Kann das Pferd im Galopp nicht mehr stoppen

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ok, das meiste was hier geschrieben wird kannst du gleich wieder vergessen. AUF KEINEN FALL wird an den Zügeln gerissen, damit kannst du ihr sehr weh tun und das wird sich nicht gerade positiv auf die Einstellung des Pferdes zu dir auswirken. Hier kommt es auch gar nicht darauf an was für ein Gebiss das Pferd hat bzw. ob du etwas schärferes verwenden sollst, alles Blödsinn, ein konsequent korrekt gerittenes Pferd kann man mit einem Halfter genauso kontrollieren wie mit einer Kandare! Das Problem ist also nur über korrekte Dressurarbeit zu lösen. Du hast ganz recht, es ist verdammt gefährlich sein Pferd nicht unter Kontrolle zu haben, für dich, für das Pferd und für jeden der euch zufällig im Weg steht. Ein Pferd hat langsamer zu werden wenn der Reiter es verlangt und nicht umgekehrt der Reiter darauf zu warten bis das Pferd von selbst langsamer wird!

Zunächst einmal wird beim Ausreiten nicht mehr galoppiert, weder vom Stall weg noch zurück, Schritt und Trab ist für die nächste Zeit das Höchste der Gefühle. Dann musst du auch im Gelände wirklich REITEN und dich nicht einfach durch die Gegend tragen lassen. Du reitest also konzentriert und aktiv, so als ob du in einer Dressurstunde wärst. Bau Übergänge und Tempovariationen in den Ausritt ein. Wann immer sie ziehen will und schneller wird, durchparieren bis zum Halten und (wenn es das Gelände erlaubt) rückwärtsrichten. Sie muss unter allen Umständen lernen, dass du und nur du allein das Tempo vorgibst. Arbeite inzwischen auf dem Platz an einem ruhigen, gleichmäßigen Galopp und erst wenn sie sich absolut sicher kontrollieren lässt, kannst du wieder kleine Galoppstrecken beim Ausritt einbauen. Dabei gilt, nicht immer die gleiche Strecke galoppieren sondern variieren. Oft werden Pferde auf eine bestimmte "Galoppstrecke" konditioniert und dann sehen sie es nicht ein, wenn der Reiter ausnahmsweise mal nicht galoppieren möchte. Da hast du einiges an Arbeit vor dir aber im Interesse deiner eigenen Sicherheit und der des Pferdes, solltest du sie unbedingt auf dich nehmen.

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Also es ist so, dass es eine Western gerittene Stute ist. Sie weiß anscheinend wirklich genau, ab wann und bis zu welchem Stück sie galoppieren kann und es ist dann nicht nur die Strecke zurück zum Stall. Sie macht das auch nur, wenn wir mehrere Reiter sind, also bei mehreren Pferden (6 Stück). Ich reite auf einem Reiterhof und da kann ich jetzt irgendwie schlecht sagen ich will nicht mehr galoppieren oder so...

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@2010Mele2010

Auch im Westernreiten gibt es Dressurgrundlagen, Paraden und Tempokontrolle, wie du ja sicher weißt. Westernreiten heißt nicht, dass man sich einfach nur rumtragen lässt. Warum solltest du nicht sagen können, dass du nicht galoppieren willst?! Das ist schließlich kein "Die Mehrheit entscheidet" sondern jeder soll das tun wobei er sich wohlfühlt und was ihm Spaß macht und wenn du dich bei einem Renngalopp nicht wohlfühlst, dann ist das ein Risiko, weil du dann verkrampft und unsicher wirst, das erhöht die Unfallwahrscheinlichkeit. Wenn das jemand nicht einsehen will, darfst du getrost am gesunden Menschenverstand betreffender Person zweifeln. Vielleicht findest du ja unter den anderen Reitern jemanden, für den Ausreiten nicht automatisch wildes Galoppieren bedeutet und mit dem du in nächster Zeit nur zu zweit ausreiten kannst. Das Pferd muss einfach kontrollierbar bleiben, daran gibt es nichts zu rütteln, egal wie viele Pferde dabei sind. Ich weiß dass viele das Problem haben, dass die Pferde vor allem in Gruppen nicht mehr zu halten sind, aber das darf eigentlich nicht sein, daran muss man unbedingt arbeiten.

