Japanisch lernen mit Selbststudium oder Kurs?

6 Antworten

und natürlich aussprache etc.

Um nur mal auf diesen Punkt einzugehen, weil ich da gestern noch mit meinem Partner (Japaner) drueber gesprochen habe. Ausloeser fuer unsere kleine Diskussion war ein Youtube-Video, was zur Zeit die Runde macht ("But We're Speaking Japanese!" -- es ist arg uebertrieben, hat aber sehr viel wahren Charakter) und der Umstand, dass wir gestern im Supermarkt (wir leben in Japan) zwei nette Gespraeche mit Passantinnen und Supermarktangestellten hatten, die uns zufaellig ansprachen, als wir ueber das Abendessen diskutierten.

Wenn man mit jemanden spricht, dann ist das erste, was der Angesprochene mitbekommt, nicht der Inhalt des Satzes, sondern die Art und Weise, wie dieser gesprochen wurde. Das kann man auch ganz gut bei sich ausprobieren, wenn man mit einem Deutschlerner spricht. Je nachdem, wie toll oder nicht-toll die Aussprache des Sprechers ist, hat man entweder viel oder wenig Lust sich bei der Antwort zu bemuehen, bzw. passt diese an den Sprecher an, beispielsweise indem man langsam und deutlich spricht, auf eine Fremdsprache wechselt oder denjenigen gleich ganz ignoriert, weil man unter Umstaenden gar nicht verstanden hat was ueberhaupt gesagt wurde.

Stottert man sich jetzt einen zurecht, behaelt die Melodie der Muttersprache bei oder hat Probleme bei der Aussprache bestimmter Laute, dann sagt man indirekt, dass man noch einige ernste Probleme mit der Sprache an sich hat. Es kann sogar soweit gehen, dass der Angesprochene gar nicht versteht, was gesagt wurde, auch wenn der Satz vielleicht sogar grammatikalisch gut formuliert war. Viele Japaner geraten dann schnell in Panik und reagieren, wie oben beschrieben. Und es wird einem immer wieder passieren, weil Japaner allgemein eher wenig mit Auslaendern zu tun haben und solche Situationen gar nicht wirklich gewoehnt sind.

Es ist also wichtig, dass man sich von Anfang an eine vernuenftige Aussprache angewoehnt. Dabei kann ein Buch oder eine Internetseite allerdings alleine nicht helfen. Auch wenn das Buch die IPA-Umschrift benutzt (im Fall von Japanisch ist das leider kaum vertreten), kann man sich seine Aussprache-Versuche alleine nicht bestaetigen lassen. Gleiches gilt fuer Akzentverlaeufe, die im Japanischen ganz anders funktionieren. Und wer schonmal Musik gehoert oder geskypt hat, der weiss, dass Lautsprecher auch nicht unbedingt so uebertragen, wie es in der Realitaet wirklich ist. Eine Audiofile am Computer ist also auch mit Vorsicht zu geniessen.

Die Aussprache muss/sollte also eine Lehrkraft uebernehmen, die davon sowohl aktiv, als auch theoretisch Ahnung hat. Diese kann dann nicht nur beibringen, sondern auch immer wieder kontrollieren und nachbessern, wenn man im Unterricht einen Satz spricht. Diesen Vorteil sollte man nicht unterschaetzen. Hat man dann naemlich irgendwann eine gute Aussprache, dann wirkt man gleich ganz anders auf die japanische Umgebung, die dann sehr viel zuvorkommender mit einem umgeht (beispielsweise indem sie Kochtipps fuer das Abendessen gibt; siehe Eingangsabsatz).

Kurze Anmerkung vorab.

Ausloeser fuer unsere kleine Diskussion war ein 
Youtube-Video, was zur Zeit die Runde macht 
("But We're Speaking Japanese!" -- es ist arg 
uebertrieben, hat aber sehr viel wahren Charakter) 

Auf das Video bin ich der Tage auch gestoßen und kannn diesen Eindruck bestätigen.

Ansonsten kann ich dem von M11603 gesagten nur zustimmen.

Ich selbst habe Japanisch erstmal nur im Eigenstudium und ohne kana und Kanji gelernt - meiner Meinung nach einer der größten Fehler überhaupt, davon kann ich wirklich nur abraten.

Irgendwann muss man einfach die Schrift lernen, wenn man über Touristensätze wie "kôhi o kudasai" herauskommen möchte.

Meine ersten Ausspracheversuche beruhten dann auf einem Cassetten-Kurs für Touristen (falls hier jemand überhaupt noch weiss, was das ist. ;-) ) mit einer weiblichen Sprecherin, was sich natürlich auch auf meine Aussprache auswirkte.

Auch wenn Japaner diesbezüglich bekanntermaßen höflich sind - mir schleicht sich immer noch die deutsche Betonung von Worten ein, obwohl ich dann längst Kontakt mit Muttersprachlern hatte.

Schuld daran ist sicher auch - wenn natürlich nicht ausschließlich - der Umstand, zu viel alleine fabriziert zu haben. Was man einmal falsch drin hat, kriegt man so schnell nicht wieder raus.

Also kann ich jedem ernsthaft Interessierten nur dazu raten, sich das Geld ans Bein zu binden und unbedingt einen Kurs zu besuchen.

Sollte das wirklich aus nicht zu kompensierenden Gründen nicht möglich sein, dann könnte man vielleicht immer noch nach professionellen (und zumeist kostenpflichtigen) Webseiten mit Live-Unterricht durch Muttersprachler etwas erreichen.

Das wäre immerhin besser als gar nichts - hätte dennoch den von M1603 genannten auditiven Nachteil durch Lautsprecher/Kopfhörer.

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 Nachdem ich mich jetzt in diversen Foren und auch hier 
 auf Gutefrage.net umgesehen habe,

...solltest du bemerkt haben, das praktisch jeder mit ein wenig Sprachkompetenz den Unterricht mit einem menschlichen Lehrer im Rahmen eines Kurses empfiehlt.

Weitere relevante Informationen hat ja Clarissant bereits genannt.

Was Lehrbücher angeht, so gibt es eine Gewissheit: Das ultimative Lehrbuch, das die Bedürfnisse aller Sprachschüler erfüllt, existiert nicht. Solltest du einen Kurs besuchen, so wird dort sicher auf ein gemeinsames Lehrbuch zurückgegriffen - hier hilft also fragen.

Viel Erfolg. :-)

Hallo,

eine Sprache lässt sich nur begrenzt online und im Selbststudium lernen, da die Aussprache, das Feedback, der Dialog und die Korrektur auf der Strecke bleiben. Außerdem erfordert das viel Eigendisziplin.

Am besten lernt man eine Sprache im jeweiligen Land, Auslandsreisen stellen aber meist ein zeitliches und finanzielles Problem dar.

Möglichkeiten, japanisch in Deutschland zu lernen:

• ein Sprachkurs an der VHS oder einer Sprachschule (Berlitz, Inlingua usw.)

• ein Privatlehrer - vorzugsweise Muttersprachler - z.B. im Freundes-, Bekannten- und Familien-, Kollegenkreis oder in der Nachbarschaft

o per Kleinanzeige in der Zeitung

o per Aushängen an schwarzen Brettern

• bei selbstständigen Übersetzern und Dolmetschern. Manchmal geben diese auch Sprachunterricht. Übersetzer und Dolmetscher findest du über die gelben Seiten und beim Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (bdue.de).

• bei einer Deutsch-Japanischen Gesellschaft, einem Deutsch-Japanischen Freundeskreis

• mit einem Sprachtandem-Partner: tandempartners.org, sprachtandem.net

:-) AstridDerPu

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