Kondensator Kapazität messen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Da hilft nur systematisch eingrenzen.

Wenn du kannst und die Kondensatoren in Verdacht hast, musst du sie entweder ausbauen oder mindestens eine Leiterbahn durchtrennen und am C messen.

Viel wahrscheinlicher ist allerdings, dass der Kurzschluss weiter hinten ist, nämlich direkt in der Endstufe (intergrierte oder diskret aufgebaut).

Hierfür alles hinter den Kondensatoren abhängen (1 Leiterbahn trennen genügt) und schauen, ob der Kurzschluss noch da ist oder ob die C schön laden.

Das vermute ich inzwischen auch, werde aber trotzdem die Kondensatoren mal Testen. Die haben ja ein Schraubanschluß und somit kein Peoblem. Wenn ich weiß, das diese in Ordnung sind, den Fehler weiter eingrenzen.

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Die Kapazitätsmessung sagt nichts über den Innenwiderstand aus.

Ich würde die Kondensatoren ausbauen und erstmal die Spannung messen, die hinter dem Gleichrichter anliegt.

Den Leckstrom eines Kondensators kannst du messen, indem du ihn an eine Spannungsquelle anschliesst. Hast du ein Labornetzgerät zur Vefügung?

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Versuch herauszufinden, wo der Kurzschluss ist. Hast Du Den Brückengleichrichter denn auch auf Kurzschlüsse geprüft? Nicht, dass der Fehler dort liegt.

Die Kondensatoren kannst Du bei Bedarf natürlich tauschen. Diese sind meist aber noch in Ordnung.

Beste Grüße

Die Kiste ist min. 40 Jahre alt und stand in einer Disco. Gleichrichter ist neu, hab ihn erst eingebaut 1000V 50A.

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@heilaw

Ich frage mich derzeit was du für ein Elektriker bist. Mann oh Mann, du hast anscheinend gar nichts verstanden oder denkst nie richtig technisch.

1000 Volt und 50 A kann nicht sein! Das ergäbe welche Wattzahl die das Ding beherrschen müsste, obwohl so klein. Außerdem für 50 A müsste welcher Leiterquerschnitt dimensioniert sein?

Selbst wenn das die Grenzwerte wären, könnte sowas nicht sein.

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@heilaw

Das hättest du nicht extra kommentieren müssen, mir war klar dass du einzig den Gleichrichter meinst.

Nur frage ich mich, was du für ein Elektriker bist, der solchen Unsinn glaubt.
Es gibt sooo viele Mogelpackungen, nicht nur in der Lebensmittelindustrie.
Selbst wenn das die Grenzwerte wären, bliebe fraglich unter welchen Bedingungen diese Werte gelten!

Zur Erinnerung an etwas, was ein Elektriker verstehen sollte, ein Einschaltstrom kann das wieviel fache des Nennstromes betragen? Und wieso löst ein Sicherungsorgan dann nicht aus? Weil .....

Ich würde zu gerne so einen Gleichrichter von seiner Vergussmasse befreien, um sehen zu können was darunter verbaut ist. Dioden mit einem Drahtdurchmesser von 1,2 mm halten 50 A aus? USW.

Ich frage mich, wieso du solchen Bauteil-Angaben einfach vertraust.

Mogelpackungen beim Verstärker bzw dessen angeblicher Leistungen dürften doch bekannt sein. Peak to Peak also Spitzen-Spitzen-Leistungen werden da gerne angegeben, weil halt große Zahlen viel vermuten lassen.

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Sind die parallel?

Dann nimm sie doch nacheinander raus, teste mit je einem und schaue, ob der Fehler dann weg ist.

Bitte vorher unbedingt entladen!

Solange du nicht bis zum Anschlag aufdrehst, sollte der Betrieb mit nur einem der Kondensatoren unproblematisch sein. Diese riesigen Pufferelkos sind nur bei hoher Leistung nötig.

Wenn du auf diese Weise einen defekten Kondensator ausfindig machen könntest, kannst du dir immer noch die Mühe machen und den einmal separat über Widerstand laden, Leckstrom messen, Ladezeit stoppen, C ausrechnen usw.

Bist du überhaupt sicher, dass du einen Kurzschluss hinter dem Gleichrichter hast bzw. wie genau hast du diesen festgestellt? Vielleicht ist er im Gleichrichter, indem mindestens eine der 4 Diode hin ist und dann eine Halbwelle schön kurzschließt.

