Sozialismus ist gut- Warum sind viele anderer Meinung?

29 Antworten

Weil ersteres Deine Meinung ist - und andere haben eben eine andere. Das ist das Wunderbare an Meinungen.

"Das Wunderbare" der Unverbindlichkeit, das Wunderbare der Dummheit und Harmlosigkeit.

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Ganz einfach - die "herrschende Mweinung, ist die Meinung der Herrschenden" (Marx) Zu diesen Herrschenden, die natürlich Gegner des Sozialismus sind, gesellen sich noch viele Kleinbürger, die meist sich im Schlepptau der Bourgeoisie befinden. Auch ein Teil des Proletariats ist mental vergiftet, (BILD etc.) ein anderer Bereich der Werktätigen ist als Arbeiteraristokrat unterwegs und fürchtet um seine Mini-Privilegien, die er meint durch den S. zu verlieren.

Sozialismus ist eine Utopie und funktioniert mit Menschen nicht. Der Sozialismus ist eine Bewegung, die auf Aufhebung des Privateigentums an Produktionsmitteln zielt, genossenschaftliche oder staatliche Produktionsweisen bevorzugt. Viele Intelektuelle wie z.B. Saint-Simon formulieren die sozialistischen Ideale ohne Rücksicht auf Durchführbarkeit. Die praktischen versuche sind alle gescheitert und der Sozialismus blieb eine ethische und zum Teil auch eine religiös begründete Forderung.

Karl Marx versuchte die Realisierung sozialistischer Verhältnisse ungeachtet ihrer Wünschbarkeit als notwendige Folge der wirtschaftlichen Entwicklung zu erweisen.

Warum die sozialistische Idee in Verruf geraten ist? Wegen des sog. real existierenden Sozialismus in den sozialistischen Staaten. Es handelte sich dabei um ein System umfassender Herrschaft der kommunistischen Partei in Verbindung mit einer staatlich-ökonomischen Bürokratie und Technokratie, in der die entprivatisirte Wirtschaft mit Hilfe von Mehrjahresplänen staatlich gelekt wurde. Die immer deutlicher werdende Erfolglosigkeit des Systems war weder durch eine Betonung der genossenschaftlichen Seite des Sozialismus, wie z.B. die Arbeiterselbstverwaltung in Jugoslawien, noch durch den Versuch, einen "Sozialismus mit menschlichem Antlitz" wie in der CSSR zu schaffen, zu verhindern. Am Ende stand der Zusammenbruch der kommunistischen Herrschaft in Osteuropa und eine allgemeine Abwendung vom Sozialismus.

sie sind nicht alle gescheitert - in China regiert die kommunistische Partei mit ca. 66 Mio. Mitgliedern, selbst Kuba und Nordkorea, die unter totaler wirtschaftlicher Isolation durch den Westen stehen leben noch - und sie werden dann heimtückisch die Not die sie selbst erzeugt haben dem Sozialismus zuschreiben!

Libyen ist ja auch sozialistsich und dem Land und den leuten ging es super - aber ggf. wird auch da "der Sozialismus" scheitern - wie auch das " in die Steinzeit zurückgebombte" Jugoslawien 1999 oder die berüchtigten "orangenen Revolutionen" des CIA in anderen früheren Ostblockstaaten. Mit Bestechung und Terror kann man natürlich schon Sozialismus zum Schreitern bringen. Ich denke aber, dass es Rüstungswettlauf und die vielen STellvertreterkriege waren, die auch der UdSSR zeigten, dass Sozialismus in einem Land äußerst problematisch ist. Vieleicht haben sie aufgegeben und dachten als kapitalistischer Billionär lebt es sich ja auch nicht schlecht.

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@PatriceKongo

Wenn du lesen könntest, hättest du gesehen, dass ich vom Scheitern des Sozialismus/Kommunismus in OSTEUROPA spreche und nicht von China und Cuba. Da du vermutlich niemals in einem sozialistischen Land, geschweige denn in Libyen gelebt hast, wirst du dir kein Urteil darüber erlauben könnnen. Die (aggressive) amerikanische Außenpolitik hat zunächst nichts mit dem Scheitern der sozialistischen Staaten in Osteuropa und anderswo zu tun.

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@cherskiy

Werde nur nicht hitzig, Cherskiy! Z. B. auch in Schweden spricht man von "Sozialismus". Es war nicht die Frage nach "Kommunismus"!

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@babulja

In Schweden gab bzw. gibt es noch einige sozialistische Elemente, die allerdings immer weiter abgebaut werden, da sie (leider) nicht finanzierbar sind. In Dänemark, wo man sich auch am "Schwedischen Modell" orientierte, heißt das neue Stichwort "Flexicurity". Zudem ist seit 2006 John Fredrik Reinfeldt, der nicht der SAP angehört, Ministerpräsident von Schweden.

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Unter dem Oberbegriff "Sozialismus" gibt es 4 sehr unterschiedliche Ausrichtungen:

1) die sozialdemokratische Ausrichtung (demokratisch)

2) die ökologische Ausrichtung (demokratisch)

3) die kommunistische Ausrichtung (diktatorisch)

4) die anarchistische Ausrichtung (Auflösung hierarchischer Strukturen) 

Weil sozialistische Politik bisher zB. zu staatlicher Unterdrückung,Massenarmut,Hungersnöten,auch Gulags und Massenmord sind zu erwähnen zB. Pol Pots und Stalins Treiben geführt hat und Sozialismus unter realen Bedingungen immer wieder mal in unterschiedlichen Varianten probiert wurde,leider zum Teil noch wird und die Ergebnisse entsprechend sind!Warum wohl zog/zieht es vor allem Menschen von der DDR in den "Goldenen Westen" oder von Kuba richtung USA und nicht umgekehrt,obwohl sozialistische Länder bekanntlich sogar schon mal auch eine Mauer bauen ließen?

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Du musst zw. Sozialismus und Nationalsozialismus unterscheiden...

Sozialismus

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