Immanuel Kants Text in die heutige Sprache übrsetzen?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hier die gewünschte Übersetzung für dich - im Dienste der Entwicklung der Menschheit mit Hilfe der (GF-)Kultur:

"Es bleibt uns also, um dem Menschen im System der lebenden Natur seine Klasse anzuweisen und so ihn zu charakterisieren, nichts übrig als: dass er einen Charakter hat, den er sich selbst schafft, indem er vermögend ist, sich nach seinen von ihm selbst genommenen Zwecken zu perfektionieren; “

= Der Mensch schafft sich – im Unterschied zu anderen Lebewesen – seinen Charakter selbst.
Er ist in der Lage (‚vermögend‘), sich selbst ein Entwicklung-Ziel zu setzen und sich in diese Richtung zu entwickeln.



„wodurch er als mit Vernunftfähigkeit begabtes Tier(animal rationabile) aus sich selbst ein vernünftiges Tier (animal rationale) machen kann; - wo er dann: erstlich sich selbst und sein Art erhält, zweitens sie übt, belehrt und für die häusliche Gesellschaft erzieht, drittens sie als ein systematisch (nach Vernunftprinzipien geordnetes), für die Gesellschaft gehöriges Ganze regiert;“

= Der Mensch ist ‚zur Vernunft fähig‘, von daher kann er sich auch zum ‚vernünftig sein‘ entwickeln.
Das hat mehrere (positive) Folgen: (1) Selbst- und Arterhaltung, (2) Förderung der Vergesellschaftung (neudeutsch: Sozialisation), (3) eine vernünftige, geordnete Regierung der Gesellschaft


„wobei aber das Charakteristische der Menschengattung in Vergleichung mit der Idee möglicher vernünftiger Wesen auf Erden überhaupt dieses ist: dass die Natur den Keim der Zwietracht in sie gelegt und gewollt hat, dass ihre eigene Vernunft aus dieser diejenige Eintracht, wenigstens die beständige Annäherung zu derselben herausbringe:“

= Das Besondere (‚Charakteristische) am Menschen (im Vergleich zu anderen Lebewesen) ist, dass er sowohl zur ‚Zwietracht‘ (also Konflikt, Feindseligkeit ...) fähig ist, wie zur ‚Eintracht‘ und durch das Vorhandensein der ‚Vernunft‘ diese ‚Eintracht‘ entwickeln kann (zumindest in Annäherung)

„ [...] die Perfektionierung des Menschen durch fortschreitende Kultur, wenngleich mit mancher Aufopferung der Lebensfreuden desselben, zu bewirken.“

= Diese Entwicklung zur ‚Eintracht‘ entspricht einer ‚Perfektionierung‘ des Menschseins. Dieser Prozess ist möglich durch die sich weiter entwickelnde (‚fortschreitende‘) Kultur. Das bringt aber auch Einschränkungen (‚Aufopferung der Lebensfreuden‘) mit sich.

Eigentlich doch alles klar, oder?






Omg du bist meine Rettung, dankeeee <333

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@SallyDanii

Schön! Dann darfst du jetzt noch auf den 'Danke'-Button drücken und so ... (:-))

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Wow... Experte am Werk... :D

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@uglyFrog

Ich bin einfach deinem Ratschlag gefolgt, wie man an so etwas am Besten herangeht! (:-))

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Tja, eigentlich sagt Kant genau das, was im Titel steht; "Der Mensch, das Vernunft begabte Tier"... also dass der Mensch zwar eigentlich denken kann und zivilisiert ist, aber in der Wurzel halt streitsüchtig ist und bleibt. Sorry, aber über setzen geht vom Deutschen ins Deutsche schlecht, finde ich.

Wenn du das nochmal genauer wissen willst, kannst du ja versuchen, erstmal eine Pause zu machen, den Text danach konzentriert nochmal lesen und in kleine Abschnitte zu unterteilen. Dann versuch mal, von jedem Absatz eine Kernaussage festzulegen. Mir hilft das immer :D

Ich hoffe, dass ich dir irgendwie helfen konnte!

Nette Annäherung an den Text und sein Verständnis. (:-)
Kant scheint mir aber nicht ganz so pessimistisch wie du:
"aber in der Wurzel halt streitsüchtig ist und bleibt."

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