ich bin total verzweifelt,muss meinen freund jeden morgen wecken.

19 Antworten

Natürlich ist es bedauerlich wenn Dein Freund Probleme mit dem Aufstehen hat und in einer Partnerschaft sollte man sich gegenseitig unterstützen, so weit so gut. Doch Du hast selbst Schlafprobleme und auch noch Depressionen und zwei OP's hinter Dir ... und wer hilft Dir?

Hättest Du keine Probleme würde ich sagen, ok in einer Beziehung hilft man sich, doch das ist keine Einbahnstraße, so geht es nicht, Du reibst Dich auf.

Ich habe selbst schwere Schlaf- und Aufstehprobleme (neben mir kann kein Mensch schlafen), letztlich blieb nur die Lösung 'getrennte Betten', wir führen dennoch seit 27 Jahren eine zufriedene Beziehung, gemeinsam einzuschlafen muss ja nicht bedeuten auch gemeinsam aufzuwachen. Jeder Mensch braucht genügend Schlaf um eine ausgeglichenes Leben führen zu können. Meine Lösung muss natürlich nicht unbedingt auch die ideale Lösung für Dich sein, aber eine Lösung brauchst Du. Wenn Du nicht auch ein wenig auf Dich achtest, wird darunter über kurz oder lang auch eure Beziehung leiden, zumal er es ja nicht zu tun scheint.

Ihr habt da ja ein merkwürdiges Spiel laufen. Sein innerer Schweinehund wird auf dich übertragen. Wenn du da mitmachst erziehst du ihn zur Hilflosigkeit. Wenn du ihn liebst, hörst du sofort damit auf. Ohne Konsequenzen kein Lernprozess.

Er muss und kann jetzt lernen, sich wieder Disziplin anzueignen. Dass das geht, weiß ich aus eigener Erfahrung. Ich war vor vielen Jahren einmal kurz vor einer Abmahnung. Nach dem Gespräch mit den Chef ging es dann: Ich wusste, "noch 5 Minuten" konnte ich mir wegen Einschlafens nicht erlauben, auch riskannte provisorische Zeitplanungen, ob ich heute Frühstück oder Dusche weglasse, habe ich mir verkniffen.

Ich habe was von Schule gelesen. Wenn er es jetzt nicht lernt, meinst du, es wird beim nächsten Arbeitsplatz weniger schlimm, wenn er unpünktich kommt?

Wie gesagt, auf die Nicht-Störung durch einen zweiten Weckton solltest du bestehen (das macht es nicht leichter, den Ersten lieber später setzen). Ob es eine Ausweichmöglichkeit in ein weiteres Zimmer gibt solltest du (besser er) zeitweise überlegen. Sollte er für selbständiges Aufstehen Massnahmen benötigen, wie ein ehemaliger Bekannter von mir: Zeitschaltuhr für vollaufgedrehte Stereoanlage und 500 Wattstrahler ins Gesicht, sollte er mal mit seinem Hausarzt reden.

Ernsthaft - wecke ihn nicht mehr. ich kenne einen sehr, sehr ähnlichen Fall. Der junge Mann macht selbst mich leicht aggressiv, wenn ich in seiner Wohnung oder er bei mir übernachtet und ich Weckversuche starte, mittlerweile bin ich da rigoros bis militärisch vorgehend, wenn ich ihn umbedingt wach bekommen muss. Seine Partnerin beneide ich da nicht, das läuft genauso, wie bei Dir / Euch bisher.

ja das millitärische hab ich mir aus verzweiflung auch schon angeeignet.

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@schakra8

Ich meine damit nicht unbedingt persönlich-aggressiven, sondern eher einen klaren, bestimmten, unmißverständlichen Ton, so wie man Wehrdienst-Schlafmützen aus den Stuben schreckt... das klappt erfahrungsgemäß ganz gut...

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... da er doch sicher schon aus dem Kindergartenalter heraus ist, würde ich mit ihm EINMAL über diese Sache reden und dann wäre der Käse gebissen. Sollte er das nicht verstehen, dann sprich mit ihm einmal über Deine weitere Zukunft, eventuell in einem anderen Schlafzimmer. Das verstehen dann die Herren der Schöpfung :-)))

Hat er einen anderen Rhythmus wie Du und arbeitet/ lebt nachts ? Warum muss er denn morgens aufstehen, wenn Du aufstehst ?

Ich würde sagen "Guten Morgen, ich gehe jetzt", ihn schlafen lassen und das Haus verlassen. Die Konsequenzen muss er tragen. Wenn das ein Dauerzustand ist, ist das doch eine Zumutung, die er von Dir fordert, der Du entfliehen solltest. Ein Kind würde ich rigoros wecken (immer wieder einreden, Decke wegziehen ...), einen Erwachsenen nicht. Jeden Morgen Stress ? Möchtest Du überhaupt neben ihm einschlafen, wenn Du Dir schon den allmorgentlichen Kampf vorstellst ?

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