Ist ein Stromverbrauch von 7.100 kWh im Jahr für ein Einfamilienhaus (134qm, 2 Personen vollzeit berufstätig, Brandenburg, Luftwärmepumpe) normal?

7 Antworten

Den Wärmebedarf des Hauses können wir nicht einschätzen. Den kannst Du online ermitteln mit der Eingabe "Wärmebedarfsrechnung" im Web. Nach Eingabe der technischen Gebäudedaten (Baumaterialen, Maße für Wände, Fenster, Türen u.s.w.) wird dort der anzunehmendee Wärme-Jahresbedarf in kWh ausgegeben.

Bei einer ordentlichen Luftwärmepunpe kann man von einer Leistungszahl (das Verhältnis der Wärmeleistung zur elektrischen Leistung) von etwa 4 ausgehen. D.h. bei einem Jahresverbrauch von 7100 kWh (etwa 2000 € bei Normaltarif) wäre demnach mit einem Jahres-Wärmebedarf von 28400 kWh zu rechnen. Und das liegt durchaus im Rahmen und entspricht dem Brennwert von etwa 2840 Liter Heizöl. Das würde nach meiner Rechnung etwa 1700 € kosten.

Zum Vergleich: Laut Wikipedia liegt der Heizwärmebedarf für unsanierte Altbauten typischerweise über 150 bis weit über 300 kWh/m²a. Das wären bei 134 qm und 300 kWh/m²a dann rund 40_000 kWh im Jahr. Auf die Luftwärmepumpe entfielen bei einer Leistungszahl von 4 dann 10_000 kWh. Da bist Du mit 7.100 kWh noch günstiger dran.

Den Verbrauch ohne Wärmepumpe habe ich hier vernachlässigt.

das kommt locker hin... so eine Luftwärmepumpe kann schon einen
übelst hohen verbrauch haben. normalerweise hat man eigendlich einen
eigenenen zähler für den heizstrom. würde mich mal interssiren, wie sich
das so aufteilt...

fakt ist jedenfalls, dass die Luftwärmepumpe
eine Mogelpackung ist. die arbeitszahl wird für relativ optimale
bedingungen angenommen. d.h. wenn es draußen nicht zu kalt ist.

jedenfalls
ist es so, dass wenn es richtig kalt wird, die wärmepumpe nicht mehr
nachkommt und die elektrische zusatzheizung einspringen muss.

viele
vergessen gerne mal, dass der Energiebedarf einer wärmepumpe bei
verdoppelung der differenz zwischen eingangs- und ausgangstemperatur
sich vervierfacht.

lg, Anna

Das ist ja enorm!

Wir (4 Personen, 2 Erw. berufstätig, 2 Schulkinder, 180 m² Wohnfläche) haben im letzten Jahr knapp unter 2.600 kWh verbraucht (mit allem, was man normal an Elekronik so hat: 2 Kühlschränke, Gefriertruhe, 3 Fernseher, PC etc.)

Mit Luftwärmepumpen kenne ich mich allerdings leider nicht aus...

Es ist anzunehmen, dass die Wärmepumpe einen nicht unwesentlichen Teil dieses Verbrauchs verursacht. Wie viel das ist, lässt sich natürlich nicht abschätzen, ohne mehr speziell über den Energiebedarf des Hauses zu wissen.

Hier hat jemand Verbrauchsdaten von Wärmepumpen gesammelt, vielleicht hilft dir das zur Orientierung: http://www.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/index.php?button=verbrauch

Kann ich bestätigen. EFH Bj 1995 mit 137 m² Wohnfläche und rd. 3.000 kwh/Jahr. Auf die Wohnfläche kommt es dabei nicht so sehr an, weil die Elektrogeräte den meisten Strom brauchen und denen ist es egal wie groß die Wohnfläche ist.

Diese Annahme stimmt gerade bei einer Wohnraumheizung über eine (Luft-)Wärmepumpe nicht.

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@coyotede

Ohne Wärmepumpe liege ich bei 3.000 kwh/Jahr. Was soll daran falsch sein?

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