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@Lossarnach

Heute lief es schon besser! Der Pferdeinhaber hat die Stute heute selber geritten, bevor ich sie reiten sollte und versucht, das Problem zu analysieren. Jedes Mal wenn sie rennen will, soll ich die Zügel eng nehmen, dass sie merkt, hoppla. Gleich von Anfang an, sollte ich ihr zeigen, wer der Chef ist und das hat super funktioniert. Ich sollte auch nicht zulassen, dass sie den Kopf runternimmt, sonst ist es vorbei und sie rast los. Denn oft war es so, wenn das Pferd vor ihr trabt, sie automatisch auch trabt, obwohl ich gar nichts gemacht hatte. Ich habe gemerkt, wie sie rennen wollte und habe die Zügel kurz genommen und mich nach hinten gelegt. Was bestimmt auch gut war, war, dass sie heute das zweite Pferd in der Gruppe war und nicht das letzte Pferd wie sonst. So hatte sie noch weniger Grund zu rasen. Selbst als zwei Pferde aus der Gruppe Vollgas gaben und uns überholten, hat sie das Tempo gehalten. Heute war ich wirklich stolz auf uns beide! :-) Warum sie aber so rasen will, weiß ich immer noch nicht und bisschen anstrengend finde ich es schon, dass ich immer darauf gefasst sein muss. Aber es war heute schön.

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@2010Mele2010

Na das ist doch schon was. Naja, die Gründe für die Raserei können vielfältig sein. Oft sind Pferde eben auf gewisse Galoppstrecken konditioniert. Pferde sind Gewohnheitstiere, Gleichbleibendes gibt ihnen Sicherheit und sie verstehen dann eben oft nicht, warum heute ausnahmsweise mal nicht galoppiert wird wenn doch sonst immer laufen angesagt ist. Manchmal spielt auch der Herdentrieb mit, wenn alle losrennen muss Pferd natürlich mit und je nachdem ob man ein mehr oder weniger dominantes Tier hat, will es entweder vorne den Ton angeben oder begnügt sich damit den anderen nachzuhetzen. Da ist es eben wichtig, dass sich der Reiter durchsetzen kann und das Pferd anerkennt, dass das was der Reiter fordert wichtiger ist, als das was die anderen Pferde tun. Und das ist sicher nicht immer leicht, wie du ja selbst dabei bist herauszufinden ;) Wichtig ist, dass du nicht nachlässt und nicht nachgiebig wirst, wenn es einmal gut gelaufen ist. Es sollte immer gut (also so wie du es willst) laufen und das fordert dir natürlich Konzentration und Konsequenz ab. Lass dich nicht von Rückschlägen entmutigen, die können immer vorkommen, aber die generelle Tendenz sollte positiv sein.

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Hallo!

Ich werd einfach mal meine Erfahrungen posten..

Bei dem "Problemstück" würde ich einfach die nächsten paar ausritte schritt gehen, wenn sie keinen stress macht, dann traben und wenn das gut klappt kannst du langsam galoppieren,..

Falls sie dir durchgeht hilft konstantes zerren und ziehen am zügel meistens nicht viel, da sie wahrsch. einfach sich im maul hart macht um dem zu entgehen... Ich würde wenns ernst wird die zügel locker lassen und ruckartig anziehen und das 3 mal hintereinander, wenn sie das kapiert ist es eh gut, sonst musst du's fester probieren.. so hats bei mir auch funktioniert...

LG und viel glück

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tue ich ihr da nicht weh?

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@2010Mele2010

Hi,

klar ist es fürs pferd ja nicht grad angenehm, aber ich rede ja nur vom durchgehen. Wenn sie vollgas durchgeht und du nur obensitzt und wartest, bis sie stehenbleibt kann das gefährlich werden - außerdem merkt sie sich ja das du sowieso nichts unternimmst, also wird sie's immer wieder tun. Es ist wie gesagt extrem gefährlich, stell dir mal vor da wären leute, hunde, autos oder einfach nur gefährlicher boden, zB schlaglocher, rutschig...

Also bitte wenns sie wirklich durchgeht, zeig ihr mal das sie das nicht darf, aber natürlich ist vorbeugen um einiges besser.

LG

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eine andere Zäumung. Notfalls Hackemore? Wobei ich festgestellt habe das ein genau ggentieliges Gerät auch seine Wirkung hat , Ds ist das sogenannte merotische Reithalfter. Also das wäre empfehlenswerter.

http://www.google.com/search?ie=UTF-8&oe=UTF-8&sourceid=navclient&gfns=1&q=hackemore

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ja genau das hat die Stute!!!

