Kopftuch Pflicht Im Islam

28 Antworten

Diese Frage ist zwar schon älter .... wird aber bis heute immer und immer und immer wieder gestellt.

Punkt 1: Kopftuch ist keine Pflicht (dazu gleich mehr)

Punkt 2: entweder dein Freund akzeptiert deine Lebensweise ... oder er ist der falsche für dich

Punkt 3: hier kommen die ziemlich ausführlichen Belege:

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Nein, es ist keine Pflicht, das Kopftuch zu tragen!

Zur Zeit des Propheten gab es bei der Gebetswaschung keine Geschlechtertrennung, Frauen und Männer haben gemeinsam die rituelle Waschung vollzogen. Da die Haare bei der Gebetswaschung befeuchtet werden ist es selbstverständlich, dass die Frauen sie in diesem Moment nicht bedeckt hatten (klar, sonst hätten sie diese ja nicht anfeuchten können).

Sowohl Koran als auch Sunna besagen, daß alle Körperteile, die der rituellen Waschung zu unterziehen sind, nicht unter das Verhüllungsgebot fallen. Tja, also müssen Haare ebenfalls NICHT verhüllt werden.

Wenn es also eine religiöse Pflicht gewesen wäre, dass Frauen ihre Haare vor den Männern bedecken müssen, dann hätte es logischerweise eine Geschlechtertrennung bei der rituellen Waschung gegeben. Die gab es aber nun mal nicht.

Und auch sonst findet sich im Koran keine Kopftuchpflicht vor (hier ein Link zu einer exakten Analyse: http://tavhid.de/?p=1416). Trotzdem hat sich dieser Irrtum, man müsse als Muslimin ein Kopftuchtragen, mit der Zeit sehr verbreitet.

Im gesamten Mittelmeerraum (und natürlich auch in den Wüstengegenden) bedeckten in damaligen Zeiten Männer wie Frauen schon aus rein klimatischen Gründen ihren Kopf, um sich vor Sonne und Staub zu schützen. Das galt für Christen, Juden und Muslime aus einem ganz profanen Grund, dem Klima.

In der islamischen Kultur wurde das Kopftuch dann zu einem sozialen Statussymbol, das zwischen "freien" und "unfreien" Frauen unterscheiden sollte. Frauen von höherem gesellschaftlichen Stand verschleierten sich, Dienerinnen und Sklavinnen war es bei Strafe verboten, sich zu verschleiern.

Das von allen Rechtsschulen anerkannte Werk "El-Mebsut" besagt, dass der Weggefährte des Propheten und zweiter Khalif Omar ibn al Khattap eine Sklavin schlug, weil sie ihre Haare bedeckte. Es hatte also rein GAR NICHTS mit der Religion zu tun, denn die Dienerinnen und Sklavinnen, denen es verboten war, ein Kopftuch zu tragen, waren ja ebenso Muslime.

Erst später, lange nachdem Tod des Propheten, missbrauchten dann besonders konservative Prediger diese (ursprünglich soziale) Regelung zu einem religiösen Gebot. Sie behaupteten, muslimische Frauen seien dazu verpflichtet Kopftücher zu tragen und begründeten es damit, dass die Haare ein Reizobjekt darstellen würden, das die Männer provozieren würde.

Das Kopftuch (und erst recht andere Verschleierungsformen, wie der Tschador, der Niqab oder die Burqa) sind also eindeutig keine religiöse Pflicht, sondern wurden erst später (von Männern, wohlbemerkt) als solche bezeichnet. Selbstverständlich können sich Musliminnen freiwillig verschleiern, wenn sie meinen, dass sie damit dem Gebot, in der Öffentlichkeit nicht zu aufreizend zu erscheinen, näher kommen.

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http://www.meine-islam-reform.de/index.php/artikel/fiqh/336-hijabkoran.html

Es gibt unzählige Artikel und Texte mit dem Titel "Hijab nach Koran und Sunna". Tatsache ist aber, daß der Begriff Hijab (Kopftuch) im Koran gar nicht direkt mit Frauen in Verbindung gebracht wird. Es gibt sogar nur einen einzigen Vers, der überhaupt mit Hijab und bestimmten Frauen zu tun hat.

["Und wenn ihr die Gattinnen des Propheten um etwas bittet, das ihr benötigt, dann tut das hinter einem hijāb hervor! Auf diese Weise bleibt ihr und euer Herz rein."]

Es ist also klar ersichtlich, daß dieser Vers nichts mit einer Kopfbedeckung zu tun hat und auch nicht auf alle Frauen angewandt werden kann, da es sich hier nur um die Frauen des Propheten handelt. “Frauen des Propheten! Ihr seid nicht wie irgendeine von den Frauen”. Koran 33:32

Und besagter "Schleier" war auch kein Kopftuch, sondern tatsächlich ein Schleier/Vorhang der die Frauen vom Propheten trennte. Erst einige Generationen später wurde das Wort hidschab von den Fukhaha (Gesetzgebern) zum Kopftuch umgewandelt.

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Damals sollte die Frau "ihre Keuschheit wahren und schmückende Stellen" bedecken (Sure24, Vers31). Damit waren Busen und Nacken gemeint. Nicht aber ein Kopftuch, das war nämlich den "gewöhnlichen" Muslimen verboten. Nur Höhergestellte durften überhaupt ein Kopftuch tragen.

Außerdem: wären die Haare einer Frau tatsächlich "reizend", dann müßte der Mann ja auch seinen Bart verdecken, denn "der Bart ist die Schönheit des Mannes".

