Ich hasse meinen Vater - was kann ich dagegen tun?

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9 Antworten

Du hasst nicht sondern lehnst den Lehnherrn nur zutiefst ab - verständlich.

Nichts - du kannst nur versuchen, es neutral zu sehen: er versuchte, dich zu erziehen - in eigentümlich kruder Art.

Die Schäden, die der Mann in deiner Jugend anrichtete, werden sich im Lauf der Zeit abschwächen und du lernst doch, ein wertvoller Mensch zu sein: DU hast es nicht nötig, dich von dem Individuum weiter runter gezogen zu fühlen.

Guten Tag und Guten Weg: mehr hat solch Mensch nicht verdient.

Der scheint ein absoluter Egomane zu sein: Alles hat sich nach ihm zu richten, so zu funktionieren, wie er es will...

Gut: tust du nicht...

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Hallo Ohoxox,

deine Geschichte ist eine schwierige Geschichte und es wird für dich nicht einfach sein, deine Gefühle zu verarbeiten.

Eine "Heilung" in dem Sinn wird es nie geben, da es nun mal ein Teil deines Lebens ist.

Was du erreichen kannst ist eine Integration deiner Erlebnisse, so, dass sie dich nicht mehr im Hier und Jetzt belasten.

Hierzu solltest du dir professionelle Hilfe bei einem Traumatherapeuten oder auch Traumafachberater suchen. Ein guter Psychotherapeut mit Trauma - Ausbildung passt natürlich auch.

Wichtig bei der Therapeutensuche ist, dass du mit diesem auf einer Wellenlänge liegst und sich ein gutes Vertrauensverhältinis aufbaut.

Außerdem wird dir ein guter Therapeut immer erst 5 Probatorische Sitzungen anbieten. Das ist wichtig, damit beide Seiten feststellen können, ob ihr miteinander arbeiten könnt.

Ich wünschen Dir alles Gute und wenn du weitere Hilfe brauchst, dann schreib mir gerne eine PN.

LG Mata

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"Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich
nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und
die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.”

Deine Ablehnung ist absolut verständlich, keine Frage.
Die Sache ist nur, dass du ja selbst bemerkst, wie mies es dir dabei geht und wie hinderlich alles für dich ist.

Womöglich solltest du eine feste Entscheidung treffen.
Wie soll es nun in deinem Leben weitergehen?
Willst du ernsthaft etwas ändern und es nach deinem Geschmack gestalten oder willst du ewig in deiner Vergangenheit stecken bleiben, in Selbstmitleid baden.
Treffe eine ernste und gescheite Entscheidung. Und dann bleib dieser treu!

Manchen hilft Familienstellen.
Psychotherapie.
Jedenfalls solltest du dich intensiv damit auseinandersetzen und wertvolle Impulse anderer ausprobieren.

Lange genug hatte dein Vater viel Macht über dich.
Gib sie ihm nicht noch länger, indem du dich davon löst.

Am radikalsten ginge es über Akzeptanz. Es war so und gut. Es ist nicht mehr zu ändern. Ich lerne etwas daraus und gestalte ab jetzt jedoch mein Leben nach meinem Geschmack.

Annehmen wäre die beste Lösung.
Wie eigentlich wurde er selbst erzogen?
Verständnis: er ließ seine Wut und alles ungehindert an dir aus. Klar. Das ist megaheftig. Da brauchen wir nicht reden. In Wirklichkeit jedoch ist er mit sich selbst so unglaublich unzufrieden. Er meinte gar nicht dich, sondern sich, nur das ist ihm vielleicht nicht wirklich bewusst. Es gibt viele Menschen, die ihren Unmut einfach an anderen auslassen.

Jetzt, wo du doch weißt, wie heftig und schmerzvoll dies ist, solltest du sehr darauf bedacht sein, es ihm nicht gleich zu tun. Es nicht in seinem Sinne an dir selbst weiter zu führen. Das nämlich machen wir öfter als gedacht. Wir selbst führen wann und wo dann auch immer die fiesen Glaubenssätze aus unserer Kindheit durch die wir durch unsere Eltern geprägt wurden selbst weiter. Also beobachte dich und dein Gedankengut. Und sobald dir Abwertendes und Minderwertiges dabei begegnet, sofort stoppen und umdenken.