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@2010Mele2010

OH Je, dann kann ich nur raten es mal mit dem merotischen zu versuchen. Es drückt die Nase zu , nicht runter. Also das wäre ein anderers Mittel als die Stute kennt- wird sich dann wohl wundern wenn sie keine Luft mehr bekommt.!!!

http://www.merothisch.com/gal.htm

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Araber spinnt bei Gruppenausritt und will nur rennen ..

Huhu vielleicht erstmal die Vorgeschichte.

Ich habe jetzt seit 2 Jahren eine Araber Stute, die 9 Jahre ihres lebens auf der Koppelverbracht hat und ab und an mal ausreiten war aber nur schritt und trab. Das heißt sie kannte das geregelte galoppieren gar nicht. Im ersten Jahr bin ich immer mit einem anderen Araber ausgeritten ihrer halbschwester. Mir ist aber erst im nachhinein klar geworden, dass der Galopp damals für sie nur Herdentrieb war hauptsache hinter her aber damals hatte ich keine Probleme sie zurück zu halten wir haben sie halt schon auch laufen lassen.

Seit einem dreiviertel Jahr reite ich jetzt nur noch alleine aus. Dort ist sie super lieb und kontrollierbar im Galopp zwar schreckhaft aber damit kann ich umgehn. Ab und an reite ich mit einem Warmblut aus und dessen Reitbeteiligung erst gestern wieder jetzt zu meinem Problem:

Der erste gemeinsame Galopp war in Ordnung ich musste sie auch gut durchtreiben. Beim zweiten galopp ( ein kurvige ansteigende Strecke) die sie auch schon gekannt hat und sie auch gerne läuft, ich hab zu meiner mitreiterin gesagt, dass sie auf der Strecke gerne mal zu schnell wird ob ich nicht vorne reiten darf. Ich bin dann vorne galoppiert als sie dann das andere Pferd von hinten gehört hat ging ihr so sag ich das immer "das Hinterteil " runter also die Hinterhand ab ^^ sie kam immer näher und war dann auch neben mir.. ich war nur am kämpfen und meinte ob sie nicht leiber wieder vor will aber dann war eh alles vorbei ich konnte sie nicht mehr ruhig galoppieren war nur am kämpfen. Nach dem Galopp hab ich sie nicht mehr anständig ruhig reiten können sich hat sich in alles reingesteigert .. kaum bin ich beim leichttrabren etwas zu weit ausm Sattel wollt sie mir die ganze zeit wieder unter dem aller wertesten rennen. Sie war auch nur noch hektisch am Traben. Beim letzten Galopp wollt ich sie nochmal ruhig galoppieren aber daran war nicht zu denken. Vor lauter aufregung hat sie ihre Beine nicht sortiert bekommen musste sie durchparieren hatte dann etwas abstand und schon gings wieder los keine rücksicht auf verluste hauptsache hinter her ...

Dazu muss man sagen, dass sie auch im ersten Jahr im Becken verschoben war also nicht ganz so fit war jetzt hat sie natürlich viel mehr Muskeln und sicherheit und ist auch gesünder aber so kannte ich das damals nicht von ihr ?

Habt ihr Tipps ? Es liegt ja an mir uns meinem Araber und nicht an der anderen Reitbeteiligung aber ich möchte aufs erste auch einfach nicht mehr mit ihr reiten weil sie das Warmblut auch nicht hinten halten kann und dann neben mich kommt und nur noch meint " mensch dich haber ich aber auch schneller in Erinnerung" und dabei will ich sie ja gar nicht so laufen lass und war schon am kämpfen .. ich weiß auch nicht :(

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pferd in den richtigen galopp kriegen auf schlechter hand (sehr jung)

halloo :D

also ich reite ja momentan eine recht junge stute und wir üben gerade das galoppieren. endlich klappt das auch das sie sofort auf die galopphilfe reagiert und eben egal in welcher ecke :P

Nun war halt immer das Problem das sie sich total gewehrt hat auf ihrer schlechten seite zu galoppieren, also das war anfangs echt nur buckeln und rumspacken aber nicht galoppieren. Jetzt haben wir das auch schon geschafft das sie meistens direkt angaloppiert, manchmal am anfang auch noch buckelt aber das legt sich schnell .

Allerdings ist das Problem das sie auf dieser Hand wirklich IMMER im falschen Galopp geht und wenn man denkt gleich hat man es dann geht sie in den kreuzgalopp :D Also wirklich IMMER ...

Habt ihr tipps ? Ich werde nächste Woche (da ist er erst wieder da ) meinen Trainer natürlich dazuholen ,aber man kann ja tdm mal fragen ;)

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