Kampfsport als Erwachsener anfangen, mit Leute rumschmeißen?

4 Antworten

Im Ving Tsun nach Wong Shung Leung gibt es immerhin Pushings und Pullings. Die sind nicht ohne!

Aber sei es drum. Eigentlich wollte ich sagen dass es an Dir liegt ob es was taugt oder nicht. Egal ob Judo, Aikido oder Was auch immer!

Mach paar Probetrainings mit und Entscheide dann selbst! :-)

Woher ich das weiß:Hobby – Beschäftigt mich

Ich nehme an, deine Frage ist eher humorvoll zu verstehen... 😉

Ja natürlich kannst Du noch mit 30 Jahren beginnen! Ich selbst begann mit 31 Jahren meine erste Kampfkunst (Wing Tsun).

Ja und nun, im Alter von 47 Jahren, rolle ich seit einem Jahr begeistert auf der Matte rum (Fallschule im Jiu Jitsu). Auch erste Anfänge im Bodenkampf...

Du kannst alles machen, was Du willst, was Dir Spaß macht und was dein Körper aushält. Ich verspreche Dir nach den ersten Trainings einen gehörigen Muskelkater, aber durch diese Phase musst Du durch.

Persönlich halte ich für Selbstverteidigung Schläge für mein bestes Mittel der Wahl. Das geht einfach am schnellsten und ist völlig unabhängig von der Masse des Gegners und ich muss ihn nicht erst anpacken. Außerdem darf echte Selbstverteidigung keine Wettkampfregeln beinhalten, denn die dienen ja dem Schutz des (Wettkampf-)Gegners vor Verletzungen.

Judo enthält keine Schläge und Judo ist ein Wettkampfsport mit Regeln. Im Aikido sind Schläge in diese runden Bewegungen "integriert". Es dauert aber ein bisschen länger, bis Aikido anwendbar ist, sieht etwas seltsam aus, aber es lohnt sich.

An deiner Stelle würde ich nicht danach gehen, was ich als das beste für die Selbstverteidigung halte, sondern wo Du persönlich am meisten Spaß am Training hast.

Ich rate Dir, dass Du jetzt die infrage kommenden Adressen der Vereine und Telefonnummern (oder E-Mail-Adressen) raussuchst und gleich morgen dort anrufst und kostenlose Probetrainings vereinbarst.

Wenn Du Würfe magst, dann sind Judo und Aikido genau richtig.

Den Tritt in den Moors must Du Dir schon selbst geben.... 😉

Ich versuchs erstmal mit Aikido wirkt weniger anstrengend :D

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@pillmill

Zu "anstrengend" beim Aikido kann ich noch nicht viel sagen. Ich hatte erst 2 Aikido-Einheiten, fand das zwar nicht sooo anstrengend, hatte nach den 2.Mal aber einen gehörigen Muskelkater im Rücken vom rollen auf der Matte.

Da ich seit fast 1 Jahr Jiu Jitsu trainiere, inclusive Fallschule, dachte ich eigentlich, darüber wäre ich schon hinweg...und ich weiß ja nicht, was jetzt noch alles kommt an Übungen.

Aber Du wirst das schon packen.

Viel Spaß beim Probetraining!

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Als ich mit Aikido begonnen habe, war ich 25, übergewichtig und ein fauler Sack. Meine damalige Frau sagte mir, sie ginge 3 x wöchentlich ins Fitness und ich sässe nur zuhause, wie ein Couch Potatoe. Ich solle mir was suchen, das mich in Bewegung setzt. Habe ich das Telefonbuch aufgeschlagen und wollte nachschlagen, wo der nächste Judo- oder Karate-Verein stattfindet Bin aber beim Buchstaben A hängen geblieben, weil ich nicht wusste, was Aikido war.
Bin in den nächsten Einführungskurs gegangen und es hat mir Spass gemacht. Nach etwas mehr als einem Jahr habe ich gemerkt, dass ich immernoch regelmässig hingehe und immernoch Spass habe. Bin ich also dabei geblieben

Jetzt kann ich Leute rumschmeissen, mich verteidigen und mache mir dabei auch gar nicht Aua. - finde, das passt!

