Ist es gut oder schlecht, wenn man Leute in einer Diskussion oft zum Verstummen bringt?

6 Antworten

Das kommt drauf an. Leite können verstummen, weil deine Argumentation zu gut ist, oder weil sie merken, dass du uneinsichtig bist und deshalb keinen Sinn darin sehen, weiter mit dir zu diskutieren. Das erste wäre "gut", das zweite nicht.

Ohne jetzt mal mit dir diskutiert zu haben, ist es schwierig das zu beantworten.

Ich finde eine gute, interessante Diskussion endet damit, dass keiner sich am Ende schlecht fühlt. Dafür braucht es aber einen wertschätzenden Umgang beider Parteien. Darunter verstehe ich auch, dass man damit klar kommt, wenn der/die Andere eine andere Meinung vertritt als man selbst. Eine Diskussion unter Freunden muss man nicht "gewinnen", das Ziel ist der Meinungsaustausch und es ist völlig ok, wenn man sich nicht einig ist.

Manchmal ist es halt so, dass ein Thema zu Ende diskutiert wurde und es einfach nichts mehr dazu zu sagen gibt. Alle Argumente wurden vorgebracht, dann ist man sich einig oder einig darin, uneinig zu sein - und man wendet sich anderen Dingen zu.

Anstrengend und nervig wird es, wenn das Gegenüber nicht damit klar kommt, dass man sich nicht einig wird und einen Absolutheitsanspruch der eigenen Meinung durchsetzen will. "Das ist aber so", "dann lügt der x...", "das kann ja nicht sein, sonst würden sich ja alle y irren....", "die z hat das aber auch gesagt..." - das sind so typische "Totschlag Argumente", wo man "nicht mehr weiß, was man noch sagen soll". Es sind Erwiederungen aber keine richtigen Argumente, die man noch diskutieren kann. Da bewegt man sich vom eigentlichen Thema weg und man merkt einfach, es geht der einen Person nur noch darum recht zu bekommen und nicht darum sich mal mit anderen Perspektiven zu dem Thema zu beschäftigen.

Keine Ahnung, ob das bei dir so ist, aber das hab ich so schon oft erlebt. Wenn die andere Person keine Lust mehr hat irgendwas mit dir zu diskutieren, dann respektier das einfach und diskutiere das Thema mit jemandem, der das möchte.

Puh schwierige frage

Ich würde sagen, das kommt natürlich auch darauf an, wie du diskutierst und ob den Leuten wirklich nichts mehr einfällt oder ob die Leute keine Lust mehr haben, mit dir weiter zu diskutieren

prinzipiell würde ich sagen, dass es eigentlich gut für dich ist, wenn deine Argumente anscheinend so gut sind, dass dem gegenüber keine gegen Argumente mehr einfallen

Aber es ist wie gesagt sehr schwer zu beurteilen, wenn man nicht weiß, wie du dich während einer Diskussion verhältst und ausdrückst

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

immer sachlich

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Spricht nicht fuer Dich.

warum?

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Dann ist das keine Diskussion (mehr). Sondern nur ein Verharren eines jeden auf einer festen Position. Eine Diskussion ist dann eine, wenn sie etwa mit dem Satz endet: "Wir haben nun verschiedene Positionen gehört, die alle Vor- und Nachteile haben, mag es jetzt auch keine endgültige Lösung geben, so haben wir zumindest Standpunkte, die wir alle überdenken können, überdenken sollten. Wir alle überschlafen erst mal ein paar Tage das Besprochene, dann /treffen wir uns erneut/stimmen ab/entscheiden uns.

Bei einer schlichten Diskussion/Meinungsverschiedenheit zu zweit gibt stets der nach, der mehr liebt. Liebt auch der andere ein wenig, zieht er dann mit. In diesem gegenseitigen Wechselspiel verändern sich über Jahre beide. Man beginne das bei einfachen Sachen, dann erweitert man dies auf Grösseres, am Ende entsteht Tiefe und Bedeutung.

Dennoch: Manchmal hilf all das nicht und man muss getrennte Wege gehen, zum Beispiel bei erheblicher ideologischer Diversität (Religion/Politik/Spiritualität usw.)

"Wir haben nun verschiedene Positionen gehört, die alle Vor- und Nachteile haben, mag es jetzt auch keine endgültige Lösung geben, so haben wir zumindest Standpunkte, die wir alle überdenken können, überdenken sollten. Wir alle überschlafen erst mal ein paar Tage das Besprochene, dann /treffen wir uns erneut/stimmen ab/entscheiden uns.

Ich wäre glücklich, wenn die Menschen in der Lage wären, so eine Diskussion zu beenden. Das ist genau, was ich propagiere. Pluralismus.

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