Was ist der beste Kampfsport für die Selbstverteidigung?

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9 Antworten

Den "besten Stil" kann dir niemand sagen, da es ihn nicht gibt -  egal was irgendwelche Anbieter vollmundig versprechen mögen.

Was ich dir aber sagen kann ist, dass du niemals signifikante Fortschritte machen wirst, wenn du nach einem Jahr Training wieder aufhörst.

Gerade traditionelle Kampfkünste setzen mehrjähriges Training voraus, um sie in ihren Aspekten - auch dem Selbstverteidigungsaspekt - zu erfassen.

Moderne Selbstverteidigungssysteme versprechen zwar höhere Effektivität, aber auch hier gibt es kein Patentrezept, oder irgendwelche Garantien.

Das Geheimnis erfolgreichen Trainings liegt in der Freude am Training - denn nur so bleibt man lange genug motiviert um tief genug einzusteigen.

Jemand mit kurzen Extremitäten und gedrungenem Körperbau wird sich vermutlich langfristig bei einem anderen Stil wohlfühlen, als eine hagere Person.

Irgendeinen "one-style-fits-all" gibt es nicht.

Fazit:

Es ist besser, an einem angeblich "weniger effektiven" Stil seinen Spaß zu haben und langfristig Fortschritte zu machen, als den angeblich "effektiveren Stil" wegen Lustlosigkeit nach kurzer Zeit wieder aufzugeben.

Wenn dir Judo also Spaß machte und du lediglich über den scheinbar geringen Wert für die Selbstverteidigung enttäuscht bist, dann lasse dir dadurch den Spaß nicht nehmen und mache weiter - die Effektivität zeigt sich mit der Zeit.

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Enzylexikon 13.07.2016, 21:56

Persönliche Erfahrung

Ich selbst trainiere die japanische Kampfkunst Aikido und merke selbst immer wieder aufs neue, wie sich "Aha!"-Momente bei Techniken ergeben, die man als Anfänger eher banal findet.

Mit entsprechender Erfahrung merkt man dann erst einmal, wie viel zB. in der allerersten Haltetechnik, oder einem scheinbar simplen
Handgelenkhebel steckt.

Selbst wenn man sich Videos zum Thema "Das Geheimnis des Handgelenkhebels" ansieht, wird man nie das gleiche
Maß an Verständnis erlangen, wenn man ihn nicht praktisch übt.

Ein Beispiel

Man sagt, Aikido sei defensiv, weil der angreifende Partner den ersten Schritt macht und man als Verteidiger darauf reagiere. So wird das Anfängern auch durchaus vermittelt.

Tatsache ist aber, das man schon allein durch das Einnehmen der Grundstellung (hanmi) einem Angreifer im Ernstfall die Initiative abnimmt und ihm einen Schritt voraus ist.

Beim Aikido steht man mit einem Arm und einem Bein nach vorne, was also eine seitliche und keine frontale Position darstellt. Dadurch bietet lediglich die dargebotene Körperseite eine Angriffsfläche.

Was immer der Angreifer auch vorhatte, nun muss er sich auf diese verringerte Trefferfläche einstellen - und man hat ihn manipuliert, noch bevor er überhaupt angegriffen hat.

Das sind Dinge, über die man als Anfänger überhaupt nicht nachdenken kann, weil einem praktische Erfahrung und theoretisches Verständnis gleichermaßen fehlen.

Wer Aikido nur ein Jahr lang übt, wird nie zu diesem Punkt kommen, wenn ihn das Training nicht ausreichend motiviert um weiterzumachen.

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Rottx1512 14.07.2016, 12:05
@Enzylexikon

Kann dem was Enzylexikon schrieb nur zustimmen. Ich mache seit 2 Jahren Taekwondo und bin die komplizierten Techniken des Aikido überhaupt nicht gewohnt. Natürlich gibt es auch im Taekwondo effektive Selbstverteidigungstechniken aber viel mehr geht es um bestimmte Techniken wie Faustschläge oder Kicks.

Vor einem Monat habe ich eine Probestunde in einem Aikidoverein absolviert. Ich bin mit meinem Taekwondo Dobok hingegangen (war sogar erwünscht. Ich habe zuvor mit dem Sensei geredet und ihm gesagt dass ich TKD mache). Am Ende der Stunde habe ich ihn einfach mal gefragt ob er sich schon mal wehren musste und wie es der Zufall so wollte standen wir beide schon in Kampfposition. Ich zweifle nicht an Aikido oder deren Philosophie. Aber sehen wie ein Meister des Aikido kämpft..das wollte ich mir nicht entgehen lassen ;) Gewonnen hat am Ende selbstverständlich er :D Ich wollte ihn zuerst mit Faustschlägen attackieren (hatte Schutzhandschuhe an) . Zu den Kicks kam es dann leider nicht mehr. Und die Moral von der Geschicht: Aikidoka schlägt man nicht :P

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Es gibt keinen "besten" Kampsport für die Verteidigung.

