ist es nicht Tierquälerei eine Katze ausschließlich in der Wohnung zu halten?

7 Antworten

Nicht jeder hat ja die Möglichkeit, ner Katze Freigang zu gewähren und so muss die Katze halt drinnen bleiben. Dies ist kein Problem, wenn die Katze das von klein an gewöhnt ist und den Freigang nicht kennt.

Allerdings sollten dann Katzen immer mindestens paarweise gehalten werden, denn Katzen sind keine Einzelgänger, sondern soziale Tiere, die den Kontakt zu Artgenossen brauchen, sei es zum Spielen, Raufen oder Kuscheln. Ein Mensch ist da kein vollwertiger Ersatz.

Ich denke nicht, dass es für eine Katze SO dramatisch ist, nur in der Wohnung gehalten zu werden, solange sie nichts anderes gewöhnt ist.

Bestimmt ist eine Freigängerkatze glücklicher, aber ich glaube, ich wäre auf einer sonnigen Karibikinsel auch glücklicher. Manchmal kann man nicht alles haben.

Es ist schlichtweg unverantwortlich eine Katze in einer Großstadt herauszulassen. Ich wohne in Berlin, hier ist eine Katze schneller unter einem Auto, als man die Diskussion überhaupt anfangen kann.

Ich persönlich denke, es wäre wundervoll, wenn jede Katze gefahrenfrei nach draußen könnte, aber eine nette, große Wohnung, vielleicht sogar mit vernetztem Balkon oder Wintergarten, ist dem plattgefahren auf der Straße Liegen nun mal vorzuziehen, und ich fände es schlimmer, wenn tausendmal mehr Tiere in Tierheimen festsitzen, weil sie nicht an Menschen in Städten vermittelt werden können.

Es ist nicht artgerecht, aber keine Tierquälerei.

Einer Katze, die mit Artgenossen in der Wohnung gehalten wird (wenn sie die Freiheit nicht kennen gelernt hat) und ausreichend beschäftigt, gesund gefüttert und tierärztlich versorgt wird, geht es wesentlich besser als sehr vielen anderen Katzen in Deutschland. Sie kann durchaus ein glückliches Leben haben.

L. G. Lilly

Ich habe seit über 40 Jahren Katzen, die immer im Haus gelebt haben. Durch mein Tierheim hattee ich häufig mit Tierquälerei und Verkehrsunfällen zu tun und dabei fast täglich verletzte, halbtote Tiere von der Strasse geholt. Allein dias st schon schlimm, aber ich würde verrückt, wenn es eine meiner eigenen Katzen gewesen wäre.

Als mein Mann starb und ich das Tierheim geschlossen habe, bin ich durch den jahrelangen Stress schwer krank geworden. Meine Katzen hatten immer reichlich Platz, waren so gut wie nie krank und wurden ziemlich alt. Ich denke, dass ich nicht alles falsch gemacht habe.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Im früheren Leben hatte ich ein Tierheim

Mit ist einfach nicht klar, wieso man glaubt, Katzen wären eingesperrt artgerecht gehalten. Das du glaubst, die Katzen wären glücklich, glaube ich dir ja. Könnten die Tiere sprechen, wären sie jedoch vermutlich anderer Meinung.

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@Muminpapa

Ich kann in meine Katzen nicht hineinsehen, natürlich nicht, aber ein Tier kann nicht vermissen, was es nicht kennt.

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Also ich hatte früher auch mal "Wohnungskatzen". Die sind in der Wohnung geboren worden und kannten nichts anderes.

Dann bin ich umgezogen in eine Erdgeschoßwohnung wo die Katzen raus konnten. Ich habe sehr gestaunt wie schnell die zu "Freigängern" wurden und wie sie sich dadurch verändert haben.

Ich bin der Meinung eine Katze sollte Freigang haben. Egal wie groß die Wohnung ist - es ist ein begrenzter Raum. Katzen sind nun mal kleine Raubtiere - sie wollen im Gebüsch sitzen, die Gegend beobachten, auf Mäusejagd gehen etc. Sie lieben die Sonne und die Luft und vor allen Dingen brauchen sie geistige Anregung.

Ich verstehe auch die Argumente und Ängste der Halter die ihre Katzen nur in der Wohnung haben. Natürlich kann einem Tier draußen viel passieren - vor allen Dingen wenn man es nicht beaufsichtigen kann. Ich habe auch viele Nächte damit zugebracht auf die Katzen zu warten oder sie zu suchen und zu beten daß ihnen nichts passiert. Das ist nun mal der Preis für die Freiheit.

Als die letzte Katze gestorben war und ich dann nicht mehr die Möglichkeit hatte eine Katze rauszulassen habe ich mir keine mehr angeschafft. Ich finde die Vorstellung schrecklich ein so intelligentes Wesen den ganzen Tag alleine in der Bude sitzen zu lassen. Und da spielt es auch keine Rolle ob es zwei oder drei sind. Die langweilen sich dann halt zusammen...

Jeder kennt das doch - man muß in die Arbeit, dann noch Termine oder einkaufen oder Freunde treffen etc. Und die Katze hockt daheim. Dann kommt man nachhause und freut sich wenn einen das Tier begrüsst und spielt vielleicht eine Runde damit - dann muß man seine Hausarbeit machen, möchte noch fernsehen oder sonstwas und dann geht man schlafen. Wieviel Zeit pro Tag widmet ein berufstätiger Mensch der Katze wirklich ??? 2 Stunden ? Ich finde das eigentlich egoistisch. Man verurteilt ein Tier zu lebenslanger Haft nur weil man es schön findet abends was zum knuddeln auf der Couch zu haben?

Wenn schon Wohnungskatze dann nur wenn jemand meistens zuhause ist und sich auch darum kümmern kann. Single, berufstätig mit Katze - geht gar nicht...

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