Ist Schule Massenmanipulation?

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20 Antworten

Wenn jemand die Gesellschaft manipulieren möchte, wäre tatsächlich die Schule die beste Anlaufstelle. Abgesehen von der Tatsache, dass das dann ein Generationen-Projekt wäre, bietet sich hier die optimale Gelegenheit Menschen etwas einzureden/trichtern. Denn zur Schule gehen Kinder und später Jugendliche, d.h. ab 6 Jahren besteht hier die Möglichkeit den Menschen zu beeinflussen und ihm den Glauben bis zu 12 Jahre lang weitereinzuflößen, wenn er wollte. Da man als Kind noch kein eigenes Meinungsbild besitzt, wird die Meinung von den Eltern (und Geschwistern) und den Lehrern (als Vorbild) übernommen und als 'gut' deklariert. Im Laufe der Schulzeit prägt sich aus dem einst kindlichen Gemüt ein eigener Charakter mit eigenem Weltbild, basierend auf den Erfahrungen mit den Mitmenschen. In der heutigen Gesellschaft, die dahin zielt, dass die Kinder immer länger 'versorgt' sind (Ganztagsschulen etc.) und somit weniger Kontakt und Meinungsaustausch mit den Eltern haben, wäre die Gefhar besonders groß, denn somit erhöht sich der Bezug zu den Lehrerkräften, die das rein hypotetisch sehr gut nutzen könnten.

Naja, aber um jetzt nicht vollständig den theoretischen Teil abzuklopfen und um auf diene Frage nochmal zurückzukommen: Meiner Meinung nach ist die Schule ein Stück weit 'manipulativ', wenn man es denn so nennen möchte. Die Schüler lernen in der Schule ganz unbewusst, wie sie zu leben haben, dass sie sich den gesellschaftlichen Zwängen einzuordnen haben und wenn sie das nicht tun, fallen sie irgendwann gesellschaftlich hinten runter.

Aber wissenschaftliches Material habe ich nicht ;) Wenn du was finden solltest, kannst du ja bescheid geben - interessantes Thema!!

Gruß Foxx

danke für die schöne Antwort, MarryFox ;)

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Meine Meinung dazu ist, dass die Schüler teilweise wirklich manipuliert werden. Ich bin selbst noch Schülerin und bin so ziemlich die Einzige in meiner Klasse die das mitbekommt. Die Lehrer manipulieren die Schüler teils unabsichtlich, d.h. ohne jegliche Absichten. jedoch wirkt sich das auf die schüler aus und sie haben keine eigene Meinung mehr. da viele einfach das tun was die Lehrer sagen ohne die aufgaben zu hinterfragen nur um gute noten zu bekommen kann man dies nicht unbedingt verhindern. ich versuche schon seit 2 jahren meine Klassenkameraden davon zu überzeugen, aber sie hören immer auf die Lehrer. durch diese vielen gescheiterten versuche, versuche ich mich selbst mit der Methode meine freund ezu manipulieren. es ist nicht unbedingt eine schöne Methode, doch wenn nichts anderes hilft, kann man nichts machen.ich hoffe, falls dies auch nichts hilft, dass sie eines tages merken, dass man eine eigene Meinung haben sollten.

In der Tat lernen viele Schüler nicht aus innerer Motivation für den Inhalt, sondern aus Angst vor Sanktion - das ist schade und ist von vielen Faktoren abhängig. Leider erwarten Lehrer häufig "standardisierte" Antworten und filtern zu "eigensinnige" Ideen aus, bewerten anhand von "Durchschnittstabellen", um "gerecht" zu sein. "Wissenschaftliches" wirst Du dazu kaum finden - wer sollte das auf welche Art wissenschaftlich erfassen ? Du findest, wenn überhaupt, Essays oder die Meinungen einzelner Mutiger dazu. Was Du mit "gleich" meinst, verstehe ich - nicht, dass überall genau der gleiche Inhalt gelehrt wird, sondern, dass Unterricht sich an Plänen und Bewertungen orientiert, nicht an Inter-esse, d.h. Teilnahme der einzelnen Ideen. Gewagte Thesen oder eigensinnige Ideen werden in Aufsätzen meist "gestrichen", nicht ernst genommen oder unter "Thema verfehlt" oder "vage" gefiltert. Dazu gibt es einen interessanten Film "Ihr könnt Euch niemals sicher sein !" Uneingeschränkt empfehlenswert, wenn auch kritisch zu "genießen".

Stell deinen Mitschülern und Lehrern zwei ganz einfache Fragen:

Erstens. Was ist der Unterschied zwischen einem Arbeitseinkommen und einem Kapitaleinkommen?

Antwort: Arbeitseinkommen sind proportional der Arbeitszeit, Kapitaleinkommen sind überproportional des eingesetzten Kapitals.

Zweitens. Warum hat Wilhelm II seinen Kanzler Otto von Bismarck entlassen?

