Knoppix (Linux) per Live-CD auf Festplatte installieren?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo HugaTV,

wenn dir Knoppix gefällt, macht es durchaus Sinn, dieses System auf auf die Platte zu packen ... zumal diese Distribution schon etliche Programme gleich mit liefert.

Dieses System nur als Notfall-System einzusetzen ist eigentlich eine Untertreibung!

Die Vorteile einer Installation gegenüber einem Live-System:

  1. Deutlich schnellerer Ablauf, da eine Festplatte nun mal schneller ist als eine CD/DVD
  2. Die HW-Erkennung beim Booten kann man getrost abschalten ... die ändert sich so schnell wohl nicht mehr ... spart Zeit beim Start
  3. Eine Auslagerung-Partition spart RAM, da ohne alles - also Kernel, Treiber, Swap, ... - sich den vorhandenen RAM teilen muß
  4. Einmal gemachte Einstellungen (Vorlieben des Aussehens, Konfiguration von Programmen wie Open-(Libre-)Office, Internet-Parameter, ... müssen nicht immer wieder neu eingetragen werden; so z.B. auch die Eintragungen in der /etc/fstab (Namen der Partitionen ... statt generischer Bezeichnungen)

Es gibt noch mehr, aber diese halte ich für die wesentlichsten

Auf was man im Detail bei der Installation achten sollte, haben andere ja schon geschrieben

Günter

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Intensive Beschäftigung hiermit seit etlichen Jahren

Vielen Dank auch dir, eben wegen diesen Programmen macht es auch für mich (mehr oder weniger) Sinn, Knoppix mal "echt" zu haben.

Nur traue ich mich noch nicht so ganz ans "Eingemachte" ran, weil mir der andere Kram auf der Festplatte noch zu Leid dafür tut...trotz Datensicherung. So was vertrau ich nicht mehr (hab schlechte Erfahrungen gemacht...).

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@HugaTV

Hallo,

Du brauchst im Grunde genommen keine Angst zu haben!

Eine Datensicherung braucht nicht vollständig zu sein, also nicht das ganze System. Das kannst Du - bei Vorhandensein einer Windows-CD - jederzeit wieder herstellen, sollte es wirklich Probleme geben, was aber wohl die absolute Ausnahme sein sollte.

Achte halt nur genau auf alle Meldungen und brich die Sache ab, wenn Dir etwas unklar ist. Meines Wissens wird die Platte erst im allerletzten Schritt verändert, und erst ab da könnten Fehler passieren.

Und, wenn Du Windows behalten willst, darfst Du nicht ganze Platte wählen. Der Rest sollte glatt laufen.

Wenn Du also den Ordner mit den "Eigenen Dateien" sicherst sollte das reichen. Das kannst Du sogar schon mit Knoppix machen: Einfach einen entsprechend großen Stick anschließen und mit dem Linux-Dateimanager kopieren. Aber das kannst Du natürlich genau so gut mit Windows erledigen.

Die Verkleinerung der Windows-Partition wird - unter einem laufendem Windows - wohl nicht möglich sein. Ob das mit einer Windows-Install-CD geht - also ohne das System von der Platte zu starten - weiß ich nicht.

Wenn es möglich ist, und Du keinen Fehler dabei machst, sind zumindest nur Windows-Programme im Spiel ...

Also ... nur Mut, wird schon schief gehen ;-)

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@GWBln

Laufwerk C hab ich schonmal mit Windows-Datenträgerverwaltung etwas verkleinert, und vor dem Rest hab ich dank Gutefrage und dem Linux-Openbook von Galileo Comp. auch keine Angst mehr :) Danke!

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Knoppix ist eigentlich als Rettungssystem konzipiert, weshalb eine Festplatteninstallation nicht gerade sinnvoll erscheint (und direkt von der CD wohl auch nixht geht, erst aus dem Live-System heraus). Du könntest stattdessen eine der (Anfängerfreundlicne) Ubuntu-Versionen installieren(Kubuntu oder Xubuntu oder das von Ubuntu abgeleitet Mint, Ubuntu selbst ist wegen der Unity-Oberfläche nicht Jedermanns Sache). Informationen, Anleitungen und Links findest Du auf der Seite www.ubuntuusers.de, Linux Mint hat eine eigen Seite. Du kannst auch mal die Seite distrowatch.com besuchen, vielleicht sagt Dir ja auch eine andere Linux-Distribution zu. Prinzipiell kannst Du alle Linux-Distributionen parallel zu einem vorhandenen Windows installieren, mit Bootloader zum auswählen des zuz nutzenden BEtriebssystems (meisten GRUB oder GRUB2). Du musst auch vorher nichts partitionieren, das macht die Installation (nach Deinen Angaben). Zur Sicherheit solltest Du Dihc vorher ein wenig einlesen, am Besten auf der Seite des Distributions-Anbieters. Und eine Sicherung Deiner persönlichen Daten schadet in keinem Fall.

