen ihre Haare vor den Männern bedecken müssen, dann hätte es logischerweise eine Geschlechtertrennung bei der rituellen Waschung gegeben. Die gab es aber nun mal nicht.

Und auch sonst findet sich im Koran keine Kopftuchpflicht vor (hier ein Link zu einer exakten Analyse: http://tavhid.de/?p=1416). Trotzdem hat sich dieser Irrtum, man müsse als Muslimin ein Kopftuchtragen, mit der Zeit sehr verbreitet.

Im gesamten Mittelmeerraum (und natürlich auch in den Wüstengegenden) bedeckten in damaligen Zeiten Männer wie Frauen schon aus rein klimatischen Gründen ihren Kopf, um sich vor Sonne und Staub zu schützen. Das galt für Christen, Juden und Muslime aus einem ganz profanen Grund, dem Klima.

In der islamischen Kultur wurde das Kopftuch dann zu einem sozialen Statussymbol, das zwischen "freien" und "unfreien" Frauen unterscheiden sollte. Frauen von höherem gesellschaftlichen Stand verschleierten sich, Dienerinnen und Sklavinnen war es bei Strafe verboten, sich zu verschleiern.

Das von allen Rechtsschulen anerkannte Werk "El-Mebsut" besagt, dass der Weggefährte des Propheten und zweiter Khalif Omar ibn al Khattap eine Sklavin schlug, weil sie ihre Haare bedeckte. Es hatte also rein GAR NICHTS mit der Religion zu tun, denn die Dienerinnen und Sklavinnen, denen es verboten war, ein Kopftuch zu tragen, waren ja ebenso Muslime.

Erst später, lange nachdem Tod des Propheten, missbrauchten dann besonders konservative Prediger diese (ursprünglich soziale) Regelung zu einem religiösen Gebot. Sie behaupteten, muslimische Frauen seien dazu verpflichtet Kopftücher zu tragen und begründeten es damit, dass die Haare ein Reizobjekt darstellen würden, das die Männer provozieren würde.

Das Kopftuch (und erst recht andere Verschleierungsformen, wie der Tschador, der Niqab oder die Burqa) sind also eindeutig keine religiöse Pflicht, sondern wurden erst später (von Männern, wohlbemerkt) als solche bezeichnet. Selbstverständlich können sich Musliminnen freiwillig verschleiern, wenn sie meinen, dass sie damit dem Gebot, in der Öffentlichkeit nicht zu aufreizend zu erscheinen, näher kommen.

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http://www.meine-islam-reform.de/index.php/artikel/fiqh/336-hijabkoran.html

Es gibt unzählige Artikel und Texte mit dem Titel "Hijab nach Koran und Sunna". Tatsache ist aber, daß der Begriff Hijab (Kopftuch) im Koran gar nicht direkt mit Frauen in Verbindung gebracht wird. Es gibt sogar nur einen einzigen Vers, der überhaupt mit Hijab und bestimmten Frauen zu tun hat.

["Und wenn ihr die Gattinnen des Propheten um etwas bittet, das ihr benötigt, dann tut das hinter einem hijāb hervor! Auf diese Weise bleibt ihr und euer Herz rein."]

Es ist also klar ersichtlich, daß dieser Vers nichts mit einer Kopfbedeckung zu tun hat und auch nicht auf alle Frauen angewandt werden kann, da es sich hier nur um die Frauen des Propheten handelt. “Frauen des Propheten! Ihr seid nicht wie irgendeine von den Frauen”. Koran 33:32

Und besagter "Schleier" war auch kein Kopftuch, sondern tatsächlich ein Schleier/Vorhang der die Frauen vom Propheten trennte. Erst einige Generationen später wurde das Wort hidschab von den Fukhaha (Gesetzgebern) zum Kopftuch umgewandelt.