Versuche aus deinem Leid etwas Gutes zu machen. Einen Nutzen daraus zu ziehen, indem du etwas daraus lernst.
Sehe alles als gesunde Herausforderung (zu was?).

Bedenke, dass alles, was er dir angetan hat nicht der Wirklichkeit entspricht. Entdecke die Wahrheit! Wer bist du wirklich? Worin liegen deine Stärken?

Versuche kreativ mit allem umzugehen. Ich mein, was hilft es schon noch, im Hass stecken zu bleiben. Denke dir: "Jetzt erst recht".

Warum zum Teufel besuchst du deine Leute immer noch? Du meine Güte.... muss das sein?

Versuche keinesfalls immer noch seine Anerkennung zu bekommen. Tue nichts dafür! Du brauchst sie nicht. Greife deine Vorhaben an und fertig. Du lebst nicht, um ihn zu imponieren oder so.

Gibt es Menschen auf Erden, denen es noch schlechter als dir erging?

Gebe dir selbst all das, was du so schmerzlich vermisst hast, aber erwarte es nur ja nicht mehr von ihm. Schließe ab damit. Brauche es nicht mehr. In Wirklichkeit brauchst du es ja auch gar nicht.

Verzeihe. Nicht ihm zu liebe. Nein. Dir zu liebe, damit du abschließen und beenden kannst. Damit du dich davon lösen kannst. War so und fertig. Du kannst deine Vergangenheit nicht ändern, aber du kannst sie gut sein lassen, ruhen lassen.

Beschäftige dich viel mit dem Thema Aggression. Was heißt das Wort. Wie gehe ich geschickt mit diesen Gefühlen um......Komm wieder ins Gleichgewicht mit dem Thema Aggression. Nur, weil sie dein Vater extrem gegen dich richtete, heißt dies ja noch lange nicht, dass sie grundsätzlich schlecht sind. Du brauchst, z.B. um deine Wünsche zu erfüllen. Damit verletzt du dann aber auch keinen.

Setze deine Lebenkräfte für deine Ziele ein. Klar, durch ihn hast du gelernt, diene vitalen Kräfte zu unterdrücken, zu kuschen und so weiter. Das darfst du natürlich jetzt nicht mehr so weiterführen. Du sollst mutig deine Lebenskräfte für all das, was für dich Sinn macht, einsetzen. Klar, kann bissl Zeit brauchen alles, aber anfangen könntest du damit sofort.  ;-)

Jetzt hast du es doch überstanden! Jetzt mach dir ein schönes Leben. Dafür setzt du all deine dir zur Verfügung stehenden Kräfte ein. Fertig.

Bedenke, er wurde nie glücklich mit seiner Art. Er durfte so gut wie nie wahre Liebe spüren, zufrieden sein, inneren Frieden spüren, glücklich sein........
Das ist eine große Strafe für ihn.
Wenn du das nicht auch nochmals durchleben willst, dann sei du die Veränderung, die du dir wünscht.

Akzeptiere! und will nichts mehr von ihm.
So schmerzvolle Erlebnisse können in uns große Energien und Kräfte für große Vorhaben freisetzen. Nutze diese!

Du brauchst nichts mehr von ihm. Du kannst dir alles selbst geben oder eben mal mit Mangel leben. Und gut.
Starte neu durch.
Sei selbst nie so zu dir, wie er es war!

Spreche mit vielen Menschen und erzähle möglichst vielen deine Geschichte. Du bald hängt sie dir dann zum Halse raus und du spürst, wie sich durch das Erzählen immer mehr löst.

Schreibe ein Buch darüber. Und dann im zweiten Teil erzählst du, wie du es geschafft hast, alles zu akzeptieren und ein super geiles Leben zu führen. Dann machst du noch ordentlich Kohle damit.

Helfe anderen Betroffenen mit Gesprächen. Einfach zuhören. Oder was sich sonst noch ergibt. Schreibe hier Betroffenen, denen es ähnlich ergeht. Schreib dir alles solange von der Seele, bist du selbst keinen Bock mehr darauf hast, bist du es selbst nicht mehr hören kannst.....  ;-)

Nummer gegen Kummer benutzen. Alles erzählen.