Woher ich das weiß:Hobby – Ich beschäftige mich schon mehrere Jahre damit.

Ja bin ich mir. Habe die Leitungen DC + - am Gleichrichter abgeklemmt und der Schluss war weg. Wobei am Gleichrichter die 110V DC anlagen.

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@heilaw

Sorry es waren 110V AC vom Ringkerntrafo kommend.

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@heilaw

110VAC -> 55VDC

Wie geht das denn? Eigentlich müssten 155V DC hinten rauskommen und das würden die Kondis nicht halten.

Wir reden doch vom gleichen Sachverhalt:

AC -> Brücke -> 2x Siebelko -> DC

oder? Oder liegen die Kondis in Reihe (und du hast Scheitelwert vs. Effektivwert unterschlagen?)

Oder Sekundärseite mit Mittelanzapfung?

Dann wäre ein Kurzschluss in beiden verdammt unwahrscheinlich, weil ein Schluss in einem der beiden dafür sorgen würde, dass der andere Überspannung abbekommt, so dass der erstmal eine Runde ausläuft oder gar explodiert.

Wie ist es mit Gleichrichter + Kondensatoren, aber ohne die nachfolgende Verstärkerelektronik?

Ansonsten poste mal bitte die Schaltung^^

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@Franky12345678

Ups, kleiner Fehler: Der Absatz mit dem unwascheinlichen Kurzschluss bezieht sich auf die Reihenschaltung der Kondis, nicht auf das mit der Mittelanzapfung.

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@Franky12345678

Erst mal vielen Dank für deine Bemühungen. Die Schaltung ist mit Mittelanzapfung. Bitte poste mal die Schaltung, habe leider kein Schaltungplan von dem Verstärker. Auch nicht bei Google zu finden. Hast du eventuell eine Quelle? Es handelt sich um "Accuphase Pro-5" mit 1500W max.

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@heilaw

AC -> Brücke -> 2x Siebelko -> DC, so ist es!

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@heilaw

155V DC sind es nur mit Kond. ohne ist Faktor 0,9 = ca. 99V DC . Mit Kond. Kann ich nicht messen wegen dem Kurzschl.

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@heilaw

55V AC ist die Spannung von der Mittelanzapfung, 2x55V AC = 110V AC. Werde morgen mal mit dem Labornetzteil und Kond. weitere Messungen machen. Braucht nur Zeit ist nicht gerade Servicefreundlich gebaut. Werde dich auf dem laufenden halten.

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@heilaw

(der Zank um Scheitelwert oder nicht ist hier jetzt mal egal, hatte da nur eine Überlastung gewittert, was sich widerlegt hat. Ach egal)

Hier. Ist zwar chineshisch, aber der Schaltplan ist ganz am Ende. Ich hätte jetzt auch nur eine kurze Skizze mit den beteiligten Komponenten haben wollen, damit es keine Missverständnisse gibt.

https://elektrotanya.com/accuphase_pro-5_amplifier_sm.pdf/download.html

Es ist tatsächlich mit Mittelanzapfung, also -55V, 0V und +55V (vermutlich weil Class B bzw. Gegentakt, hab da jetzt nicht so genau geschaut). Masse ist zwischen den Kondensatoren.

Wenn beide Kondensatoren nun eine Spannungsabfall von 55V (bzw 55*Wurzel2) haben, dann ist alles in Butter bzw. sie haben keinen Schluss.

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Die logische Konsequenz wäre, diese Bauteile bei Conrad.de oder Reichelt.de zu kaufen und einzubauen.

https://www.conrad.de/de/ftcap-gmb33310075100-elektrolyt-kondensator-schraubanschluss-33000-f-100-v-o-x-h-75-mm-x-100-mm-1-st-1488637.html

Ja das wäre de einfachste Weg, oder auch nicht. Aber es Könnte sein, dass der/die Kondesatoren garnicht kaputt sind. Äußerlich ist ihnen nichts anzusehen.

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@heilaw

Ja. Könnte. Entweder baust du sie beide aus, misst und vergleichst mit Niederspannung und stellst ggf. einen deutlichen Unterschied fest, so dass du den defekten trotzdem identifizieren kannst, oder nicht. Was willst du sonst tun?

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