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Damals sollte die Frau "ihre Keuschheit wahren und schmückende Stellen" bedecken (Sure24, Vers31). Damit waren Busen und Nacken gemeint. Nicht aber ein Kopftuch, das war nämlich den "gewöhnlichen" Muslimen verboten. Nur Höhergestellte durften überhaupt ein Kopftuch tragen.

Außerdem: wären die Haare einer Frau tatsächlich "reizend", dann müßte der Mann ja auch seinen Bart verdecken, denn "der Bart ist die Schönheit des Mannes".

Auszug aus dem Buch "Ilahi Hikmette kadin":

Verweist darauf, dass das Wort “Khimar” in vielen Koranübersetzungen als “Kopftuch” falsch übersetzt wird. Wenn im Vers 31 der Sure 24 von “gläubigen Frauen” die Rede ist, dann sind die unfreien Frauen nicht ausgeschlossen (und die durften ja gar kein Kopftuch tragen). Der Weggefährte des Propheten und zweiter Kalif Omar ibn al Khattap schlug eine Sklavin (unfreie), weil sie ihr Haare bedeckte.

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Sowohl Koran als auch Sunna besagen, daß alle Körperteile, die der rituellen Waschung zu unterziehen sind, nicht unter das Verhüllungsgebot fallen. Bestätigt wurde diese Auffassung von

- Abu Hamid al-Ghazali 1111 n. Chr.
- Ibrahim en-Nehai 714 n. Chr.
- Tabari Tafsir 18/120.
- Imam abu yusuf 798 n. Chr.
- Imam es-serahsi 1090 n. Chr.
- Abdullah el mawsili 1285 n. Chr.
- Ibn Nudscheym 1563 n. Chr.
- Razi Tafsir 23/206.

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Es gibt es keine feste Interpretation der großen Gelehrten, um die Begriffe Hijab, Khimar, und Dschilbab als das Tragen eines Kopftuchs als solchen zu definieren. Die häufig verwendete Begründung ist die Vorbildfunktion der Ehefrauen des Propheten. Jedoch sehen wir anhand der Koranverse, dass diese nicht allgemein verbindlich sind. Z.B. “Frauen des Propheten! Ihr seid nicht wie irgendeine von den Frauen”. Koran 33:32

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http://www.deutsche-islam-konferenz.de/DIK/DE/Magazin/SchwerpunktKopftuch/Koran/koran-node.html

"...sie sollen die Augen niederschlagen, und sie sollen darauf achten, dass ihre Scham bedeckt ist, den Schmuck, den sie tragen, nicht offen zeigen, soweit er nicht sichtbar ist, ihren himār (Im Originaltext steht der Plural dieses Wortes, humur.) über den Schlitz ziehen und den Schmuck, den sie tragen, niemandem offen zeigen, außer ihrem Mann..."

Also sollen sie ihren Busen und getragenen Schmuck (tatsächlichen Schmuck und auch Schmuck wie Henna) bedecken. Zusätzlich sollen sie den seitlichen Schlitz an ihrer kleidähnlichen Kleidung verdecken.

Festzuhalten bleibt, dass der Imperativ des Korans an dieser Stelle nicht lautet, die Frauen sollten ihren Kopf mit dem himār bedecken - sondern sie sollten den Schlitz ihres Kleides (und damit ihr Décolleté) mit diesem damals allgemein üblichen Bestandteil der altarabischen Frauenbekleidung bedecken.

Die Aufforderung des Koranverses lautet also, die Frauen sollten sich die Enden dieses Schleiertuchs (des himār) so über den Schlitz ihres Kleides schlagen (der seitlich bis zur Hüfte hinunterlief), dass die Möglichkeit aufreizender Einblicke in ihr Décolleté mit Sicherheit unterbunden war.