Wenn du sowas, wie auf dem Video auch lernen willst...

https://www.youtube.com/watch?v=9MIVo68o6Sg

google dir mal den nächsten Aikido-Verein. Der Lehrer, den du auf dem Video siehst, heisst Christian Tissier und ist in Südfrankreich zuhause. Er leitet die technische Ausbildung einer ganzen Reihe von Dojos, die seinen Aikido-Stil lernen und unterrichten wollen. Christian ist ein ganz netter und macht auch niemandem Aua. Aber wenn es sein muss, geht das ganze schon ziemlich zur Sache!

Mit jungen Jahren ging er nach Japan um Aikido zu lernen. Als er zurück nach Frankreich ging, stellte er fest, dass dort Karate viel populärer war und alle, die zu ihm in den Unterricht kamen, Karate geil fanden. Also musste er Karate-Schülern Aikido beibringen. Das hat seinen Stil im Aikido sehr geprägt. Mit seinem Aikido-Stil ist man auch in der Lage, sich gegen Highkicks locker zu verteidigen.

Ich kann dir Aikido empfehlen. Es ist auch Nahrung für den Kopf und man lernt eine ganze Menge über sich, über andere und über Menschen generell.

Woher ich das weiß:Hobby – betreibe seit bald 30 Jahren Aikido; 4. Dan-Grad

Hört sich nett an, ich kanns mal antesten. Obwohl ich von Videos zu Aikido oft den Eindruck hatte, das die Leute immer nur die Hand greifen wollen und hinter einem nachlaufen "müssen" damits funktioniert.. aber vielleicht kann man da ja dennoch was von abgewinnen. ?? Bzw geht das auch ohne laufen?

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@pillmill

Würdest du einfach mal so fotogen stehen bleiben, wenn jemand in aggressiver Absicht auf dich zukommt? Sobald dieser nämlich in deine Handlungs-Späre eintritt, beginnen die Gegenmassnahmen. Diese Späre zu üben, gehört auch dazu.

Ein sehr probates Mittel ist, ihm etwas zum greifen anzubieten, irgendwas. Zum Beispiel ein Handgelenk, indem man ihm dieses von unten kommend ungefähr bis vor's Gesicht führt. Er wird refleartig danach greifen. Und die Sache geht eben bereits los, bevor er seinen Griff ans Handgelenk überhaupt hat setzen können. Wenn er es erwischt, gut; sein Problem Finden die Gegenmassnahmen eben statt, nachdem er gegriffen hat
Wenn nicht, führt man es in kurzer Distanz vor seiner nach dem Handgelenk greifenden Hand von ihm weg - er wird weiter danach streben! Sein Aufmerksamkeitsfokus wird weiter auf das Handgelenk gerichtet bleiben, das er auch weiterhin zu erreichen trachtet. Die Gegenmassnahmen kommen dann von ausserhalb seines Aufmerksamkeits-Tunnels aus einer Richtung, aus der er es nicht erwartet und nicht kommen sieht.

Alles Gute auf deiner Suche!

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@tenno5034

Hörst sich sehr psychologisch an. Was ist aber wenn der "Gegner" garnicht vorhat einen greifen zu wollen sondern einen einfach mit Tritten oder schlägen anfängt zu attakieren, oder er einer ist der versucht einen zu schubsen? Hat Aikido auch für solche Angriffe Techniken parat?

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@pillmill

Ach, ich will dir hier jetzt nicht Kampftaktik runterbeten.
Letztlich geht es aber darum, dass man lernt Schläge, Angriffe, Folgeangriffe jeglicher Art vorne weg zu nehmen bezw. zu erahnen. Die höhere Schule besteht darin, dass man Folgeangriffe auslöst und mit dieser Bewegung was Gescheites anfängt. Gelinde gesagt läuft einem ein Angreifer geradezu in die Technik rein.

