Könnte man mit dem Werkstoff des DDR- Trabi s Trabant en heute noch akzeptable Autos bauen?

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Die Basis war ein Chassis hauptsächlich aus Stahlkomponenten. Die Beplankung der Karosserie war aus verpressten Duroplast-Kunststoffen. Also Kunstharz vermischt mit Baumwollfasern, die dann lackiert wurden. Es zersplittert und reißt beim Unfall. Sicher der Mangelwirtschaft geschuldet. Leicht ja, immer knapp über 600 kg, der komplette Trabi. Heute gibt es ja ähnliches, nur eben mit Carbonfaserteilen, Glasfaserkunststoffen oder Alu-Teilen. Mit dem Ziel, bei gleicher Crashsicherheit etwas leichter zu machen. Auch die Kotflügel eines Clio waren (sind noch?) aus Plastik. Oder schau mal nach, aus was die Beplankung einer Corvette traditionsgemäß besteht...

Richtigstellung: Als Modell-Neuzulassung in der EU hätte der Trabi keine Chance! Weder Motor, Abgase, Kat-losigkeit, Crash-Sicherheit u. v. m. reichen dafür aus. Und der TÜV prüft nur die Verkehrstauglichkeit/-sicherheit der vorhandenen Modelle.

Allerdings gab es viele damalige Modelle, die mit Blechkarosserie auch nicht mehr gewogen haben. Es hat nicht nur mit dem Duroplast zu tun. Es war alles kleiner, dünner, bescheidener, enger, ausstattungsarm etc. Eine vergleichbare "Blech"-Ente (Citroen 2CV) wog noch weniger (ca. 560 kg).

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Die tragende Bodengruppe des Trabant sowie das Gerippe bestehen aus Tiefziehblech. Dach, Kotflügel, Kofferraumdeckel, Motorhaube und Frontgrillattrappe bestehen aus dem Kusstoff Duroplast (Die Heckklappe beim Universal aus Blech). Duroplast ist ein Verbund aus mehreren Lagen Baumwolle aus der UDSSR und Phenolharz im Sandwichaufbau. Die Teile wurden unter Druck bei 160 Grad langsam ausgehärtet, wobei das Phenolharz in die Baumwolle fließt und dauerhaft aushärtet. Die Teile wurdem mit dem Gerippe verklebt, verschraubt und vernietet. Einen Crashtest bei ca 60km/h (50km/h waren damals vorgeschrieben)überlebte der Trabant recht gut, da der berstende Kunststoff viel Energie absorbierte. Die Fahrgastzelle blieb intakt. Das Material ist allerdings sehr spröde und brandgefährlich und von der Verarbeitung ähnlich wie Hartholz. Komplizierte Formen lassen sich nicht realisieren. Das Material ist zwar leichter als Blech, dafür aber ca 5mm stark, um ausreichend stabil zu sein. Heute wäre es nicht brauchbar im Automobilbau.

Der Trabbi wurde aus einer Stahlkonstruktion , Pappeart Glasfaser ( verkleidung ) und Glas ( Scheiben ) gebaut, es ist natürlich leichter als ein Golf am besten ist du fragst jemand der noch einen Trabbi fährt das auch das Gewicht im Schein stehen muss und da der Trabbi heute noch durch den TÜV kommt besteht er auch den derzeitigen Sicherheitsmerkmalen beim TÜV und der entscheidet nun mal.

Hallole Beriets existierende Fahrzeuge haben eine Art Bestandsschutz eine Neuzulasung als Neukonstruktion würde dieses Fahrzeug schon wegen der fehlenden Sicherheitsstandarts nicht mehr erhalten.. Joachim

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Man setzt doch ähnliche Materialien ein. Von Kohlefaser bis zu, auf dem Kompost verrottbare Teile. mit Stahl und Eisenblech allein, arbeitet heutzutage kein Fahrzeughersteller mehr.

Einer der Gründe, die F1 nicht sofort abzuschaffen.

gott sei dank nein,ist ein art glasfaser kunstoff,der zebrösselt bei aufprall. da könntest du auch aus pappmache eine äänlich schlechtes fahrzeug bauen.

gruss

Lieber TomTieger, hoffentlich bist Du nicht aus Mache gemacht. Die modernen Kunststoffe im Autobau sind inzwischen etwas anders zusammengesetzt, den Trabi baut und entwickelt man schon seit mindestens 20 Jahren nicht mehr.

Die "Plaste" ist auch aus der Not der damaligen Versorgungslage entstanden; heute könnten sie Stahl vom damaligen Bruderstaat China beziehen.

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