Ist Professor Doktor Harald Lesch einer der besten Physiker, Naturwissenschaftler überhaupt, oder meint man das nur weil er viel im TV ist?

16 Antworten

Hallo Spiritusss,

das große Problem bei der Beantwortung Deiner Frage: Wie wollen wir denn "einer der besten Physiker, Naturwissenschaftler überhaupt" definieren?

Welche Kriterien muss denn ein Professor erfüllen, um sich Deiner Meinung nach für diese Bezeichnung zu qualifizieren?

Wir können aber erst einmal die Fakten nennen.

Er ist seit vielen Jahren Professor und Lehrstuhlinhaber an der LMU München.

Dort kann man auch nachlesen, womit er sich zuletzt in seinen Forschungsveröffentlichungen beschäftigt:

  • Kosmische Elektrodynamik
  • Teilchenbeschleunigung auf TeV-Energien in Aktiven Galaktischen Kernen
  • Kohärente Strahlungsprozesse in kosmischen Systemen

Letztendlich stecken hier sehr viele Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Galaxienentwicklung dahinter. Er ist theoretischer Astrophysiker, also jemand, der Modelle entwickelt und rechnet in Simulationen der Modellrechnungen am Großrechner konkrete Vorhersagen dieser Modelle liefert, die dann mit Beobachtungsdaten verglichen werden können.

Was sich der Laie oft nicht klar macht, ist, welch unglaublich viel diffizile solche Arbeit in der Physik geleistet werden muss, bis Physiker mit den Ergebnissen so zufrieden sind, dass sie ein bestimmtes Modell als gesicherte Theorie ansehen.

99% der wissenschaftlichen Forschungsarbeit ist Arbeit am scheinbar uninteressanten Detail, das den Laien schlicht nicht interessiert. Es ist aber die Präzission, mit der Wissenschaft auch solche Details abprüft, die letztlich hinter der hohen Zuverlässigkeit naturwissenschaftlicher Aussagen steht.

Man darf sich wissenschaftliche Forschungsarbeit nicht vorstellen wie eine Anreihung spektakulärer Ergebnisse und "Heurekas". Der Teufel liegt im Detail und die Detailarbeit interessiert die Öffentlichkeit nicht.

Bekannt ist Lesch durch seine Publikationen, seine Fernsehauftritte, seine Bücher und Vorträge. Dafür hat er tatsächlich mehrere (auch wichtige) Preise gewonnen. Lesch hat keinen Nobelpreis und sehr wahrscheinlich wird er auch keinen bekommen. Seine Publikationstätigkeit dürfte heute einen ganz erheblichen Teil seiner Zeit beanspruchen.

Macht ihn das zu einem schlechten Physiker? Gewiss nicht. Es gibt nicht nur Nobelpreisträger und Nullen. Es gibt die vielen, vielen Professoren und Doktoren, die die Feinarbeit leisten, die die wirklich großen Entdeckungen erst möglich machen. Seine Kollegen scheinen ihn zumindest für kompetent genug zu halten: Er ist Fachgutachter für Astrophysik der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

Persönlich möchte ich sagen, dass ich froh bin, dass es Leute wie Lesch im Universitätsbetrieb gibt. Wir leben in einer Zeit, in der esoterisches Gedankengut die Bevölkerung durchdringt. Verschwörungstheorien und wissenschaftsfeindliche Anbieter dubioser Heilverfahren machen sich breit. Leute wie Lesch vermitteln wissenschaftliches Denken, vermitteln Interesse an echter Forschung und Begeisterung für Wissenschaft und saubere Argumentation. Professoren wie er sind wertvoller für unsere Gesellschaft denn je.

Grüße

Ich bin ganz ihrer Meinung!

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Ich ziehe mal wieder meinen Hut. Aber bei Deinen Antworten kann der eh gleich unten bleiben...........

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Hallo Spiritusss,

Vor ein paar Jahren haben wir im Chemieunterricht Leschs Video zur Entropie angeschaut und ich musste ab und zu schmunzeln; nicht wegen seiner gelegentlich erzählten Witze, sondern einfach über seine Art. Sein Gebrauch von Fachausdrücken, seine Ausdruckweise an sich und vor allem wenn er mal hängen bleibt. Definitiv anschauenswert.