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@tenno5034

Hodeedudee, war mal Aikido antesten. War ganz nett. Aber sehr komplizierte Bewegungen die man da lernen muss. Vermutlich ist es deswegen nicht ganz so beliebt bei vielen weils kompliziert ist. Aber ich werd nochmal hingehen. Nur die Techniken funktionieren wohl auch nur durch die drehungen und so wie ichs verstanden habe, ausm bloßen Stand wie im Jujutsu ohne das rundherum würds wohl nicht gehn. So man mir sagte.. Gibt da wohl auch Techniken gegen Fausschläge, nur ob ich dagegen Aikido nehmen würd bin ich mir unsicher, dann vielleicht in dem Fall lieber Karate. Aber Aikido passt denk ich wunderbar auf jedwede Situation, wenns Handgelenk gegriffen wird.

Wie is das beim Aikido eigentlich mit "Schubsern" gibts darauf auch reaktionstechniken?

Und werden diese "Ki" Techniken auch vermittelt weißt du das? Hab da was gelesen von Ki übungen und Atemkraft etc.. ?? Nur ob in dem Verein da jemand von Ahnung hat wirkte nicht so..

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@pillmill

Aikido aus dem Stand bedeutet, dass man den Beginn des Angriffs schon mal verpennt hat. Wenn ein Angreifer einen Körperteil festhält, ist ein anderer noch frei und damit kann man Gegenmassnahmen ausführen. Funktioniert durchaus auch aus dem Stand, denn JJ basiert letztlich auf denselben Originaltechniken, die auf dem Schlachtfeld entstanden waren. Je früher man einen Angriff kommen sieht, um so früher kann man Gegenmassnahmen einleiten. Im Optimalfall, bevor ein Angriff etwas zu fassen kriegt. Das nennt man dann als Ausführungsvariante Kigata - Lenken des Ki des Angreifers, genauer: Lenken von dessen Absicht. Die harte Ausführungsvariante nennt sich übrigens Shinken, was soviel bedeutet, wie das Schwert des Himmels. Das geht dann echt zur Sache und stützt sich in der Ausführung sehr stark auf das Original vom Schlachtfeld mit denselben Ausfallwahrscheinlichkeit seitens des Angreifers.

Übungen, welche das Ki fördern, sind im Aikido inhärent. Ki ist letztlich eine Kombination aus Atemkraft und Körperspannung kombiniert mit technischer Fertigkeit. Diese Dualität von Atemkraft und Körperspannung ist das zentrale am Ki und soll echt die Lebensgeister stärken - tut es auch! Und auch die geistigen. Diese 'befriedet' es quasi. Man beginnt zu erkennen, dass Kein Kampf besser ist, als jede Auseinandersetzung. Aber Aikido ist letztlich "Budo" - und Budo bedeutet "den Kampf beenden" - auf die eine oder andere Art. Diese sucht sich aber der Angreifer aus. Der Aikidoka antwortet bloss mehr oder weniger deutlich.

Viel Spass!

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@pillmill

Im zweiten Video hat der Junge eine gut erkennbare Schlaghemmung.

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@tenno5034

Hätte das Aikido denn irgendetwas in seinem Technik Arsenal was auf diese Schlag (Boxen) und Griffe (BJJ) angebracht hätte werden können??

Ich habe früher ein paar Jahre Karate (Shotokan) gemacht,(noch innerhalb der Farbgurte). Ich könnte mir vorstellen das es eine gute Kombination mit Aikido sein könnte. Was meinst du dazu? Dann könnt ich das parallel üben ZB.

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@pillmill

Nochmal: Der Junge hat 'ne Schlaghemmung! Shinken waza: Direkt mit dem ersten Schlag eintreten - Atemi gegen Kehlkopf und Auge. Das ist aber Shinken waza und hinterher liegen Tote und Verletzte rum.