Antwort: Bismarck wollte das bestehende Verbot der SPD und Gewerkschaften noch einmal verschärfen, da ist dem Kaiser der Kragen geplatzt. Kleiner Hinweis hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/WilhelmII.(Deutsches_Reich)

Wilhelm II. laut Otto von Bismarck, als er [der Kaiser] sich weigerte, Soldaten zur Niederschlagung eines Streiks [um Mitbestimmung] im Ruhrgebiet zu schicken:

„Die Unternehmer und Aktionäre müßten nachgeben, die Arbeiter seien seine Untertanen, für die er zu sorgen habe; wollten die industriellen Millionäre ihm nicht zu Willen sein, so würde er seine Truppen zurückziehen; wenn dann die Villen der reichen Besitzer und Direktoren in Brand gesteckt, ihre Gärten zertreten würden, so würden sie schon klein werden“

Es gibt Dinge, die nicht in die Lehrpläne aufgenommen werden, über die der Mantel des Schweigens gelegt wird. Unser schöner Staatsapparat wünscht sich ja schließlich fleisige unkritische und unmündige Bürger, die sich leicht lenken und leiten lassen. Kritik und Eigenständigkeit sind in unserer Wachstumsorientierten Gesellschaft nicht gefragt.

Schon Johann Wolfgang von Goethe erkannte:

"Niemand ist hoffnungsloser versklaft als der, der fälschlich glaubt frei zu sein."

Manipulation nennst du das? Stell Dir vor, keine Schule zu haben, wie viele in Afrika. Da gibt es zu viele Analphabeten. Und in Deutschland hast du gute Chancen, ein vernünftiges Leben zu führen. Und wenn du nichts lernst kannst du auch nichts erreichen. Es gibt nicht umsonst einen Mangel an Fahckräften.

Das siehst du falsch. Die Schüler lernen alle das gleiche, damit sie zuerst mal alle auf dem gleichen Stand sind: Nämlich schreiben, lesen und rechnen zu können.

Es mag Diktaturen geben, wo den Kids politische Doktrin vorgegeben oder "eingetrichtert" werden. Aber soviel man auch über Deutschland und deutsche Schulen schimpfen kann: Das ist hier nicht der Fall.

Die Schulpflicht ist mal eingeführt worden, um allen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich weiterentwickeln zu können. Vor der Schulpflicht wurden die Menschen extra dumm gehalten, damit sie besser manipuliert werden konnten. Es sollte daher SCHULRECHT heissen

was für wissenschaftliches material?

es gibt bestimmt material darüber, dass kinder von klein an in schulen manipuliert werden. aber das trifft auf freie staaten wohl weniger zu.

die kinder in der schule lernen in erster linie lesen und schreiben und sollen sich weitere bildung aneignen.

das hat mit 'angst vor arbeitslosigkeit' primär nichts zu tun.

Die Tatsache daß Schülern etwas beigebracht wird, bleibt ihnen nicht verborgen. Also keine Manipulation.

woher weißt du das?

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Das ist eine gewagte These, die ich für völlig falsch halte.

Dann kann man natürlich jede Zivilisation als blosse Massenmanipulation bezeichnen....

Zugegeben, die globalen Finanzinstitute und Konzerne arbeiten aber fleissig dran !!!

Fazit: Mit solchen Pauschalaussagen macht man es sich zu leicht. Es ist leider komplizierter und nicht nur schlimm...

ja wie ist es denn ?

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@Brownie1

Unterricht als Vorbereitung auf Anforderungen des späteren Lebens wie Lesen, Schreiben, Rechnen......usw....

Das ist es und nix weiter.

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Schüler lernen bundesweit keineswegs die gleichen Inhalte, das ist lehrplan- und lehrerabhängig. Diese Verschwörungsgeschichten entbehren zu 90% jeder Grundlage.

Ich verstehe was Du meinst . Nich um Staatsbürger zu werden sondern Personal einer GmbH , warum fragt sich kaum einer warum wir keinen Personenausweiß haben sondern einen PERSONAL-Ausweis usw . Und wenn das alles Verschwörungstheorien wären , würde es sowas hier nicht geben .

und wie "diemeggie" schreibt , zu Thema freie Staaten , wir sind nicht frei , technisch gesehen stehn wir noch unter Besatzungsrecht , da wir seit Kriegsende nie einen Friedensvertrag bekommen haben . Gieb das mal bei YouTube ein " Deutschland ohne Friedensvertrag"

Lies mal das Deutschlandprotokoll 1 von Ralf U. Hill , da kommt Dir das Brechen was hier abgeht .

technisch gesehen stehn wir noch unter Besatzungsrecht , da wir seit Kriegsende nie einen Friedensvertrag bekommen haben

Das Besatzungsstatut wurde 1955 aufgehoben (Deutschlandvertrag),und einen Krieg kann man auch anders beenden als durch einen Friedensvertrag, und das ist geschehen.

Fazit: Reichsbürger-Gefasel

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Gewagte und interessante These...

Fakt ist jedenfalls, dass vieles, was man in der Schule lernt, später gar nicht braucht. Mehr als 95 % der Sachen, die man so lernt, braucht der Mensch dann später im Berufsleben nicht mehr.