Knoppix ist als Rettungssystem konzipiert, man installiert sich das nicht ohne sehr guten Grund auf die Platte. Mir fällt keiner ein...

Das heißt, falls ich die Installationsroutine von der Knoppix-iso finde, installiert sich Knoppix einfach auf der Festplatte und ich kann währenddessen gammeln? ;)

Wenn auf deinem PC (besser: deiner HDD) auf dein Geheiß hin grundlegende Veränderungen vorgenommen werden, ist dies ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt, um zu gammeln.

Wie wählt der PC beim Booten dann aus, welches OS er dann benutzen soll?

Eben.

Schließlich hab ich auf der Festplatte keine Partitionen o.ä. sondern nur Boot und Recover (das ist ja so was ähnliches, wie Partitionen, oder?).

Ja, Partitionen heißen unter Windows (manchmal) Laufwerke und bekommen einen Buchstaben mit folgendem Doppelpunkt. Diskettenlaufwerke heißen A: und B: (reservierte Bezeichnungen), die erste Partition der ersten Festplatte C: - usw.

Den Rest zu Knoppix hättest du leicht auch selbst finden können:

Knoppix-Handbuch

Knoppix ist als Rettungssystem konzipiert, man installiert sich das nicht ohne sehr guten Grund auf die Platte. Mir fällt keiner ein...

Mir fällt da sofort einer ein. Knoppix geht besser mit exotischer Hardware um als jede andere Distribution. Beispiel: SATA 1-Controller in Kombination mit Sata 2,3 Disks.

Im Übrigen sind schnippische Ansagen einem Hilfesuchenden gegenüber mehr als unangebracht. Schluck's einfach runter. Dass es Handbücher gibt, wissen wir alle!

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Hallo

Was muss man eigentlich machen, um das Betriebssystem so zu sagen "richtig" auf der Festplatte zu installieren?

Eigentlich nur den vorhandenen Menüpunkt oder das Desktop-Icon auswählen.

Aber primär ist Knoppix als Live-System ausgelegt.

Linuxhase

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich benutze seit 2007 Linux und habe LPIC101 und LPIC102

Knoppix kennen ich nur als Live-System. Ich denke aber, dass Knoppix nicht von gegenwärtigen Standard abweicht und auch für die Installation alle notwendigen Dinge regelt.

Dazu gehören:

Die Installation eines Bootloaders, der es gestattet, alle bereits installierten Betriebssysteme ( Windows) und auch Knoppix-Linux nach dem Einschalten das PC auszuwählen.

Die Verkleinerung einer Windows-Partition um damit Platz für Knoppix zu schaffen.

Die Installation und Hardwareerkennung (Auswahl der Module -bei Windows heißen die Treiber)

Das ganze sollte auch bei Knoppix nahezu automatisch ablaufen.

Aufpassen muss man trotzdem!!!

Das betrifft so eine Frage wie "gesamte Festplatte für Linux benutzen" Das darf man natürlich nicht mit JA beantworten.

Verkleinern (aber nicht die Recovery-Partition von Windows!) und den freien Platz neu partitionieren (oder so ähnlich) ist o.k.

Es ist günstig, diesen freien Platz in 3 Partitionen zu teilen.

eine Partition für das System ( / )

eine Partition für deine Daten ( /home )

und eine Partition für die RAM-Auslagerung (SWAP), diese sollte etwa 2x RAM groß sein.

Wie groß die Partitionen werden sollen, hängt auch von deiner Festplatte ab. Vielleicht 16GByte für / , 16GByte für SWAP und der Rest für /home

Knoppix verwendet KDE als Windowmanager, den würdest du auch in OpenSuSE oder Kbuntu und in vielen anderen Linux-Distributionen wieder finden. Bei mit läuft OpenSuSE seit vielen Jahren stabil. Knoppix kiegt für alle Fälle als CD im Schreibtisch.