Bestrafe dich nie, egal für was. Sei lieb zu dir. Du hast das echt verdient und bitter nötig. Gut, deine Kindheit war wenig liebevoll, aber jetzt, jetzt kannst du das alles ändern. Nutze dein Macht!
Kannst du es besser als dein Vater?

Gebe dir Geborgenheit und Sicherheit, wo es nur geht. Lass dir dabei helfen.

Akzeptieren. Neu durchstarten. Genuss. Liebe. Wertschätzung. Fertig.

Unterdrücke nicht deine Kräfte, sondern lenke sie in für dich Sinnvolles. Da sollte Eigenliebe ganz oben stehen.  ;-)

Arbeite mit Ausdauer daran. Oder denke radikal um.

Schenke ihm nicht noch mehr von deiner Aufmerksamkeit. Sehe, wie erbärmlich er lebt. Beneide ihn nicht darum. Mache es selbst besser.

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Erstens denke ich, dass es ein langer Prozess ist, du es aber schaffen kannst. Das es nie verarbeitet werden kann kann ich nicht bestätigen. Eine Therapie wäre sehr hilfreich.

Vier Bücher fand ich sehr gut:

Vergiftete Kindheit von Susan Forward

Autonomie und Symbiose von Franz Ruppert.

Starke Emotionen meistern von M. McKay

Freude von James Baraz

Und schau mal nach Büchern über Verzeihen. Bei Interesse kann ich mal in meiner Sammlung schauen. 

Versuch, bis du es verarbeitet hast, Abstand zu deinem Vater zu halten, sonst werden deine Emotionen immer wieder getriggert. 

Es wird vorbei gehen aber dazu musst du dir selbst wichtig sein, damit du dir mit deiner Wut keinen schaden zufügst, denn Wut kann auf die Gelenke, aufs Herz und Blutdruck gehen. Weder schluck alles runter, noch lass alles raus. Mir fällt hierzu das Buch: Emotionale Erpressung von Susan Forward ein. Das Buch gibt Anregungen, wie man mit einem Menschen umgeht,  die mit starken Gefühlen argumentieren. 

Außerdem vergiss nicht, du bist nicht der Einzige und es ist kein Weltuntergang so eine Erziehung genossen zu haben. Der Grund weshalb ich das schreibe ist der, dass diese Wut sich zu Hass und zur Zerstörungswut steigern kann.

Wünsche dir alles Gute.

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Puuh, ist hart. :( 

Evtl. lernen, ohne ihn zu leben. Nimm für dich in Anspruch, dass euch außerhalb der Biologie nix verbindet. Sei nicht nett, nur weils deiner Mutter zuliebe "schöner" wäre.

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Familienstellungen nach Bert Hellinger, lieber Ohoxox,

wirken WUNDER!

Ich habe viele von denen mitgemacht, und sie haben immer geholfen.

Schau, wer bei Dir in der Nähe dafür zertifiziert ist und probier das aus -

Ich habe als Stellvertreter bei vielen solcher Seminare teilgenommen und es hat immer ganz enorm Positives bewirkt.

NEIN: ich mache selber keine Familienaufstellung und NEIN ich verdiene kein Geld damit!!

Ich habe nur erfahren - an mir und anderen, dass es hilft

Solltest Du überregional mobil sein: Ich kenne Gute Adressen in Kassel, Rottweil und Konstanz

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Ein Freund von mir fand Frieden, nachdem er den Kontakt vollständig abgebrochen hatte.

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Hey Du.

Es wäre wirklich gut, wenn Du dich an einen Psychologen damit wendest. 

Mir fällt aus persönlichem Hintergrund auch etwas dazu ein. Aber vorher habe ich eine Frage an Dich: Wie alt bist Du jetzt? Und bist Du Frau oder Mann?

...

LG

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Kommentar von ChloeSLaurent
17.06.2017, 22:56

Ist nicht so einfach, was Du geschrieben und beschrieben hast. Lass Dir Zeit. Kein Problem.

Wenn Du etwas über einen Konferenzraum wissen möchtest, meldest Du dich einfach. Ok für Dich?

LG ChloeSLaurent

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schreib IHM einmal alles was dich bewegt......und sage IHM was du vermisst hast.....nicht anklagend sondern bedauernd....

take care

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