Ist es Narzistischer Größenwahn, wenn man sich als besser als 99,9 der Menschheit hält?

Das Ergebnis basiert auf 23 Abstimmungen

Nein ist es nicht 52%
Ja ist es 48%

13 Antworten

Nein ist es nicht

Ich glaube das denken sehr viele von sich.

Von daher ist es wahrscheinlich (fast) normal. (Um ehrlich zu sein: manchmal ertappe ich mich auch dabei.🤷‍♀️) Das Problem ist nur, dass es mathematisch ja nicht funktioniert. Es kann nicht (fast) jeder schlauer oder besser sein als 99,9 Prozent seiner Mitmenschen.

Es ist oft eher verschobene Selbstwahrnehmung.

Ich denke sogar, das viele die irgendwo wirklich was drauf haben das gar nicht so grundsätzlich von sich denken, dass sie was Besseres sind. Denn diese Menschen sind meistens intelligent und klug genug auch ihre Fehler und Defizite zu kennen...

Du glaubst, das viele das denken? Das es fast normal ist? Vielleicht stimmt das.

Ich kann mir das aber nicht vorstellen. Ich bin schon alt. Als ich jung war, dachte ich, das 98% der Menschen besser sind als ich. Obwohl ich in der Schule zu den besten gehörte. Obwohl ich Fußball gespielt habe, und im Musikverein war. Ich habe immer versucht, freundlich und hilfsbereit zu sein. Aber ich war immer sehr schüchtern, und hatte ein sehr geringes Selbstbewußtsein.

Im Alter wird es etwas besser. Aber auch heute glaube ich noch, das 80% der Menschen besser sind, wie ich.

Ich habe einen Nachbarn, der ist leicht behindert. In der Behindertenwerkstatt ist er einer der besten. Der hat ein unvorstellbares Selbstbewußtsein. Der könnte eigendlich alles. Autofahren? Kein Problem. Nur leider hat er ja keinen Führerschein. Er wollte auch Schützenkönig werden. Nur leider konnten die anderen besser schießen. Bürgermeister hätte er auch gekonnt. Ist ja nicht so schwer. Nur leider hat ihn keiner vorgeschlagen.

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Nur wenn andere das machen.

Ich kann nur aus meiner eigenen Selbsterkenntnis sprechen:

Ich sehe jegliches Ereignis, sei es auch noch so wunderbar oder auch noch so grausam als die Wirkung einer vorangegangenen Ursache. Das mag jetzt so klingen, dass ich Menschen von Ihren vollbrachten Taten freisprechen möchte, aber dem ist nicht so.

Wenn du eine Herdplatte anfässt, verbrennst du dich. Wenn du ein Verbrechen begehst , wirst du bestraft. Aus dieser Strafe erwächst du entweder mit neuen Erkenntnissen oder du bleibst bei deinem Verhalten.

Wie dieses Ursache/Wirkung Wechselspiel jedoch auch ausgehen mag: Wenn du alles was ist so akzeptieren kannst, und verstehst, dass alles aus einem bestimmten Grund so ist wie es eben ist, dann gibt es keine Wertung mehr.

Der Dualismus setzt sich fort und du erkennst dich selbst als ein Teil des Ganzen. "Besser" oder "Schlechter" verliert dann seine Bedeutung.

Ich hoffe du kannst etwas damit anfangen.

LG

Nein ist es nicht

Dann ist man eher von sich selbst überzeugt oder eingebildet, weil es sehr unwahrscheinlich ist, dass man besser und klüger als alle anderen ist.

Das kann ich nicht wirklich beantworten. Ich mag einfach keine Menschen, die einen gleich als "dumm", oder "unwissend", "naiv" oder nach dem Motto: "deine Meinung ergibt keinen Sinn", "wo ist da die Logik?", etc. abstempeln. Irgendwie ist das seltsam und man spürt so die Aggression die da so aufkommt und man hat das Gefühl, man könnte mit diesen Leuten KEIN normales Gespräch führen. Richtig schlimm. Dieses Gefühl habe ich bei Narzissten ständig - man kann mit denen nicht über normale Dinge reden, es dreht sich alles nur um Machtspiele und sie sticheln und beleidigen wo sie nur können, ohne überhaupt zugehört zu haben. Ja, Narzissten hören nicht zu, sie schießen mit ihren Worten wie mit einer Waffe um sich. Man muss IMMER aufpassen was man sagt, sonst tritt man in eine Mine rein oder öffnet die Büchse der Pandora.