Ist Esssucht/Binge eating/Alkoholkonsum/Magersucht auch eine Art Selbstverletzung?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Tatsächlich sind Essstörungen und Borderline (Also die Störung, die bei selbstverletzendem Verhalten meist diagnostiziert wird) sehr häufig gekoppelt. Viele Essstörungen entstehen aus dem Selbsthass, dem Hass zu seinem Körper oder einfach dem Gefühl, dass man sich selbst bestrafen muss. Es kann also definitiv als selbstverletzendes Verhalten gesehen werden.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Ja stimmt...Trauma und Kindheit spielt eine große Rolle...und wenn man eine Narzisstische Mutter hat und lieblos,emotionslos erzogen wurde als das die Mutter keine Liebe gezeigt hat oder zuwendung etc.

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@MrDill

Ja Narzisstische Elternteile können auslöser für Borderline sein, da sie dem Kind keine emotionale Stabilität geben können und für die Kinder undurchschaubar und unkalkulierbar sind.

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@MrDill

Das ist EINE Möglichkeit. Eine unter vielen.

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Selbstverletzung ist weit gefächert. Soweit ich weiß sind auch Essstörungen als Selbstverletzendes oder Selbstgefährdendes Verhalten im Zusammenhang mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung bekannt und werden zur Diagnostik verwendet. Problematisch dabei ist, dass eine Essstörung zwar häufig in Verbindung mit Borderline auftritt, allerdings auch andere Aspekte/Kriterien bedienen oder begründen kann.

Bezieht man es auf Borderline geht es aber eher um riskantes Verhalten an sich. Also einerseits auch Essen von großen Mengen etc andererseits aber auch sowas wie zu schnelles und rücksichtsloses Autofahren, das Ausgeben großer Summen oder Sex mit häufig wechselnden Partnern (das alles natürlich nur ab einem gewissen Grad und niemals als alleiniges Kriterium).

In diesem Sinne... schwierig. Ich persönlich würde sagen, JA, es ist selbstverletzendes Verhalten oder lehnt sich zumindest daran an, doch würde es nicht mit den Borderline Diagnosekriterien begründen, die, wie gesagt, eher auf Selbstgefährdung ausgehen.

Selbstverletzung auf Ritzen zu beschränken wäre mir allerdings zu kurz gedacht.'

Naja, es ist Selbstmord auf Raten...von daher natürlich eine Selbstverletzung. Warum dieses Verhalten im Verlgeich zum Ritzen nicht so genannt wird, ist nicht ganz nachvollziehbar...vielleicht läuft es in vielen Fällen doch ein Stück weit unbewusster ab.

Irgendwie schon, aber es ist auf gar keinen Fall das selbe oder so. Es ist ja nicht schlimm, wenn man viel isst, oder drinkt. Nicht wirklich, zwar kann man davon auch sterben, aber Zucker ist auch eine Droge und ist erlaubt. Also ja es ist irgendwie Selbsverletztung, aber erlaubte.

Wenn du dich ritzt, wird dich auch keiner deswegen verklagen.

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Naja ne Essstörung ist nicht nur zu viel essen, sondern kann auch zu wenig essen sein

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Ich stimme dir zu, auf eine gewisse Art ist das alles der Ausdruck von Ablehnung eines Teils von sich selbst und damit Selbstverletzung.

Hat viel mit Trauma zu tun...im Kindesalter. Wer psychisch gesund unnd fit ist und sich selbst liebt,der setzt sich nicht hin und frisst sich voll oder hört auf zu Essen oder nimmt Drogen oder trinkt.

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@MrDill

Es gibt noch so viele andere Wege, zu kompensieren. Psychische Gesundheit ist nicht sehr weit verbreitet.

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