Auszug aus dem Buch "Ilahi Hikmette kadin":

Verweist darauf, dass das Wort “Khimar” in vielen Koranübersetzungen als “Kopftuch” falsch übersetzt wird. Wenn im Vers 31 der Sure 24 von “gläubigen Frauen” die Rede ist, dann sind die unfreien Frauen nicht ausgeschlossen (und die durften ja gar kein Kopftuch tragen). Der Weggefährte des Propheten und zweiter Kalif Omar ibn al Khattap schlug eine Sklavin (unfreie), weil sie ihr Haare bedeckte.

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Sowohl Koran als auch Sunna besagen, daß alle Körperteile, die der rituellen Waschung zu unterziehen sind, nicht unter das Verhüllungsgebot fallen. Bestätigt wurde diese Auffassung von

- Abu Hamid al-Ghazali 1111 n. Chr.
- Ibrahim en-Nehai 714 n. Chr.
- Tabari Tafsir 18/120.
- Imam abu yusuf 798 n. Chr.
- Imam es-serahsi 1090 n. Chr.
- Abdullah el mawsili 1285 n. Chr.
- Ibn Nudscheym 1563 n. Chr.
- Razi Tafsir 23/206.

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Es gibt es keine feste Interpretation der großen Gelehrten, um die Begriffe Hijab, Khimar, und Dschilbab als das Tragen eines Kopftuchs als solchen zu definieren. Die häufig verwendete Begründung ist die Vorbildfunktion der Ehefrauen des Propheten. Jedoch sehen wir anhand der Koranverse, dass diese nicht allgemein verbindlich sind. Z.B. “Frauen des Propheten! Ihr seid nicht wie irgendeine von den Frauen”. Koran 33:32

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http://www.deutsche-islam-konferenz.de/DIK/DE/Magazin/SchwerpunktKopftuch/Koran/koran-node.html

"...sie sollen die Augen niederschlagen, und sie sollen darauf achten, dass ihre Scham bedeckt ist, den Schmuck, den sie tragen, nicht offen zeigen, soweit er nicht sichtbar ist, ihren himār (Im Originaltext steht der Plural dieses Wortes, humur.) über den Schlitz ziehen und den Schmuck, den sie tragen, niemandem offen zeigen, außer ihrem Mann..."

Also sollen sie ihren Busen und getragenen Schmuck (tatsächlichen Schmuck und auch Schmuck wie Henna) bedecken. Zusätzlich sollen sie den seitlichen Schlitz an ihrer kleidähnlichen Kleidung verdecken.

Festzuhalten bleibt, dass der Imperativ des Korans an dieser Stelle nicht lautet, die Frauen sollten ihren Kopf mit dem himār bedecken - sondern sie sollten den Schlitz ihres Kleides (und damit ihr Décolleté) mit diesem damals allgemein üblichen Bestandteil der altarabischen Frauenbekleidung bedecken.

Die Aufforderung des Koranverses lautet also, die Frauen sollten sich die Enden dieses Schleiertuchs (des himār) so über den Schlitz ihres Kleides schlagen (der seitlich bis zur Hüfte hinunterlief), dass die Möglichkeit aufreizender Einblicke in ihr Décolleté mit Sicherheit unterbunden war.

Aber was ist nun der hijāb, von dem hier immer die Rede ist? Das Wort ist heutzutage die arabische Standardbezeichnung für den Kopfschleier, war es zu Zeiten der Verkündung des Koran aber noch nicht. Es heißt seiner Grundbedeutung nach "Absperrung" oder "Verhüllung vor jemandes Blicken" und von daher dann auch "Vorhang" oder "Schleier". Wenn der Koranvers sagt, die männlichen Besucher sollten mit den Prophetengattinnen nur "hinter einem hijāb hervor" sprechen, dann ist hier offensichtlich an einen Vorhang gedacht, und nicht an ein Tuch das die Frau auf dem Kopf trägt.

So könnte man sich den im Original gemeinten hijāb wohl vorstellen:

Schleier - (Islam, Pflicht, Kopftuch)
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Darf ich das kopieren ?

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@Violanda888

Sicher darfst du, aber richte dich dann teils auf heftigen Widerstand ein sobald du dies irgendwo postest.

Das reicht von der Aufforderung diese Aussagen zu belegen, über angebliche Widerlegungen, über anderslautende arabische Quellen (die man nichtmal nachprüfen kann, wenn man kein Arabisch spricht), bis hin zu Hadithen oder Koranversen die auch (oder nur) eine andere Meinung zulassen würden....

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@Sturmtaucher2

Danke für deinen gut gemeinten Rat...aber kann mich schon wehren ..bin eine Katze die zum Raubtier werden kann .. heißt ich bin ruhig lieb aber kann auch zur Löwin werde.

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Es steht soviel ich weiß nur geschrieben das die weiblichen Reize nicht gezeigt werden dürfen und das wurde dann scheinbar so weit interpretiert das sich die Frau nurnoch komplett mit Kleidung bedeckt zeigen darf. Überspitzt würd ich jetzt sagen, da hatte jemand einen extremen Gesichts-Fetisch dass das Gesicht als "weiblicher Reiz" angesehen worden ist.

Gut erkannt, es dient der Unterdrückung der Frau, mit Religion hat das gar nichts zu tun. Als die ersten Gasarbeiter aus der Türkei zu uns kamen trugen die Frauen keine Kopftücher, das ist eine neuere Erscheinung. 

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Es dient nicht zur Unterdrückung.Alle Mädchen und Frauen tragen das aus eigener Überzeugung,das garantiere ich dir.

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