Ich würde gerne Weihnachten feiern, obwohl ich Muslima bin

17 Antworten

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Es stimmt schon, Weihnachten mit seinen Bräuchen ist ein wunderbares, die Gefühle der Menschen ansprechendes Fest und wird deshalb auch weltweit gerne gefeiert.

Obwohl es eigentlich als Geburtsfest von Gottes Sohn - Jesus Christus, von allen Christen der Welt gefeiert wird und darin seinen eigentlichen Sinn hat, feiert die Welt mit. - Schließlich können sich auch Nichtchristen für eine Fest erwärmen, welches parallel als Fest der Liebe bezeichnet wird, obwohl auch diese Liebe genau betrachtet auf die Tat von Jesus Christus am Kreuz zurückzuführen ist und nicht auf die Geschenke zwischen den Menschen. - Er war das große Geschenk Gottes an die Menschheit.

Deshalb kannst auch du, wie viele Andere, unter dem Zeichen der Liebe mitfeiern, denn ER hat für alle Menschen am Kreuz sein Leben gegeben, und da sind auch Muslime eingeschlossen und herzlich eingeladen.

Es gibt sicher auch andere Muslime, welche Weihnachten mitfeiern. - Die Mehrheit aber und vor allem die streng Gläubigen, distanzieren sich allerdings davon, weil sie es als Verrat an der Sache Mohammeds betrachten. - Jetzt ist es an dir deine persönliche Entscheidung zu treffen.

Jedenfalls wünsche ich dir schon mal frohe Weihnachten und, dass auch du die "besonderen Schwingungen" die dieses Fest bei vielen Menschen auslöst, im Keis von deinen Lieben mitempfinden darfst.

Eine sehr schöne Antwort! :-)

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Also ich bin Muslima und bei uns ist Jesus auch ein heiliger Prophet, wir beten nicht nur unseren Propheten Muhammed an, es gibt sehr viele und wir respektieren alle. Muhammed ist aber ein sehr wichtiger Prophet und einer der bekanntesten.

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@serram

@serram...wir beten überhaupt nicht unseren Propheten Muhammed, Segen und Frieden auf ihm, an....sondern wir beten zu Allah dem Einzigen

Und Wir schickten keinen Gesandten vor dir, dem Wir nicht offenbart haben: "Es ist kein Gott außer Mir, darum dient nur Mir

Koran, Sure Al-Anbyiaa : 25

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Hey liebes, ich finde das richtig schön von dir das du so darüber denkst. Ich bin ganz deiner Meinung. warum solltet ihr es nicht auch feiern. Ich bin Christin und liebe Weihnachten so sehr nicht wegen den Geschenken, die sind mir völlig egal. Sondern weil es mit einer der einzigen Tage ist, wo ich alle meine Geschwister sehe meine Mutter und Tante sehe.

Ich liebe auch das schmücken ,diese Stimmung ist einfach so magisch und schön dazu noch richtig gemütlich. Wir schmücken immer eine Woche vor Heiligabend den Baum, so ist es auch bei vielen andern. Und Kauf dir einen Adventskalender mit Schokolade ich finde das so geil. Ich finde es nämlich so traurig das es in Deutschland nicht mehr solcher feste gibt (bin deutsche).

ich bewundere deshalb auch richtig die muslimische Kultur und interessiere mich dafür sehr. Da ist es nämlich viel üblicher die Familie oft zu sehen egal wie weit man weg wohnt und dort gibt es auch sehr schöne feste und die Hochzeiten sind so unglaublich in meinen Augen. und das Essen ist so geil

ich habe sogar Vorhin so eine ähnliche Frage gestellt.

also Wünsche ich dir eine schöne Feier und hoffe es war nicht dein letztes Mal.

Feiere doch Weihnachten! Wenn du als Muslima auch nicht glaubst, dass Jesus Gottes Sohn ist, wie die Christen das glauben, so ist Jesus auch für dich kein Unbekannter, denn den gibt es zwar nicht als Gottes Sohn, aber als Prophet auch in deiner Religion. Warum solltest du nicht die Geburt eines Propheten gedenken, der Liebe gepredigt hat, und Weihnachten deshalb als Fest des Friedens und der Liebe feiern? Das widerspricht deiner Religion, die auch Liebe unter den Menschen fordert, in keiner Weise. Also, frohe Weihnachten!

