ist mündlicher Kaufvertrag wirksam?

6 Antworten

Ein Kaufvertrag ist ein Vertrag, der in den §§ 433 ff. BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) genauer geregelt ist.

Durch diesen verpflichtet sich der Verkäufer, dem Käufer die Kaufsache zu übergeben und das Eigentum an der Sache zu verschaffen. Der Käufer verpflichtet sich, an den Verkäufer den vereinbarten Kaufpreis zu zahlen und die gekaufte Sache abzunehmen. Wie bei jedem anderen Vertrag ist auch ein mündlicher Kaufvertrag grundsätzlich wirksam, soweit der Gesetzgeber nicht eine bestimmte Form vorgeschrieben hat. Ist dies nicht der Fall, sind mündliche Kaufverträge genauso wirksam wie schriftliche oder solche, die online, z.B. über Ebay, abgeschlossen werden. Eine der wichtigen Ausnahmen ist in § 311 b BGB geregelt, wonach ein Kaufvertrag über ein Grundstück nur wirksam ist, wenn er notariell geschlossen wird. Ein nur mündlicher Vertrag wäre daher unwirksam. Bei einem mündlichen Kaufvertrag sollte darauf geachtet werden, dass der Vertragsabschluss im Streitfall bewiesen werden kann, z.B. durch Zeugen, die beim Abschluss zugegen waren. Da die Beweisführung mit Zeugenaussagen häufig unsicher ist, sollten Verträge nach Möglichkeit schriftlich geschlossen werden.

Quelle - deutsche-anwaltshotline.de

Mit vorliegendem Schriftverkehr also kein problem, ohne wird schwer.

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Nur bei Vorkasse versenden. Dann ersparst du dir so einen Stress.

Du könntest ihm jetzt theoretisch hinterher dackeln, ich würde mir allerdings Zeit und Nerven sparen.

Vertragsabschluss auch per E-Mail rechtswirksam

Hallo! Ich habe bei Ebay-Kleinanzeigen vor einem Monat eine tolle Küche gefunden. Wir waren uns über den Preis einig und mir wurde die Küche auch ausdrücklich zugesagt. - Das alles per Mail.

Abgeholt werden sollte sie nun nächste Woche. Nun kam gerade die Mail, dass ich die Küche nicht bekommen könnte, da der Vermieter sie schon dem Nachmieter versprochen hätte und auch noch 100 Euro mehr zahlen würde.

In Wirklichkeit wurde sie vor ein paar Tagen bei den Kleinanzeigen neu inseriert und wahrscheinlich haben sie da einen höheren Kaufpreis herausgehandelt.

Inzwischen habe ich aber meine Küche passend zu den neuen Möbeln renoviert. Wenn ich nun nicht wieder eine rote Küche kurzfristig und preiswert finde,müsste ich neu vorrichten. Außerdem ist der Lkw zur Abholung für nächste Woche angemietet und ich müsste ihn sicher trotzdem zahlen.

So: Nun zu meinen Fragen:

  1. Mündlich geschlossene Verträge sind doch in den meisten Fällen rechtswirksam. Ist dann auch per e-Mail gegebene Willenserklärung als rechtswirksamer Kaufvertrag zu sehen?

  2. Welche Ansprüche kann ich gegenüber dieser unverschämten Person geltend machen? Ich stehe ja nun ohne Küche da. Und finde sicher nicht gleich eine, die mir gefällt, die reinpasst und die in mein Budget passt. Außerdem hatte ich ja auch Ausgaben, die halt nur wegen der Küche angefallen sind.

Herzlichen Dank schon einmal für die Antworten.

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Beim Autokauf betrogen -> schwere Mängel: Was tun?

Hallo liebe Rechtsexperten!

Ich habe mir im Oktober einen Renault Twingo BJ '98 zugelegt, gekauft bei einem gewerblichen Verkäufer. Beim Abschluss des Kaufes wurde mir versichert, dem Auto einen neuen TÜV zu verpassen, alles was dem im Wege stünde, sollte repariert werden.

Was mir schon beim Abholen des Autos aufgefallen ist, war, dass aus dem Heckbereich bei jedem Federn des Autos merkwürdige Geräusche kommen. Der Händler jedoch versicherte mir, dass mit dem Auto alles okay sei. Darauf habe ich mich (auch vor dem Hintergrund, dass der Wagen tatsächlich einen neuen TÜV hat) dann auch verlassen, ich bin kein Experte auf dem Gebiet, muss ich dazu sagen.

Nun hat sich ein Bekannter von mir das Auto mal vorgenommen, nachdem auf der Autobahn aus dem Motorraum ein komisches Geräusch kam. Nach einer Testfahrt und einem Blick unters Auto (was insgesamt keine 10 Minuten gedauert hat), hat dieser mir eine erschreckende Liste von lebensgefährlichen Mängeln präsentiert, die bei Weitem noch nicht vollständig ist, die Ursache des Geräusches hat er nicht einmal gefunden. Alle vier Stoßdämpfer sind hinüber, der Auspuff ist locker, durch den großen Federweg und den losen Auspuff wird das Bremskabel zwischen Unterboden und Endrohr eingeklemmt und gequetscht (ist schon fast leckgeschlagen).

Über einen TÜV kommt dieses Auto, darüber sind er und ich uns einig, nicht.

Meine Frage: Was kann ich jetzt tun? Ich habe verschiedene Versionen gehört, die von "das ist Lehrgeld - davon siehst du nichts wieder!" bis hin zu "da das vorsätzlicher Betrug war, kannst du das Auto zurückgeben und das komplette Geld zurückbekommen, der Vertrag ist nämlich null und nichtig" reichen. Wer Ahnung hat, möge mich teilhaben lassen, ich danke Euch im Voraus für die investierte Zeit!

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Rücktritt von Küchen-Kaufvertrag unter besonderen Bedingungen möglich? (Küche konnte nicht begutachtet werden und wurde auch noch nicht geplant!)?

Guten Tag zusammen.

Wir waren gestern in einem Möbelgeschäft und haben uns von einem Angebot überrumpeln lassen: der lfd. Meter Küche für 650€ (unabhängig von der Zusammenstellung).

Kurz überlegt und entschieden: "Passt!" Zuhause dann etwas länger überlegt und entschieden "Passt woanders leider doch besser".

Zum Glück reden wir nicht von Unsummen, die wir nun eventuell mehr ausgeben werden, aber es geht dennoch so um die €1000.

Wir wissen, dass man von einem vor Ort geschlossenen Vertrag nicht einfach zurücktreten kann, dennoch haben wir ein wenig Hoffnung weil:

  • zwar Küchenmarke, Preiskategorie und Frontfarbe im Vertrag festgehalten wurde, ansonsten aber noch keine Planung oder weitere Auswahl getroffen wurde.
  • der Aufmaßtermin ein Jahr in der Zukunft liegt. Von daher wird jetzt noch nicht einmal ansatzweise etwas seitens des Möbelgeschäfts in Auftrag gegeben worden sein.
  • die Küchemarke im Möbelgeschäft nicht ausgetellt ist, so dass wir keine Möglichkeit hatten die Küche/Küchenmarke in der Realität zu begutachten: anfassen und angucken ging nicht. Die Entscheidung für Marke, Modell und Farbe wurde zwar vor Ort, aber per Katalog am Tisch getroffen.

Gibt es eventuell doch eine kleine Chance aus dem Vertrag herauszukommen, oder gilt auch hier: "Pech gehabt", da nicht ordentlich nachgedacht?

Vielen Dank schon mal für Eure Antworten.

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