Das muss man schon selbst für sich herausfinden; beispielsweise durch einen mehrjährigen Aufenthalt, der nichts mit Urlaub zu tun hat. Sowas muss man auch immer im Vergleich (zum Beispiel mit Deutschland) sehen, denn die allermeisten Japaner stört das nicht, was man gerne als schlecht bezeichnet, und alles funktioniert trotzdem irgendwie.

Im Vergleich zu Deutschland fällt zum Beispiel negativ auf:

— Bildungssystem

— Gesundheitssystem

— Qualität der Arbeit (insbesondere bei Büroangestellten, die einfach nur lang im Büro sind, am Tag aber oft nur Arbeit für ne effektiv genutzte halbe Stunde haben)

— wenig ausgebaute Rechte der Frau und aller möglichen anderen Minderheiten; und allgemein die veralteten Umstände im Bereich sozialem Miteinander

— Egoismus und völlige Teilnahmslosigkeit der Bürger im öffentlichen Leben.

— japanische Regierung

usw. usw.

...zur Antwort

Wenn du ein komplett neues Spiel starten willst, dann musst du das alte löschen oder dir eine zusätzliche Switch plus Spiel kaufen.

Animal Crossing war und ist schon immer ein Spiel, das man zusammen spielt.

Ansonsten: 5000 Meilen sammeln und das Zelt in ein Haus umbauen lassen.

...zur Antwort

Ja, das kann man, gemessen an deinem Wissensstand, so sagen. Lass dir das Wort あそびます von deinem Lehrer vernünftig erklären; das ist für einen Deutschen kein einfaches Wort.

...zur Antwort

In den Klassifizierungen des europäischen Referenzrahmens für Sprachen haben Muttersprachler nichts zu suchen. Der Referenzrahmen ist ein System zur Einschätzung von Fremdsprachenkenntnissen mit C2 als sehr kompetentem Niveau, mit dem man unter anderem mit gebildeten Muttersprachlern bei Diskussionen mithalten kann, ohne dass man großartig auffällt.

(Auch ein dreijähriges deutsches Mädchen, oder ein deutscher Arbeiter, oder ein Deutscher mit LRS wir das wohl kein C2-Niveau erreichen. Es sind trotzdem alles Muttersprachler.)

...zur Antwort

Der JLPT N1 ist nun wirklich kein Kriterium, um zu bestimmen, ob jemand gutes oder schlechtes Japanisch kann. Inhaltlich sind das erweiterte Grundkenntnisse. Kann man den N1 gut bestehen, dann fängt danach das Japanischlernen erst richtig an. Den JLPT N1 schaffen, von den wenigen Leuten, die ihn überhaupt erst versuchen, jedes Jahr übrigens etwa nur 30%, sowohl in, als auch außerhalb Japans. Hier darf man auch nicht vergessen, dass der Test nur passives Wissen abfragt und überhaupt gar keine Handlungskompetenzen.

Auch hat Schrift nichts mit Sprache zu tun. Die wenigsten Japanischlerner würden gar nicht so viel Schrift brauchen, wie sie erfolgreich oder eher nicht erfolgreich lernen, weil sie überhaupt nicht genug Sprache können, um das dann auch nutzen zu können. Man kann immer nur das lesen und schreiben, über das man auch sprachlich angemessen sprechen könnte. Für den Spracherwerb als solches ist Schrift überhaupt gar nicht notwendig.

Ganz allgemein gibt es das Problem, dass sich Leute gerne überschätzen, auch wenn sie objektiv die Sprache gar nicht im entsprechenden Ausmaß beherrschen. Da wird dann gerne behauptet, dass Japanisch total einfach ist, hört man solche Leute dann sprechen oder sieht einen geschriebenen Text, dann weiß man eigentlich sofort, dass da noch wahnsinnig viel gelernt werden muss und sich solche Leute ein Urteil über die Sprache noch gar nicht erlauben können.

Nimm dir hier einfach beliebige Fragen zum Thema Japanisch und schau dir die Antworten einiger Leute an:

Da wird zum Beispiel gerne behauptet Japanisch wäre eine Silbensprache (bzw. hätte eine Silbenschrift). Hier weiß man dann sofort, dass diese Leute eine sehr schlechte Aussprache haben werden. Japanisch ist keine Silbensprache und hat auch keine Silbenschrift (quasi alle anderen Sprachen der Welt sind Silbensprachen). Wer Japanisch in Silben spricht, hört sich ganz furchtbar an. Allgemein haben Deutsche auch viele andere Probleme mit der japanischen Aussprache. Mal abgesehen von problematischen Lauten (alveolarer flap), haben Deutsche Probleme mit Vokallängen oder dem Akzentsystem, teilweise bis zur Unverständlichkeit.

