Ist es doch gut Mindestlohn 12 Euro pro Std, oder?

6 Antworten

Ich wäre sogar für 20 Euro netto/Stunde Mindestlohn. Dann wäre ich für das BGE. Dann wäre ich für die Staatliche Erbschaft von 100k Euro für jeden Deutschen/Österreicher/Schweizer, der 18 wird völlig egal wieviele seine Eltern und er verdient. Dann wäre ich auch dafür, dass jedes Unternehmen weltweit einen bestimmten Prozentsatzes ihres Umsatzes an die Mitarbeiter ausbezahlen müssen.

D.h. jeder Mitarbeiter bekommt dann den gleichen Anteil neben seinem Einkommen ausbezahlt (z.B. 1 Mio Euro - 1000 Mitarbeiter = 1000 Euro/Mitarbeiter egal ob Reinigungskraft oder Abteilungsleiter). 2 % bei Kleinunternehmen, 5 % bei Mittelbetriebe und 10 % bei Großkonzerne. Das gilt natürlich weltweit dann.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ich war einige Jahre in einem Großhandel im Einkauf beschäftigt.Es war ein Großhandelsunternehmen das Millionenumsätze machte.

Unser Chef sagte, den Bonus den wir über das Jahr erwirtschaften, also Geld welches die Lieferanten aufgrund des Umsatzes dem Großhandelsunternehmen erstatteten, das teilte der Chef unter seinen Mitarbeitern auf. Das gab es dann nach dem Weihnachtsgeld im Januar des Folgejahres.

Allerdings staffelte er die Höhe der Auszahlung in Anlehnung an die Position des Mitarbeiters. Am Ende blieben für die Renigungskraft immer noch 500.-DM als Sonderzahlung.

Wo gibt es heute noch solche Chefs mit dieser sozialen Einstellung ?

Unser Chef war mehrfacher Millionär, blieb aber ein völlig normaler Mensch ohne Allüren. Wir arbeiteten gerne in dieser Firma , auch wenn wir im Einkauf ab und an mal sonntags in die Firma mussten.

Zu deinem Vorschlag des Umverteilens. Dazu muss ich sagen, dass Umsatz nicht gleichbedeutend mit Gewinn ist. Eine Firma die rote Zahlen schreibt, wird sich diesem Umverteilermodus wohl nicht anschliessen, bzw. anschliessen können.

Schliesslich muss eine Firma auch Rücklagen für neue Investitionen bilden, um auf dem Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.

Verteilen ist zwar schön für die Empfänger, aber da muss ein Unternehmen guten Gewinne erwirtschaften.

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Das wäre nicht schlecht. Damit würde sich arbeit auch stärker abgrenzen von sozialleistungen. Arbeit würde sich dann auch da wieder lohnen, vorausgesetzt es gibt keine ausnahmen vom Mindestlohn für Langzeitarbeitslose.

Es wäre interesannt zu sehen wie sich das auf die Klassischen niedriglohn sektoren auswirkt.

Bisher hat der Mindestlohn soweit mir bekannt keine oder kaum negative auswirkungen gehabt. Ob ein Massiver anstieg auch ohne folgen wäre wäre interesannt zu sehen.

Klassisch im Bereich des Mindestlohns sind ja u.a. auch Friseure, Reinigungskräfte und Floristen.

Manche sage : mir geht es gut! Dann gut alles andere mir ist egal. Dies sind egoistisch sag ich mal. mache aber umgekehrt, positive

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@tidy42

Man muss es immer als gesellschaft sehen. Alle profiieren davon wenn es vielen oder gar allen gut geht.

Dienstleistungen, geschäfte aber auch freizeitangebote wachsen ja mit der nachfrage. Und wenn es plötzlich x leuten gut genug geht das die z.b. regelmäßig ins Schwimmbad gehen dann hat auch das schwimmbad mehr geld, modernisiert ggf und davon haben dann auch alle anderen wieder was. Wohingegen wegbrechende nachfrage weil es den leuten schlecht geht ggf mit einer schließung einher geht.

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Je höher der Mindestlohn, umso teuerer werden z. B. die Dienstleistungen. Wenn der Friseur 20.--€ die Stunde als Mindestlohn zahlen muss, dann kostet eben ein normaler Haarschnitt für Männer 25 - 30 €., anstatt 20.- € oder weniger.

