Kinderverbot im Restaurant: was haltet Ihr davon?

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Auswärts essen gehen gehört zum normalen Leben dazu und Kinder sollten ihre ersten 18 Lebensjahre nicht eingesperrt im Keller verbringen... 

Auch müssen sie durch gutes Vorleben/Beispiel die nötigen Umgangsformen und Benimm-Regeln erlernen. 

Andererseits finde ich zwischen den Gängen tobende und krakelende Kinder in einem gehobenen Restaurant nicht gerade erfreulich. Wenn ich mich schön angezogen und zurecht gemacht und einen Babysitter für viel Geld für meine eigenen Kinder organisiert habe (oder selber gar keine habe), um einen romantischen Abend als Paar bei einem mehrgängigen, teuren Essen mit meinem Mann zu genießen, habe ich auf anderleuts laute Kinder keine Lust. 

Auch wenn ich mich in so einem Fall entspannt zurücklehnen kann und denke: "Es sind zum Glück nicht meine und ich muss mich nicht kümmern..." Meinem Mann vergeht dabei allerdings sowohl die gute Laune als auch der Appetit.

Auch sollte man bedenken, ob man seinen Kindern damit einen Gefallen tut. Meine hatten jedenfalls keine Lust und keinen Spaß daran, mehrere Stunden still sitzen zu müssen.

Es gibt viele Angebote, wo „Einschränkungen“ von den Gästen absolut begrüßt werden; Sauna nur für Frauen, Indoor-Spielplätze nur bis 12 Jahre, Ü…-Partys, Single-Speed-Dating, Seniorenreisen…

Ich als Mutter begrüße durchaus kinderfreie Restaurants. Schließlich gibt es ja nicht nur eine Lokalität und jeder hat die Wahl.

Alles Gute für dich!

Woher ich das weiß:Beruf – Ich bin seit über 30 Jahren Hebamme

Vielen Dank für deinen Stern!

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Es ist sehr bedauerlich und erschreckend, feststellen zu müssen, dass es so weit gekommen ist. Dass sich manche Wirte nicht anders zu helfen wissen, als ein Kinderverbot auszusprechen.

Eigentlich gehört es zu den guten Manieren, dass alle Gäste, auch die Kinder, während des Aufenthalts in einem Restaurant, am Tisch sitzen bleiben und sich leise verhalten, egal ob man auf das Essen wartet, gerade isst oder damit fertig ist und auf das Bezahlen wartet.

Ich habe auch schon beobachtet, dass manche Eltern gar nicht mehr auf ihre Kinder achten, sie herumrennen und schreien und toben lassen. Das geht nicht! Das belästigt andere Gäste, die ein Recht auf ein ordentliches Ambiente haben und bietet eine große Unfallgefahr für die Bediensteten, die mit vollen Tabletts und Tellern das Essen an die Tische bringen müssen.

Als unsere Kinder noch kleiner waren, durften sie immer ins Restaurant mit, aber sie wussten genau, wie sie sich zu verhalten hatten, sonst durften sie nämlich das nächste Mal nicht mehr mit. Bei uns zu Hause durften die Kinder auch erst aufstehen, als alle mit dem Essen fertig waren. Dass am Tisch nicht geschrien wurde und ordentlich gegessen wurde, war selbstverständlich!

Wenn wir ins Restaurant gingen, hatten wir immer kleine Spielsachen und Malsachen in der Tasche, so konnten sich die Kinder beschäftigen, während sich die Erwachsenen noch unterhielten. Das klappte immer!!!!!

Alter Hut und fürs Geschäft nicht grade ideal.

Insgesammt gibt es durch Einzelpersonen, Paare, Kleingruppen und Familien zusammengerechnet einen größeren Kundenkreis.

Jeder Kunde lässt die Kasse klingeln. Entscheidet sich ein Restaurant dazu keinerlei Kinder bis zum Alter von X reinzulassen, fallen Familien als Kundschaft weg.

Oma und Opa treffen dann lieber ihre Kinder und Enkel in einem anderen Restaurant, laden ihre Lieben ein, gönnen den Kleinen ein zusätzliches süßes Getränk, gönnen sich zur Feier des Tages mal ein teures Gericht und den Erwachsenen am Tisch ein teures Getränk, die Kleinen bekommen anschließend noch etwas aus der Nachtischkarte.

Das Gleiche gilt für Familienfeiern wie Taufe, Einschulung, Kommunion, Konfirmation, Schulabschluss, Führerschein, Verlobung, Hochzeit, Bekanntgabe einer Schwangerschaft, Geburt, allgemein Besuch von Verwandtschaft.... Wieviele solcher Gelegenheiten hat eine Familie im Durchschnitt pro Jahr? Mindestens 5. Wenn man das auf hunderte und tausende Familien im Wohnumkreis von bis zu 10 Kilometern ausweitet, geht diesem kinderfreien Restaurant wirklich viel Geld durch die Lappen.

Bei wem will man mit einem solchen Konzept denn punkten? Bei den kinderlosen Leuten die "childfree" für sich gewählt haben? Okay, das ist sinnvoll... Aber es wär zu leichtsinnig alleine darauf zu bauen das jene Kundschaft schon den andersweitigen finanziellen Verlust ausgleicht.

Und darum gehts doch hauptsächlich in der Gastronomie: Schwarze Zahlen schreiben, im Idealfall sogar Plus, so das auch mal was beiseite gepackt werden kann für anstehende Modifikationen des Betriebes

Ein ganz schwieriges Thema:

Einerseits bin ich schon der Auffassung, dass man Kindern keinen Gefallen tut, wenn man sie in jede Lokalität mitnimmt, andererseits ist es aber nicht in Ordnung, wenn diese dort per se ausgeschlossen werden.

Einerseits weiß ich, dass Kinder nerven können, andererseits liegt das oft aber auch an Eltern, die sich nicht hinreichend kümmern, aber manchmal auch am Lokal selbst, weil die Wartezeiten auf das Essen einfach viel zu lang sind. Hier müsste also das Lokal die eigenen Prozesse prüfen, aber vielleicht auch den Mut haben, einzelne Kunden statt ganze Gruppen auszuschließen.

Sicher ist aber:
Ein Lokal, in dem Kinder unerwünscht sind, würde ich konsequent meiden, derartige Modelle homoriere ich nicht, aus ganz grundsätzlichen Erwägungen - und das gilt, obwohl meine Kinder unterdessen volljährig sind und wir nie solche Probleme hatten.

Ich kann respektieren, dass Menschen, die sich einen Restaurantbesuch gönnen, in Ruhe sitzen und essen möchten und es ist nicht in Ordnung, wenn Eltern ihre Kinder im Restaurant rum rennen lassen und desinteressiert abnicken, dass sie andere Gäste nerven.

Gibt aber auch Eltern, die ihre Kinder im Griff haben und es nicht zu unschönen Szenen am Nachbarstisch kommt.

Daher würde ich kein generelles Verbot aussprechen und die Gesellschaft in zwei Klassen teilen, sondern bei Störenfrieden gezielt eingreifen - oder, was ich noch besser finde, einen schallgedämmten Spielbereich schaffen, wo kleine Kinder Beschäftigung haben und die Gäste nicht belästigen.

Korrekt, zumal sich auch manche Erwachsene alles andere als angemessen benehmen.

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