Wieso lernt man dann dennoch so vieles?

Es ist als ein Art Gehirnjogging zu verstehen, und soll über all die Jahre den Geist frisch halten.

Vielleicht findet man irgendwann einen besseren Weg, Menschen in ihren jungen Jahren geistig Fit zu halten. Denn Schule habe ich selten gemocht, und die meisten Menschen tun sich damit ebenfalls schwer.

Aber kein Mensch weiß, welche 95% von dem was er in der Schule lernt, später nicht mehr benötigt. Also wird, oder besser sollte ein breites Basiswissen vermittelt werden, damit sich jeder völlig individuell für sein spätere Fachrichtung seine 5% davon heraus nehmen kann.

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Sei froh, dass du in dieser Zeit lebst! Früher, das heißt in der NS zeit, oder noch in der DDR hat man ideologischen Scheißdreck gelernt. Da wollte man auf jeden fall brave Staatsbüger erziehen. Wir können wirklich alle glücklich sein, mit dem Lehrangebot heute.

Vielleihct ist das Lehrangebot heute reicher, aber trotzdem lernt man in der Schule sich der Gesellschaft anzupassen.

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du hast also von deinem papa lesen und schreiben gelernt? unterrichtet er euch zu hause? habt ihr alle eine band zusammen? kelly family? jackson5?..

Man lernt auch das Hinterfragen in der Schule, zumindest wenn man aufpaßt. Damit sollte eine Manipulation nicht möglich sein, oder?

Aber echt. Man beachte die Erörterungen im Deutschunterricht!

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@SoldatSchwejk

Man lernt hinterfragen über Deutschlektüren, aber auch wirklich über das Gesellschaftssystem? Und wenn ja, wie tiefgründig?

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@MarryFox

Wenn ich eine Deutschlektüre hinterfragen lerne, lerne ich das Hinterfragen. Und mit dieser erlernten Technik, kann ich alles hinterfragen, auch z.Bsp. Gesetze. Ich muß es eben auf das jeweilige Gebiet umsetzen. Und wenn ich mich genug bemühe, kann ich auch ein Gesellschaftssystem hinterfragen. Es sind grundsätzlich die gleichen Schritte, egal was ich hinterfrage. Ich muß mich mit der jeweiligen Materie beschäftigen und für jeden Punkt wirklich für mich hinterfagen, ist das so, stimmt das mit meinen Erfahrungen überein, wo ergeben sich Widersprüche, wenn ja, warum ergeben sich Widersprüche, usw. Das kann ich bis in jede beliebige Tiefe weiterführen. Es heißt doch nicht umsonst, wer ein Ergebnis hat, ist nur zu faul weiter zu suchen.

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@MarryFox

Wenn ich einen wachen Verstand habe und mitdenke, was mir an Theorie vorgesetzt wird und ich das dann mit der Wirklichkeit vergleiche und feststelle, daß es Diskrepanzen gibt, hinterfrage ich doch warum das denn so ist, oder? Mir geht es jedenfalls so. Ich muß mich natürlich auch dafür interessieren und mich mit der Materie beschäftigen. Und das kann ich in jede beliebige Tiefe vortsetzen.

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Ich weiß nicht was du geraucht hast aber die Schule dient zur Bildung und leitet dich in die Berufswelt ein.

Hast du gute Leistungen, bekommst du auch bessere Arbeit!

ganz meine Rede. Ich würde eher sagen, das Fernsehen ist Massenmanipulation, wenn man dem ganzen Gelaber, das dort abgelassen wird, auch noch Glauben schenkt. Manipulation kann man aus dem Weg gehen, schließlich kann man doch selbst entscheiden, was man glaubt und was nicht. Und ja, Schule ist wichtig, Bildung bietet so einige Vorteile, nicht nur Lesen, Schreiben und Rechnen. Außerdem ist Manipulation im Bereich Bildung & Erziehung eh der falsche Begriff. Nennt man sowas nicht Prägung? wie auch immer. Wenn man seinen Kindern so eine Vorstellung von Schule einredet, dann gute Nacht Pisa-Studie!!!

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Das ist ja das Problem: Die Schule produziert qualifizierte Arbeitskräfte um die Wirtschaft zu fördern und damit die Oberen paar Tausend noch reicher zu machen

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@Gartenphilo

Jedoch hat jeder Mensch die gleichen Aufstiegschancen, mit etwas engagement und einem starken Willen bzw. Intelligenz und der nötigen Qualifikationen, kann jeder dort Oben stehen und Geld machen.

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Dann wären wir einfach nur in der Steinzeit hängengeblieben

Wow, das würde mir aber gefallen. Dann müssten alle auf den Bäumen leben - nicht nur ich.

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@Tropentier

Ohne Schule wären wir sicherlich NICHT in der Steinzeit hängengeblieben, zumalen, dass die erste öffentliche Schule in Rom im 17 Jahrhundert erbaut wurde!

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Hmm... alles ist Manipulation, wir nennen es Beeinflussung und Entwicklung.

Aber Schule "manipuliert" nicht, höchstens ein paar Lehrer ;)

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