Für Frauen wird dann die neue Frisur erheblich teuerer.

Das soll nun nicht heissen, dass ich einen höheren Mindestlohn ablehnen würde. Wollte damit nur sagen, dass ich eben gewisse Leistungen verteuern, so an dies ein Anspruch nimmt.

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@Ontario

Das ist garnicht so dramatisch wie immer getan wird. Als der Mindestlohn eingeführt wurde gab es die selbe Panik.

Siehe hier der Artikel aus 2014 zu dem Thema:

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/mindestlohn-fuer-friseure-preise-hoch-kunden-weg-1.1915153

Vor allem in den östlichen Bundesländern, in denen der tarifliche Lohn vorher zum Teil bei 3,82 Euro lag,

Löhne von z.T. knapp unter 4 auf irgendwas um die 9 €. Deutlich verteuert hat sich der Preis nicht. Zumal man ja auch die Preissteigerungen bei Strom, Miete und Hilfmitteln wie Farbe usw. berücksichtigen muss.

Für Frauen variiert der Preis jetzt schon massiv.

Je nachdem was ich will und ob ich zu einem günstigen oder einem normalen Friseur gehe zahle ich zw. irgendwas um die 25-30 € bis ich meine mein Rekort liegt bei 150 oder 200 €.

Wenn die unteren Preise dann etwas anziehen ist das nicht dramatisch. Und Frau geht ja potentiell eh nicht so oft zum Friseur. Persönlich geh ich 1-2 mal im Jahr. Da kann ich mit 5 € mehr gut leben.

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Die Sache man ändert nichts an dem System.

Der einzige Unterschied ist das man SEHR niedrige Lohngruppe näher an niedrigen Lohngruppen ran bringt.

Gutverdiener und Chefs/ Firmen lachen sich heimlich ins fäustchen für sie ändert sich nichts. Die Preise steigen ja an im Verhältnis zum Lohn.

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@Nikki1488
Die Sache man ändert nichts an dem System.

Und? Das Thema war nicht "wie reformiert man das System damit es ideal wird".

Das Thema war ob ein Anstieg der kleinsten Gehälter gut ist.

Die Preise steigen ja an im Verhältnis zum Lohn.

Die Inflation ist etwas Komplexer als das. https://www.finanz-tools.de/inflation/inflationsraten-deutschland

Die Einführung des Mindestlohnes z.b. sieht man nicht mal in der Inflationstabelle der letzten 20 Jahre. Es hat sich nicht merklich ausgewirkt.

Gehälter nach Tarifvertrag steigen ja auch immer mal wieder nach Tarifverhandlungen und das ist auch kein Drama.

Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht worauf du hinaus willst? Findest du es negativ wenn der Mindestlohn merklich angehoben wird damit die Kleinsten gehälter nicht ganz so abgehängt werden?

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Dann müssen nur die Arbeitgeber noch zustimmen. Sie müssen es schließlich bezahlen

Die Sache ist das der Mindestlohn ein beliebtes Argument ist bei den Bürgern gut anzukommen und so schön simpel da hat man sofort nen gutes Gefühl und man möchte sagen das es ne Gute Sache ist.

Die Sache ist nun so'n Versprechen muss 2 Kriterien entsprechen 1. Populismus was ich eben beschrieben habe der Bürger muss ganz simpel und schnell ein gutes Gefühl haben .... und das Passt.

2. Muss es aber auch beim Bürger ankommen also ein Positiven Effekt haben und hier ist das Problem wem bringt der Mindestlohn was ? Dem Bürger mit niedrigen Einkommen und wer zahlt den Mehraufwand letztendlich ? Der Bürger mit dem niedrigen Einkommen ..... genau da zerbröselt das System der kleine Mann bekommt mehr muss aber mehr ausgeben. Der gutverdiener merkt von dem nicht viel. Der Chef merkt auch nicht viel zählt etwas mehr und gibt den Preis sofort weiter.

Mit dem Mindestlohn ändert man nicht das System .... und wir müssen das System ändern.

Hängt ab welcher Job aber ich vermute dass das schon gut ist.

Genau Solidarität

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