Aber was ist nun der hijāb, von dem hier immer die Rede ist? Das Wort ist heutzutage die arabische Standardbezeichnung für den Kopfschleier, war es zu Zeiten der Verkündung des Koran aber noch nicht. Es heißt seiner Grundbedeutung nach "Absperrung" oder "Verhüllung vor jemandes Blicken" und von daher dann auch "Vorhang" oder "Schleier". Wenn der Koranvers sagt, die männlichen Besucher sollten mit den Prophetengattinnen nur "hinter einem hijāb hervor" sprechen, dann ist hier offensichtlich an einen Vorhang gedacht, und nicht an ein Tuch das die Frau auf dem Kopf trägt.

So könnte man sich den im Original gemeinten hijāb wohl vorstellen:

 - (Islam, Pflicht, Kopftuch)

Darf ich das kopieren ?

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@Violanda888

Sicher darfst du, aber richte dich dann teils auf heftigen Widerstand ein sobald du dies irgendwo postest.

Das reicht von der Aufforderung diese Aussagen zu belegen, über angebliche Widerlegungen, über anderslautende arabische Quellen (die man nichtmal nachprüfen kann, wenn man kein Arabisch spricht), bis hin zu Hadithen oder Koranversen die auch (oder nur) eine andere Meinung zulassen würden....

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@Sturmtaucher2

Danke für deinen gut gemeinten Rat...aber kann mich schon wehren ..bin eine Katze die zum Raubtier werden kann .. heißt ich bin ruhig lieb aber kann auch zur Löwin werde.

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Sure 24, Vers 31:

Und sag zu den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham hüten, ihren Schmuck nicht offen zeigen, außer dem, was (sonst) sichtbar ist. Und sie sollen ihre  Kopftücher auf den Brustschlitz ihres Gewandes schlagen...
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ich bin der meinung, dass im Koran nicht direkt etwas von einem Kopftuch steht. Man soll doch nur seinen Schmuck bzw. seine Reize nicht offen zur schau stellen oder!

Aber das ist ja immer alles Auslegungssache. Einfach mal mit ihm reden, falls er mit sich reden lässt. Wie gesagt, eigentlich kann dich hier niemand zwingen ein Kopftuch zu tragen.

Schmuck. Ist Haar nicht etwas Schmückendes? ^^

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@Wastuich

genau das ist es ja. Dieser begriff ist äüßerst dehnbar! man könnte auch die augen als schmuck betrachten, aber soll man die nun auch verdecken?

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Dein Gefühl trügt dich nicht - Die Frauen sollen durch das Kopftuch vom Rest der Menschen abgegrenzt (vermeintlich geschützt) werden. Allerdings ist das ein Vorhaben, welches nicht von Allah stammt, sondern von religiösen männlichen Vertretern der Frühzeit des Islam. Der Koran enthält zur Bedeckung der Frau auf dem Kopf keine explizite Aussage, sondern eher gewichtige dagegen.

Was bei Gott zählt ist nicht scheinheilige Kleidung, meistens noch per Gesetz oder Traditionszwang verordnet, sondern die "Keuschheit" des Herzens einer gläubigen Frau und auch eines gläubigen Mannes.

Befreie dich daher von diesem falschen Zwang! - Viele intelligente Musliminnen sind dir schon vorausgegangen, zumindest in Ländern, in denen sie anschließend nicht gedemütigt und verfolgt wurden.  

Ich frage mich, wo du lebst, dass du solche Reaktionen auf ein Kopftuch kriegst. Und solche Reaktionen auf kein Kopftuch. Normal ist das nicht und deine Darstellung klingt beim besten Willen nicht nach persönlicher Erfahrung.

Aber sei es drum, gehen wir mal davon aus, dass du das so erlebst.

Dein Freund hat recht, er dürfte allerdings auch keine Freundin haben. Tja. So viel zu wie ernst man seine Religion nimmt.

Was nun dich angeht, wie ernst du deine Religion nimmst, ist letztendlich deine Sache und Verantwortung. Du kannst die nicht abwälzen, indem du die Entscheidung auf Ratgebende abwälzt.

Ich wünsche dir die Einsicht, dass Religion letztendlich etwas zwischen Dir und deinem Schöpfer ist, und dein Freund da zweitrangig ist.

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