Ich denke nicht zumindest nicht bewusst

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Ein kleiner Exkurs, um Dir die Natur von Gedanken ein klein wenig zu erläutern. Du hast bestimmt schon mal davon gehört, dass der Mensch ein Energiefeld hat. Wenn man sich jetzt vorstellen wollte, dass dieses Energiefeld in Schichten, wie die Lagen einer Zwiebel aufgebaut ist, dann wären ganz nah am Körper die dichten und langsamen Energieschichten und je weiter weg vom Körper, umso schneller und feiner werden die Energieschichten (bitte nicht zu 100% für bare Münze nehmen, unser Energiefeld ist keine Zwiebel - es hilft nur zur Veranschaulichung). Die Reihenfolge der Schichten vom Körper ausgehend wäre wie folgt:

  1. ätherischer Körper (das ist gewissermaßen die energetische Blaupause für den physischen Körper)
  2. emotionaler Körper
  3. mentaler Körper
  4. astraler Körper
  5. und noch einige andere

Der emotionale Körper ist also dichter und langsamer als der mentale Körper. Gedanken sind schnell, und zwar richtig schnell. Jeder Emotion, die Du erlebst, geht ein Gedanke voraus! Wenn Du also beobachtest, dass Du mit einer Emotion auf etwas reagierst (z.B. mit Schmunzeln auf die Joggerin), dann hat Dein Kopf zuerst etwas gedacht und dann kam das Gefühl. Der Gedanke ist jedoch schnell, sehr flüchtig und vor allem unbewusst. Deshalb kannst Du das Schmunzeln auch nicht unbedingt unterdrücken. Das kannst Du nur, wenn Du gewissermaßen den verursachenden Gedanken abfängst, ihn also bewusst wahrnimmst und dann bewusst reagierst oder auch nicht reagierst. Da Gedanken aber so schnell und flüchtig sind, erleben wir sie meistens nicht bewusst und nur die Emotion, die darauf folgt, ist langsam genug, um wahrgenommen zu werden.

Das ist auch gut und richtig so, denn wir denken den ganzen Tag. Wissenschaftler schätzen, dass es zwischen 40.000 und 60.000 Gedanken täglich sind. Vermutlich ist es sogar mehr. Denn unser Hirn kann nicht nur einen Gedanken zu einer Zeit denken, sondern mehrere gleichzeitig, so als wären in Deinem Kopf, zwei oder drei Radios gleichzeitig an. Der Vergleich mit den Radios ist sogar relativ passend, denn es ist als würde die Gedankenwelle einfach durch Deinen Geist ziehen, sie wie Radiowellen auch dauernd in der Luft liegen, ohne dass wir sie hören. Wir hören sie erst, wenn wir das Radio einschalten und auf Empfang gehen. So ist es mit den Gedanken auch. Sie sind dauernd da, aber hören wirst Du sie nur, wenn Du Dein Empfangsgerät auf der richtigen Frequenz einschaltest. Allerdings will ja keiner diese ganzen 60.000 Gedanken bewusst hören, weil die meisten davon sowieso unwichtig sind und unnötig unsere Aufmerksamkeit beanspruchen würden. Insofern ist das, was Du beschreibst natürlich und genau richtig.

Beim Meditieren wird vielen Menschen dieses Gedankenwirrwar im Kopf bewusst, weil es keine äußeren Ablenkungen gibt. Sie versuchen dann verzweifel, das abzustellen, weil sie meinen, dass es ja still sein müsste im Kopf, damit man meditieren kann. Aber das ist nicht ganz richtig. Das Hirn tut einfach das, wofür es geschaffen ist. Es denkt und analysiert, trifft Unterscheidungen und beurteilt Situationen - egal ob wir es nun wahrnehmen oder nicht. Wenn Du eher Deine Gefühle wahrnimmst, dann kannst Du ja mal neugierig forschen, was denn direkt vor dem Gefühl los ist. Vielleicht werden Dir die Gedanken bewusst mit der Zeit. Aber das ist eigentlich nicht das Ziel von Meditation, auch wenn diese Übung Deine Aufmerksamkeit und Wahrnehmung schulen würde. Die Stille, die in der Meditation angestrebt wird ist unabhängig vom Vorhandensein oder Abwesendsein von Gedanken und Gefühlen.

Soweit zu meinem Denken. Entweder habe ich nun eine völlig falsche Vorstellung vom Begriff denken, weil ich darunter hauptsächlich das bewusste Denken zähle. Also das Denken, das man auch in seinem Kopf hört. Oder ich denke wirklich nichts. Ich meine hier wieder das bewusste, abstrakte Denken. Denn wie schon gesagt ist es in meinem Kopf die meiste Zeit still.

Viellicht bin ich mir meines Denkens auch einfach nicht bewusst, obwohl ich mich in letzter Zeit sehr darauf geachtet habe. Vielleicht verdränge ich das bewusste Denken. Denn mir passiert es relativ häufig, dass ich wie einen Radio im Kopf habe. Ich höre dann bestimmte Lieder immer und immer wieder. Hat wie etwas zwanghaftes. Würde es aber nicht als solches bezeichnen, da ich es auch abstellen kann und es mich auch nicht stört oder einschränkt. Ich glaube ich mache dass vielmehr um die Leere in meinem Kopf zu füllen.

Was denkt ihr dazu? Habe ich einfach eine komplett falsche Vorstellung vom Denken? Wie denkt ihr? Und ist es gut, oder hinderlich, dass ich so wenig denke?

Bin dankbar für ein paar Antworten, da ich halt nur mein Denken kenne und nicht weiss, wie das bei anderen vor sich geht.

So wie du "denkst" ist meiner Meinung nach richtig. Wenn du denkst "haha wie joggt die denn" gehst du zu sehr ins Detail. Irgendwann kommst du dann ins grübeln, was eher schädlich für den Geist ist.

. Aber: An nichts zu denken ist eben auch langweilig , da schaltet sich dann der Kopf irgendwann automatisch ein.

muss man bei der meditation an nichts denken oder kann man bewußt an schöne sachen denken?

oder trifftet man dann ab, wenn man zb. an erfolg, gesundheit etc. denkt?

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