Dann gibt es hier oft Fragen zu den Suffixen an japanischen Namen. Da werden dann oft kurze Stichworte gegeben, ohne auf Sozialgefüge einzugehen oder wichtige Hinweise auf Verbformen oder ähnliches zu geben. Register im Japanischen wird also gar nicht korrekt verstanden.

Und von Aspekten, die zum Beispiel Handlungskompetenz betreffen (da geht es um das Wie? und Wie authentisch?), hat man hier noch gar nicht geredet. Da geht es dann zum Beispiel auch um die Verwendung von intransitiven und transitiven Verben, wo Deutsch und Japanisch quasi gegenteilig agieren; aber auch um andere Aspekte, wo es darum geht, ob man so sprechen kann wie man es in Japan machen würde. Soweit kommen die meisten gar nicht, was man auch an den Fragen hier sieht, die dann aufhören, wenn man gefragt hat, ob es reicht, wenn man am Anfang 2000 Kanjis lernt...

...zur Antwort

Mit einem Studentenvisum darf man in Japan nicht arbeiten.

Mit einer Zusatzgenehmigung, die man nur in Japan beantragen kann und für die man die Zustimmung des eigentlichen Visasponsors braucht (hier zum Beispiel die Sprachschule), darf man in der Woche nur wenige Stunden nebenher arbeiten und auch nur, wenn der eigentliche Zweck des Aufenthalts nich gestört wird. Von dem bisschen, was man da verdienen kann (wenn man denn einen solchen Aushilfsjob überhaupt finden kann) kann man keine Unterkunft bezahlen.

Das ganze Geld muss also vorher schon da sein, sonst ist das eher unrealistisch.

...zur Antwort

Das nennt sich Curriculum/Lehrplan und gehört mit zu den Aufgaben einer Lehrkraft, die entsprechend dafür ausgebildet ist. Das wird so jemand (z.B. ich) hier ganz sicher nicht kostenlos darlegen, ganz davon abgesehen, dass man überhaupt keine Informationen über dich und deine Vorstellungen von dem Projekt hat. Da muss man sich zwei, drei Stunden zusammensetzen und das absprechen (natürlich mit entsprechender Bezahlung).

Kleiner Tipp trotzdem: Das Erlernen der Schrift ist für den Spracherwerb nie so wichtig, dass man das als erstes angehen sollte (zumindest nicht für die allermeisten Lerner).

...zur Antwort

Wer ernsthaft als Japanologe arbeiten will, der sollte auch ernsthaft mit seinem Arbeitsgegenstand umgehen. Dass das mit Apps und ner Viertel Stunde Einsatz am Tag eher nicht gegeben ist, sollte jemand, der von sich behauptet sprachbegabt zu sein, doch eigentlich wissen, oder?

Überleg dir erstmal, ob dich Fach und Sprache tatsächlich so sehr interessieren. So, wie du hier schreibst, scheint das eher nicht der Fall zu sein und dann sag ich dir bereits voraus, dass du das erste Semester so nicht bestehen wirst (wie etwa 70-80% der Erstsemester im Fach Japanologie).

...zur Antwort

Das muss nicht erst noch angeboten werden, das gibt es schon (auch mit der Option als Abiturfach). Hier zum Beispiel für NRW:

https://www.schulministerium.nrw.de/themen/schulsystem/unterricht/lernbereiche-und-unterrichtsfaecher/tuerkisch-schulen-nordrhein

...zur Antwort

Wie ein Muttersprachler kann man eine Fremdsprache nie beherrschen; das geht allein von der Definition nicht, denn eine Muttersprache ist so erstmal nur die ohne formalen Unterricht erlernte erste Sprache einer Person. Da gibt es natürlich Ausnahmen, beispielsweise bei bilingualen Kindern, aber da zählt jemand, der irgendwann mal anfängt eine Fremdsprache zu lernen, nicht mehr dazu.