Woher ich das weiß:Beruf – openSuSE seit 1995

16GByte für SWAP

Wie kommst du darauf? Bei 16 GB RAM kann man auf SWAP in den meisten Fällen gänzlich verzichten, bei weniger RAM ergibt eine derart große Auslagerungspartition eher gar keinen Sinn.

Die swap-Partition sollte etwa das 1- bis 2-fache des eingebauten RAM betragen, wenn der nicht 4 GB überschreitet.

Wenn sich im laufenden Betrieb eine Notwendigkeit ergeben sollte, kann man die Konfiguration immer noch ändern.

So ist mein derzeitiger Kenntnisstand,
ich lasse mich aber gerne von dir updaten. :))

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@7AufEinenSchlag

Programmierer benutzen immer das, was die Hardware bietet. Mein erstes Linux musste mit 4 (in Worten vier ) Mega-Byte RAM auskommen (haben übrigens 700,-DM gekostet) Als 16MB Standard wurden, wurde auch der bis zur Grenze benutzt.

Bei 8GByte wird ein Programmierer nichts mehr freiwillig in eine Datei auslagern, das kostet nur Programmierzeit und verschlechtert die Programmlaufzeit (sollen sich die Kunden doch mehr Speicher kaufen).

Wenn man das weiß, dann ist mein Vorschlag durchaus begründet, wobei ich natürlich den PC von HugaTV nicht kenne.

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@guenterhalt

Programmierer benutzen immer das, was die Hardware bietet

Die Eingangsfrage las sich nach meinem Verständnis keineswegs wie die eines Programmierers, ein solcher hätte sich auf gf sowieso höchstens verirrt.,,

Mal ganz abgesehen davon, braucht auch kein Programmierer 16 GB swap,

Mein erster PC hatte 64 kB RAM-Speicher und ich lebe immer noch, habe den damaligen Preis jedoch erfolgreich verdrängt. :))

Bei 8GByte wird ein Programmierer nichts mehr freiwillig in eine Datei auslagern

Das ist doch mein Reden. Wieso empfiehlst du dann pauschel 16 GB als swap ?
Von einer swap-Datei mal ganz zu schweigen. Kennst du etwa den Unterschied zwischen swap-Datei und swap-Partiton nicht, oder warum schreibst du „Datei“?

Wenn man das weiß,

Wenn man was weiß?

dann ist mein Vorschlag durchaus begründet, wobei ich natürlich den PC von HugaTV nicht kenne.

Nö. Den PC von HugaTV kenne ich zwar auch nicht, das ist aber auch in diesem Kontext überhaupt nicht nötig.

Egal ob er eine alte Möhre oder eine relativ aktuelle Hardware hat:

16 GB SWAP sind schlicht sinnfrei. Die Ausnahmen sind dermaßen selten, dass ich sie gar nicht erst näher erläutern oder ausführen möchte.

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@7AufEinenSchlag

was willst du mit dieser Diskussion eigentlich erreichen? Du solltest erst einmal richtig lesen. Ich habe 2 x RAM pauschal empfohlen und als Beispiel dann 2 x 8 angegeben. Warum verstehst du das anders?

Programmierer lagern Daten auch nicht in den SWAP aus, das macht das Betriebssystem. Die wissen oftmals nicht einmal, was SWAP ist.

Woher weißt du eigentlich, was die Nutzer alles parallel laufen lassen? Auch gestartete Programme werden im RAM gehalten, sie werden vom Betriebssytem in den SWAP ausgelagert, wenn es notwendig ist.

Wer seinen PC nur zum Surfen benutzt, der benötigt keinen SWAP aber ....

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@guenterhalt

@guenterhalt

Mach Dir nichts daraus, der "7er" hat heute einen Schlag mehr abgekriegt ;-)

Linuxhase

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@Linuxhase

danke für die Unterstützung. Das mit dem 8. Schlag hätte mir auch einfallen müssen.

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@7AufEinenSchlag

Eine schlaue Person hat mal gesagt: "Auch weibliche Personen dürfen sich für Technik interessieren" :) Von daher:

Egal ob er eine alte Möhre oder eine relativ aktuelle Hardware hat

-->FAIL ;)

Aber vielen Dank für die vielen Infos hier! Ich komm gar nicht nach mit lesen und nachvollziehen...und bin, das muss ich mal leider zugeben, fast ein totaler Anfänger. Aber dennoch bringen mir eure Antworten und Diskussionen schon mal viel Erleichterung :)

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