Nun zu deiner Frage. Aus Sicht der Öffentlichkeit ist er wohl einer der besten, einfach aus dem Grund, dass er physikalisches Wissen gut vermitteln kann. Und gerade seine Art mache seine Sendung auch zu etwas Besonderem.

Zu seiner Forschung kann ich nicht viel sagen, aber er scheint wohl nicht herausragend unter den Physikern zu sein. Nichtsdestotrotz hat er wichtige Beiträge in seinem Fachgebiet geliefert und sicher dazu beigetragen, unser Weltbild zu erweitern.

LG, KosmoFreak.

Leschs Stärke liegt vorallem darin, dass er Dinge gut erklären kann. Selbst wirklich komplexe Sachverhalte werden von ihm stets gut erklärt, ohne dabei zu abstrakt zu werden. Genau daher rührt wohl auch seine Medienpräsenz.
Über seine Forschung an der Uni kann ich nicht viel sagen. Hab bisher nur eine wissenschaftliche Arbeit über den Krebsnebel von ihm gelesen. Wie diese Arbeit einzuordnen ist, kann ich aber nicht sagen. Dazu hab ich schlicht zu wenig Ahnung von der Materie.

Wenn alle Materie Energie bzw Schwingung ist, und Gedanken elektrische Impulse, ist es dann möglich, dass Gedanken Materie in gewisser Weise beeinflussen?

Hallo Community :) Mein Wochenende beginnt mit einer sehr spirituellen Frage, welche ich mit Wissenschaft gerne verknüpfen möchte. Ich bin kein Experte in beiden Fachgebieten, doch ich möchte versuchen, Fakten bzw. Wissen mit logischen Schlussfolgerungen zu kombinieren, ....

und euch zum Denken anregen. :-) Korrigiert mich bitte, hatte nie in der Schule Physik, aber dafür YouTube und Harald Lesch :P

Also...., die Materie in unserem Universum besteht aus Atomen, selbst dunklere Materie. Also verstehe ich das so, dass, "für uns verständlich ausgedrückt", alles miteinander zusammenhängt und es keine Art "Freiraum" in unserem Universum gibt. >> Das Universum ist überall...

Laut Urknalltheorie war das gesamte Universum zu Beginn angeblich so groß wie ein Stecknadelkopf. War, da es sich ausdehnte, und permanent ausdehnt. Im Endeffekt befindet sich doch alles in einem geschlossenem System, ob Mensch auf der Erde, ob Mond in unserem Sonnensystem oder ein einzelnes Teilchen, welches in einer Galaxy 1 Mrd. Lichtjahre von uns entfernt ist?

(Wir Menschen erleben uns als voneinander getrennte Systeme. Wir denken linear. Albert Einstein bewies mit seiner Relativitätstheorie doch, dass z. B. Zeit nicht linear ist.?

Jedes Atom besteht aus Teilchen, Protonen und Neutronen, welche in Bewegung sind? ... Vereinfacht ausgedrückt... Ich weiß nicht mehr ob ich das von Professor Harald Lesch erfahren habe, aber alles besteht doch aus Energie, ist Energie.

Unsere Gedanken sind elektrische Impulse. Wenn man nach dem Thema "Gedanken beeinflussen Realität" auf Google oder YouTube sucht, findet man Videos und Artikel von wissenschaftlich Tests, in welchen man glaube ich kleinste Teilchen untersucht hat, und entdeckt hat, dass die "Energie der Gedanken" (wissenschaftlich gemessen..) das Teilchen beeinflusst hat, bzw das Bewegungsmuster im Atom veränderte.

Wäre es also in geringster Weise möglich, dass unsere Gedanken Materie in gewisser Weise beeinflussen?

Sorry für den vielen Text und meine Fantasie, möchte aber meine Frage irgendwie begründen. Ob möglich oder nicht, bedeutend oder unbedeutend, spielt keine Rolle.

Ich würde mir gerne ein paar grobe Meinungen von Menschen durchlesen, welche zumindest Physik in der Schule hatte. Auch Esoteriker und unwissende Person dürfen mir ihre Meinung mitteilen.

Ein erholsames Wochenende euch allen :)

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