Mir hat mal eine hiesige Alevitin gesagt, dass sie vor allem auch wegen der Kinder, die hier in Kindergarten und Schule gehen, auch Weihnachten feiern und die Kinder bekommen auch den Weihnachtsbaum um Weihnachtsgeschenke.

Nun gelten ja Aleviten als säkular unter den Muslimen, aber ist doch egal - den Jesus haben die Muslime ja auch als den Propheten Isa und ob die nun glauben, ob er Gottes Sohn oder ein Prophet war, ist meines Erachtens unerheblich.

Immer mehr Muslime, die sich mit den Unterschieden von Islam und Christentum beschäftigen, entscheiden sich, zum Christentum wegen der Friedenslehre von Jesus Christus zu konvertieren, weil sie schlichtweg diese Kontrolle und Aggressivität nicht mehr möchten und auch "Ungläubige" nicht mehr als Kufar/Kafir und damit Hunde, Affen, Schweine und damit Nichtmenschen betrachten möchten.

Sie möchten einfach auch frei leben, frei entscheiden, die Gleichberechtigung der Geschlechter leben und eben auch "Ungläubige" und deren Länder nicht mehr als Eroberungsziel betrachten, sondern in Frieden, Freiheit und gegenseitiger Achtung mit ihnen leben.

Vor allem finden sie auch Frieden mit sich selbst, kommen innerlich zur Ruhe - ob sie nun zum Christentum konvertieren oder einfach als Atheisten leben wollen oder auch nur ihren eigenen individuellen spirituellen Weg gehen möchten.

Ich kann Dir nur Frohe Weihnachten wünschen.

Du bist Muslim, weißt jedoch nicht genug über deinen Glauben, sonst würden dir die Feste des Islam genügen.

Anfangen Feste anderer Religionen zu feiern, weil man sie schön findet ist ein schwaches Argument.

Die Christen betrachten Jesus als Sohn Gottes oder selbst als Gott

Die Muslime wissen, dass Jesus ein Prophet Allahs war ...

“O Leute der Schrift, übertreibt nicht in eurer Religion und sagt gegen Gott nur die Wahrheit aus! Der Messias, Jesus, der Sohn Marias, ist nur Gottes Gesandter und Sein Wort, das Er Maria entbot, und Geist von Ihm. Darum glaubt an Gott und Seine Gesandten und sagt nicht ‘Drei’. Hört auf (damit), das ist besser für euch! Gott ist nur ein Einziger Gott. Preis sei Ihm, (und Erhaben ist Er darüber), daß Er ein Kind haben sollte! Ihm gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist, und Gott genügt als Sachwalter.” (Quran 4:171)

---du musst nun über deinen Glauben entscheiden ... und was dir wichtig ist

Kerzenglanz oder der richtige Weg von unserem Schöpfer im Koran erklärt

es ist dein Schicksal

Keine Ahnung, warum man alles so verkrampft sehen muss. Wir waren selbst oft eingeladen von muslimischen Freunden, um mit ihnen z.B. das Zuckerfest zu feiern. Selbst in der Türkei wurden wir nie ausgeschlossen. Anders herum wurden wir, als wir in Istanbul einen kath. Gottesdienst besuchten, von unseren türkischen Freunden begleitet. Es gab da keinerlei Berührungsängste und niemand hat versucht, den jeweils anderen zu missionieren.

Gegenseitiger Respekt und ein Mindestmaß an Akzeptanz muss zwischen den Religionen möglich sein und wenn Muslime hier Weihnachten auf IHRE Art feiern, dann hat es auch mit Integration zu tun. Wenn man jedes Jahr erneut den Hype um Weihnachten mitbekommt, dann bleiben auch Andersgläubige nicht immer unberührt davon.

Du bist konvertiert, nicht wahr? Ich vermute das, weil du so unerbittlich bist, wie kaum ein Muslim in unserem Umfeld. Das ist bei vielen so, die erst spät zu ihrem Glauben kamen.

