Ist der Sozialismus schlecht?

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13 Antworten

Die Frage ist zu allgemein gestellt. Das sind politische Ansichten. Da gibt es verschiedene Meinungen.

Es kommt darauf an was für dich im Fokus steht. Wenn dir das Wohlergehen des Einzelnen am Wichtigsten ist ist der Sozialismus gut. Des Kollektivs ist dann wieder etwas anderes aber immernoch eine Sozialistische Richtung.

Wenn dir das Wohlergehen des Staates oder des Landes bevorstehen ( aus geldlicher Sicht oder Macht ) dann wird der Sozialismus eher nicht so bevorzugt.

Ich finde ihn nicht schlecht. Man muss aber auch Grenzen beachten und nicht versuchen etwas zu verändern wozu man nicht in der Lage ist.

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Kommentar von AugustoPinochet
18.07.2016, 02:13

Das Öl ist wichtiger als das Wohlergehen des Staates oder des Landes. Gruß Hr. Pinochet

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Wie kann eine Gesellschaftsordnung, die systemimmanente soziale Ungerechtigkeit beseitigt schlecht sein? Das Weiterbestehenlassen des Widerspruchs zwischen gesamtgesellschaftlicher Arbeit und privater Aneignung der Ergebnisse dieser Arbeit ist doch auch keine Zukunftsoption.

Das bisherige Scheitern sozialistischer Versuche ist nicht einer grundsätzlichen funktionalen Unmöglichkeit geschuldet. Sie ist auf den Versuch zurückzuführen, sozialistische Insellösungen inmitten einer die Spielregeln festlegenden kapitalistischen Welt zu etablieren.

Das Hauptproblem, auf das sich auch so ziemlich alle anderen Probleme, einschließlich der Defizite an sozialistischer Demokratie (nicht Defizite an bürgerlichem Parlamentarismus) zurückführen lassen, ist der aufgezwungene ökonomische Wettbewerb mit den entwickeltsten kapitalistischen Staaten.

Darüber war sich übrigens auch Lenin schon klar als er formulierte, dass das letztendlich Ausschlaggebende für den Sieg der neuen Gesellschaftsordnung die Arbeitsproduktivität sein wird. Denn der Zweck der Steigerung der Arbeitsproduktivität ist die Ausschaltung des Konkurrenten.

Nun muss die Produktionsweise einer Gesellschaftsordnung, die sich soziale Gerechtigkeit auf die Fahnen geschrieben hat, dieser Gerechtigkeit auch entsprechend Rechnung tragen. Das bringt sie natürlich in eine sehr viel ungünstigere Position im Wettbewerb mit einer Produktionsweise, die sich darum einen Teufel schert und nur gerade so viel abgibt, dass die Massen ruhig bleiben. Nach innen sozialistisch wirtschaftend und nach außen kapitalistischen Marktgesetzen gehorchen müssend ist der eigentliche Grund des Scheiterns.

Wenn man jetzt noch die historisch und ökonomisch ungünstigeren Startbedingungen, die Verheerungen durch Kriege und Bürgerkriege hinzunimmt, an denen die ehemals sozialistischen Länder schwerer zu tragen hatten als ihre kapitalistischen Konkurrenten, dann ist der Ausgang dieses Wettbewerbs nicht unbedingt überraschend. Überraschend ist eher, wie lange sie unter diesen Bedingungen, zusätzlich noch mit einem aufgezwungenen Wettrüsten, durchgehalten haben.

So wird Sozialismus als Insellösung keine Chance mehr haben, außer er würde sich in den entwickeltsten Industrienationen etablieren. Diese aber profitieren am meisten vom globalen ökonomischen Ungleichgewicht, so dass das eher unwahrscheinlich wäre. Also muss der Kapitalismus den Job zu Ende tun, den ihm schon Marx zugewiesen hat, nämlich die Produktivkräfte soweit zu entwickeln, bis er als Wirtschaftsweise der weiteren Entwicklung im Wege steht.

Ist Kapitalismus auf Dauer eine Alternative? Nein! Eine Wirtschaftsweise, die auf ökonomischer, sozialer und politischer Ungleichheit beruht, kann kein Dauerzustand sein. Mit einer undemokratischen Wirtschaftsweise kann es keine Demokratie geben.