Ganz davon abgesehen: Was soll denn ein Muttersprachlerniveau sein? Auch das zweijährige japanische Mädchen spricht auf Muttersprachlerniveau Japanisch. Da kann ich so natürlich mehr Japanisch, als sie. Das Kinderlied, welches die Mutter jeden Abend vorsingt und sie dann irgendwann auch ihren Kindern vorsingen wird, werde ich nicht auf die gleiche Weise und mit den gleichen Gefühlen singen können, selbst wenn ich es lernen würde.

Und was ist mit dem japanischen Arbeiter, mit dem ich nicht auf Japanich über die Unterrichtsgestaltung in japanischen Integrationskursen diskutieren kann, weil er bestimmte Wörter gar nicht kennt und sich die auch nicht herleiten können wird?

Was ist mit der 100jährigen japanischen Oma, die ihr ganzes Leben lang auf dem Land gewohnt hat, praktisch nur Dialekt spricht und so gut wie kein Vokabular aus dem Englischen verwendet? Ist die jetzt weniger Muttersprachlerin, als ich (als deutscher Japanischlerner, der sich mit japanischer Gegenwartssprache auskennt)?

Die eigene Muttersprache hat vor allen Dingen mit Kultur und der eigenen Lebenserfahrung zu tun und wird deshalb entsprechend beherrscht, weil man (normalerweise) von Geburt an mit dieser aufwächst. Über Kultur kann man nachlesen und dann auch imitieren, das ist dann aber immer etwas anderes und man kann auch nicht das löschen, mit dem man selbst aufgewachsen ist.

Was man machen kann, ist, seine Sprachfertigkeiten anhand des europäischen Referenzrahmens für Sprachen zu beurteilen. Da geht es darum wie gut man in welchen Situationen sprachlich handeln kann und welche Sprachkompetenzen man hat. Das wird aber nie mit einem Muttersprachler verglichen, denn die Muttersprache funktioniert ganz anders.

Ein fünfjähriges Mädchen wird in ihrer Muttersprache kein C2-Niveau haben; der Arbeiter womöglich auch nicht.

———————————————

Die wenigsten (deutschen) Japanischlerner erreichen ein B2-Niveau. Selbst Leute, die schon ewig in Japan leben, sind da oft nicht besser und haben nicht selten eine grauenhafte Aussprache.

Wenn du am Sterbebett sagen kannst, dass du dein Leben lang gut bis sehr gut Japanisch verwendet hast, dann ist das mehr als ausreichend sein. Man muss dazu nicht wie ein Japaner sein wollen. Das ist (in einem modernen Sprachlernansatz) auch gar nicht möglich.

Was man in vier Jahren erreicht, hängt von den eigenen Ressourcen ab. Wo lernt man? Bei wem lernt man? Womit lernt man? Wie viel Geld investiert man? Wie viele Jahre davon lebt man in Japan? Wie lebt man in Japan? Wann ist man nach Japan gegangen? Besucht man Sprachkurse in Japan? usw.

Wenn man ein sehr hohes Sprachniveau anstreben will, sollte man an einer Uni (in Deutschland) lernen oder täglich in einen privaten, ausgebildeten (!!!!) Japanischlehrer investieren oder zwei sinnvolle Jahre (z.B. Sprachkurs) in Japan verbringen. Sitzen dann die Grundlagen nach etwa drei Jahren, sollte man schon 4-5 Jahre oder länger in Japan anstreben, sonst wird das nix. ; )

(Richtig Japanischlernen fängt an, wenn man den JLPT N1 sehr gut bestanden hat.)

...zur Antwort

Man muss schon ein paar konkrete Fragen stellen, sonst kann man davon ausgehen, dass dem Fragesteller das Ganze nicht wirklich ernst ist.

Alles Wissenswerte über dieses Visum kannst du beispielsweise auf der Homepage der (japanischen) Botschaft nachlesen.

...zur Antwort

Mal ganz abgesehen davon, dass das, was du da geschrieben hast, sehr wahrscheinlich kein Name ist, kann man nicht einfach so auf die verwendeten Kanjis schließen, wenn überhaupt Kanjis für den Namen verwendet werden.

Bei gebräuchlichen Familiennamen ist die Chance jedoch groß, dass man richtig liegt.

Bei Vornamen kann man sich an Trends oder Beliebtheit orientieren, wird aber sehr wahrscheinlich in den meisten Fällen danebenliegen.

Also: Die entsprechende Person immer direkt nach der Schreibung fragen. Bei Berühmtheiten helfen Google, Wikipedia oder offizielle Homepages.

...zur Antwort