Unsere muslimischen Freunde hier stellen alle einen Tannenbaum auf aber sie feiern Weihnachten deshalb noch lange nicht so wie wir es traditionell tun. Wenn wir zu Gast sind, dann ist es nicht weihnachtlich besinnlich sondern eher fröhlich, bunt und überhaupt nicht traditionell ................ bis auf den Weihnachtsbaum.

Wenn ich lese, was in eurem Leben alles streng geregelt ist, dann frage ich mich, woher Muslime noch Lebensfreude bekommen. Nur der Glaube an das Paradies kann es nicht sein.

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@Affia

Das leidige Thema Integration .... muss man denn alle Traditionen ungefragt annehmen, um als integriert zu gelten? Kann man als Muslim nicht an seiner Religion festhalten ohne gleich verpönt zu sein?

Meine Ansicht ist nicht verkrampft sondern geradlinig, und richtig im Sinne des Islam ...nicht wie andere es sehen oder es gerne hätten, das liegt dann wieder im Ermessen eines Jeden.

Akzeptanz zwischen den Religionen sprichst du an...richtig...das bedeutet aber nicht alles mitzumachen zu müssen

Was das islamische streng geregelte Leben betrifft.... Lebensfreude gibt es genauso wie bei anderen auch .... und dazu die Freude auf das Paradies

........außerdem geht es in der Frage darum selber dieses Fest als Muslim zu feiern, und nicht einer Einladung zu folgen

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@gutefeejuhe

Christen wird bei einem gottgefälligen Leben auch das Paradies versprochen. Das ist keine muslimische Angelegenheit.

Allerdings wurden in der Vergangenheit der Christen Paradies und Fegefeuer als Druckmittel eingesetzt. Ich finde es menschlich grenzwertig, wenn ich ein gottgefälliges Leben führe aus Angst heraus. Ich muss aus freien Stücken und eigenem Willen heraus ein gläubiger Mensch sein und nicht, weil ich mit der Wahl zwischen Himmel und Hölle 'erpresst' werde.

Gott erpresst nicht, da müssen die Schreiber der heiligen Bücher etwas kräftig fehlinterpretiert haben.

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@Affia

Ich bin aus freiem Willen ein gläubiger Mensch ...auch dieses Privileg gilt nicht nur für Christen ...ansonsten ist es jedem freigestellt seine Religion und seinen Weg zu wählen...mfg

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@gutefeejuhe

Davon gehe ich auch stark aus .............. also, dass es jedem freigestellt ist, seine Religion zu wählen und wenn man das JEDEM zugesteht, dann ist man auch in der Lage, den jeweils anderen zu respektieren.

Für mich gehört zu meinem Glauben auch, dass ich kritisch umgehe mit dem, was in einem uralten Buch geschrieben steht und heute nicht mehr wirklich Sinn macht, da sich unsere Lebensbedingungen drastisch verändert haben.

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@Affia

"Ich finde es menschlich grenzwertig, wenn ich ein gottgefälliges Leben führe aus Angst heraus. Ich muss aus freien Stücken und eigenem Willen heraus ein gläubiger Mensch sein und nicht, weil ich mit der Wahl zwischen Himmel und Hölle 'erpresst' werde."

Die Frage ist nicht, wie ich mir wünsche dass Gott so wäre, denn dann könnte sich quasi jeder einfach aussuchen, ob er ins Paradies oder in die Hölle kommt. Vielmehr ist die Frage, was Gott von uns wirklich verlangt und was ER für Voraussetzungen gesetzt hat, um sein Paradies betreten zu dürfen. Ob du das aus deiner Sicht gut findest oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. Ich persönlich finde es aber gerecht (und auch logischer), wenn nicht einfach jedem, der SAGT "Ich glaube" das Paradies versprochen wird, sondern man für seine eigenen Sünden zur Rechenschaft gezogen wird.

Natürlich glaube ich aus freiem Willen, denn "Es GIBT keinen Zwang im Glauben" (Koran Sure 2 Vers 256). Aber ob ich mit meinem Verhalten ins Paradies komme oder mit dem Höllenfeuer bestraft werde, bleibt Gottes Entscheidung und richtet sich nicht danach, was ich gerne hätte. Mit Fehlinterpretation hat das übrigens nichts zu tun, denn die Botschaft diesbezüglich ist sowohl im Koran als auch in der Sunnah eindeutig. :-)

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