Judo ist wunderbar zur Verteidigung geeignet! Es ist nur so, dass man schon einige Zeit lernen muss, um so gut zu werden, dass man das auch draußen anwenden kann. Das gilt für Judo ganz genauso wie für alle anderen Kampfsportarten.

Nach einem Jahr hat man gerade mal so eben das erste Anfängerniveau erreicht und ist im Begriff, so ganz, ganz langsam von der Stufe des völligen Anfängers auf die Stufe des Anfängers zu gelangen.

Wenn du jetzt mit Judo aufhörst und etwas anderes beginnst, fängst du wieder bei Null an. Und wirst auch dann nach einem Jahr merken, dass du die neue Stilrichtung draußen nicht anwenden kannst. Und so weiter.

Also, bleibe beim Judo und trainiere weiter.

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Enzylexikon 13.07.2016, 21:45

Diese Aussagen kann ich absolut unterstützen. :-)

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Es gibt so viele Kampsportarten, welche nun die bessere ist ist fraglich, es kommt immer auf dich selbst an und auch auf den gegner. Ich zum bsp. hätte damals länger als nur ein jahr judo machen sollen, denn jetzt trainiere ich shindokai und da wäre judoerfahrung von großem nutzen gewesen.

Bedenke das wenn du Judo weiter machst do sehr große Vorteile hast was den Bodenkampf und Würfe angeht hast!!! Was du in anderen Kampfsportarten nicht hast. Vor und Nachteile eben.

Schonmal mit voller Wucht aufm Rücken gelandet ohne Ukemi? Und hast nach Luft geschnappt? :D

Letztendlich wenn du einige Jahre weiter machst und irgendwann deinen Stil ändern möchtest bringt es Vorteile mit sich.

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Es gibt keine gute oder schlechte Kampfsportart. Auch nicht für die Selbstverteidigung. Die asiatischen Kampfkünste musst du beispielsweise sehr lange betreiben damit du wirklich Ahnung davon hast. Im Boxen kannst du ziemlich schlecht die Grundlagen erlernen und wenn du noch im Sparring mitmachst, kannst du dich ziemlich einigermaßen verteidigen, jedoch triffst du auf einen Ringer, hast du meistens wenig Chancen (auf der Straße). Bist du selber ein Ringer, kannst du dich gut verteidigen, jedoch eher in einer "1 gegen 1" Situation. Sind es mehrere Angreifer, hast du am Boden auch keine Chance. Wie gesagt, es gibt überall Vorteile und Nachteile. Meine 5 Top Kampfsportarten (ohne MMA): Boxen, Ringen, Muay Thai, BJJ, Judo

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Jiu Jitsu, Kickboxen u.ä., Kung Fu, Teakwondo, Boxen, Karate

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Selbstverteidigung die das Wissen um Kyusho Jitsu (Vitalpunktlehre) beinhaltet funktioniert auch für 13 jährige Mädchen "Master's Qi Protection" 

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Ich sag's mal so auch aus eigener  Erfahrung boxen,k1(muay Thai ohne chlinc) und mma ist das beste was du machen kannst. krav maga sind Techniken die du im Prinzip lernst aber du hast jetzt auch nicht so die Reflexe taekwondo wenn du durchziehst sehr gefährlich fast die meisten Kicks stammen davon Aber viel Geduld ich empfehle Dir was im Ring das es nicht langweilig für Dich wird .1du machst es zur Selbstverteidigung auf der Straße ist es ganz anders wie im Training und auf der Straße vergisst du alles du denkst nucht dran das kommt mit der Zeit wenn du Dich öfters klatschst. Wenn du sowas lernst sei vorsichtig was dh machst ich hoffe zur Selbstverteidigung .zB bei Anzeigen und Körperverletzungen egal ob er älter ist paar Köpfe größer Du wehrst Dich nur du wirst immer der schuldige seinn   Gericht bleiben Weil du was auf den kasten hast.2 es macht ulrtra Spaß kämpfe zu machen.Ubd 3  wenn Du ein guten Trainer hat lernt man nicht nur austeilen sondern auch einstecken !!. Was du sage ich mal bei Selbstverteidigung nicht lernst im jeden Ring Sport  heißt es dann Hände hinter den Kopf und dein Partner darf erstmal dein Körper bearbeiten (keine Angst als Anfänger wirst du nicht so rangenommen. )   Aber denk mal sekber drüber nach was könntest du an besten umsetzen ? ^^ 

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Ich bin grosser Fan vom asiatischen Kampfsport, weil es ein Lifestyle ist.

Aber wenn du schnell und effizient Kämpfen willst, empfehle ich Krav Maga.

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Krav Maga !!

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