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Kommentar von zetra
18.07.2016, 15:36

Dann ist ja noch der Kommunisten-Schreck weit verbreitet. Alle Länder, die den Versuch machten, ein sozialistisches Gebilde auf die Beine zu stellen, mussten sich nicht nur wirtschaftlich gegen die freie Marktwirtschaft beweisen, nein sie wurden in übelster Weise politisch und auch militärisch von Anfang an bekämpft.

Grenada, Chile, Versuch Kuba, u.A. Wenn dann noch Embargo praktiziert werden, wie sollen solch Länder auf die Beine kommen?

Selber machen sie noch eigene Fehler, überzogenes Militär, Subventionen auf alles Mögliche. Die Kader sind nach Parteibuch ausgewählt, wegen überzogener Angst, somit sind es nicht die besten Köpfe, die in diesen Länder vorstehen.

Wenn PeVau noch weiter ausholen würde, könnte das eine Anleitung sein für den nächsten Versuch eines Landes, sozialistische Verhältnisse einzuführen. Wenn allerdings alles mit rechten Dingen in Venezuela zugeht, dann allerdings wäre von so einem Wagnis abzuraten.  

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Nicht wenn er funktionieren würde.

Im Grungesetzt steht "Deutschland ist ein Sozialstaat".
Die Frage ist nur was ist sozial?
Anfangs, Altkanzler Erhardt (CDU), entwickelte die soziale Marktwirtschaft (Wirtschaft und Wohlstand zusammengedacht).

Dann kam die FDP auf die neoliberale Idee "privat vor Staat", obwohl im Grundgesetz davon kein Wort enthalten ist.
Den Vogel vollends abgeschossen hat dann die SPD mit dieser unsinnigen Agenda 2010 (Hartz IV).

Die Frage ist nicht was wohl das bessere Modell gewesen ist?
In der Summe ist es die soziale Marktwirtschaft, denn neoliberal ist asozial.

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Die Frage ist weniger, ob ein bestimmtes politisches System schlecht ist, sondern ob es in Anbetracht der menschlichen Natur und der geopolitischen Gesamtlage vorteilhaft und umsetzbar ist.

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Der Sozialismus war für Marx die Vorform des Kommunismus. Für ihn war der Sozialismus sozusagen die Zwischenstation von den unvollkommenen heutigen Gesellschaften hin zu einer perfekten kommunistischen Gesellschaft. Im Sozialismus waren noch nicht alle Ideale des Kommunismus verwirklicht, aber fast. Zumindest gab es kein Privateigentum an Produktionsmitteln mehr.Im Kommunismus und Sozialismus herrscht die Planwirtschaft. Planwirtschaft heißt, dass alles nach einem von oben vorgegebenen Plan produziert wird. Wenn gerade etwas anderes benötigt wird, als das, was produziert wird, dann müssen die Menschen abwarten, bis die Produktionsvorgaben geändert werden.Im Gegensatz dazu gibt es die Marktwirtschaft, nach der wir leben. In der Marktwirtschaft stellen die Produzenten das her, was die Leute verlangen, das heißt, wofür es eine Nachfrage gibt.

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Kommentar von Unsinkable2
18.07.2016, 06:59

In der Marktwirtschaft stellen die Produzenten das her, was die Leute verlangen, das heißt, wofür es eine Nachfrage gibt.

Das ist das Ammenmärchen des sogenannten "Nachfragemarktes". Tatsächlich leben wir aber in einem "Angebotsmarkt". Die Unternehmen stellen her, was sie glauben, das sich gut (also mit viel Profit) verkaufen lässt. Und das sollst/musst du dann kaufen.

Einfaches Unterscheidungsmerkmal: Werbung.

In einem Nachfragemarkt wäre Werbung verschwendetes Geld, weil die Leute ja "von sich aus drängeln, es endlich kaufen zu können". Nur in einem Angebotsmarkt ist Werbung erforderlich, um dem Konsumenten mitzuteilen: "Guck mal wie toll mein Produkt ist. Kauf's! Jetzt! Sofortt!"