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@tenno5034

Shinken? Ich bin überzeugter Vegetarier!

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@tenno5034

Was ich beim Aikido, ebenso wie beim Karate vermisse ist die Tatsache, das man nicht weiß oder wissen kann, ob das erlernte wirklich anwendbar ist bzw ob man sich damit wirklich verteidigen können wird. Es gibt ja keine Wettkämpfe die soeine Situation nachempfinden würden.. Beim Karate gibt es zwar sowelche Punkt wettkämpfe jedoch wird dort abgestoppt und unterbrochen. Beim Karate fehlt auch die fließenden weiteren Techniken, nachdem man eine Technik ausgeführt hat, dann hört man auf. Während man zb beim Boxen weiterboxt. Auch beim AIkido ist es doch so das ein Angriff erfolgt worauf man eine Abwehr tun soll es fehlt das wirkliche kämpfen.

Beim Judo hat man ja dieses Gerangel was einem Kampf am nächsten kommen würde denke ich auch wenn da nicht geschlagen wird. Ich denke nur von der Beobachtung her, ist wohl Judo die wirkungsvollste Selbstverteidigungsart. Weil der Judoka, sofern er einen Schlagangriff abgewehrt haben kann.. den Angreifer dann nämlich sehr schnell packen wird, werfen wird und im Anschluss daran totwürgen könnte.

Im AIkido und im Karate gibt es keine solch agressive Vorgehensweise. Der karateka versucht mit einem Schlag den Gegner umzuhauen und wenn das nichts brachte dann ist die Klappe zu und der Affe tot..
Beim Aikido ist es vermutlich ebenso.

Von dieser Betrachtungsweise aus gesehen sollte ich vermutlich im Idealfalle Judo lernen.

Beim AIkido hatte ich den Eindruck das die "Gegner" gern mitspielen und würden sie es nicht tun die ganze Technik garnicht funktionieren können würde!

Oder irre ich mich da, hast du das mal mit Leuten ausprobiert die eben nicht mitlaufen und freudig zu boden rollen? Sondern zb die Hand loslassen oder dergleichen? Was tust du denn dann wenn du dich in soner Drehung befindest und dein "Gegner" lässt die Hand los? Dann wars das doch im Grunde richtig?

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@pillmill

Die Welt ist dual. Auch im Aikido. Geht es nicht in die eine Richtung, dann garantiert in die andere. Rollt einer nicht mit, sondern lässt los, kriegt er von da an den Ellbogen ins Gesicht. Oder wenn er zieht, statt stösst, geht die Sache für ihn nach hinten los, statt nach vorne.
Deshalb ist die Sensibilität auch so wichtig, damit man spürt, wohin der Angreifer schiebt oder drückt. Dann drückst man nur ein kleines bischen mehr und er kippt.
Das sieht man nicht von aussen - muss man spüren. Deshalb sieht es auch so einstudiert aus, weil man nicht mit Kraft dagegen wirkt, sondern mit der Kraft mitgeht, diese aber kontrolliert und lenkt.

Sei's drum. Alles Gute auf deinem weiteren Weg.

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@tenno5034

Danke ist interessant. Wusste nicht das es das auch im Aikido gibt, hörte sich grad sehr nach Judo an.
Gibt es im AIkido eigentlich auch Hüft-,Schulter-Würfe und dergleichen oder ausschließlig Handgelenk Hebel?

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@pillmill

Aikido ist nicht zur praktischen Anwendung geeignet (oder jemals gedacht gewesen)

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@Hellbow1

Hör auf in Themen herum zu trollen, von denen Du keine Ahnung hast!

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Wenn du die Wahl zwischen Judo und aikido hast, dann nehme definitiv Judo, im aikido gibt es keinen Widerstand und es ist auch nicht zum kämpfen erfunden worden, sondern mehr der Spiritualität und der Philosophie. Du kannst außerdem Ringen machen, dort gibt es auch Würfe, aber im Judo ist der focus mehr darauf

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