Wenn gerade etwas anderes benötigt wird, als das, was produziert wird, dann müssen die Menschen abwarten, bis die Produktionsvorgaben geändert werden.

Das ist bei "überraschenden Nachfragen" richtig. Doch wie viele wirklich überraschende Nachfragen kennst du aus der Vergangenheit?

Abgesehen davon: JEDES Unternehmen ab einer bestimmten Größe (und das beginnt bereits im Mittelstand) "plant" seine Produktion. Das Märchen einer "flexiblen Marktwirtschaft" funktioniert nur in der Theorie.

Beispiel: Automobilbau. Hier wird auf 5 - 7 Jahre im Voraus geplant. (Also etwa so weit, wie in der "theoretischen Planwirtschaft" auch.) 

Selbst wenn alle Verbraucher nun morgen losziehen und sich "gänzlich andere Autos" wünschen würden: Sie bekämen sie frühestens in 5 - 7 Jahren. So lange dauert es, bis die Produktion umgestellt und angepasst ist...

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Mit anderen Worten: Wir haben im Wesentlichen nur an einem einzigen Punkt wirklich "Marktwirtschaft". Bei der Markt-Dominanz. Unternehmen müssen im Regelfall (es gibt nur wenige Ausnahmen) viel Geld ausgeben, um Marktanteile zu erhalten; also zu bekommen und diese dann zu verteidigen. Das hält die Kleinen klein und hilft den Großen noch größer zu werden.

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Wenn du das aktuelle System für schlecht empfindest mit Zentralbanken und zentralen Regierungen... Dann schon^^

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Sozialisten nennen ja Venezuela immer als das große Vorbild und als Beweis dass Sozialismus funktioniert.

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Kommentar von voayager
18.07.2016, 09:25

Das ist eine wilde Behauptung, die aus der Luft gegriffen ist.

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Auf eine sehr pauschale Frage lässt sich auch nur pauschal antworten.

Der Sozialismus ist an sich nicht schlecht. Schlecht ist, was man daraus gemacht hat als man versuchte ihn aufzubauen.

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Für die Bourgeoisie ist er schlecht.

Was bezweckst du eigentlich mit deiner Frage? Möchtest du eine bestimmte Stimmung entfachen?

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Freiheit statt Sozialismus.

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Alle, ausnahmslos alle sozialistischen Gesellschaftsexperimente sind desaströs gescheitert. Selbst Kuba überlebt nur, indem es sich immer weiter kapitalistischen Einflüssen öffnet.

Die voluntaristischen Experimente, die sich "Sozialismus" nannten, haben nur mehr Leid produziert in der Bilanz.

Insofern würde ich zu einem "Ja" tendieren.

Entgegen eben diesem Voluntarismus, der Kommunisten auszeichnet, muss man wohl einräumen, dass der Kapitalismus noch lange nicht am Ende ist und weiterhin der Widerspruch zwischen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen nicht hinreicht für die Etablierung einer alternativen gesellschaftlichen Entwicklungslogik.

Von der hat offensichtlich niemand auch nur den Hauch eines leisesten Schimmers, wie die funktionstüchtig aussehen könnte...

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Kommentar von Sachsenbruch
18.07.2016, 10:02

Du willst also hier auf Biegen und Brechen das "Angebot" eines neu angemeldeten Nicknamen "AugustoPinochet" annehmen, um gegen Sozialismus zu polemisieren?
Ich halte das für ein "Musterbeispiel" von "tendenziös / penetrant überzeugend".

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Sozialismus nach Marx, wäre das vernünftigste was dieser verkommenen Spezies passieren könnte! 

Da viele Leute keine Ahnung haben was Sozialismus ist. Und es in aller Regel mit einer Kommunistischen Diktatur gleich gesetzt wird, betone ich ausdrücklich, dass ich NUR vom Sozialismus spreche! Nicht aber vom Kommunismus! 

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Sehr geehrter Herr Augusto Pinochet

Wenn ich die Wahl hätte zwischen Diktatur wie deiner und kommonismus aus dem Buch Dann nehme ich den kommonismus

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Kommentar von atijaja
18.07.2016, 02:18

Das ist annsichtsache wie mit dem kommonismus

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